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Spiel-Fakten:

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Genre: Aktion, Geschicklichkeit        
Erscheinungsjahr:
2016
Verlag: Pretzel Games
Autoren: Jay Cormier,
Sen-Foong Lim
Grafik: Chris Quilliams
Spieleranzahl: 2 bis 6
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: ca. 30 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Initiative 

leer
     
   

 

 
Junk Art
....
Vorsicht, Einsturzgefahr!
In zwölf verschiedenen Städten der Welt erschaffen wir nach unterschiedlichen Regeln die waghalsigsten Bauwerke, und oft gilt da das Motto: Die Größe macht's!


     
Die 60 Bausteine (je 15 identische, mitunter außergewöhnliche Formen, die sich teilweise an Gegenständen des echten Lebens orientieren (Hantel, Blumentopf etc.), in 4 Farben) werden  bereitgelegt. Die Karten mit den 12 Städten werden gemischt. Die erste Stadt wird aufgedeckt. Jede Stadt hält individuelle Spielregeln für die Spieler bereit.



Grundsätzlich geht es darum, auf einem Sockel ein Bauwerk zu errichten. Dabei gibt es folgende Grundregeln:
- Ein neues Bauteil muss immer den Sockel oder ein bereits vorher verbautes Bauteil berühren.
- Kein Bauteil darf den Tisch berühren! Es darf also nur AUF den Sockel oder andere Bauteile gestellt werden.
- Zum Bauen darf der Spieler beide Hände benutzen und mit dem neuen Bauteil auch bestehende Bauteile verschieben. Zudem darf der Spieler auch den Sockel berühren.



Die Bauteile finden sich auch alle auf den Spielkarten wieder. Diese werden - je nach Stadt - in unterschiedlicher Weise benutzt. Mal geht es darum, aus 3 Karten eine für den Sitznachbarn auszuwählen, die das Teil zeigt, dass er verbauen muss.



Mal gibt man zwei Karten an den Nachbarn und erhält eine davon zurück und beide bauen dann das, was die jeweilige Karte zeigt. Oftmals bauen die Spieler auf ihrem eigenen Sockel und am Rundenende gewinnt das höchste Bauwerk (ein Maßband liegt bei, sollte das Ergebnis einmal knapp ausfallen).



In anderen Städten geht es darum, möglichst lang im Spiel zu bleiben - wer eine bestimmte Anzahl an Bauteilen "verliert" (sie also vom Bauwerk fallen), scheidet aus. Auch gibt es die Aufgabe, dass alle nur an EINEM Bauwerk bauen, oder dass alle Spieler mit nur jeweils einer Farbe alle Bauteile möglichst schnell verbaut haben müssen. Und wer "Flick'em up" vom selben Verlag besitzt, kann das Spiel mit "Junk Art" kombinieren; eine optional spielbare Stadt ist extra dafür ausgelegt.



Für gewonnene Runden erhalten die Spieler "Fans" (das sind quasi die Punkte). Wer nach einer vorher festgelegten Anzahl an Städten die meisten Fans gesammelt hat, ist der Sieger.  [ih]
 
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    Checkpoint
Checkpoint
  PLUS:
PLUS:

witziges Bauspiel
wirklich tolles Material
viel Abwechslung
ideal auch als Partyspiel
klappt generationsübergreifend
---
  MINUS:
MINUS:
teilweise Wartezeiten
   beim Ausscheiden
Überraschungseffekt nimmt
   mit der Zeit ab
...
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     

Ingo: Man sagt uns Brettspielern ja gern mal nach, nie ganz erwachsen geworden zu sein. Also, natürlich sagen das nur die Nicht-Spieler, keine Frage. Nun, wenn dann beim offenen SPIELKULT.de-Spieletreff in einem öffentlichen Café 6 Erwachsene um einen Tisch sitzen, in der Tischmitte ein Haufen Bauklötze liegt, und jeder versucht, den höchsten Turm zu bauen, dann mutet das für Nichtwissende vielleicht ein wenig seltsam an. Und wenn sich die Erwachsenen dann noch wie kleiner Kinder freuen, wenn der Turm des Sitznachbarn zusammenkracht, während man selber zittert, ob der eigene standhält und am Ende der größte ist, dann, ja, dann hat das vielleicht ein bisschen was von Kindergarten. Aber auch nur ein bisschen. "Junk Art" macht einfach tierisch Spaß, gerade in den ersten Partien, wenn alles noch neu für einen ist. Nein, "Junk Art" ist KEIN Kindergartenspiel. Jedes Bauteil hat so seine fiesen Eigenheiten, nichts ist so gerade wie es scheint, und durch die unterschiedlichen Aufgabentypen ist viel Abwechslung im Spiel.

Besonders schön sind die Aufgaben, bei denen es darum geht, in die Höhe zu bauen. Das ist manchmal echt Nervenkitzel pur. Allein vom Zusehen fragt man sich so manches Mal: "Ey, wie kann DAS noch halten?!". Dieser Thrill, gepaart mit kleinen fiesen Sprüchen (ein Gruß an Carsten an dieser Stelle) und lautem Lachen beim Misserfolg eines Mitspielers - das alles macht das Spiel aus. Somit eignet sich "Junk Art" auch ideal als Partyspiel, wenn man nicht nur über Andere, sondern auch über sich selbst lachen kann. (Fast) niemand achtet hier wirklich ernsthaft auf die gewonnenen "Fans", nein, die Punkte rücken hier in den Hintergrund. Der Spaß steht an erster Stelle. Und den hat man bei "Junk Art" definitiv.

