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Spiel-Fakten:

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Kinder
KartenWürfel & GlückAktion & GeschicklichkeitLernen

Genre: Kinder
Erscheinungsjahr:
2014
Verlag: Amigo   ..i..
Autor: Reiner Knizia
Spieleranzahl: 2 bis 5
Alter: ab 4 Jahren (auch früher möglich)
Spieldauer: 10 bis 15 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Initiative 

leer
     
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Honigbienchen
 
Und diese Biene, die ich meine...
... nennt sich... Honigbienchen! Wie früher die berühmte Biene Maja (Bucherstveröffentlichung 1912 und Comicverfilmung 1976) schwirren hier kleine, fröhliche Bienen durch die Gegend und verstecken sich in ihren Bienenkörben…
 
     

… Schaffst du es die meisten Brummer zu fangen und hast du Glück, dass der Bär dir keinen Bienenkorb klaut?

Honigbienchen, erzähle uns von Dir!
Alle sechs Bienen (in den Farben blau, lila, rot, rosa, gelb und grün) stellt man in die Mitte und anschließend werden die Bienenkörbe darüber gestülpt.

Im Uhrzeigersinn decken die Bienenjäger Karten mit den sechs verschiedenen Farben auf, und der jeweilige Spieler muss wählen, wo sich die passende Biene versteckt hat. Liegt er richtig, bekommt er die Biene. Besitzt diese Farbe bereits ein anderer Sammler, kann man sich den passenden Bienenkorb von ihm nehmen. Wird die Farbe jedoch bei sich selbst entdeckt, gibt es einen weiteren Zug. Liegt ein Spieler hingegen falsch, ist der nächste an der Reihe.

Wenn man die Karte mit dem Bienenkorb aufdeckt, ist es erlaubt, sich aus der Tischmitte einen beliebigen Wabenkorb zu nehmen ohne darunter zu schauen oder, falls keine mehr in der Mitte stehen, von einem beliebigen Mitspieler zu stibitzen. Wird der Bär aufgedeckt, klaut dieser einen Bienenkorb und dieser muss wieder in die Mitte gestellt werden.

Sobald ein Spieler vier Bienenkörbe erlangt hat oder der Kartenstapel leer ist, endet das Spiel. Gewonnen hat der Spieler mit den meisten Körben. Bei Gleichstand muss ein Entscheidungsmatch gemacht werden. [tb]

 
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    Checkpoint
Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
genügend Interaktion
  und Dynamik
Schulung der Merkfähigkeit
es wird viel gelacht
einfache Regeln
schnelle Züge und
  kurze Wartezeiten
hübsches, stabiles Design
kleiner Glücks- und Ärgerfaktor
auch für Erwachsene geeignet
Kennenlernen und Unterscheiden
   von Farben
...
ENDE
  MINUS:
MINUS:
nichts Neues, erinnert an Memo
für ältere Kinder auf
  Dauer zu leicht
bei zwei Spielern oft
  zu schnell zu Ende
leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     

Tobias:

Vor gar nicht allzu langer Zeit…
… rezensierte ich noch gar keine Spiele für Jüngere. Dank meiner Großcousine ist dies also nun meine Kinderspielpremiere. Da habe ich auch direkt richtig Glück gehabt, denn Honigbienchen ist sowohl für Kinder als auch Erwachsene ein wunderbares, schnell erklärtes und interaktives 3D-Memo-Spiel. Reiner Knizia, der ja sowohl für bekannte Kinderspiele ("Wer war's", "Fleckenmonster", "Alles Tomate") als auch komplexere Strategiespiele ("Euphrat & Tigris", "Amun Re", "Durch die Wüste") steht, wendet sich diesmal vornehmlich an die ganz jungen unter uns.

Honigbienchen zeigt uns das, was ihr gefällt
Honigbienchen überzeugt auf mehreren Ebenen. Die Regeln verstehen bereits Kleinkinder, ihre Merkfähigkeit und Auffassungsgabe wird geschult und es gibt genügend Interaktion, wenn man die Bienenkörbe den anderen wieder wegschnappt. Das Kennenlernen und die Unterscheidung von Farben trainieren die jungen Spieler ebenfalls und somit wird dem pädagogischen Anspruch also absolut Genüge getan. Zudem lernen die Kinder damit umzugehen, wenn das Glück durch den Bären mal nicht auf ihrer Seite ist. Meister Petz sieht dabei so niedlich aus, dass man ihm eigentlich gar nicht böse sein kann, dass er an den guten Honig will. Des Weiteren ist die Freude jedes Mal groß, wenn man eine Farbe richtig tippt oder man den Bienenkorb zieht.

