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Spiel-Fakten:

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Genre: Familie, Strategie
Erscheinungsjahr:
2009
Verlag: Kosmos  ..i..
Autor: Reiner Knizia
Spieleranzahl: 2 bis 4
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: ca. 30 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
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  Keltis: Erweiterung
Neue Wege, neue Ziele
 
Unterwegs auf neuen Pfaden
"Keltis" wurde "Spiel des Jahres 2008" - Spielefans kritisierten jedoch häufig den geringen Anspruch. Nun gibt es eine erste Erweiterung.
 

     

Wichtiger Hinweis vorab:
"Die Erweiterung - neue Wege, neue Ziele" enthält lediglich die neuen Bonusplättchen sowie den komplett neuen Spielplan. Das Grundspiel (> Test) mit seinen Spielsteinen (Kleeblättern) und Karten muss also vorhanden sein!


Der neue Spielplan löst die bisherigen farblich getrennten Steinpfade auf. Dadurch entsteht ein offeneres Spielprinzip.
   
Das kennen wir schon vom Grundspiel: Karten müssen farblich getrennt ausgespielt werden und dabei auf- oder absteigend sortiert sein.
   

So funktioniert's: 
Die Spielkarten, welche Zahlen von 0 bis 10 in fünf unterschiedlichen Farben zeigen, werden gemischt. Spielen nur 2 Spieler, werden 30 Karten nach dem Zufallsprinzip aussortiert. Jeder Spieler erhält 8 Handkarten und setzt seinen Wertungsstein auf den Beginn der Punkteleiste, die einmal rund um den Spielplan führt. Zudem stellt jeder Spieler seine 5 Spielfiguren (Kleeblätter) auf das große Startfeld, wobei je ein Stein größer ist als die anderen. Dieser bringt im Spielverlauf die doppelte Punktzahl.

Reihum hat nun jeder Spieler abwechselnd stets 2 Möglichkeiten:
- Er legt eine Handkarte ab, die er nicht gebrauchen kann. Abgelegte Handkarten werden neben dem Spielplan auf farblich getrennten Packen gesammelt.
- Er spielt eine Handkarte aus und legt sie vor sich ab. Ist es die erste Karte einer bestimmten Farbe, wird somit eine neue Reihe eröffnet. Werden in späteren Runden weitere Karten dieser Farbe ausgespielt, müssen sie an die bestehende Reihe angelegt werden. Dabei gilt es zu beachten, dass die Reihen entweder immer aufsteigend- oder aber absteigend sortiert sein müssen. Ein späteres Einfügen in Lücken ist nicht möglich. Jeder Spieler legt die Kartenreihen für sich aus. Ein Anlegen beim Gegner ist nicht erlaubt!

Beispiel: Klaus spielt die grüne 9 aus. In der nächsten Runde erweitert er die Reihe um die grüne 6. Er sortiert also absteigend. Zieht er im weiteren Verlauf die grüne 7, kann er sie nicht mehr in die Lücke einfügen! Die nächstmögliche absteigende Zahl wäre also die 5 bzw. eine Zahl darunter!

Für jede ausgelegte Karte darf der Spieler einen seiner 5 Spielsteine auf den Steinpfaden bewegen. Dabei müssen jedoch die ausgespielte Karte und das Spielfeld, auf das gezogen wird, in der Farbe übereinstimmen!


Neu: Weggabelungen fordern mehr Aufmerksamkeit, das neue Punktesystem birgt mehr Taktik in sich und die neuen Bonusplättchen bringen Abwechslung in den Spielverlauf.
   
Das Spiel endet, sobald die fünfte Spielfigur die Banderole überschreitet und sich somit in einer der letzten drei Spielreihen befindet.
   

Anschließend füllt der Spieler seine Kartenanzahl wieder auf 8 auf. Dabei kann er die Karte(n) vom verdeckten Nachziehstapel oder aber aus der offenen Auslage von nicht mehr gebrauchten Karten ziehen.

Anders als im Grundspiel gibt es in der Erweiterung keine durchgängigen Pfade gleicher Farbe. Die Pfade enthalten nun Gabelungen, die vielseitige Bewegungen bis zum Zielbereich des Spielplans ermöglichen. Die Farben der Spielfelder sind dabei gemischt. Weiße Spielfelder sind Jokerfelder - hier kann eine beliebige Kartenfarbe ausgespielt werden, um auf dieses Feld ziehen zu können.

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Viele Felder sind mit, vor Spielbeginn ausgelegten, Bonusplättchen versehen. Orangefarbener Hintergrund bedeutet dabei: Dieses Plättchen gehört fortan mir; ich darf es bis zum Spielende vor mir ablegen. Grüne Plättchen sind Gemeinschaftsplättchen. Sie bleiben auf ihrem Platz liegen und bringen Vorteile. Dies sind "Zusatzpunkte auf der Wertungsleiste", "Zusatzschritt auf einem der Pfade" oder - und das ist ebenfalls neu "Karten nachträglich ablegen". Eine zuletzt angelegte Karte einer der Kartenreihen kann zurückgelegt werden.

