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Spiel-Fakten:

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Genre: Familie, Strategie
Erscheinungsjahr:
2012
Verlag: Hall Games  ..i.. / Pegasus Spiele  ..i..
Autor: Rüdiger Dorn
Spieleranzahl: 2 bis 4
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: ca. 60 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
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Il Vecchio
 
Konkurrenz in Florenz
15. Jahrhundert: Die Medici haben sich die Vorherrschaft über Florenz gewonnen. Aber das lassen wir uns als alteingesessene Adelsfamilie nicht gefallen!
 

     

So funktioniert's:
Der Startspieler erhält das Startspielerplättchen, welches das gesamte Spiel über bei ihm verbleibt. Jeder Spieler erhält abhängig von seiner Position in Spielreihenfolge ein Startkapital von 2 bis 4 Florin, eine Aktionsübersicht als Spielhilfe, 12 Familienmitglieder in seiner Spielerfarbe sowie ein Kutschen- und ein Bischofplättchen. Zudem bekommt er 3 Stadtratsplättchen, aus denen er sich eines aussucht.

   
   

Der Spielplan wird, nach Anleitung, mit diversen Spielplättchen (Provinz-, Florenz-, Adels- und Stadtratsplättchen, Wappen) bestückt. Die Plättchen der 3 unterschiedlichen Gefolgsmänner, die Kutschen, Bischöfe und Florin werden neben dem Spielplan bereit gelegt. Die 5 Mittelsmänner werden zufällig auf dem Spielplan auf Orten mit farblich passendem Symbol verteilt. Die Gebiete auf dem Spielplan sind durchnummeriert, an jedem Gebiet darf maximal ein Mittelsmann stehen.

Danach setzen die Spieler 4 Familienmitglieder ein. Vom Startspieler ausgehend würfeln alle mit 2 Würfeln. Die Würfelsumme bestimmt das Gebiet, auf dessen angrenzende Orte 2 Familienmitglieder gestellt werden. Beim Würfelwurf 7 besteht die freie Auswahl. Danach wählt jeder Spieler, ausgehend vom Startspieler, ein beliebiges Gebiet aus, auf das er 2 weitere eigene Spielfiguren stellt. Auf jedem Ort können beliebig viele Familienmitglieder stehen, fremde wie eigene.

Und so funktioniert's:
Jeder Spieler führt genau eine Aktion aus, dann ist der nächste Spieler an der Reihe. Einzelne Aktionen können durch Stadtratsplättchen verstärkt werden, zudem können bereits erworbene Provinzplättchen eingesetzt werden.

   
   

Es stehen 5 verschieden Aktionen zur Auswahl:

1. Ausführen einer Ortsaktion: einen Marker nehmen
Der Spieler wählt ein stehendes Familienmitglied. Befindet sich ein Mittelsmann am Ort, nimmt sich der Spieler den abgebildeten Marker. Der Mittelsmann zieht dann weiter, im Uhrzeigersinn auf das nächste Feld mit seinem Symbol, da er den Zorn der Medici fürchtet. Das Familienmitglied ist von der Transaktion völlig erschöpft und legt sich hin. Alternativ kann der Spieler einen Bischof abgeben, dann bleibt das Familienmitglied stehen, es ist nicht einmal ein Mittelsmann am Ort notwendig.

Der Spieler kann so einen von 3 verschiedenen Gefolgsmännern bekommen oder Kutschen, Bischöfe, Schriftrollen oder Florin. Es gibt 3 gesondert gekennzeichnete Orte auf dem Spielplan, die niemals von Mittelsmännern besucht werden, hier kann man lediglich Geld bekommen.

Vor dieser Aktion darf das Familienmitglied reisen. Das ist keine Aktion. Entweder läuft die Figur von Ort zu Ort und bezahlt pro Station 1 Florin, oder das Familienmitglied kann durch Abgabe einer Kutsche kostenlos zu einem beliebigen Ort gestellt werden.

   
   

2. Übernahme einer Provinz: ein Provinzplättchen nehmen
Steht ein Familienmitglied in einer Außenregion - es darf ebenfalls vorher dorthin reisen -  kann der Spieler durch Abgabe der entsprechenden Anzahl von Gefolgsmann-Plättchen eine Provinz übernehmen. Der Spieler zahlt die auf dem nächsten freien Feld abgebildete Summe an Florin und stellt das Familienmitglied auf das Feld. Ist dort ein Wappen abgebildet, wird ein "Il-Vecchio-Ereignis" (s.u.) ausgelöst.