Die Illustrationen sind schön gestaltet und überzeugen in ihrer Einfachheit, die Kleinkinder nicht mit komplexen Motiven überfordert. Ob man dafür einen großartigen, aber sicherlich nicht billigen Zeichner wie Michael Menzel (Die Legenden von Andor, Die Säulen der Erde, Jambo, Stone Age) engagieren musste, sei mal dahingestellt, da er das Spiel vielleicht sogar ein wenig teurer gemacht hat, als es notwendig gewesen wäre. Die Bienenwaben und Brummer sind aus stabilem Plastik, das nicht schnell kaputt geht, aber etwas feiner gearbeitet sein könnte. Die Bienchen wippen lustig hin und her, was bei meiner (für dieses Spiel natürlich noch zu jungen) 1-äährigen zweiten Großcousine für viel Aufmerksamkeit sorgte. Auch wenn diese die Spielregeln natürlich noch nicht verstehen konnte, ist die Spielanleitung für Kinder ab der dritten Klasse kein großes Problem mehr, da viele illustrative Beispiele gegeben worden sind.

Kleine, freche, schlaue Biene
Im Rahmen eines anderen Wettbewerbs prüfte ich u.a. Prototypen von Kinderspielen. Einer meiner Kollegen lobte dort ein nettes Spiel und schon saßen wir zur viert da, testeten dieses eifrig und fanden es sehr gelungen. Dann holte ich Honigbienchen aus der Tasche und wir spielten es ebenfalls. Meine Mitspieler waren noch mehr begeistert und empfahlen mir teilweise zehn von zehn Punkten für das Bienenspiel zu geben.

Ja, das zunächst an eine billige Kopie von einem "Memospiel" erinnernde Honigbienchen entfaltet einen ganz eigenen Reiz. Sowohl in allen Runden mit mehreren Kindern wie auch in den Erwachsenenkreisen wurde immer viel gelacht, gescherzt und es fiel auch mal der ein oder andere hämische, aber liebgemeinte Kommentar. Sowas habe ich bis jetzt nur ganz selten bei einem Spiel erlebt.

Von dem Aspekt, dass man immer wieder seine Bienen verlieren kann und es die ganze Zeit über dynamisch hin und her geht, bis zur Schadenfreude, wenn der Mitspieler falsch liegt, lassen Honigbienchen ungemein viel Spielspaß aufkommen. Neckische Sprüche sind keine Seltenheit. So freut man sich auch diebisch, wenn der Mitspieler gerade eine gelbe Biene aufgedeckt hat, aber eigentlich grün gesucht hat und man selber im nächsten Zug einen gelben Brummer finden muss. Jedes Mal fragt man sich natürlich auch, ob man selber die Farbe richtig erraten hätte. Erstaunlich ist, wie gut manche Kinder sich gegenüber Erwachsenen behaupten konnten. Da sieht so manches Elternteil ziemlich alt aus, ja sogar älter als es wirklich ist, denn die kognitiven Fähigkeiten unserer Jungen sind teilweise schon echt bewundernswert. Während die Erwachsenen von einem Fehlschlag zum Nächsten eilten, konnten sich manche Kinder souverän einen Bienenkorb nach dem anderen schnappen. Es gibt aber auch diese Sorte von Erwachsenen, die mit einem inneren Punktesystem zu den Farben sämtliche Bienchen zuordnen konnten. Etwas schwierig bleibt es trotzdem, da sich die ja Positionen dauernd verändern.

In einem unbekannten Land
Als kleiner Geheimtipp und das dürfen jetzt unsere lieben Kleinen natürlich nicht wissen: "Honigbienchen" eignet sich, ähnlich wie das Kinderspiel Looping Louie, hervorragend als Party-Trinkspiel. Gerade unter etwas mehr Alkoholeinfluss kommt sehr viel Freude in der langweiligsten Runde auf, wenn die Mitspieler beim Raten der Bienen völlig versagen. Auch der größte Streber unter den Studierenden kann sich nicht mehr auf sein mathematisches Merksystem verlassen und es entsteht eine lustige Gemeinschaft, bei der das Gewinnen völlig nebensächlich wird.

Durch eine Blumenwiese geh'
Wenn man die Wiesenkarten aufdeckt und mehrmals einen Bären erhält, kann das gerade für kleine Kinder auch etwas zu frustrierend werden. Dies kam in unzähligen Spielrunden aber nur einmal vor. Schwieriger wird es, wenn der Leistungsunterschied zwischen den Kindern groß ist, so dass zum Beispiel immer die Älteren gewinnen. Hier können jedoch das Bärensymbol und die Honigkammer auf den Karten für den nötigen Ausgleich sorgen.

Das Zweipersonenspiel ist es leider nicht ganz so gut, wie mit mehreren Personen, da das Merken leichter fällt und die vier zum Sieg benötigten Körbe öfters mal durch Glück zu schnell zu erhalten sind.

