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(C) Spiel des Jahres e.V.
- 2017 -

 

Spiel-Fakten:

FamilieStrategie & AufbauWissen & RatenParty & KommunikationLogik & Kombination
KinderKarten
Würfel & GlückAktion & GeschicklichkeitLernen

Genre: Familie (Legespiel)
Erscheinungsjahr:
2016
Verlag: Pegasus Spiele  ..i..
Autor: Bruno Cathala
Spieleranzahl: 2 bis 4
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: 15 bis 30 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
 
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Kingdomino
...

Lang lege der König!

Aus den speziellen Dominosteinen legt ihr euer eigenes Königreich. Nur wer sich die besten Landschaften aussucht und Kronen sammelt, wird am Ende gewinnen!
 

 
Jeder Spieler erhält ein Startplättchen mit einer Burg. Die 48 Dominoplättchen (mit je 2 Landschaftsfeldern) werden im Beutel gemischt.



Dann werden 4 Plättchen (bzw. 3 Plättchen im 3-Personen-Spiel) gezogen, nach den Zahlen auf der Rückseite aufsteigend sortiert und als Reihe (mit der Landschaftsseite nach oben) ausgelegt, wobei die niedrigste Zahl oben und die höchste Zahl unten liegt. Der Reihe nach platzieren die Spieler nun ihre Figur auf jeweils einem Plättchen. Im 2er-Spiel stehen jedem Spieler 2 Figuren zur Verfügung.



Wurden alle Figuren platziert, wird daneben eine neue Reihe aus 4 Plättchen aus dem Beutel gebildet, wieder aufsteigend sortiert. Von oben nach unten nehmen die Spieler nun  jeweils ihre Figur zurück und setzen sie direkt auf ein Plättchen der neuen Reihe; d.h. wer am weitesten oben steht, hat die freie Auswahl in der neuen Reihe. Wer ganz unten steht, muss das einzig verbliebene Plättchen der neuen Reihe besetzen.



Das Plättchen, das ein Spieler verlassen hat, legt er in sein Königreich oder wirft es ab (zurück in die Schachtel). Beim Anlegen gelten folgende Regeln:
- Das neu gelegte Plättchen muss an das Startplättchen angrenzen (beliebige der sechs verschiedenen, unterschiedlich verteilten Landschaftsarten) ODER
- Das neu gelegte Plättchen muss an ein bereits ausliegendes Plättchen angrenzen und dabei mit mindestens einer Feldkante in der Landschaftsart mit dem verbundenen Plättchen übereinstimmen.
- Das gesamte Königreich darf maximal 5x5 Felder groß sein. Lücken sind erlaubt, aber kein "Überstehen" der Plättchen, auch kein Aufeinanderliegen.



Wurden alle Plättchen vergeben, findet die Endwertung statt. Jeder Spieler kontrolliert nun jedes über waagrechte und senkrechte Feldkanten zusammenhängende Landschaftsgebiet (auch einzelne Felder ohne weitere verbundene Plättchen der gleichen Landschaft zählen als Gebiet). Die Anzahl der Felder eines Gebietes wird jeweils mit der Anzahl der in diesem Gebiet befindlichen Kronen multipliziert. Ein Gebiet aus 6 Feldern mit 2 Kronen (wie das Wassergebiet auf dem Foto unten) bringt demnach 12 Punkte. Wer insgesamt die meisten Punkte erzielt, gewinnt.



Spielt man mit den Bonusregeln, gibt es noch 5 Extrapunkte, wenn die Burg am Ende genau in der Mitte des 5x5-Rasters steht bzw. 10 Extrapunkte, wenn man das komplette 5x5-Raster mit Landschaftsfeldern füllen konnte. Im Spiel zu zweit kann man auch mit einem 7x7-Raster spielen, um alle Plättchen ins Spiel zu bringen. [ih]

Auszeichnung: "Kingdomino" wurde zum Spiel des Jahres 2017 gekürt!
 
 ERKLÄRVIDEO

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Dieses Erklärvideo gibt es auch in einer vergrößerten > XL-Ansicht
 
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schnelles Legespiel
supereinfache Regeln
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MMI

glücksabhängig
für Vielspieler zu simpel
auf Dauer Materialermüdung

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PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     
Ingo: Als mich meine (etwas älteren) Nachbarn im letzten Sommer, während ich an einem heißen Tag den Rasen sprengte, mal über den Gartenzaun hinweg fragten, ob wir in unserer Spielgruppe eigentlich auch ihr Lieblingsspiel "Domino" spielen würden, antwortete ich gewohnt freundlich "nein, leider nicht", während mir gleichzeitig vor Schreck und Entsetzen der Gartenschlauch aus der Hand glitt und laute Stimmen in meinem Kopf riefen "Ey, was läuft bei euch falsch?".  Das ist wohl Vielspieler-Überheblichkeit. Merkt euch: Eure Katzen mögen keine spontanen Duschgänge und meine Nachbarn keine meiner Alternativvorschläge, was - in meinen Augen - bessere Spiele angeht. Seidem sind nun einige Wochen ins Land gegangen, die Wunden der Katzen-Kratzspuren auf meinem Bein sind verheilt, meine Nachbarn legen immer noch brav Stein an Stein... und nun DAS. Wir spielen... in unserer Spielgruppe... "Domino"... Aaaaaaargh!

