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Spiel-Fakten:

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Genre: Familie
Erscheinungsjahr:
2017
Verlag: Edition Spielwiese / Pegasus Spiele  ..i..
Autor: Uwe Rosenberg
Grafik: Andrea Boekhoff
Spieleranzahl: 1 bis 4
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer:
15 Min. pro Spieler

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
   
   

 

 
Indian Summer
...

Leuchtende Wälder

Neuengland. Der Herbst lässt die Blätter der Bäume in prächtigen Farben erstrahlen - der sogenannte Indian Summer hat begonnen.
 

 
Jeder Spieler erhält ein zufällig ausgewähltes Waldbodentableau, dazu die ersten drei Fundstücke (eine Beere, eine Nuss und einen Pilz).



Aus dem allgemeinen Vorrat an Laubplättchen nimmt jeder Spieler zwei grüne (3er-), zwei gelbe (4er-) und ein rotes (5er-) Plättchen. Diese legt er in der Reihenfolge grün - gelb - rot neben sein Rucksack-Plättchen.



Die restlichen Laubplättchen (bzw. so viele, wie auf den Tisch passen) werden in zufälliger Reihenfolge als Kreis rund um die beiden Angebot-Tableaus mit den Tierplättchen (letztere in verschiedenen Formen und unterschiedlicher Anzahl, teilweise auch mit einer Fundstück-Belohnung) gelegt. Der Blaubeerstrauch markiert den Anfang dieses Pfades.



Wer am Zug ist, führt stets eine (!) Hauptaktion durch. Folgende Optionen stehen zur Verfügung:
- Der Spieler legt eines seiner Laubplättchen auf seinen Waldboden. Jedes Laubplättchen hat ein Loch. Ist durch das Loch auf dem Waldboden ein Fundstück zu sehen, legt der Spieler ein entsprechendes Plättchen auf das Loch.
- Der Spieler nimmt ein Eichhörnchen-Plättchen aus dem Vorrat und platziert es auf seinem Waldboden. Eichhörnchen belegen stets nur ein (!) Feld der Spielertafel und haben kein Loch. Sie eignen sich ideal zum Füllen von Lücken.



- Der Spieler gibt ein Pilz-Plättchen aus seinem Vorrat (nicht vom Waldboden!) in den allgemeinen Vorrat zurück und darf dafür bei zwei Spielern seiner Wahl das jeweils vorderste, dem Rucksack am nächsten liegende Laubplättchen stehlen. Beide so erhaltene Plättchen platziert er direkt auf seinem Waldboden.

- Der Spieler gibt ein Feder-Plättchen aus seinem Vorrat (nicht vom Waldboden!) in den allgemeinen Vorrat zurück und darf dann direkt zwei Laubplättchen aus seinem eigenen Vorrat auf seinem Waldboden platzieren.



Zusätzlich zur Hauptaktion kann der Spieler in seinem Zug beliebig viele Zusatzaktionen ausführen, sofern er entsprechende Fundstück-Plättchen besitzt und bezahlt.

- Für eine Beere darf der Spieler seinen Vorrat an Laubplättchen auf fünf auffüllen, das geschieht ausgehend vom Blaubeerstrauch im allgemeinen Vorrat. Die Plättchen müssen dann einzeln und genau in dieser Reihenfolge an die eigenen Vorrats-Plättchen angelegt werden. Mit einer zweiten Beere kann der Spieler auch noch ein sechstes Plättchen hinzunehmen. Mehr als sechs Plättchen dürfen sich jedoch nie vor einem Spieler befinden. Wird der Vorrat nicht durch eine Beere aufgefüllt, erhält der Spieler automatisch fünf neue Plättchen, wenn er gar keine eigenen mehr besitzt.

- Für eine Nuss nimmt sich der Spieler ein Eichhörnchen aus dem allgemeinen Vorrat und platziert es direkt auf seinem Waldboden.



Plättchen dürfen jederzeit auf beliebige Stellen des Waldbodens platziert werden, sofern sie nicht über die vorgegebenen Felder hinausragen oder andere Plättchen überschneiden.

