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Genre: Karten
Erscheinungsjahr:
2014
Verlag: Amigo Spiele  ..i..
Autor: Francesco Berardi
Spieleranzahl: 3 bis 5
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: ca. 20 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
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Hamsterbacke
 
Hamstern, was das Zeug hält
Es ist angerichtet, viele Leckereien gilt es zu ergattern und zu verputzen. Doch bevor sich ein echter Hamster von Welt auf das Essen konzentrieren kann, muss zunächst für genügend Vorrat bzw. Nachschub gesorgt werden...
 
     

... Ärgerlich nur, dass die gegnerischen Hamster auch so unendlich viel Hunger zu haben scheinen. Oder wollen die mir meinen Anteil einfach nur wegnehmen? Höchste Zeit, mir den größten Teil vom Kuchen zu schnappen, bevor es die anderen tun. Aber Vorsicht: Wer allzu gierig ist, wird unter Umständen am Ende die Backen nicht vollbekommen.

So funktioniert's:
Hamsterbacke ist ein schnelles Kartenspiel für kleine und große Raffzähne. Ziel ist es, verschiedene Kartensets zu sammeln und zu horten, dadurch weitere Karten von Mitspielern zu ergattern, um am Ende des Spiels mit den meisten Punkten als vollgefressener Siegerhamster zurück ins Laufrad zu taumeln.

Zu Beginn erhält jeder Spieler zwei Karten auf die Hand, acht weitere Karten werden offen und kreisförmig (oder ist es doch ein abstraktes Laufrad?) um einen in der Mitte liegenden Nachziehstapel gelegt. Im Uhrzeigersinn gilt es fortan Kartensets zu sammeln, die in Farbe und Zahl übereinstimmen müssen. Solche Sets wären beispielsweise vier rote 4er-Karten oder zwei dunkelblaue 2er-Karten oder auch eine hellgründe 1er-Karte. Wie aber gelange ich an diese Sets? Der aktive Spieler muss (!) während seines Spielzuges immer zwei Aktionen ausführen, welche er wiederum aus einem Pool dreier genereller Aktionsmöglichkeiten auswählt (man kann dabei auch eine Aktion zwei Mal ausführen).

1. Hamstern: Beim Hamstern nimmt man eine der acht offen ausliegenden Kartenreihen auf die Hand. Zu Beginn des Spiels bestehen die einzelnen Kartenreihen aus einer Karte. Nach und nach jedoch füllen sich die Kartenreihen mit weiteren, denn ein Spieler, der die Aktion Hamstern wählt, zieht, nachdem er eine Kartenreihe auf die Hand genommen hat, drei Karten vom Nachziehstapel und legt je eine, beginnend bei der soeben entfernten Reihe, im Uhrzeigersinn an die nächsten Reihen. Wichtig ist, dass die Karten nicht direkt übereinander gelegt werden, sondern schuppenförmig, so dass man stets weiß, welche Karten in den jeweiligen Reihen zu hamstern sind.

2. Blockieren: Wenn ein Spieler die Aktion Blockieren auswählt, legt er ein Kartenset offen vor sich ab. Zu beachten ist, dass die Sets wie oben erwähnt in Zahl und Farbe übereinstimmen müssen. Und auch mehr Karten (also z.B. drei hellblaue 2er-Karten), wie etwa bei Rommé oder Phase 10, sind nicht erlaubt, es sei denn, es sind identische Kartensets (z.B. drei hellblaue 2er-Kartensets, sprich 6 hellblaue 2er-Karten). Was bringt mir das Ganze? Der Nutzen des Blockierens liegt darin, dass offen ausliegende Blockadestapel nur einmal ausliegen dürfen. Hat Michel also in seinem Zug ein rotes 4er-Kartenset offen ausgelegt, darf keiner mehr (auch Michel selbst nicht) rote 4er-Kartensets auslegen, solange er kein anderes Kartenset über das rote 4er-Kartenset legt. Sollte Michel sich dazu entschließen, ein anderes Kartenset offen auszulegen, so wird dieses auf das bereits ausliegende gelegt. Ab diesem Zeitpunkt ist dann das neue Kartenset blockiert, das rote 4er wiederum darf wieder gelegt werden (zumindest solange bis es möglicherweise erneut blockiert wird). 

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3. Punkten: Hat ein Hamster, öhm, ich meine natürlich Spieler, das Gefühl, vorerst genug gehamstert und blockiert zu haben, kann er sich für die dritte Aktion, das Punkten, entscheiden. Hierbei dreht der aktive Spieler seinen gesamten Blockadestapel um. Dieser nun verdeckte Stapel symbolisiert den Punktestapel des Spielers und wird nach Spielende gezählt. Als kleines Schmankerl darf der aktive Spieler jetzt noch indirekt Karten von Gegnern stibitzen. Dafür wird geschaut, welche Zahl auf dem eben noch offenliegenden Blockadestapel lag. Diese Zahl gibt an, wie viele Karten der aktive Spieler von dem Spieler mit den meisten Handkarten erhält. Diese vom Spieler mit den meisten Handkarten selbst ausgewählten Karten werden dann ungesehen zusätzlich auf den Punktestapel des aktiven Spielers gelegt. Nehmen wir einmal an, Mia hat gepunktet, auf ihrem Blockadestapel war zuletzt eine hellblaue 2 abgebildet. Anna hat die meisten Handkarten auf der Hand und muss Mia nun zwei ihrer Karten abgeben. Diese Karten landen sofort auf Mias Punktestapel. Hätten mehrere Spieler die meisten Handkarten, so hätte Mia sich aussuchen können, wer von diesen ihr Karten hätte geben müssen. Es sei denn, sie hätte selbst (mit) die meisten. In diesem Fall wäre sie leider leer ausgegangen.