Okay, "Domino" ist ein Klassiker. Als Kind habe ich das durchaus auch gespielt. Oder spielen müssen? Ich mochte es nie besonders. Dann kam Essen 2016. Heißt: Spielemesse-Zeit! Und schnell entstand so ein Minihype um ein neues Spiel, das mit seinem Wortspiel im Titel direkt Fakten schafft: "Kingdomino" - eine Mischung aus Kingdom (Königreich) und Domino (ja, halt Domino...). Übersetzt: Baut euch ein Königreich aus Dominosteinen. Die Steine sind jedoch nicht schwarz-weiß und aus Holz (oder Kunststoff), sondern aus bunt bedruckter Pappe. Die Aufgabe ist simpel: Möglichst große gleichfarbige Flächen schaffen, in denen dann auch noch möglichst viele Kronen zu finden sind. Superschnell erklärt, superschnell verstanden. Ein Spielprinzip, wie man es schon öfters in anderen Spielen fand, aufs Minimum heruntergebrochen. Damit man nicht völlig dem Glück ausgesetzt ist, kam der ganz raffinierte Auswahlmechanismus hinzu. Trotzdem muss man hoffen, dass zur rechten Zeit die richtigen Plättchen ausgelegt werden, sonst muss man halt nehmen, was kommt.

Schnell zeigt sich: Vielspieler sind unterfordert. Ein vergleichbares "Cities" bzw. "Limes" (> Testbericht) ist da deutlich trickreicher, ja, selbst ein "Carcassonne" bietet mehr Entscheidungsfreiraum. Für eine lockere Einstiegs- oder Absackerpartie finde ich in meiner "Expertenrunde" trotzdem Mitspieler. Sie finden "Kingdomino" dann auch "nett". Von einem echten Hype ist allerdings nichts zu spüren. Anders sieht es in der Gruppe der Gelegenheits- und vor allem der Wenigspieler aus. Da zündet "Kingdomino" erheblich besser. Die einfachen Regeln, die schöne Optik, die kurze Spielzeit - das passt. Sicher, einen Innovationspreis wird das Spiel nicht mehr gewinnen, aber für zwischendurch ist die Punktejagd doch eine wirklich gelungene Alternative zum klassischen "Domino" und auch ein wirklich guter Einstieg in die Welt der komplexeren Legespiele. Und auch, wenn es mich spielerisch nicht wirklich fordert, spiele ich es immer gern mit. Es ist ein "Wohlfühlspiel", das generationsübergreifend (vom Kind bis zur Oma) gespielt werden kann. Dafür gibt es von mir insgesamt gute 7 Punkte, für die Hauptzielgruppe auch einen Punkt mehr. Vielleicht ist es allein deshalb ein ideales "Spiel des Jahres"?

Lustigerweise ist es die noch schwierigste Hürde, der genannten Zielgruppe die virtuelle Legefläche von 5x5 Feldern klarzumachen. Ein selbstgebastelter Rahmen bzw. eine gezeichnete Grundfläche kann da am Anfang helfen, die Steine effizienter zu legen. Gerade zu Beginn entstehen bei spielunerfahrenen Mitspielern häufiger mal Lücken in der Auslage, während die Experten ohne Probleme das 5x5-Raster komplett füllen. Ein bisschen abstrakte Vorstellungskraft kann da (neben dem Glück) schon helfen. Mit etwas Übung gleicht sich das aber aus. Mit etwas Übung wird man auch schneller überblicken, welche Landschaftsart auf den Plättchen punkteträchtiger ist und welche nicht.

Ob "Kingdomino" nun in den Haushalten zu einem Klassiker wird, wird sich zeigen. Das Spielprinzip ist zeitlos, die Pappplättchen eher nicht. Je öfter sie im Beutel gemischt und herausgezogen werden, umso mehr Gebrauchsspuren zeigen sie. Wer unvorsichtig mit dem Material umgeht, wird jedenfalls nicht so lange Freude an der Optik seines Exemplars haben wie am alten Holz-Domino. Aber die Zeit ist eh schnelllebiger geworden. Nur für meine Nachbarn nicht. Die lieben ihr altes "Domino" seit Jahrzehnten. Und im Sommer würde mir das Geräusch der laut klappernden Steine auf ihrem Gartentisch irgendwann auch fehlen. Dank "Kingdomino" kann ich ihren Spaß nun etwas teilen - und das Beste: Keine Katze muss mehr Angst haben, von mir versehentlich geduscht zu werden... Wenn das alles ein einziges kleines Spiel schafft, dann kann das nicht verkehrt sein!

 
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(Langzeit-)Spielreiz
 
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