Nun werden einige sagen: Türmchen bauen, das ist doch nix Neues. Ja gut, die Grundidee gab es in vielen anderen Spielen natürlich auch schon. Aber alles wurde hier neu arrangiert. Wenn ich etwas kritisieren MÜSSTE, dann ist es die Tatsache, dass in Runden, in denen man vorzeitig ausscheiden kann, es durchaus dazu kommen kann, dass zwei Spieler gepflegt eine Partie "Qwixx" spielen können, bis sie wieder dran sind. Wer sich also vom Zuschauen gelangweilt fühlt, dessen Nerven können bei der einen oder anderen Aufgabe schon mal auf die Geduldsprobe gestellt werden. Oder man lässt dann die Städte, die so eine Downtime beinhalten, einfach weg.

Und auch, wenn der Überraschungseffekt, den das Spiel bei einer Erstpartie eigentlich bei allen Spielern auslöst, mit der Zeit etwas verfliegt, so ist "Junk Art" für mich eines der besten Bau-/ Geschicklichkeitsspiele, die es bislang so gab. Allein die tolle Ausstattung (60 hochwertige Holzbauteile, eine Holzkiste als Spielschachtel...) rechtfertigt den doch recht hohen Preis von weit über der 50 Euro-Marke. Für mich war "Junk Art" eine der Überraschungen des Jahres 2016; klare Empfehlung für Fans dieses Genres und auch ein garantierter Eisbrecher in einer Runde von Nichtspielern! Das Kind im Manne gewinnt doch immer wieder!

Hinweis zum Kultfaktor: In der ersten Partie 9 Punkte, bis auf die teilweise auftretenden Wartezeiten nahezu perfekt; kennt man dann alles, ein "Wow-Effekt"-Punkt weniger, aber immer noch sehr gute 8 Kultpunkte für den Langzeitspielreiz.
...
 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
Ende
 
 
     

Gabi: Das Interesse, Türme zu bauen, wird bereits in früher Kindheit geweckt. Was uns also scheinbar so klar in die Wiege gelegt wird, tritt nun in einem neuen Spiel auf: "JunkArt". Das erste, was wirklich beeindruckt, sind das Material und die optisch interessante Grafik, die auf jeden Fall schon einmal von außen neugierig macht. Das zahlenmäßig reichliche Material ist aus Holz hergestellt, allerdings mit teilweise leicht eingeschränkter Qualität (manche Teile zeigen z.B. einen deutlichen Grat an der Innenseite ihrer Bohrlöcher). Das beeinträchtigt das Spiel selbst zwar nicht, ist aber, dank des stolzen Preises von knapp 70 Euro (trotz Kleinverlag) ein wenig schade.

Das Spiel selbst ist, dank der vielen unterschiedlichen Aufgaben, die stets neu gezogen werden, vielseitig und langfristig interessant. Das Spiel vereint verschiedene Bau-Mechanismen, teilweise auch anderer Spiele, in sich: in die Höhe bauen, durch Karten bestimmte Teile aufeinander schichten, auf Schnelligkeit spielen, mit ungeraden Teilen arbeiten, dem Nächsten eine Baukarte aufs Auge drücken. All das gab es durchaus schon in anderen Spielen wie Splash, Block Out usw. Was tatsächlich neu ist, ist die passende und absolut runde Verbindung aller Einzelaufgaben. Wir reisen zu einer Stadt und dort gibt es eine besondere Aufgabe zu lösen. Die unterschiedlichen Bausteine erhöhen den Reiz dabei und lassen die empor wachsenden Gebilde teileweise anmutig oder abstrakt-künstlerisch in die Höhe schießen.

Leider fällt auf, dass der Spielreiz tatsächlich erst mit mindestens drei Spielern in Gang kommt. Je mehr Spieler sich an der bunten Bauerei beteiligen, desto mehr Spaß macht es allen. Dann kommt auch entsprechend Druck auf. Der wiederum erhöht den Spaßfaktor - jedoch nicht für alle. Ruhiges Bauen unter Zeitdruck ist nicht für jeden gedacht. Gefühlt lange Pausen können dem Spiel bei voller Spielerzahl zusätzlich bei einigen Aufgaben ein wenig Reiz nehmen.

Trotzdem gebe ich zu: Das Material lässt einen nicht kalt. Wirf einen Sack Bausteine auf den Tisch und nach einer Weile werden alle damit Türme bauen. Für eines der besten und vielseitigsten Turmbauspiele kann ich somit auf jeden Fall eine Empfehlung für Freunde von Geschicklichkeitsspielen - und das altersunabhängig - aussprechen.
 

 
   KULTFAKTOR
      Zweitmeinung
Ende
 
   KULTFAKTOR: TEAM-TREND*  .NEU.   
...
   Ulf
   Carsten
   Ingo
   Jürgen
   Karsten
   Lutz
   Verena
   Gabi
Ende
...
    * Bei Spielen, die von mehreren Teammitgliedern gespielt wurden, veröffentlichen wir
    künftig an dieser Stelle immer
eine Übersicht aller verfügbaren Kultfaktor-Wertungen.
 
 

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