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- 2016 -

 

Spiel-Fakten:

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Genre: Taktik, Legespiel
Erscheinungsjahr:
2015
Verlag: Lookout Spiele  ..i..
Autoren: Alexander Pfister, Andreas Pelikan
Grafik: Klemens Franz
Spieleranzahl: 2 bis 5
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: ca. 60 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
   

 

 
Isle of Skye
...

Schafe, wir brauchen Schafe!

Ah... Wilde Seen, grüne Weiden und ewige Gebirge. Das sind die träumerischen Landschaften auf der schottischen Isle of Skye. So lässt es sich als Clanchef leben. Wenn da nicht die Konkurrenz von der Ostseite wäre...
 

 
Diese vermaledeiten McLeods wollen sich tatsächlich die besten Landstriche unter den Nagel reißen. Da hilft nur eines: Man muss sie ihnen so günstig wie möglich wegkaufen und die eigenen unattraktiven teuer verscherbeln. Da sag noch mal einer, Schotten wären geizig...
 
So funktioniert's:
Jeder Spieler bekommt einen Sichtschirm sowie jeweils ein Burg- und ein Axtplättchen (Abwurfmarker). Die Burg ist das erste Plättchen des eigenen Clangebietes. Außerdem werden auf dem Spielplan zufällige vier der insgesamt 16 Wertungsplättchen ausgelegt. Der schwarze Rundenmarker wird auf das erste von sechs Rundenfeldern platziert. Nach einem kräftigen Schluck aus dem Whiskeyfass kann es losgehen.

 
Jede Runde besteht aus genau sechs Phasen.
 
1. Einkommen
Die Spieler beziehen ihr Grundeinkommen. Dies sind standardmäßig fünf Gold. Für jedes Whiskeyfass, welches über eine Straße zur eigenen Burg führt, bekommt man noch ein Gold zusätzlich. Ab der dritten Runde kann man noch Zusatzeinkommen durch die Platzierung auf der Siegpunktleiste erhalten (pro Spieler, die in der Wertung vor einem liegen).
 
2. Plättchen ziehen und Preise festlegen
Mit dem Startspieler beginnend werden nun jeweils drei Landschaftsplättchen aus dem Beutel gezogen und für jeden sichtbar offen vor den Sichtschirm gelegt. Jetzt können die Spieler verdeckt für zwei der drei Plättchen einen Preis ihrer Wahl festlegen (mindestens aber immer ein Gold). Vor das dritte wird der Abwurfmarker gelegt. Die Plättchen zeigen neben den Landschaften auch Straßen, Tiere und Gebäude. Auf einigen sind Schriftrollen zu sehen. Diese geben am Ende des Spieles Zusatzpunkte.


Das mittlere Plättchen wird abgeworfen, der Spieler hat für den Kauf fremder Plättchen erst einmal nur 3 Gold zu Verfügung; es sei denn, jemand kauft eines seiner Plättchen.
 
3. Plättchen abwerfen und 4. Plättchen kaufen:
Nun werden die Sichtschirme beiseite gelegt und die Plättchen, vor denen jeweils der Abwurfmarker liegt, kommen zurück in den Beutel. Die Spieler können (müssen aber nicht), wieder mit dem Startspieler beginnend, genau ein Plättchen eines Mitspielers kaufen. Dieser erhält den jeweiligen Betrag vom Mitspieler und kann sein eigenes Geld wieder in seinen Vorrat legen. Dabei ist zu beachten, dass nur das Gold verwendet werden darf, das nicht bereits zur Bestimmung des Preises genutzt wurde. Sobald jeder Spieler an der Reihe war, bekommen alle die offen vor ihnen ausliegenden Plättchen. Die Goldbeträge vor diesen Plättchen kommen aber in den allgemeinen Vorrat!
 
5. Bauen
Jetzt können die erworbenen Plättchen an das eigene Clangebiet angelegt werden. Ein Plättchen besteht aus bis zu drei Gebieten (Weideland, Gebirge und Seen). Hierbei gilt nur zu beachten, dass aneinander liegende Kanten das gleiche Gebiet aufweisen. Straßen dürfen unterbrochen werden, und das Plättchen beliebig gedreht werden. Sollte ein Gebiet vollständig von anderen Gebieten umgeben sein, gilt es als abgeschlossen.

Die Wiese rund um die Burg wäre abgeschlossen, für die Schriftrolle würde der Spieler am Ende des Spieles 1 Punkt für jeden Broch (= Rundturm) bekommen.
 