Sobald die fünfte Spielfigur über die Zielbanderole gezogen wird, endet das Spiel. Die fünf Spielfiguren im Zielbereich dürfen dabei von verschiedenen Spielern stammen! Es folgt die Endwertung: Jedes von einem Spielstein belegte Feld zeigt eine Punktezahl, die direkt auf der Wertungsleiste markiert wird. Gesammelte orangefarbene Bonusplättchen ("Wunschsteine") bringen Punkte in ihrer Anzahl und Farbgleichheit. Wer seinen Wertungsmarker auf der Punkteleiste am weitesten nach vorn bringen konnte, ist der Sieger. [ih]

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  PLUS:
PLUS:
neuer Spielplan bietet
   mehr Abwechslung
nachträgliche Karten-
   ablage
eingängiges Spielprinzip
ENDE
  MINUS:
MINUS:
solitäres Kartenlegen
"Keltis"-Einsteiger brauchen
   zusätzlich das Grundspiel
 
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     

Ingo:  Erweiterungen zu einem Spiel sollten das Grundspiel sinnvoll ergänzen. Was wir mit "Neue Wege, neue Ziele" vorgelegt bekommen, ist im Grunde keine Erweiterung, sondern fast schon ein neues Spiel.

Aus dem herkömmlichen Grundspiel benötigt man die Spielfiguren und die Spielkarten. Dies ist zunächst einmal etwas unglücklich für Spieler, die bislang kein "Keltis" besitzen und direkt lieber die neue Variante spielen möchten. Aber, und das sei gleich gesagt: Der Kauf lohnt sich; vor allem auch für "Keltis"-Besitzer, die den Spielablauf bislang als zu eintönig empfanden.

Der neue Spielplan ist nun endlich offener gestaltet: Keine vorgegebenen Wege, die streng sortiert "bedient" werden - jetzt gibt es Weggabelungen und bunt gemischte Farbfelder. Für den Spieler bedeutet das: Mehr Entscheidungsfreiheiten, viel mehr Spieltaktik. Vor allem das neue Bonusplättchen "Kartenablage" weiß zu gefallen, denn damit kann ich bereits gelegte Reihen wieder "rückwärts bauen" - dies ist manchmal sehr hilfreich, wenn ansonsten zu große Lücken in einer Kartenreihe entstehen würden.

Die Punkteskala der einzelnen Spielreihen auf dem Plan ist außerdem trickreicher geworden: Ab sofort gibt es nicht automatisch ansteigend mehr Punkte, je weiter ich nach oben ziehe! Zwischenreihen können mehr Punkte bringen als Finalreihen - wobei dennoch das Ziel sein sollte, mit einem Stein auf die "10" zu gelangen und damit die Höchstpunktezahl zu kassieren.

Fakt ist: Das Spiel bleibt zwar außer dem Wegschnappen von Wunschsteinen und dem Abwerfen nicht mehr benötigen Karten, die evtl. dem Gegner helfen könnten, weiterhin solitär geprägt. Ein Anlegen der Karten in Gegnerreihen ist nach wie vor nicht vorgesehen. Auch die Glücksabhängigkeit beim Kartenziehen ist natürlich noch vorhanden, geht für ein Familienspiel aber in Ordnung.

Insgesamt bietet die "Keltis"-Erweiterung durch die neuen Spielmöglichkeiten für mich erheblich mehr Spielspaß, ja jetzt sogar mit dem mir bisher entgangenen Suchtpotential! Klare Empfehlung!  (> Video)

 

 
   KULT-FAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
 
Ende
 
 
     

Gabi:  Auch wenn das Spiel ohne die Basis  "Keltis, Der Weg der Steine" nicht spielbar ist und sich das Spielprinzip vom Erstling nur wenig unterscheidet, ist es doch fast ein eigenständiges Spiel. Der Optimierungsfaktor hat sich stark verstärkt. Die Abhängigkeit vom Kartenglück wurde weiter verringert. Die Beweglichkeit der Spielfiguren ist wesentlich freier durch deutlich weniger eingeschränkte Wege.

Die Erhöhung der Anzahl der Wunschsteine und die hinzugekommene Ablegeregel (Karten, die mich stören, können auch in den gelegten Reihen entfernt werden) bieten neue strategische Möglichkeiten und Ziele, zumal die Punktverteilung ebenfalls einer Änderung unterzogen wurde.

In der Spielgruppe bieten sich nun verschiedene Spielansätze, die durchaus auch stark unterschiedlichen Spielcharakteren gerecht werden. Einmal die stark strukturierte, geordnete Version für Einsteiger und Wenigspieler (> Test) und nun die vorliegende strategisch aufgewertete Version der Erweiterung für Spieler, die gern ein wenig "mehr" wollen. 

 

 
   KULT-FAKTOR
      Zweitmeinung
 
Ende
 
 
     

Chris: Die Erweiterung hat ihre Vor- und Nachteile. Die neuen Chips, die das Sammeln von verschiedenfarbigen Steinen oder das Abwerfen einer Karte erlauben, gefallen mir sehr gut, ebenso die Tatsache, dass die Punkte im Zielbereich zunächst einmal weniger werden. Hier muss man sich genau überlegen, ob es sich noch lohnt, weiterzuziehen.

Nicht gefallen hat mir hingegen, dass zu Beginn mit einer Farbe noch viele Steine bewegt werden können, wogegen es am Ende vorkommen kann, dass man zwar eine Karte anlegen, aber dafür keine Figur bewegen kann. Das Spiel wird hierdurch zwar komplexer, aber irgendwie mochte ich die Einfachheit des Grundspiels. Trotzdem aber auf jeden Fall eine gute Erweiterung.

 

 
   KULT-FAKTOR
      Zweitmeinung
 
Ende
 
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