Zudem sucht sich der Spieler eines der ausliegenden Provinzplättchen aus. Die Provinzplättchen bieten einen Bonus, z. B. Marker, Geld oder eine Sonderaktion, die einmalig im Spiel zu einem beliebigen Zeitpunkt genutzt werden können.

3. Amtsübernahme in Florenz: ein Florenz-Plättchen nehmen
Steht ein Familienmitglied in Florenz - es darf vorher dorthin reisen -  kann es durch Abgabe von 2 Schriftrollen eine Person in den Stadtrat bringen oder den eigenen Adelstand erhöhen. Der Spieler stellt das Familienmitglied auf das nächste freie Feld einer der beiden Florenzleisten und sucht sich aus den obersten 5 dazugehörigen Plättchen eines aus. Liegt das Zusatzkostenplättchen auf dem Stapel, sind zusätzlich 3 Florin zu zahlen. Das Zusatzkostenplättchen wechselt im Laufe des Spiels vom Stadtratsstapel auf den Adelsstapel.

Ist auf dem ausgewählten Feld der Florenzleiste ein Wappen abgebildet, wird ein "Il-Vecchio-Ereignis" (s.u.) ausgelöst.

Die Stadtratsplättchen bieten Vorteile im Spielverlauf, da sie einzelne Aktionen verstärken. So gibt es zusätzliche Gefolgsmänner, Geld, Kutschen oder das Einsetzen von Familienmitgliedern wird erleichtert. Zudem gibt es den abgebildeten Bonus einmalig beim Aufdecken des Plättchens.

Die Adelsplättchen bleiben verdeckt und liefern Punkte am Spielende, sofern der Spieler die abgebildeten Bedingungen erfüllt. So gibt es beispielsweise Punkte für Plättchen im Vorrat oder Familienmitglieder auf bestimmten Leisten oder Orten.

4. Verstärkung: ein Familienmitglied ins Spiel bringen
Der Spieler würfelt mit zwei Würfeln und stellt entsprechend der Würfelsumme ein Familienmitglied auf einen beliebigen Ort des Gebietes. Würfelt er eine 7, kann er sich das Gebiet aussuchen.

5. Erholung: liegende Familienmitglieder aufrichten
Der Spieler erhält 1 Florin und richtet alle liegenden Familienmitglieder auf.

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Das Il-Vecchio-Ereignis:
In Florenz liegen Medici-Wappen aus, sie stellen den schwindenden Einfluss der Familie dar. Das oberste Wappen wird umgedreht, das entsprechende Ereignis ausgeführt, der auslösende Spieler nimmt das Wappen an sich. Die Medici wehren sich tapfer und machen unserer Adelsfamilie das Leben schwer. Mittelsmänner ziehen unverhofft weiter, Familienmitglieder müssen hingelegt oder vom Spielplan entfernt oder erworbene Plättchen (z.B. Gefolgsmänner, Kutschen) abgegeben werden.

Nimmt ein Spieler das letzte Wappen vom Spielplan, wird die Runde zu Ende gespielt und dann das Spielende eingeläutet.

   
   

Spielende: Jeder Spieler - ausgehend vom Startspieler -  darf in einer finalen Runde nun noch einen Doppelzug machen. Verzichtet er auf diesen Zug, bekommt er 2 Punkte, allerdings gibt es meist punkteträchtigere Alternativen.

Danach erfolgt die Schlusswertung. Der Spieler bekommt für Familienmitglieder auf den Florenz- und den Provinzleisten die angegebenen Punkte, zudem gibt es Bonuspunkte für Leistenmehrheiten und Familienmitglieder auf allen 5 Leisten. Auch bringen Medici-Wappen und Adelplättchen Punkte. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt. [bb]

Hinweis: "Il Vecchio" (italienisch, Aussprache [ill weckjo]) bedeutet "Der Alte".

Vielen Dank an Pegasus Spiele für ein Rezensionsexemplar!

 
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    Checkpoint
Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
bewährte Mechanismen
schnelles Spiel
familientauglich
ENDE
  MINUS:
MINUS:
nicht wirklich innovativ
keine separaten Plättchen-Übersichten
leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     

Birgit: An diesem Spiel scheiden sich die Geister. Der vielspielende Nörgler mault: "Da ist ja gar nix Neues dran!". Der "Il-Vecchio"-Liebhaber lächelt wissend und sagt: "Du hast recht! Das Schöne an diesem Spiel ist, dass da nur altbewährte Spielmechanismen auf gar köstlichste Weise miteinander verknüpft wurden!" - "Il Vecchio" besticht nicht durch Originalität. Auch beim Thema, glaube ich, wäre auch ein anderes möglich gewesen...

