Genre: Wissen, Schätzen
Erscheinungsjahr: 2011 Verlag: Huch & Friends
..i.. Autoren: Uwe Rapp,
Bernhard Lach Spieleranzahl: 2 bis 6 Alter: ab 10 Jahren Spieldauer: ca. 20 Min.
Einstiegslevel:
Glück
Taktik
leer
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Ausgerechnet Honolulu
Kennen Sie
Ouagadougou? Nach "Buxtehude"
(Deutschland) und "Uppsala" (Europa) wird diesmal die ganze Welt
ins Koordinatenkreuz gelegt. Geo-Cracks, ihr seid dran!
So funktioniert's: Jeder
Spieler erhält zu Beginn 4 Holzchips. Von den 200 Ortskarten (Städte
der Welt sowie 25
Sehenswürdigkeiten) wird ein Stapel aus 45 Karten
gebildet. Nach den ersten 15 Karten wird eine
Intermezzo-Karte in den Stapel geschoben, ebenso nach
weiteren 15 Karten. Somit besteht ein Spiel aus 3 Runden
mit jeweils 15 Ortskarten.
In dieser
Partie wurde "Amsterdam" zum Dreh- und Angelpunkt der
Welt gemacht.
Alle anderen Orte müssen nun passend nach
Himmelsrichtungen einsortiert werden.
Vor jeder Runde wird eine der
restlichen Ortskarten auf die große Richtungskarte
gelegt. Diese Karte ist der Ausgangsort der ersten
Runde.
Nun
nimmt der erste Spieler die oberste Ortskarte vom Stapel
und legt sie an den Ausgangsort an. Zu Beginn gibt es
hier 4 Möglichkeiten: über, unter, links oder rechts von
dem Ausgangsort. Somit zeigt der Spieler, dass er
glaubt, dass der neue Ort nördlich bzw. südlich, östlich
oder westlich des Ausgangsortes liegt. Der im
Uhrzeigersinn folgende Spieler nimmt die nächste Karte
vom Stapel und legt sie ebenfalls oben, unten, links
oder rechts an. Er kann die Karte auch zwischen die
beiden Karten legen, wenn er denkt, dass sich die neue
Stadt zwischen den beiden ersten Städten befindet.
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Während dem Spielverlauf bildet sich somit eine Art
Kreuz, das den Ausgangsort als Zentrum hat. Das Kreuz
bildet sich somit aus einer Nord/Süd- und einer
West/Ost-Achse. Die Spieler dürfen eine neue Ortskarte
immer nur in eine der beiden Achsen einordnen. Somit ist
immer nur die Lage zweier Ortschaften in Bezug auf eine
Himmelsrichtung entscheidend.
Natürlich werden die Orte nicht immer richtig
einsortiert - deshalb hat jeder Spieler nach jeder neu
gelegten Ortskarte die Möglichkeit, die neu angelegte
Karte anzuzweifeln. Dazu deckt er die Rückseite der
neuen Karte und einer Nachbarkarte auf. Jede Karte hat
auf ihrer Rückseite zwei Koordinaten (geographische
Länge und Breite).
Wurden zwei Karten in der
Nord/Süd-Achse angezweifelt, so ist nur die obere
Koordinate (N) von Bedeutung. Wurden hingegen zwei
Karten in der West/Ost-Achse angezweifelt, so
interessiert nur die untere Koordinate (O). Mithilfe der
Koordinaten kann man feststellen, ob die beiden Städte
richtig zueinander liegen oder nicht (die
Koordinatenzahl muss in Pfeilrichtung größer werden).
Neben den Städtekarten sind
auch diverse Sehenswürdigkeiten im Spiel.
Tipp:
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Erklärvideos!
Liegen die beiden angezweifelten Städte tatsächlich
falsch zueinander, so wird die eben gelegte Karte aus
dem Spiel genommen und der Spieler, der diese Karte
gelegt hat, muss dem Spieler, der angezweifelt hat,
einen Holzchip abgeben. Liegen die beiden Städte jedoch
richtig zueinander, muss der Zweifler einen Chip an den
Spieler, der die Karte gelegt hat, abgeben. Anschließend
werden die offenen Karten wieder umgedreht.
