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Spiel-Fakten:

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Genre: Party
Erscheinungsjahr:
2016
Verlag: Heidelberger Spieleverlag  ..i..
Autor: Tim Page
Spieleranzahl: 2 bis 12
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: ca. 30 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
   
   

 

 
Hoch die Becher!
.2000. Testbericht!.
   
Einen Toast auf das Schicksal!

Zu Hofe geht es nicht zimperlich zu. Im Gegenteil: Alle versuchen, sich gegenseitig zu vergiften... Da geht's ums pure Überleben!
 
 
Zunächst wird der Spielmodus anhand der Spielerzahl ausgewählt. 
 
4-6 Spieler: Bei "Hoch die Becher" nimmt sich jeder Spieler einen Becher und stellt ihn, für jeden gut erreichbar, vor sich. Der Becher kann mit einem Farbring markiert werden. Dann nimmt sich jeder einen Sichtschirm. Nun werden die Zielkarten gut gemischt und an jeden Spieler eine verdeckt verteilt. Auch von den verdeckt gemischten Charakterkarten zieht jeder eine. Letztere, inklusive ihrer Fähigkeit, werden laut bekanntgegeben. Alle Muggelsteine jeder Farbe kommen in den Vorrat in der Tischmitte. Jeder Spieler nimmt sich drei rote (neutraler Wein), 2 schwarze (Gift) und zwei weiße Steine (Gegengift). Durch die Karten können dann zusätzlich noch Einhorn-Gegengift und Oger-Gift ins Spiel kommen. Per Zufall wird dann in jeden Becher je ein Stein gelegt. Keiner soll sehen, was in welchen Becher hineinfällt.



Die Zielkarte jedes Spielers zeigt nun den persönlichen Auftrag des Spielers an, wen er "vergiften" soll. Ab jetzt verläuft das Spiel in verschiedenen Phasen. Als erstes werden die Fähigkeiten der Spieler für diesen Zeitpunkt eingesetzt.  Dann darf jeder Spieler reihum bis zu zwei Aktionen ausführen.
-    Er kann einen beliebigen eigenen Stein in einen beliebigen Becher fallen lassen, natürlich ungesehen.
-    Er kann in den eigenen Becher schauen.
-    Er kann alle Becher um einen Platz nach rechts oder links rotieren lassen.
-    Er kann den eigenen Becher mit einem beliebigen fremden Becher vertauschen.
-    Er kann zum Toast aufrufen.
-    Er kann passen.
 
Wird zum Toast aufgerufen, endet die Runde. Beginnend beim Spieler links vom Toast-Rufer darf jeder noch genau eine Aktion ausführen. Der Toast-Rufer erhält die letzte Aktion.  Natürlich werden zwischendurch und auch jetzt noch die letzten Charakter-Fähigkeiten eingesetzt. Dann wird "getrunken". Jeder nimmt sich den Becher, der genau vor ihm steht. Reihum wird der Inhalt der Becher ausgeschüttet und ausgewertet. Rote Steine haben keinen Einfluss. Weiß und schwarz heben sich eins zu eins auf. Ist eine Farbe in der Überzahl vorhanden, setzt deren Effekt ein. Bei Weiß überwiegt das Gegengift, also bleibt der Trunk ohne Folgen. Bei Schwarz gewinnt das Gift und der Spieler wird "vergiftet". Jetzt werden die Punkte verteilt:
 
1 Siegpunkt fürs Überleben
1 Siegpunkt für ein vergiftetes Ziel
1 Bonus-Siegpunkt, wenn beides erreicht wurde.
 
Außerdem wird ein Siegpunkt an den Becher verteilt, in dem sich die meisten Weinsteine befinden. Nach drei Runden endet das Spiel. Der Spieler mit den meisten Siegpunkten gewinnt.

 
2-3 Spieler: Bei Russisch Becherlette werden alle sechs Becher in die Tischmitte gestellt. Es wird fast mit den Hauptregeln gespielt. Die Charakterkarten und die Farbringe fallen weg. Jeder hat genau eine Aktion, um die Becher nach und nach zu verändern. Sobald ein Spieler den Toast ausruft, nehmen sich die Spieler reihum einen beliebigen Becher. Vergiftete Spieler scheiden aus. Es wird getrunken, bis kein Becher mehr in der Mitte steht.  Es gewinnt, wer überlebt.
 
7-12 Spieler: Hier wird erneut weitgehend mit den Grundregeln gespielt. Immer zwei Spieler werden zu einem Team. Ein Spieler des Teams wird zum Vorkoster, während der andere den Adligen spielt. Die beiden Aktionen werden jetzt auf beide Spieler aufgeteilt. Der Vorkoster muss nun seinem Adligen helfen, das Ziel zu erreichen. Jeder zieht dazu eine Vorkosterkarte. Auf dieser Karte ist eine weitere Information zu finden, nämlich, ob der Vorkoster tatsächlich loyal ist. Es kann passieren, dass der Vorkoster gewinnt, wenn er seinen eigenen Adligen vergiftet. Auch danach erfolgt eine Wertung.

 
Generell gewinnt der Spieler mit den meisten Punkten.
 