6. Rundenende & Wertung
Mit der Wertung wird das Rundenende eingeläutet. Die Spieler bekommen nun Siegpunkte gemäß der aktiven Wertungsplättchen in der jeweiligen Runde. Im gesamten Spiel wird jedes Plättchen genau dreimal gewertet. Danach wird der Rundenmarker ein Feld nach vorne gezogen, das Startspielerplättchen wechselt im Uhrzeigersinn und eine neue Runde beginnt.

Die letzte Runde wird begonnen. Jetzt sind die Wertungsplättchen B, C & D aktiv. Außerdem erhält Weiß zusätzlich 4 Gold, da ein Spieler vor ihm liegt, Grün gar 8.

Am Ende des Spieles kann man noch Bonuspunkte für etwaige Schriftrollen im eigenen Clangebiet und für nicht verwendetes Gold erhalten. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt. [mk]

Hinweis: "Isle of Skye" wurde von der Fachjury zum "Kennerspiel des Jahres 2016" gekürt.
 
 ERKLÄRVIDEO

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    Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
16 verschiedene Wertungs-
   plättchen gewährleisten
   hohen Wiederspielwert
Mechanismus funktioniert
  reibungslos
tolle Optik und gutes
   Spielmaterial
schneller Einstieg
guter Spielfluss
ENDE
  MINUS:
MI
erfindet das Rad nicht neu
Siegpunktleiste geht nur bis 50,
   keine Marker für höhere Punktzahlen



leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     
Matthias: "Das ist doch wie Carcassonne, oder?" - So oder ähnlich waren meist die ersten Kommentare, wenn ich "Isle of Skye" in meinen Testrunden ausgepackt habe. Und tatsächlich lässt das Spiel optisch diesen Schluss zu. Die Plättchen haben, wie das vermeintliche Vorbild, drei Landschaften, auf denen Tiere und Gebäude stehen. Man baut Wiese an Wiese und versucht auch Landschaften zu schließen. Dann hören die Gemeinsamkeiten aber schon auf. Denn der Kern des Spieles ist die Beschaffung der Plättchen durch den Bietmechanismus. Und hier entfaltet das Spiel seine ganze Stärke. Denn den richtigen Preis für die Plättchen zu finden ist gar nicht so einfach. Welche sind für mich und meine Gegenspieler attraktiv? Habe ich überhaupt eine Chance die Plättchen zu behalten? Wie viel bin ich bereit zu zahlen, falls es dann doch nicht gekauft wird? Oder werfe ich es lieber ab, damit es gar keiner bekommt? Hier muss man schon ganz genau überlegen, denn natürlich will man nichts verschenken. Hier erinnert mich das Spiel mehr an das wunderbare "Die Schlösser des König Ludwig".
 
Ein weiterer positiver Aspekt ist, dass das Spiel wunderbar ausbalanciert ist. Zwar hat man als Startspieler den Vorteil der freien Auswahl über alle verfügbaren Plättchen, man kann sich aber vielleicht nicht alle leisten. Als Letzter einer Runde hat man durch den Verkauf vielleicht schon ein höheres Guthaben generiert, ist aber auf den Rest der Plättchen angewiesen, die kein anderer haben wollte. Das Spiel ist schnell erklärt, und die Regeln sind knapp und verständlich gehalten. Es spielt sich auch zu fünft recht flott und die angegebene Spieldauer von etwa einer Stunde wurde bei uns kaum erreicht; auch Downtime sucht man vergeblich.
 
Besonders hervorzuheben ist der hohe Widerspielreiz von "Isle of Skye". Durch die 16 unterschiedlichen Wertungsplättchen, von denen im Spiel nur vier gebraucht werden, ist keine Partie wie die andere. Selbst nach gefühlten zwanzig Runden habe ich immer noch Lust auf das Spiel. Hier gibt es einen klaren Daumen nach oben.
 
Das Spielmaterial selbst ist ausgezeichnet und die Grafik spricht mich persönlich sehr an. Leider gibt es keinen +50 bzw +100 Punktemarker, falls man auf der Siegpunktleiste wieder bei Null ankommt. Und dies passiert immer (besonders bei geringeren Spielerzahlen), manchmal schon in der vierten oder fünften Runde. Da kann man schon mal den Überblick verlieren. Wir haben meistens 5 und 10 Cent-Stücke genommen.
 
