Genre: Karten
Erscheinungsjahr: 2009 Verlag: Kosmos Verlag
..i.. Autor: Reiner Knizia Spieleranzahl: 2 bis 4 Alter: ab 8 Jahren Spieldauer: ca. 20 Min.
Einstiegslevel:
Glück
Taktik
leer
Anzeige
Keltis
Das Kartenspiel
Die Kuh wird
gemolken... Nach der Erweiterung zum
"Spiel des Jahres 2008" veröffentlicht Kosmos nun auch eine
Kartenversion des Erfolgstitels; sozusagen ein "Keltis light".
So funktioniert's: Die 80 Zahlenkarten (je 16 in den Farben grün, gelb,
rot, rosa und blau mit den Werten 0 bis 10 in
unterschiedlicher Menge), die 10 Schlusskarten (je 2 in
den gleichen Farben) und die 11 Punktekarten ("1" in der
Mitte, grau unterlegte Zahlenwerte von 0 bis 10 in den
Ecken) werden gemischt und als verdeckter Nachziehstapel
bereitgelegt.
Die
Kartenreihen müssen aufsteigend von 1 bis 10 sortiert
werden.
Wer eine
Wertdublette (hier die grüne und die gelbe "3") auslegt,
erhält die passende Wunschsteinkarte.
Jeder Spieler
zieht zu Beginn 8 Handkarten. Dann wird reihum gespielt.
Der Spieler, der am Zug ist, hat stets eine (!) der 3
Möglichkeiten:
(1) Er wirft eine seiner Karten unbenutzt ab. Für diese
nicht benötigten Zahlen- bzw. Schlusskarten wird pro
Farbe ein eigener Ablagestapel in der Tischmitte
gebildet. Werden "Punktekarten" abgeworfen, erhalten
diese ebenfalls einen eigenen sechsten Stapel.
(2) Er wirft zwei Zahlenkarten desselben Wertes ab
(die Farbe spielt hierbei keine Rolle). Dafür erhält der
Spieler eine der 9 bräunlichen Wunschsteinkarten, die
als offene Reihe auf dem Tisch ausliegen. Wichtig: Der
Wert der abgeworfenen Karten muss mit der
Wunschsteinkarte übereinstimmen. Werden also zum
Beispiel zwei "7"-er-Karten abgeworfen, nimmt sich der
Spieler den Wunschstein mit der "7". Im Laufe des
Spieles lichtet sich die Reihe und es wird immer
schwieriger, eine Steinkarte zu ergattern, denn jeder
Wert ist nur ein einziges Mal vorhanden!
Anzeige
(3) Die Hauptaktion des Spiels. Der Spieler legt eine
Zahlenkarte vor sich ab. Jeder Spieler bildet vor sich
Zahlenreihen, wobei jede Farbe eine eigene Reihe erhält.
Werden in den nächsten Zügen weitere Karten einer Farbe
angelegt, müssen diese sortiert sein. Dies kann auf-
oder absteigend geschehen; die erste Karte sollte also
eine möglichst hohe oder niedrige Karte sein, damit noch
viele Karten folgen können!
Die Reihe darf Lücken
aufweisen oder durch Punktekarten verlängert werden,
wenn ihr Wert der zuletzt ausgelegten Karte der Reihe
entspricht. Auch darf eine gleichwertige Karte auf die
zuletzt angelegte Karte gesetzt werden. Die Farbe muss
jedoch immer übereinstimmen.
Wird eine Schlusskarte auf
eine Reihe gelegt, ist diese Reihe beendet. Einzig eine
zweite Schlusskarte der gleichen Farbe kann die Reihe
dann noch verlängern. Für jede Farbe wird, wie
gesagt, bei jedem Spieler eine eigene Reihe gebildet.
Punktekarten können als 6. Reihe abgelegt werden und
zählen so direkt je 1 Siegpunkt für die Endabrechnung.
Sie müssen dabei nicht sortiert gelegt werden.
Hat ein
Spieler eine der 3 Aktionen ausgeführt, füllt er seinen
Handkartenvorrat wieder auf 8 auf. Dies macht er vom
verdeckten Nachziehstapel oder von einer (oder evtl.
zwei) der obersten offenen ausliegenden, nicht mehr
benötigten Karten der anderen Spieler. Nach dem
Auffüllen ist der nächste Spieler an der Reihe.
