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Spiel-Fakten:

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Genre: Strategie
Erscheinungsjahr:
2016
Verlag: Red Raven Games
Autor: Ryan Laukat
Spieleranzahl: 2 bis 4
Alter: ab 13 Jahren
Spieldauer: ca. 90 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
   

 

 
Islebound
...

Leinen los, und macht die Seeschlangen bereit!

Die Spieler fahren mit ihrer Crew durch ein Archipel und suchen ihren eigenen Weg, um sich als berüchtigtster See-Abenteurer gegen die Mitspieler durchzusetzen.
 

 

Der Spielplan wird zusammen gebaut  und jeder Spieler bekommt ein Schiff und seine Startcrew.

Jeder Spielzug beginnt mit einer Bewegung des eigenen Schiffes zu einer anderen Insel, dabei muss die Reichweite des Schiffes eingehalten werden. Steuert man eine Insel an, auf der bereits ein Mitspieler vertreten ist, muss ein Crewmitglied mit Verhandlungsfähigkeiten erschöpft werden.

Danach kann eine Aktion ausgeführt werden und beliebig viele „freie“ Aktionen, bis der Spieler seinen Zug beendet.

Eine Aktion ist das Besuchen der Insel, zu der man gefahren ist. Dafür bezahlt man die Eintrittskosten, und der Geldanteil wird in die Schatzkiste gelegt. Besitzt ein anderer Spieler die Insel, bekommt er das Geld, und besitzt der aktive Spieler selbst die Insel, braucht er keine Eintrittskosten zu bezahlen. Danach kann die Fähigkeit der Insel benutzt werden. Die Fähigkeiten der Inseln reichen vom Beschaffen von Holz und Fisch über Rekrutieren von Crewmitgliedern und Söldnern bis zum Erholen der Crew, Bauen von Gebäuden und Angeben mit den eigenen Errungenschaften.

Mit einer Angriffsaktion kann eine Insel mit Gewalt erobert werden. Nur Inseln mit einem roten Banner können angegriffen werden. Dafür wählt der Spieler beliebig viele seiner Piraten- oder Seeschlangenkarten. Für jede gewählte Karte wird ein Würfel geworfen, die Würfel werden anschließend auf die  Karten verteilt. Auf den Piraten- und Seeschlangenkarten ist abgebildet, welche Augenzahl erreicht werden muss, um Angriffspunkte zu erhalten. Erreichen die Angriffspunkte die Zahl auf dem roten Banner der Insel, ist die Eroberung erfolgreich. Der Spieler legt einen Besitzstein auf die eroberte Insel, erhält Geld in Höhe der Zahl im roten Banner und darf eine Besuchsaktion auf der Insel ausführen.

Alternativ kann eine Insel in den Besitz eines Spielers durch eine Diplomatieaktion kommen. Dafür muss der Spieler Einflusssteine mit dem geforderten Wert im türkisfarbenen Banner aus der Einflussleiste entfernen.

Die letzte Aktion ist es, auf Schatzsuche zu gehen, wodurch der Spieler alle Münzen aus der Schatzkiste an sich nimmt.

Zusätzlich zu einer Aktion kann ein Spieler ein offenausliegendes Ereignis ausführen, wenn er sich auf der passenden Insel befindet, oder ein Gebäude kaufen.

Das Spiel endet sobald ein Spieler sieben Gebäude besitzt, das Geld und die Gebäudekosten werden zu den Prestigepunkten hinzugezählt, und der Spieler mit den meisten Punkten kann sich entspannt als angesehener Bürgermeister seiner Stadt zurücklegen. [ug]

...
 
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    Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
schneller Spieleinstieg
flüssiger Ablauf
interessante Gebäudefähigkeiten
verschiedene Spielstrategien
   sind möglich
Abwechslung für weitere
   Runden gegeben
sehr schöne Aufmachung
es kommt Abenteuerstimmung auf
ENDE
  MINUS:
MINUS:
wenig Berührungspunkte
   im 2-Spieler-Spiel
Gebäudekarten sehr unterschiedlich
   und deshalb nicht immer ausgewogen
nach einer Weile können sich
   Spielzüge wiederholen
leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     

Ulf: Dass Ryan Laukat es schafft, schöne und ansprechende Spiele alleine zu gestalten, ist mittlerweile bekannt und auch "Islebound" ist keine Ausnahme. "Islebound" entführt die Spieler wieder in Ryans eigene Fantasiewelt, in der anthropomorphe Schweine und Fischmenschen allgegenwärtig sind. Besonders schön ist, dass die Crewmitglieder aus diesem Spiel auf ihrer Rückseite auch für "Above and Below" ("Oben und Unten") benutzt werden können und sich dank der gleichen Spielwelt nahtlos einfügen.