Spielende und Wertung: In dem Moment, in dem der Nachziehstapel aufgebraucht ist und die Kartenreihen nicht mehr aufgefüllt werden können, nähert sich das Spiel dem Ende. Sobald ein Spieler die fünfte Kartenreihe hamstert, endet das Spiel (dennoch muss der Spieler wie immer zwei Aktionen ausführen. War seine erste das Hamstern der fünften Kartenreihe, muss er noch seine zweite Aktion ausführen). Abschließend zählen die Spieler alle Karten ihres Punktestapels zusammen (jede Karte zählt dabei einen Punkt, unabhängig von der Zahl auf der Kartenvorderseite) und ziehen von dieser Summe ihre verbliebenen Handkarten ab. Der Blockadestapel wird für die Berechnung ignoriert (es lohnt sich also zum Ende hin die Blockadestapel in Punkte umzuwandeln). Gewonnen hat der Spieler mit den meisten Siegpunkten. [dj]
 
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Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
flottes Spiel
schnell erlernt
generationsübergreifend
ENDE
  MINUS:
MINUS:
zwei Farben in hell und dunkel
   können zunächst verwirren
mit wachsender Spielerzahl unberechenbar

leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     

Dän: "Hamsterbacke" ist ein kleines, feines Spielchen für zwischendurch, das allen meinen Testern (12-61 Jahre) durchweg Spaß gemacht hat. Gerade Familien werden sich freuen, ist Hamsterbacke nämlich auch für Kleine schnell erlernt. Aber auch reine Erwachsenenrunden, die (zwischendurch) Wert auf übersichtliche Regeln und kurze Spielzeiten legen, werden bei Hamsterbacke sicherlich Spaß haben. Insgesamt wirkt Hamsterbacke als Gesamtprodukt sehr harmonisch. Das Thema "Hamster(n)" wirkt keinesfalls aufgesetzt, sondern ist Fundament des Spielmechanismus" so dass man sich als Spieler tatsächlich hin und wieder erwischt, wie man gierig die größte Kartenreihe hamstert, einfach weil man aaaaaalllllleeeesssss für sich haben will! Abgerundet wird das Thema durch die niedlichen Illustrationen der verfressenen kleinen Nager, die von saftigen Wassermelonen bis hin zu feurigen Chilischoten so ziemlich alles in sich hineinstopfen. Hieran knüpft sich dann aber auch der erste Kritikpunkt meinerseits an. Von den sieben unterschiedlichen Kartenfarben sind jeweils zwei in hell und dunkel (grüne 1er-Karten sowie blaue 2er-Karten) aufgeteilt. Die einfache Frage, die sich mir stellt: Warum hat man hierfür nicht einfach andere Farben gewählt? Hier hätte man einer weiteren Regelerklärung („Nein, Anne, eine hellblaue und eine dunkelblaue Karte sind kein Kartenset!") zuvorkommen können, indem man meinetwegen noch violett und braun als Farben gewählt hätte.

Hamsterbacke versteht sich als Familienspiel mit einer Prise Taktik. Gerade das Kribbeln, das entsteht, wenn man eine Karte nach der anderen sammelt, um viele verschiedene Kartensets auf der Hand zu halten und irgendwann über das Blockieren sowie Punkten dem Ziel näher zu kommen, wird dadurch verstärkt, dass einem die Gegner jederzeit beim Punkten Karten abluchsen können, wenn man die meisten auf der Hand hat. Nehme ich noch eine Kartenreihe oder sichere ich lieber ab? Dieser Mechanismus und die damit verbundene Taktik wissen grundsätzlich zu überzeugen und zu gefallen. Leider geht dieser Effekt zumeist flöten, je größer die Gruppe ist. Bei der Maximalzahl von fünf Spielern kann es schon einmal passieren, dass man sich einen Plan zurechtgelegt hat, der aber spätestens beim Spieler rechts von mir zerstört wird. So bin ich gezwungen doch andere Aktionen auszuführen, wodurch eine gewisse Willkür entsteht, die besonders zum Ende hin deutlich zu Tage tritt, wenn der Nachziehstapel aufgebraucht ist und ich gezwungen bin mit meinen Aktionen lediglich das auszuführen, was mir übrig bleibt.

Fazit: Hamsterbacke ist ein schönes Spiel für zwischendurch, das schnell erlernt ist und vor allem in lockeren (Familien-)Runden funktioniert. Ein Spiel, bei dem das Gewinnen selbst seltsamerweise letztlich gar nicht so sehr im Vordergrund steht, da der Reiz im eigentlichen Hamstern und Horten sowie dem Blockieren der Mitspieler liegt, was stets eine lustige und fröhliche Stimmung erzeugt. Und das Wichtigste: Gehamstert haben werden am Ende des Spiels sowieso alle mehr als genug.

Hinweis: 7 Punkte für reine Erwachsenenrunden, 8 Punkte für Familienspieler
...
 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
 
Ende
 

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