Genre: Taktik, Deduktion
Erscheinungsjahr: 2010
(Originaltitel: "Shadow Hunters", 2005) Verlag: Kosmos Verlag
..i.. Autor: Yasutaka Ikeda Spieleranzahl: 4 bis 8 Alter: ab 10 Jahren
(besser ab ca. 12 Jahren) Spieldauer: 30 bis 50 Min.
Einstiegslevel:
Glück
Taktik
leer
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Jäger der Nacht
Machtkämpfe
im Mondschein Der Vollmond lässt
Vampire,
Werwölfe und Menschen aufeinandertreffen
- doch welcher Spieler gehört zu welcher Gruppe?
Wer gewinnt den Kampf?
So funktioniert's:
Jeder Spieler
erhält eine Spielfigur und einen Schadensmarker seiner
Farbe. Aus einem zuvor gemischten, von der Spieleranzahl
abhängigen, Vorrat an verdeckt ausliegenden
Charakterkarten, zieht jeder Spieler eine Karte auf die
Hand. Seinen Charakter darf er dabei nicht (!) den
anderen Mitspielern offenbaren!
Der düstere
Spielplan zeigt die sechs Orte, an denen Anweisungen zu
befolgen sind. Rechts befindet sich die Schadens-Leiste.
Je zwei Orte sind jeweils mit einem Netz verbunden -
ein Spieler darf alle Gegner auf diesen verbundenen
Feldern angreifen.
Im
Spiel befinden sich Charaktere der Gruppe "Vampire",
"Werwölfe" und "Menschen". Die Vampire haben das Spielziel, sämtliche Werwölfe zu eliminieren.
Die Werwölfe haben das wechselseitige Ziel, die Vampire auszuschalten. Spielen mehr als 4
Spieler mit, kommen die Menschen
hinzu. Sie haben jeweils ein individuelles Ziel, welches
z.B. daraus bestehen kann, als "erster Spieler
auszuscheiden"!
Jeder Charakter
besitzt ein Maximum an Schadenspunkten sowie eine
besondere Eigenschaft, die allerdings nur dann genutzt
werden darf, wenn der Spieler seine Identität offenlegt.
Dies ist zu Beginn einer Partie nicht ratsam - können
sich so die anderen Spieler zusammenrotten und gezielt
gegen diesen Spieler ankämpfen.
Jeder Charakter einer
Gruppierung besitzt ein bestimmtes Spielziel, eine
maximale Schadenspunktezahl sowie eine individuelle
Besonderheit.
Der
jeweils aktive Spieler nimmt die beiden Würfel und zieht
seine Figur zum entsprechenden Ort. Dieser muss
abweichen von dem Ort, an dem der Spieler zuvor stand.
Ist dies nicht der Fall, muss er entsprechend neu
würfeln. An einem Ort angekommen, führt er die
dort angegebene Anweisung aus.
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Die Orte im Überblick:
- Oxanas Hütte (Würfelsumme 2 oder 3): Der Spieler zieht
eine grüne Orakelkarte vom Stapel, liest sie sich geheim
(!) durch
und gibt sie dann einem Mitspieler, der die Karte
ebenfalls geheim (!) liest und auf den Text mit einer
vorgeschriebenen Aktion (z.B. dem Hinzufügen von
Schadenspunkten) reagiert, wenn er selbst zur dort aufgeführten
Gruppierung zählt. Falls nicht, antwortet er mit "Nichts
passiert".
Der aktive Spieler kann somit Rückschlüsse auf die
Identität des anderen Spielers ziehen. Alle anderen
Spieler erfahren nicht, was auf der grünen Karte steht -
sie können mit der Reaktion des Spielers also nichts
anfangen!
Die grünen Orakelkarten
geben Hinweise auf die Identität eines Spielers.
- Quell der Weisheit (Würfelsumme 4 oder 5): Der
Spieler zieht eine grüne, eine blaue ODER eine rote
Karte vom Stapel und folgt den Anweisungen. Die blauen
Karten sind Vorteilskarten und können dem Spieler keinen
Schaden zufügen. Die roten Karten hingegen beziehen sich
auf Kämpfe und können auch dem aktiven Spieler
Schadenspunkte einbringen. Sowohl die roten, als auch
die blauen Karten, können Ereignisse (einmalig
auszuführen) oder Ausrüstungen (langfristig vor dem
Spieler abzulegen und beliebig zu nutzen) sein!
Die blauen
Vorteilskarten können Ereignisse (links) oder
Ausrüstungs-Gegenstände (rechts) sein.
Gleiches
gilt für die roten Kampfkarten, welche auch dem
aktiven Spieler Schaden zufügen können.