"Il Vecchio" besticht vielmehr durch Eingängigkeit, fehlende Längen und Familienfreundlichkeit. Es ist ein schnelles Spiel. Eine Aktion. Das war's. Der Nächste ist dran. Die Anzahl der Aktionsmöglichkeiten ist begrenzt, zudem sind sie übersichtlich auf der Spielerhilfe aufgelistet. Lange Grübelzeiten sind selten, und ehe ich mich versehe, bin ich wieder an der Reihe.

Zuerst wird meist gesammelt. Wer etwas Strategie- und Taktikspielerfahrung hat, dem kommen viele Mechanismen bekannt vor, zudem sind sie oftmals einfach logisch aufgebaut. So spielt es sich trotz 8-seitiger Spielanleitung flott drauflos. Das Erklären fällt leicht, auch Ungeübte schaffen einen relativ schnellen Einsteig. Meine Figürchen reisen, ein Geld pro Ort, das ist ja logisch, vermutlich trinken sie sich in jedem Ort erstmal einen. Oder sie nehmen die Kutsche, damit kommt man ja in fast jedem Spiel beliebig weit. Entsprechend der Würfelsumme darf ich Figuren einsetzen, und dass die 7 etwas Besonderes ist, ist spätestens seit den "Siedlern von Catan" klar. Ich kriege immer das, was auf dem Spielplan steht. Und: es kostet immer das, was auf dem Spielplan steht. Dinge sammeln, abliefern, Punkte kriegen, das ist bekannt. Zudem verzeiht das Spiel den ein oder anderen Patzer, denn man kann alles irgendwann einmal gebrauchen.

Die Stadtratsplättchen sind anfangs durch die Zusatzkosten teuer, bringen aber um so mehr, je eher man sie hat. Keines ist schlecht, wenn man seine Taktik darauf abstimmt, aber man kann auch ohne ihre Nutzung gewinnen. Da jeder schon zu Spielbeginn ein anderes hat, ist gewährleistet, dass die Spieler unterschiedliche Aktionen und unterschiedliche Orte bevorzugen.

Eine Herausforderung ist es, den optimalen Zeitpunkt zum Erwerb der Adelsplättchen zu finden. Erwerbe ich sie früh, sind meine Ressourcen hierfür gebunden, und der ein oder andere Platz auf den Leisten ist unwiderruflich vergeben. Bekomme ich sie spät, kann ich möglicherweise die Bedingungen nicht mehr erfüllen. Allerdings ergab sich in unseren Spielrunden manches Mal sogar noch ein Glückstreffer zu Spielende.

Positiv ist zu erwähnen, dass die Punkte für die Schlusswertung auf der Spielerhilfe vermerkt sind; jeder weiß also, was am Ende für ihn herausspringen kann. Leider fehlt mir eine gesonderte Übersicht über die Auswirkungen der Provinz-, Stadtrats- und Adelsplättchen. Gerade im ersten Spiel ist die Symbolik nicht selbsterklärend. Die Anleitung erklärt zwar jedes Plättchen verständlich, mich betreffen auch nur die eigenen Plättchen, aber ein Extrablatt wäre hier hilfreich gewesen.

Wen die Glücksabhängigkeit stört, der kann eine Variante spielen, bei der die Einsetzgebiete der Figuren frei gewählt werden können und kein "Il-Vecchio-Ereignis" ausgeführt wird – die Wappen werden lediglich genommen. Der Spielplan ist beidseitig bedruckt,  aber er unterscheidet sich leider nur durch die Farbe. Als Fan seufze ich: "Warum nur?" - ein zweiter, anderer Plan ist nicht notwendig, wäre aber schön gewesen. Notorische Nörgler [Anmerkung von Ingo: Ja, Birgit, ich weiß, wen du meinst... ;)] mögen ebenfalls bemerken, dass der Spielplan geografisch nicht so ganz korrekt ist. Da "Il Vecchio" kein Erdkundespiel ist, stört mich das aber nicht im geringsten.

Mein Fazit: Il Vecchio verknüpft Bekanntes und Eingängiges zu einem wirklich gelungenen, kurzweiligen Spiel. Und es bietet die Möglichkeit, sowohl anspruchsvollere Strategiespieler als auch die Liebhaber leichterer Spielkost zusammen an einen Tisch zu bekommen und dabei beide rundum glücklich zu machen.

 

 
   KULT-FAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
 
Ende
 

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