Genre: Strategie
Erscheinungsjahr: 2010 Verlag: ElfinWerks / Red
Glove / Abacusspiele
..i.. Autor: Michele Mura Spieleranzahl: 2 bis 4 Alter: ab 12 Jahren Spieldauer: ca. 90 Min.
Einstiegslevel:
Glück
Taktik
leer
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Jerusalem
Machtkämpfe
im heiligen Land Die Spieler
werden zu Kreuzrittern des 12. Jahrhunderts, die aus ganz Europa
nach Jerusalem reisen, um dort die Herrschaft zu erlangen.
So funktioniert's:
Der Spielplan zeigt neben einer Leiste für
Preistigepunkte 6 Machtzentren: Königspalast,
Tempelritter, Patriachat, Adel, Markt und
Davidsturm. Die Machtzentren sind jeweils nochmal in
3 Gebiete unterteilt, in denen die Spieler im Laufe
des Spiels ihre Knappen platzieren. Eine Ausnahme
bildet der Davidsturm, welcher nur aus einem Gebiet
besteht.
Der Spielplan
besteht aus sechs Machtzentren.
Jedes Machtzentrum ist noch einmal unterteilt in 3
Gebiete (Ausnahme: Der Davidsturm)
Das Spiel verläuft über 5 Runden wobei eine Runde
aus 3 bzw. 4 Phasen besteht.
1. Phase: Ämtergebote
Zu Beginn einer Runde werden zunächst auf klassische
Weise die Rollenkarten - gegen Geld aus dem eigenen
Besitz - versteigert. Hat jeder Spieler eine
Rollenkarte erhalten, erhält er der Karte
entsprechend viele Knappen und einen bestimmten
Bonus. Außerdem legen die Rollenkarten die
Spielerreihenfolge für diese Runde fest.
Zusätzlich werden noch Aktionskarten verteilt: Der
Spieler mit der niedrigsten Rollenkarte zieht so
viele Aktionskarten vom Stapel, wie Spieler
teilnehmen, sucht sich eine davon aus und gibt
anschließend die restlichen Karten an den Spieler
mit der zweitniedrigsten Rollenkarte. Dieser darf
sich wiederum eine Karte aussuchen usw.
In die
Gebiete der Machtzentren setzen die Spieler ihre Knappen
ein.
Die
Aktionskarten bescheren den Spielern neue Ressourcen
bzw. die Veränderung von Positionen.
2. Phase: Einsetzen der Knappen
Der Spieler mit der niedrigsten Rollenkarte führt
diese Phase zuerst aus, indem er beliebig viele
Knappen hinter seinem Sichtschirm hervor nimmt und
auf beliebige Gebiete des Spielplans verteilt.
Einmalig darf der Spieler zusammen mit 3 Knappen
seine Baronfigur in einem Gebiet platzieren. Die
Baronfigur bewirkt, dass bis zum Ende dieser Phase
kein Spieler mehr einen Knappen in dieses Gebiet
hinein- oder aus dem Gebiet herausbewegen darf.
Setzt ein Spieler seine
Baronfigur, so blockiert er dieses Gebiert für die
anderen Spieler.
Des Weiteren können in dieser Phase noch
Aktionskarten gespielt werden und Knappen gegen
Silberstücke (und umgekehrt) getauscht werden. Hat
der Spieler mit der niedrigsten Rollenkarte seinen
Zug beendet, platziert nun der Spieler mit der
zweitniedrigsten Rollenkarte all seine Knappen usw.
3. Phase: Einkommen
Zuerst wird überprüft, welcher Spieler die meisten
Knappen auf dem Davidsturm platziert hat. Dieser
Spieler erhält 1 Silberstück und darf zusätzlich
einen seiner Knappen vom Davidsturm in ein anderes
Gebiet versetzen. Als nächstes werden die 3
Machtzentren Patriachat, Markt und Adel überprüft.
Der Spieler, der jeweils in dem gesamten
Machtzentrum die meisten Knappen platziert hat,
erhält nun einen besonderen Bonus in Form von
Prestigepunkten oder Aktionskarten.