Spieler, die bereits "Above and Below" gespielt haben, müssen sich bei "Islebound" etwas umgewöhnen. Einige Mechanismen (Kampf mit Karten und Würfeln und das Ausruhen) sehen ähnlich aus, verhalten sich aber in diesem Spiel etwas einfacher und intuitiver.

Die einzelnen Züge in "Islebound" spielen sich erfrischend zügig, sodass schnell ein Abenteuerfeeling aufkommt. Nach einiger Zeit kann es sein, dass sich die Spielzüge etwas einfahren, da die Spieler eine Kette von Aktionen gefunden haben, die zu ihrer Strategie passt. Allerdings gibt es auch Kräfte, die dagegen wirken, zum einen die Aufträge, die Spieler zu bestimmten Inseln hinführen, zum anderen verleihen die Gebäudekarten einzigartige Fähigkeiten, die zum Teil ortsgebunden sind.

Die Gebäudekarten sind alle unterschiedlich und verleihen den Spielern zusätzliche Fähigkeiten. Bei dieser Anzahl von Fähigkeiten gibt es gefühlt stärkere und schwächere Karten, sodass die Spieler die Karten selbst filtern müssen, was für Spieler, die das Spiel zum ersten Mal spielen, eine kleine Hürde darstellt. 

Es ist schön, dass in "Islebound" durch verschiedene Strategien gepunktet werden kann. Ein Diplomat hat es nicht einfacher als ein Eroberer oder ein Händler, aber ein paar fragwürdig starke Extreme gibt es schon; so hat sich beispielsweise der Handel mit Büchern als sehr lukrativ herausgestellt.

Das Spiel enthält einige interaktive Elemente; so führt das Betreten einer Insel, auf der sich ein Mitspieler aufhält, zu Zusatzkosten, der Zeitpunkt um Steine auf die Einflussleiste zu setzen ist empfindlich, die Spieler können sich gegenseitig Aufträge und Gebäude wegnehmen, und beim Angeben muss darauf geachtet werden nicht versehentlich einem Mitspieler zu helfen. Aber für diejenigen, die sich noch mehr Interaktion wünschen, gibt es eine Variante, in der sich Spieler direkt angreifen können. Da mir der Interaktionsgrad jedoch ausreicht, habe ich diese Variante nicht getestet.

Wie anfangs bereits betont, ist "Islebound" wunderschön, das Material wertig und lädt direkt zum Spielen ein. Die Spielanleitung ist eher unorthodox aufgebaut, enthält aber viele Bilder und Beispiele, sodass es recht einfach ist, das Spiel zu lernen, allerdings versteht man das Spiel und die einzelnen Zusammenhänge erst, nachdem man die komplette Anleitung gelesen hat. Besonders gut haben mir die Ikonographie der einzelnen Aktionen und die dazugehörige Erklärung in der Regel gefallen; sind die Symbole einmal verinnerlicht erläutern sich die Aktionen von selbst.

"Islebound" lässt sich gut in allen Spielbesetzungen spielen, am besten hat mir allerdings das Spiel zu viert gefallen, da dort am meisten um Inseln und Aufträge gebangt werden muss. Neue Kartenkombinationen und eine alternative Spielseite bieten auch nach mehreren Partien noch Abwechslung.

Fazit: "Islebound" ist ein maritimes Abenteuerspiel mit vielen Möglichkeiten, das durchaus auch etwas erfahrene Familienspieler begeistern kann, da der Einstieg leicht ist und der Spielfluss sehr reibungslos verläuft, ohne anspruchslos zu sein. Die liebevolle Gestaltung tut ihr übriges.
 

 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
Ende
 
 

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