Sobald
eine Intermezzo-Karte im Stapel erscheint, ist die Runde
beendet und jeder Spieler hat nun die Gelegenheit
auf Bonuschips. Hierzu schreibt jeder Spieler verdeckt
die Anzahl der Ortskarten auf, von denen er denkt, dass
sie im Kreuz an der falschen Stelle liegen. Nachdem
jeder Spieler eine Zahl aufgeschrieben hat, zeigen die
Spieler ihre Tipps und decken alle Ortskarten auf. In
alle 4 Himmelsrichtungen werden die Ortskarten von dem
Ausgangsort aus aufgedeckt und überprüft.
Wir die
"Intermezzo"-Karte aufgedeckt, kommt es zur Wertung.
Die
Kartenrückseiten verraten dann die tatsächlichen
Koordinaten.
Liegt eine
Karte an der falschen Stelle, wird sie sofort aus dem
Spiel genommen. Hat ein Spieler die richtige Anzahl
falscher Ortskarten getippt, bekommt er zwei Bonuschips
aus dem Vorrat. Hat kein Spieler die korrekte Anzahl
getippt, so erhält der Spieler, dessen Tipp am nächsten
an der Lösung liegt, einen Bonuschip. Sollten mehrere
Spieler die gleichen Tipps aufgeschrieben haben, so
erhalten sie ggf. alle zusammen Bonuschips.
Danach
werden alle ausgelegten Karten aus dem Spiel genommen,
ein neuer Ausgangsort wird ausgelegt und die zweite
Runde beginnt mit 15 neuen Ortskarten. Danach folgt
wieder eine Intermezzo-, eine dritte und schließlich
noch eine letzte Intermezzo-Runde.
Wer
bei Spielende die meisten Chips besitzt, hat diese
Partie gewonnen.
[cg]
Vielen Dank an Huch & Friends für ein
Rezensionsexemplar!
MINUS:
MINUS:
nicht
für jedermann geeignet
einige unbekannte Städte
PUNKTE-CHECK:
SPIELIDEE
Originalität, Regeln
AUSSTATTUNG
Material, Umfang
SPIELABLAUF
Mechanik, Einfluss
Ingo:
Im Jahr 2005 landete die
Deutschlandversion dieses Spiel ("Ausgerechnet
Buxtehude") bereits auf der Empfehlungsliste zum
"Spiel des Jahres". Mit Recht! Das Spielprinzip
ist einfach, aber dennoch immer wieder
herausfordernd.
Würde man zunächst vermuten, dass die Sortierung
der Orte durch die großen Entfernungen leichter
sein müsste, als z.B. bei Detail-Entscheidungen
innerhalb von Deutschland, dann liegt man damit
nur teilweise richtig. So ist es
gerade die Nord-Süd-Sortierung zwischen Afrika
und Südamerika oder auch die West-Ost-Sortierung
innerhalb von Afrika, die selbst
Geographiefreunde öfters ins Grübeln kommen
lässt.
Wäre die Sortierung nicht schon anspruchsvoll
genug, muss man sich zudem mit einigen Städten
herumschlagen, deren bloßes Dasein
"Otto-Normalverbraucher" nicht wirklich geläufig
sein dürfte. Stritt man sich früher darum, ob
Bielefeld wirklich existiert, geht es in diesem
Spiel u.a. um "Ouagadougou", "Moroni",
"N'Djamena", "Niamey", "Nouakchott",
"Antananarivo", "Funafuti", "Lilongwe",
"Mbabane" oder "Paramaribo".
Wer diese Städte richtig zuordnen kann, ist ein
Held - oder einfach ein verdammter Glückspilz,
denn den meisten Spielern wird nichts anderes
als raten übrig bleiben. Schade, denn dadurch
erhöht sich der Frustfaktor, und dieser macht
das eigentlich schöne Geographie-Spiel noch
stärker zu einem Experten- bzw. Nischenspiel,
wenngleich man zur Verteidigung sagen muss, dass
auch bekannte Städtenamen wie "Oslo", "Kairo"
und "Sao Paolo" auf den Karten zu finden sind.
Trotzdem ist der Spielreiz aufgrund dieser
Tatsache für mich ein wenig geringer als bei den
anderen Editionen.
Weltenbummler können einen Kauf riskieren, allen
anderen sollten vorher unbedingt eine
Probepartie wagen, denn Geographiespiele haben
das gleiche Problem, wie das Schulfach selbst -
entweder, man mag sie oder man hasst sie.
KULT-FAKTOR
(Langzeit-)Spielreiz
Ende
NO.1
Dieses Spiel wurde in der Datenbank Luding.org als
erstes von SPIELKULT.de getestet!
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