Anschließend wird jedes einzelne Gebiet des
Spielplans überprüft: Der Spieler, der die meisten
Knappen in einem Gebiet besitzt, erhält das
entsprechende Einkommen, was sich stets als
Prestigepunkten, Silberstücken und neuen Knappen
zusammensetzt. Kommt es in einem Machtzentrum oder
Gebiet zum Gleichstand, so gewinnt stets der
Spieler, der die niedrigere Rollenkarte besitzt.
Prestigepunkte werden auf der entsprechenden Leiste
markiert.
Stockwerk
für Stockwerk errichtet jeder Spieler seinen Turm.
Nachdem alle Einkommen verteilt werden, müssen die
Spieler nun noch mit ihren Prestigepunkten ihren
Turm ausbauen. Wieder beginnt der Spieler mit der
niedrigsten Rollenkarte. Ein Stockwerk kostet immer
seine Position + 1 Silberstücke (Das erste Stockwerk
kostet 2 Silberstücke, das fünfte kostet 6
Silberstücke). Zusätzlich muss der Spieler, der das
Stockwerk einer Höhe als erstes baut, ein
zusätzliches Silberstück bezahlen. Jeder Spieler
muss so viele Stockwerke bauen, wie es seine Anzahl
an Prestigepunkten zulässt.
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4. Phase: Ereignis (Nur in Runde 2, 3 und 4)
Es gibt 4 Ereigniskarten. Diese werden zu
Spielbeginn verdeckt gemischt, wobei anschließend
eine Karte aussortiert wird und die anderen 3 Karten
verdeckt den Runden 2, 3 und 4 zugeordnet werden.
Jeweils am Ende dieser drei Runden wird die
entsprechende Ereigniskarte aufgedeckt und
ausgeführt. Die Ereigniskarten bewirken meist, dass
Knappen aus einem bestimmten Machtzentrum entfernt
werden. Abgesehen von diesen Ereignissen werden die
Knappen am Ende einer Runde nicht vom Spielplan
entfernt.
Am oberen Spielfeldrand werden die Ereigniskarten
platziert.
Verschiedene Ereigniskarten
Nach der fünften Runde gewinnt der Spieler, der
den höchsten Turm gebaut hat. Bei Gleichstand
gewinnt der Spieler, der mehr Preistigepunkte
übrig hat.
[cg]
Vielen Dank an Abacusspiele für ein
Rezensionsexemplar!
PLUS:
PLUS:
technisch in Ordnung
gelungenes Material
ENDE
MINUS:
MINUS:
Konzept enthält keine
Innovationen
PUNKTE-CHECK:
SPIELIDEE
Originalität, Regeln
AUSSTATTUNG
Material, Umfang
SPIELABLAUF
Mechanik, Einfluss
Chris:Schon
nach dem Lesen der Regel hatte ich befürchtet,
was sich in den folgenden Testpartien
bestätigte: "Jerusalem" ist ein Mehrheitenspiel,
was an sich keine großen Fehler aufweist, und
auch recht gut funktioniert, allerdings auch
leider keinerlei neue oder innovative
Mechanismen beinhaltet. Insgesamt hat mich das
Konzept in vielen Gesichtspunkten an "Ys" von
Ystari erinnert und auch den Rest kennt man
schon von irgendwelchen anderen Spielen.
Die Regel ist größtenteils "ok", stellenweise
etwas undeutlich, allerdings wird eine wichtige
Frage nicht geklärt: Was mache ich, wenn ich
keine Knappen mehr im Vorrat besitze?
Konzentriert man sich von Anfang auf die
Tempelritter, kann dieses Problem im Runde 4
oder 5 durchaus auftauchen.
Das Material ist gelungen, gerade die kräftigen
Farben des Holzmaterials haben mir sehr gut
gefallen. Wäre das Spiel das erste seiner Art,
so würde mein Fazit wohl besser ausfallen, aber
für Besitzer von "El Grande", "Ys" oder
ähnlichen Spielen kann ich leider keinen
entscheidenden Grund finden, sich "Jerusalem"
zusätzlich anzuschaffen.