Auf den Löchern der Laubplättchen platzierte Fundstücke auf meinem Waldboden erhalte ich in meinen Vorrat, sobald ich das entsprechende Segment der Waldbodentafel komplett abgedeckt habe. Sechs Segmente mit je 12 Feldern (jeweils 3x4) findet man auf jeder Waldbodentafel. Erst wenn die Fundstücke auf diese Weise in meinem Vorrat (!) liegen und nicht mehr auf der Waldtafel, kann ich sie wie oben beschrieben einsetzen, ggf. noch im selben Zug, wenn es sich um Zusatzaktionen handelt (Beere, Nuss).



Ein weiteres Feature sind die Tierplättchen aus der allgemeinen Auslage. Schaffe ich es, eine Anordnung von abgeräumten Löchern in einer Formation liegen zu haben, die der Form eines Tierplättchens entspricht, lege ich dieses auf eben diese Löcher und erhalte alles, was nun durch die Löcher wieder sichtbar ist, noch einmal... So erhalte ich die Fundstücke also dann das erste Mal, wenn ich ein Segment vervollständige und ein zweites Mal, wenn sie durch ein Tierplättchen überdeckt werden.



Jederzeit kann ich Fundstücke tauschen - und zwar ein einzelnes Plättchen in das nächstniedrigere, heißt aus einer Feder wird ein Pilz, aus einem Pilz wird eine Nuss, aus einer Nuss wird eine Beere. Möchte ich Fundstücke aufwerten, muss ich gleich zwei Plättchen niedrigerer Art einsetzen, d.h. zwei Beeren ergeben eine Nuss, zwei Nüsse ergeben einen Pilz, zwei Pilze ergeben eine Feder.



Gespielt wird, bis ein Spieler seine Waldbodentafel komplett belegt hat. Die laufende Runde wird noch zu Ende gespielt. Sollten nach dieser Runde mehrere Spieler ihre Tafel komplett gefüllt haben, gewinnt derjenige, der nun die meisten Nüsse besitzt / ertauschen kann



Alle weiteren Platzierungen können darüber ermittelt werden, wie viele Felder eines jeden Spielers noch "frei" geblieben sind - je weniger, desto besser. [ih]
...
 
 ERKLÄRVIDEO

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    Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
Puzzlespiel mit schlanken Regeln
kleine taktische Finessen
grandiose Optik
ENDE
  MINUS:
MINUS:
Material verrutscht leicht und ist
   nicht immer übersichtlich
leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     
Ingo: Nachdem Uwe Rosenberg uns 2016 bereits mit "Cottage Garden" (> Testbericht) in den Frühling und die Gärtnerei entführte, folgt mit "Indian Summer" ein Jahr später nun eine Herbstvariante mit neuen Features und Regeln. Wer jetzt sagt, "Schon wieder ein Puzzlespiel?", dem muss man schon jetzt entgegenbringen, dass diese Spielreihe schon im Voraus als Trilogie angekündigt wurde, von daher kann man das "Indian Summer" nicht vorwerfen. So wird auch 2018 noch ein drittes Rosenberg'sches Puzzlespiel in dieser Naturserie erscheinen; der Winter würde sich rein grafisch noch anbieten.

"Indian Summer" sieht toll aus. Auf dem dunklen Waldboden jedes Spielers entsteht während einer Partie ein echtes Naturschauspiel, das den wirklich hübsch illustrierten Laub- und Tierplättchen zu verdanken ist, und das sich einem Fotovergleich mit Naturaufnahmen des herbstlichen Nordamerikas nicht scheuen muss. Die Optik verdient glatte 10 Punkte! Warum es dann doch weniger Ausstattungs-Punkte von mir gibt, erkläre ich gleich.