Nach vielen Spielrunden hat man sein Gehirn irgendwann derart geschult, dass einem das Merken der Farben nicht mehr schwerfällt. Kinder ab etwa acht Jahren werden irgendwann keine Schwierigkeiten mehr haben, sich die Farben zu merken. Da sich Honigbienchen aber vornehmlich an Kleinkinder richtet, sehe ich das jedoch nicht als wirklichen Nachteil an. Man kann halt nicht gleichzeitig ein herausragendes Spiel für kleine und ältere Kinder entwickeln.

Hausregel: Denk‘ ich an eine die ich mag
Es ist ratsam, mit sehr kleinen Kindern erst mal mit weniger als sechs Bienen zu beginnen. Gerade Rosa, Rot und Lila lassen sich zu Beginn nicht immer gut merken. Für den ganz leichten Start empfehle ich die drei Hauptfarben Rot, Blau und Gelb. Des Weiteren kann man auch mal die Bienenkorb- und Bärchenkarten aus dem Stapel aussortieren, um den Glücksfaktor zu minimieren. Bei zwei Spielern sollte das gesamte Deck durchgespielt werden, da das Spiel unter Umständen sonst zu schnell endet.

Fazit: Honigbienchen, alle lieben Honigbienchen?
Honigbienchen ist ein hervorragendes Spiel für Jüngere, das diese auch gut mit älteren Geschwistern oder Eltern spielen können. Es bietet unseren Kleinen alles, was diese sowohl in der pädagogischen als auch unterhaltsamen Hinsicht benötigen. Und ich prophezeie, dass sich das ein oder andere Elternteil das Spiel heimlich auch mal für eine reine Erwachsenenrunde stibitzen wird. Wenn die Ähnlichkeiten nicht so groß zu dem Memo-Klassiker gewesen wären, hätte Honigbienchen unter Umständen auch eine 10-Punktwertung verdient gehabt. So vergebe ich sehr gute 9 Punkte; 7 Punkte gibt es hingegen für das etwas zu unausgeglichene Zwei-Personenspiel und die Zielgruppe über acht Jahren.

Maja fliegt (noch) durch ihre Welt
Zum Schluss noch ein kleiner Exkurs: So schön es ist, dass Bienen summend durch unsere Gärten fliegen, gibt es in ihrem Zusammenhang derzeit leider ein drastisches Bienensterben, das sowohl für Flora und Fauna als auch den Menschen und wirtschaftlichen Leistungen große Gefahren beherbergt, weshalb ich hier kurz darauf aufmerksam machen möchte. Sowohl Krankheiten, eingeschleppte Parasiten als auch die massive Benutzung von Pestiziden haben die Population von Bienen massiv verringert. In Großbritannien ist die Anzahl von Bienen seit 1985 sogar um über 55 Prozent zurückgegangen. Alleine der wirtschaftliche Nutzwert von Bienen liegt in Deutschland bei ca. 4 Milliarden Euro und bezogen auf die ganze Welt bei ca. 115 Milliarden Euro. Durch die Bienenbestäubung gibt es zum Beispiel über 4.000 unterschiedliche Gemüsesorten. Daher ist es wichtig, dass vor allem der neu eingesetzte Wirkstoff Neonicotinoid in Pestiziden verboten wird, da dieser über 7000-mal toxischer als frühere Gifte ist. Hier ein informativer Link für euer Kind, der sicherlich auch die eine oder andere neue Information für euch selbst bereithält: Information

...
 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
   
Ende
     
 
     

Ingo: Ich fasse mich jetzt mal kürzer als mein Kollege Tobias, aber komme zum nahezu selben Ergebnis: "Honigbienchen" ist ein schönes dreidimensionales Memospiel, das vor allem Kinder im Vorschul- bzw. frühen Grundschulalter anspricht, das aber auch von Erwachsenen mitgespielt werden kann, ohne dabei langweilig zu sein. Es ist schnell erlernbar und ebenso flott gespielt.

Rein spielerisch ist die Grundidee nicht neu: Das verdeckte Bäumchen-wechsel-dich-Prinzip kennen wir aus Spielen wie "Hexentanz", "Sagaland" oder "Schmidts Katze". Das Material ist bei der Amigo-Neuheit aber so herzig ausgefallen, dass man über das mangelnde "Neue" hinwegsehen kann. Für die Zielgruppe der 3- oder 4- bis ca. 8jährigen vergebe ich gern gute 7 bis 8 Punkte, je nach Spieleranzahl (je mehr, desto besser)!
 

 
   KULTFAKTOR
      Zweitmeinung
 
Ende
 
 
Wen's interessiert...    
> Sagaland   > Schmidts Katze
Ende
 

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