Wird eine
Schlusskarte auf einer Farbreihe platziert, kann hier
keine weiteren Zahlenkarten mehr anlegen. Spielt ein
Spieler die insgesamt fünfte Schlusskarte aus, endet das
Spiel.
Tipp:
Zu vielen Spielen präsentiert SPIELKULT.de kostenlose
Erklärvideos!
Das Spiel
endet, sobald der Nachziehstapel komplett aufgebraucht
wurde oder aber insgesamt 5 Kartenreihen mit
Schlusskarten beendet wurden. Die Kartenreihen müssen
dabei nicht bei einem einzigen Spieler liegen! Als
Einleitung zum Spielende zählen alle Schlusskarten in
allen Farben bei allen Spielern! Danach kann jeder
Spieler noch einmal eine oder zwei Karten ablegen.
Nun wird
abgerechnet: Jede Kartenreihe eines Spielers bringt
Punkte, wenn sie mindestens (!) aus 4 Karten besteht!
Liegt eine Reihe aus, die weniger Karten enthält, gibt
es Minuspunkte. Jede Punktekarte in der
Punktekartenreihe eines Spielers bringt, wie bereits
erwähnt, einen zusätzlichen Punkt.
Die gesammelten
Wunschsteinkarten bringen ab dem 3. Stein Punkte! Bei
nur 2 gesammelten Steinen kommt der Spieler mit 0
Bonuspunkten noch einmal mit dem blauen Auge davon. Hat
er jedoch nur eine einzige oder gar keine
Wunschsteinkarte gesammelt, winken ihm Minuspunkte. Wer
nach der Abrechnung die meisten Punkte machen konnte,
gewinnt. [ih]
PLUS:
PLUS:
Grundregeln von "Keltis"
für "unterwegs"
leichter Einstieg
preisgünstig
ENDE
MINUS:
MINUS:
schon
wieder Karten sortieren
Spiel braucht viel Platz
glücksabhängig
fast ausschließlich solitär
PUNKTE-CHECK:
SPIELIDEE
Originalität, Regeln
AUSSTATTUNG
Material, Umfang
SPIELABLAUF
Mechanik, Einfluss
Ingo:
Zunächst einmal
das Positive: Das Kartenspiel zum "Spiel des
Jahres 2008" (>
Test) ist
preiswert, die Spielschachtel ist handlich und -
ja, das mag sogar das Wichtigste sein - das
Spiel folgt dem Motto: Wo Keltis drauf steht,
ist auch Keltis drin.
Die Kartensortiererei ist
allen Keltis-Spielern bereits bekannt. Statt
eines Spielbretts, auf dem die eigenen Steine
auf Pfaden nach vorn getrieben und dabei
wichtige Wunschsteine oder Bonuspunkte
aufgesammelt werden, entfällt.
Wer beim Ursprungs-Keltis bereits den mangelnden Anspruch
kritisierte, wird beim Kartenspiel eine weitere
Stufe zurück gesetzt. Außer der Möglichkeit,
Wert-Dubletten gegen Wunschsteinkarten zu
tauschen, konzentriert sich das Kartenspiel
allein auf das glücksabhängige Sammeln von
Farbkarten - Keltis "pur" sozusagen; vielleicht
sogar Keltis "light".
Wer also nur den kleinen "Keltis"-Spaß
sucht, kann mit dem Kartenspiel nichts falsch
machen. Fraglich ist jedoch, ob "Keltis"-Besitzer
nach dem "Mitbringspiel" und "Neue Wege, neue
Ziele" ein weiteres Mal bereit sind, Geld für
Spielkarten auszugeben. Wer gern taktischer
spielt, ist ohnehin mit der ebenfalls 2009
erschienenden Erweiterung zum Grundspiel (>
Test) am
besten beraten.
So bleibt zu sagen, dass ich das
familiengerechte Kartenspiel an sich durchaus
"ganz nett" finde, dennoch den gewissen Kick
vermisse: 6 Punkte.
KULT-FAKTOR
(Langzeit-)Spielreiz
Ende
NO.1
Dieses Spiel wurde in der Datenbank Luding.org als
erstes von SPIELKULT.de getestet!