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    Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
interessante Spielidee
tolles Artwork, die Becher werten
   das Spielprinzip deutlich auf
ENDE
  MINUS:
MINUS:
willkürlich und zufällig
keine Kommunikation
leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     

Gabi: Wir befinden uns in der Zeit der Hochadligen, der Intrigen und der Morde zum Abendgelage. Ein wenig Gift hier, ein wenig Gegengift da, wer wird wohl überleben? An sich ist der Gedanke einfach. Jeder hat einen seiner Mitspieler auf dem Kieker. Jeder hat einen Becher. Ein wenig Gift könnte da Abhilfe schaffen. Alles wäre einfach, wenn nicht dauernd die Becher vertauscht würden. Welcher Becher ist denn nun der Becher, den mein Mitspieler erhalten sollte? Meine Möglichkeiten sind eingeschränkt, aber effektiv. Ich kann ein Gift in einen Becher legen. Ich kann ein Gegengift platzieren - vorzugsweise in einen für mich gedachten Becher. Schließlich will ich ja überleben. Ich kann Becher tauschen oder alle Becher rotieren lassen. Heißt also gut aufzupassen, welcher Becher als ungefährlich einzustufen ist und am Ende vor einem selber stehen sollte. Ein Verwirrspiel, das seinem Namen alle Ehre macht: "Hoch die Becher" …und überlebe!

Das Material bleibt dabei ein Hingucker. Die sechs beiliegenden Becher sind optisch schick, auch wenn der Kunststoff nicht unbedingt mittelaltertauglich ist. Die Sichtschirme könnten etwas stabiler sein. Dafür sind die Steine wirklich gut geeignet. Wichtig ist allerdings, die Steine so in die Becher fallen zu lassen, dass keiner die Farbe des Steines sieht. Die Höhe der Becher reicht aus, wenn man nicht zu weit über den Bechern sitzt.

Unsere Testgruppen machten unterschiedliche Erfahrungen. Das makabre Thema, andere zu vergiften, sorgt für leichte Diskussionen. Hier muss man sagen, das Thema passt gut, aber nicht jeder mag es. Der Mechanismus gefällt und macht (vor allem den reinen "Spaßspielern") Spaß. Die optimale Spielerzahl liegt bei fünf oder sechs, jedoch sind auch die Varianten (ab 2 mit bis zu 12 Spielern) gut spielbar. Die Tatsache, dass es wenige Spiele mit solcher Spielerbandbreite gibt, ist positiv zu bewerten. Insgesamt ist das Spiel also eine tolle Idee, wenn man mit dem Thema umgehen kann.

Fazit: Hoch die Becher ist ein ungewöhnliches Verwirrspiel  mit einem zwiespältigem Thema, das aber in passender Gruppe sehr viel Spaß machen kann.
...
 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
Ende
 
 
     
Sebastian: "Hoch die Becher!" - Allein dieser Ausruf als Spieltitel mutet zu einer illustren Spielrunde an. In meiner Vorstellung bestand das Spiel daher aus irgendeiner Art Bluffelement und Programmierung von Handlungen, sodass die eigenen Entscheidungen den Gegnern ins Spielgeschehen pfuschen. Dabei hatte ich gleichzeitig Kommunikation am Tisch, eventuell eine Art Verhandlung / Kuhhandel vor Augen, also insgesamt Mechanismen und Handlungen, die die Spieler zum Lachen, Reden und Ärgern inspirieren. Alles das macht "Hoch die Becher!" NICHT.
 
Das Spiel erzeugt eine insgesamt sehr ruhige, aber nicht spannungsgeladene Atmosphäre. Man könnte auch sagen, der Ablauf ist einschläfernd. Das wird dadurch unterstützt, dass der gesamte Spielverlauf bis zu letzten Spielrunde nahezu vollkommen willkürlich und zufällig ist. Jeder Spieler kann ein paar Informationen sammeln, allerdings können die anderen Spieler vor dem nächsten eigenen Zug so viel verändern, dass es quasi unmöglich ist, die Informationen für sich selbst nachzuhalten. Daher entscheidet sich alles in der letzten Spielrunde. Da man dort jedoch nur noch eine letzte Aktion auszuführen hat, kann man ebenfalls nicht gezielt agieren – auch wieder, weil die nachfolgenden Mitspieler alles verändern können. Das macht dann die Funktion des Toast-Aussprechenden übermächtig. Denn wer es schafft, den Toast auszusprechen, hat die letzte Aktion der aktuellen Runde. Mit ein bisschen Restinformation aus dem Spielgeschehen hat man damit einen großen Vorteil gegenüber den anderen Mitspielern, da man wenigsten eine Aktion "sicher" ausführen kann.

Dieses hohe Maß an Zufall und Willkür bei gleichzeitiger resultierender ruhiger und unkommunikativer Atmosphäre machte "Hoch die Becher!" in meinen Testrunden daher bereits nach wenigen Partien unbeliebt: optisch als Partyspiel angelegt, erwies sich das Spiel bei uns - im Gegensatz zu Gabis Erfahrungen - dann eher als Stimmungskiller. Das ist schade, denn Spielmaterial und Spielidee finde ich eigentlich sehr gut und ansprechend. Aber in der spielerischen Umsetzung ist das Spiel dann für mich leider ein ziemlicher Reinfall.

...
 
   KULTFAKTOR
      Zweitmeinung
Ende
 
   KULTFAKTOR: TEAM-TREND*  .NEU.   
...
   Gabi
   Thomas
   Sebastian
   Dän
   Lutz
Ende
...
    * Bei Spielen, die von mehreren Teammitgliedern gespielt wurden, veröffentlichen wir
    künftig an dieser Stelle immer
eine Übersicht aller verfügbaren Kultfaktor-Wertungen.
 
 

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