- Kapelle (Würfelsumme 6): Der Spieler zieht eine blaue
Karte und folgt der Anweisung.
- Friedhof (Würfelsumme 8): Der Spieler zieht eine rote
Karte und folgt der Anweisung.
-
Hexenbaum (Würfelsumme 9): Der Spieler bestimmt einen
Teilnehmer der Spielrunde (dies kann auch er selbst
sein!) und fügt diesem Spieler entweder 2 Schadenspunkte
zu bzw. er heilt einen Schadenspunkt des Spielers. - Steinkreis
(Würfelsumme 10): Der Spieler stiehlt einem Mitspieler einen Ausrüstungsgegenstand.
- Bei
einer Würfelsumme von "7" hat der Spieler die freie
Auswahl, zu welchem neuen Ort er zieht.
"Angriffe" werden
ausgewürfelt - die Differenz der beiden
Würfelzahlen ist die Anzahl an Schadenspunkten, die der
Duellgegner erhält, hier 6-2= 4 Schadenspunkte.
Nachdem die Anweisung des Ortes abgehandelt wurde, darf
der Spieler nun noch einen anderen Spieler angreifen,
wenn er möchte. Dazu stehen immer die Spieler zur
Auswahl, die sich auf dem selben Ortsfeld bzw. auf
einem, mit einem Spinnennetz verbundenen, Nachbarfeld
befinden. Möchte der aktive Spieler einen Angriff
starten, wirft er die beiden Würfel, bildet die Differenz
und beschert dem Angegriffenen die entsprechenden
Schadenspunkte. Beträgt die Differenz 0, ist der Angriff
gescheitert.
Natürlich sollte ein Spieler nur Mitstreiter angreifen,
die einer anderen Gruppierung als er selbst zugehören,
denn die Vampire und die Werwölfe siegen als Gruppe!
Wenn Gleichgesinnte ausscheiden, wird der Sieg
schwieriger!
Am
Spielfeldrand werden die Schadens-Punkte der Spieler
markiert - wer seinen Buchstaben erreicht, scheidet aus!
"Jäger der Nacht"
eignet sich besonders für größere Spielgruppen (6
bis 8 Spieler), hier beim SPIELKULT.de-Treffen.
Sämtliche Schadenspunkte werden auf der Schadensleiste
markiert. Für jeden Schadenspunkt zieht der Marker des
Spielers um eine Stufe nach unten. Gelangt ein Spieler
auf bzw. zieht er über die Stufe, die mit seinem
Charakterbuchstaben markiert ist, hat er das Maximum an
Schadenspunkten erreicht. Dieser Spieler scheidet aus!
Sobald
die Siegbedingung (mindestens) eines Spielers
eintritt, endet das Spiel. Wurden alle Werwölfe
eliminiert, hat die Gruppe der "Vampire" gewonnen -
egal, ob noch alle Vampire im Spiel sind oder bereits
ein Vampir ausgeschieden ist. Wurden alle Vampire
eliminiert, hat dementsprechend die Gruppe der
"Werwölfe" gewonnen. Ist es einem "Menschen" gelungen,
seine individuelle Siegbedingung zu erfüllen, bevor eine
der beiden anderen Gruppen gewonnen hat, so ist er der
Sieger der Partie.
[ih]
Vielen Dank an Kosmos für ein Rezensionsexemplar!
eer
ERKLÄRVIDEO
leer
Dieses Erklärvideo gibt es auch in einer vergrößerten
>
XL-Ansicht
PLUS:
PLUS:
spannender Spielablauf
ideales Gruppenspiel
interessante Mischung aus
Logik, Glück und Taktik
ENDE
MINUS:
MINUS:
mit
weniger als 6 Spielern
weniger interessant
vorzeitiges Ausscheiden kann
Wartezeiten verursachen
PUNKTE-CHECK:
SPIELIDEE
Originalität, Regeln
AUSSTATTUNG
Material, Umfang
SPIELABLAUF
Mechanik, Einfluss
Ingo: Als aktives
Gruppenspiel sind die "Werwölfe von Düsterwald"
in Spielerkreisen längst berühmt. Mit "Jäger der
Nacht" (2005 im graphisch abweichenden Original
unter dem Namen "Shadow Hunters" erschienen)
erhalten wir nun auch in Deutschland ein
neues Gruppenspiel, das sich auf
die Deduktion von verdeckten Identitäten
(Werwölfe, Vampire, Menschen) stützt.
Das Spielmaterial ist im passend düsteren Stil
gehalten. Die Grafik ist nicht überragend "besonders",
aber dennoch sehr atmosphärisch und gelungen.