Erstmal zum Spiel an sich. Was vor einiger Zeit noch innovativ war, kennen wir mittlerweile von verschiedenen Spieltiteln, ja. Tetris-ähnliche Puzzleplättchen müssen geschickt auf die eigene Spieltafel gelegt werden, das ist nicht mehr neu. Die Kritik, die einige beim Vorgänger "Cottage Garden" äußerten, nämlich dass man immer wieder von vorn beginnt beim Puzzeln und dazu noch erst mit einer recht sperrigen Wertung Punkte macht, ist beim Neuling "Indian Summer" vergessen. Nein, diesmal hat Uwe Rosenberg ein Wettrennen geschaffen. Wer zuerst fertig ist, gewinnt. Zumindest im besten Fall. Nussplättchen dienen sonst als Tiebreaker. Ansonsten haben die Fundstücke keinerlei "Wert". Aber wertlos sind sie keinesfalls; es sind einfach Helfer, die es einem ermöglichen, die eigene Spieltafel schneller zu füllen als die Gegner. In dieser Hinsicht mag "Indian Summer" etwas anspruchsvoller als "Cottage Garden" sein, zumindest wurde das Spiel dementsprechend angekündigt. Vom Spielgefühl muss ich jedoch sagen, dass ich "Indian Summer" auf einer Level-Stufe mit eben "Cottage Garden" oder auch dem verlagsfremden "Bärenpark" (> Testbericht) sehe. Letzteres stammt zwar nicht aus der Feder Uwe Rosenbergs, reitet aber auf der selben Puzzle-Welle. Fast möchte ich meinen, "Indian Summer" sei sogar das am leichtesten zugängliche dieser Puzzle-Spiele.

Der eigentliche Clou, die Hauptinnovation des Spiels, sind nun aber die durchlöcherten Puzzleplättchen ("das Herbstlaub"). Mit ihnen kann ich Formationen bilden, um Tiere unterbringen zu können - und vorher natürlich fleißig Fundstücke einsammeln. Moment, nur durch das Legen der Plättchen gehört mir erstmal gar nichts. Der zweite Clou: Ich muss Segmente des Waldes erst vollständig belegt haben, um die Belohnungen zu erhalten (ähnlich den Bärenstatuen beim "Bärenpark"). Das Spiel verträgt auch ein Spielen ohne diese Belohnungen, allerdings sollte man sich immer darüber bewusst haben, dass einem Fundstücke NICHTS einbringen, wenn man sie bloß sammelt. Nicht ausgegebene Fundstücke in meinem Spielzug sind meistens "verlorene Zeit", die mir hinterher fehlt, um meine Waldtafel zu komplettieren. Zumindest, wenn ein Gegner diese Sonderaktionen besser einsetzt.

Dass das Handling, wie oben schon erwähnt, nicht ganz mit der perfekten Optik mithalten kann, ist etwas schade. Es funktioniert noch gut, aber eben nicht perfekt. Sehr schnell verrutschen versehentlich Teile, wenn man etwas grobmotorisch veranlagt ist und die kleinen Fundstücke platzieren oder einsammeln muss... Auch ist es etwas ärgerlich, wenn auch technisch nicht anders lösbar, dass die Segment-Einteilung des Waldbodens nicht immer klar auf den ersten Blick erkennbar ist, was bei uns immer wieder einmal dazu führte, dass jemand seine Fundstücke nicht direkt einsammelte, obwohl er es bereits durfte... Aber das ist Jammern auf recht hohem Niveau.

Fazit: "Indian Summer" bietet genügend neue Kniffe, um Fans von Puzzlespielen wie "Cottage Garden" oder "Bärenpark" noch einmal ein neues Spielgefühl zu bescheren. Nun muss ich jedoch ehrlich zugeben, dass ich zwar noch auf den dritten Teil von Rosenbergs Puzzle-Trilogie gespannt bin, so langsam aber dann auch keine neuen Legespiele dieser Art mehr benötige. Dafür sind nun schon genügend gute Spiele erhältlich. "Indian Summer" ist definitiv eines davon, uns das verdient auch die gleichhohe Punktezahl wie die genannten Titel, die schon länger auf dem Markt sind. So vergebe ich insgesamt sehr gute 8 Punkte für Freunde dieses Spielgenres, wobei ein gewisser Anteil nicht zuletzt auch der wirklich hübschen Wohlfühloptik geschuldet ist. Man fühlt sich direkt in die Natur versetzt, das Spiel bietet so den schönen Nebeneffekt, dass man bei diesem Spiel im Unterbewusstsein entspannt, ohne vom eigentlichen Spielablauf müde zu werden. Es ist ein schöner, taktischer Wettkampf, der auf jeden Fall eine Empfehlung meinerseits erhält!
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   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
Ende
 
   KULTFAKTOR: TEAM-TREND 
...
   Ingo
   Jürgen
   André
   Verena
Ende
 
 

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