Genre: Kinder
Erscheinungsjahr: 2010 Verlag: Goliath Games
..i.. Spieleranzahl: 2 bis 4 Alter: ab 4 Jahren Spieldauer: ca. 15 Min.
Einstiegslevel:
Glück
Taktik
leer
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Kackel Dackel
Ein echtes
Sch***-Spiel
Hunger hat er, der lang
gestreckte Teckel. Gefüttert will er werden. Doch wer Mitleid
mit ihm hat, bekommt schnell die verdaute Quittung!
So funktioniert's:
Jedes Frauchen oder Herrchen erhält eine kleine Schaufel
in der Farbe nach Wahl. Der Kackel-Dackel wird
gefüttert, indem eine Portion des gelben "Hundefutters"
(eine Art schwammige Knetmasse) mit dem Förmchen herausgestochen
und dem Plastik-Hund dann in das Maul geschoben wird.
Der Plastik-Dackel frisst,
wackelt mit dem Schwanz und kotet - na, wenn das nichts
ist?
Mit dem kleinen Hundeknochen wird die Masse durch eine
Drehbewegung weiter nachgeschoben. Der Knochen verbleibt
nun im Maul des Hundes, damit im Innern des Körpers
gleich ein Unterdruck erzeugt werden kann.
Aus dem
"Hundefutter" stechen wir eine passende Portion ab.
Diese schieben wir mitsamt des Hundeknochens in das
Hundemaul.
Reihum
würfeln die Spieler und führen dann die entsprechende
Aktion aus:
- Bei einem "X" muss der Spieler aussetzen. Der
Nächste
ist dran!
- Bei einer Zahl (1 bis 3) nimmt der Spieler die
Hundeleine und betätigt - entsprechend der erwürfelten
Augenzahl - ein- oder mehrmals die rote Taste. Dadurch
wird ein Pumpmechanismus im Innern des Hundes ausgelöst,
der die Futterportion vom Maul in Richtung Hinterteil
"saugt".
Der Würfel
entscheidet, was passiert. Bei einer Zahl wird
entsprechend oft...
... der Darm
des Dackels durchgepumpt - mithilfe der Taste an der
Hundeleine.
Nach
und nach kämpft sich auf diese Weise das Hundefutter durch die
Pumpvorgänge einmal durch den "Darm" - begleitet von
Geräuschen, die dem Hund unüberhörbare Blähungen attestieren...
Der
Spieler, der die verdaute gelbe Masse aus dem Hinterteil
des Dackels pumpt, nimmt das Häufchen auf seine
Schaufel. Dann wird der Hund mit einer neuen Portion
gefüttert und das Spiel beginnt von vorn.
Nach diversen Pumpvorgängen sehen wir am Hinterteil
unseres Haustieres die verdaute Bescherung...
Der Spieler,
der das Häufchen heraus gedrückt hat, darf es auf seine
Schaufel nehmen.
Das
Tausch-Symbol auf dem Würfel kann dazu führen, dass
man seine gesammelten "Würste" an einen Mitspieler
abgeben muss. Ziel
ist es, drei Häufchen auf der eigenen
Schaufel gesammelt zu haben. Der, der diese Vorgabe
als Erster erfüllt, gewinnt das Spiel und erhält die
"Hundeplakette" - bis zur nächsten Partie. [ih]
Vielen Dank an Goliath Games für ein Rezensionsexemplar!
eer
ERKLÄRVIDEO
leer
Dieses Erklärvideo gibt es auch in einer vergrößerten
>
XL-Ansicht
PLUS:
PLUS:
Spielmaterial ist ein "Hingucker"
ein witziger Partygag
ENDE
MINUS:
MINUS:
rein
spielerisch ohne Wert
PUNKTE-CHECK:
SPIELIDEE
Originalität, Regeln
AUSSTATTUNG
Material, Umfang
SPIELABLAUF
Mechanik, Einfluss
Ingo:
"Mama, Papa, ich will einen Hund!" - Wenn
Ihnen dieser Wunsch bekannt vorkommt, und
Sie bei dem Gedanken an lautes Gekläffe und
Gassi gehen direkt Magenschmerzen bekommen, gibt
es mit diesem "Spiel" eine echte Alternative...
"Spiel" in Anführungszeichen? Gleich vorab:
Spielerisch ist der "Kackel Dackel" in etwa das,
was Blähungen im Bauch bedeuten - eine
Luftnummer, wenn es um eigene Siegestaktik oder
Strategie geht. Das Spiel ist ein reines
Glücksspiel - eigener Einfluss? Fehlanzeige! Ja,
eigentlich ist es mehr Spielzeug als Brettspiel.
Denkt man sich den Hund weg, bleibt nicht mehr
viel an Konzept übrig.
Und doch war dieser Teckel der gefeierte Star
auf der Spielemesse 2010 in Essen - so viel
gespaltenes Aufsehen hat selten ein neues
Kinderspiel erzeugt. Schuld daran ist das
außergewöhnliche Material - zwar aus Plastik
gefertigt, aber das kümmert die Zielgruppe
wenig. Der Dackel sieht aus, wie ein Dackel
auszusehen hat - deutlich länger als hoch,
treudoofer Blick, wackelndes Schwänzchen - ein
Haustier zum Knuddeln!
Ob der Autor zum Zeitpunkt der Erfindung dieses
Spiels in seinem Körper
ähnliche Geräusche vernahm, wie sie der Dackel
während seines Verdauungsprozesses von sich gibt, ließ sich nicht
verifizieren... Anders lässt sich aber eine solche
"durchgeknallte" Spielidee zwischen Witz, Realität
und Ekel-Assoziation fast nicht
erklären. Und doch bescheinige ich dem
Erfinder Genialität!
Der "Kackel Dackel" ist so ziemlich das
"trashigste", gleichzeitig innovativste, im
positiven Sinne bescheuertste und witzigste
Produkt, was die Spielebranche in der letzten
Zeit so auf den Markt geworfen hat.
"Blähstation" statt "Playstation" - Kinder
lieben den pupsenden Krummbeiner aus dem Genre
"Kuriositätenkabinett"! Und auch als
Partyspiel bei der Generation 18+ weiß der
kleine Köter zwischendurch zu überzeugen,
wenngleich dann allerdings gern einmal mit eigenen
(feuchtfröhlichen) Spielvariationen
abseits der Spielanleitung...
Eine reguläre Kultfaktor-Wertung kann ich dem "Kackel
Dackel" nicht geben - das wäre einfach unfair,
denn das Spiel polarisiert. Die ernsten Spieler
schauen kritisch (max. 3 Punkte), Kinder - für
die das Spiel eigentlich gedacht ist - und
Partyspieler brechen in lautem Gelächter aus (8
Punkte), welches, bedingt durch den
nachlassenden Überraschungseffekt, mit jeder
Wiederholung etwas weniger laut wird (später 5
Punkte).
Entscheiden Sie am besten selbst, zu welcher
Gruppe Sie sich zählen. ICH habe jedenfalls
einen neuen Freund... ;)
(>
Video)
KULT-FAKTOR
(Langzeit-)Spielreiz
Ende
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