Die Spielanleitung ist gut strukturiert und
teilt sich in eine Schnellanleitung sowie den
"Almanach", der weitere Informationen
bereithält, auf.
Wichtig ist bei diesem Spiel, dass alle Spieler
eine gute Auffassungsgabe besitzen, denn alle
Charaktere und jede Vorteils- bzw. Kampfkarte
hat eine besondere Eigenschaft, und birgt zum
Teil besondere Aufgaben, die zunächst einmal
verstanden werden müssen. Die Altersangabe "ab
10" ist dafür eher niedrig gewählt.
Herzstück des Spiels sind die grünen
Orakelkarten, welche, still an einen beliebigen
Spieler weitergegeben, Hinweise über seine
Identität ans Tageslicht bringen. Diese Hinweise
kann jedoch nur der Spieler deuten, der zuvor
die Orakelkarte gelesen hat - eine pfiffige
Idee! Die anderen Spieler tappen also weiterhin
im Dunkeln, wenn der Herausgeforderte plötzlich
einen Schadenspunkt erhält, von dem (fast) niemand
weiß, warum...
Für den aktiven Spieler gilt es an dieser
Stelle, geschickt zu kombinieren; auch
Merkfähigkeit ist gefragt, insbesondere in
größeren Spielgruppen. Allzu schnell bekämpft
man ansonsten einen Mitspieler, der zur eigenen
Gruppierung gehört...
Ein wenig Glück ist bei diesem Spiel auch
gefragt - sowohl beim Erwürfeln der Orte als
auch bei den Angriffen. Dies geht in Ordnung,
denn "Jäger der Nacht" will kein
Hardcore-Strategiespiel sein. "Jäger der Nacht"
ist ein schnelles, unterhaltsames Gruppenspiel, welches
zwischen "Kampf" und "Kooperation" schwankt. Diese
Mischung ist es, die diesen Titel zu einem gern
gespielten Hit in unserer Spielgruppe macht.
Eine Einschränkung gibt es dann aber doch:
Lustig und spannend wird es nur, wenn mindestens
6 "Jäger", besser sogar 7 oder 8, an der Partie
teilnehmen, denn nur dann wird das Mutmaßen und
Taktieren in dem Ausmaß vorkommen, welches ich
für "fast perfekt" (= 9 Punkte) halte.
Insbesondere im 4-Personen-Spiel wird die
Identität der Spieler zu schnell deutlich; auch
fehlen hier die Charaktere der Menschen, die mit
ihren Spezialaufträgen zusätzliche Würze in den
Ablauf bringen. Das Spiel bleibt zwar auch mit
wenigen Teilnehmern gut spielbar, verliert dann
jedoch leider an Reiz (7 Punkte).
Für 6 bis 8 Personen hingegen gebe ich
eine klare Kaufempfehlung! (>
Video)
*
Gesamtwertung gilt nur für große Spielgruppen ab
6 Personen - bei weniger als 6 Spielern ist der
Spielreiz geringer!
KULT-FAKTOR
(Langzeit-)Spielreiz
*
Ende
Chris:
Wenn man mich vor einem halben Jahr
gefragt hätte, welcher Verlag "Shadow
Hunters" neu auflegen wird, so hätte
ich auf KOSMOS vermutlich als
letztes getippt, immerhin steht der
Verlag doch meist für eher
mittelkomplexe Familienspiele für 2
bis 4 Personen.
Umso erfreulicher ist es, dass
dieses tolle Spiel um verdeckte
Parteien nun auch in Deutschland
weitaus bekannter werden dürfte. Der
wichtigste Unterschied zu dem
Original ist ganz klar die Optik.
Mir gefällt die westliche Grafik
eindeutig besser, aber das ist
sicherlich Geschmackssache.
Des Weiteren kämpfen nun Vampire
gegen Werwölfe. Vermutlich verkauft
sich das Spiel somit zur Zeit
besser; das Spielgefühl ändert sich
hierdurch jedenfalls nicht.
Ansonsten gibt es noch ein paar
kleinere Änderungen: Einige
Hausregeln haben nun ihren festen
Platz im Regelwerk, "Unknown" bzw. "Uruf
Han" gehört nun zu den
Erweiterungscharakteren und der
Spiegel enttarnt nun nicht mehr nur
Vampire, sondern auch Werwölfe.
Insgesamt ist "Jäger der Nacht" eine
tolle Neuauflage eines modernen
Klassikers.
KULT-FAKTOR
Zweitmeinung
Ende
NO.1
Dieses Spiel wurde in der Datenbank Luding.org als
erstes von SPIELKULT.de getestet!
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