Nun erfinden Alexander Pfister und Andreas Pelikan mit diesem Spiel das Rad nicht neu. Vielspieler werden viele alte und vertraute Mechanismen wieder erkennen. Vorwerfen kann man den Autoren das schlussendlich aber nicht, denn sie haben mit "Isle of Skye" ein hochwertiges, kurzweiliges und gehobenes Familienspiel entwickelt, das sich in den letzten Wochen zu einem meiner Favoriten gemausert hat. Dafür gibt es von mir wohlverdiente 9 in Eichenholz gereifte Kultpunkte. Sláinte Mhath!

 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
 
Ende
 
 
     

Ingo: "Isle of Skye" überzeugt durch einen engängigen, aber trickreichen Spielverlauf, schönes Spielmaterial und eine hohe Varianz - durch die verschiedenen Wertungsplättchen verläuft jede Partie anders und das Spiel wird auch dauerhaft nie langweilig. Der Bietmechanismus ist wirklich pfiffig und gibt der bekannten Legespielidee einen völlig neuen Kniff.

Je nach den Käufen der Mitspieler kann es ab und an einmal passieren, dass das eigene Clangebiet nicht so wachsen will, wie die Auslagen der Konkurrenz. Das wäre aber auch mein einziger kleiner Kritikpunkt. Ansonsten ist "Isle of Skye" für mich auf jeden Fall ein Top-Titel, der auch langfristig immer wieder auf den Tisch kommen wird! 9 Punkte!
 

 
   KULTFAKTOR
      Zweitmeinung
 
Ende
 
 
     

Gabi: Zugegeben, der erste Anblick erinnert an "Carcassonne". Die aneinander zu platzierenden Landschaftsplättchen bieten das übliche Design mit Wasser, Wald, Wiese und Berg. Das war's dann allerdings auch schon mit der Übereinstimmung. Der Legemechanismus wird zum spielerischen Teilelement erklärt. Was den Ablauf gefühlsmäßig dann so sehr verändert, sind die wechselnden Wertungen, die den Runden stets andere Ziele zu auferlegen, und das Bieten. Gerade letzteres beeinflusst den Spielspaß enorm. In der richtigen Gruppe kommt vom Jammern über Wucherpreise bis hin zur Schadenfreude alles vor. Das macht Spaß, zumindest dem, der solches verträgt.  

Das Material weist minimale kleine Schwächen auf. Beispielsweise liegen dem Vorrat zu wenig 1er-Münzen bei. Und der in der Spielanleitung gegebene Rat, das Geld gut zu verstecken, wäre mit einem besseren Sichtschirm mit Dach kein Thema mehr. Längere Zeit in schwitzenden Händen zu bleiben verträgt das Pappgeld dann doch eher schlecht.

Und der Ablauf? Der zeigt seine Stärken deutlich. Man spielt mit den Gedanken der Anderen, sieht man doch deren Auslage und ihr Verkaufsangebot. Welches Plättchen wird mein Gegenüber wohl kaufen? Welches brauche ich? Lohnt sich ein teurer Preis, wenn ich das Plättchen am Ende doch selber nehmen und kaufen muss? Wie viel Geld habe ich eigentlich? Denn wenn ich selbst wenig habe, muss ich die Preise niedrig halten. Die vielen Gedanken um Preis, Nachfrage und Angebot erinnern ein wenig an das Schachern auf dem Markt. Man muss die Gegner gut beobachten, sie einschätzen können. Vor allem bei voller Spielerzahl besitzt das Spiel seinen absoluten Spielreiz (weniger zu zweit), der dank der wechselnden Wertungen tatsächlich auch langfristig erhalten bleibt.

Interessant ist die Einschätzung unserer Tester zwecks der spielerischen Einordnung: Familienspiel oder für Kenner? Ganz klar, für Freunde des Genres beider Seiten. Es ist leicht erlernbar, wenn auch erst einmal eine Runde zum Verständnis gespielt werden sollte. Es spielt sich gefühlt schnell reihum und ist, durch den Biet-und Wertungsmechanismus, mit einem angenehm empfundenen Anspruch verbunden. Bei unseren Testgruppen kam das Spiel wirklich gut an und weitere Spielrunden schlossen sich oft nahtlos an.

Fazit: "Isle of Skye" ist eine ungewöhnliche Legespielvariante, die die Spieler durch einen gelungenen Bietmechanismus in ihren Bann zieht und sie dank wechselnder Siegbedingungen dann auch langfristig begeistern kann.
...
 
   KULTFAKTOR
      Zweitmeinung
 
Ende
 

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