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Spiel-Fakten:

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Genre: Strategie
Erscheinungsjahr:
2007
Verlag: eggertspiele  ..i..
Autor: Mac Gerdts
Spieleranzahl: 2 bis 5
Alter: ab 12 Jahren
Spieldauer: ca. 90 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
   
   

 

  Hamburgum
 
Waren, Kirchen und Prestige
Hamburg im 17. Jahrhundert: Mit der Produktion und dem Verkauf von Waren werden die Bürger reich. Doch alles was zählt, ist Prestige!
 

     

So funktioniert's:
"Hamburgum" ist ein komplexes Strategiespiel mit historischem Thema. Damit das Spielprinzip leichter zu verstehen ist, zäumen wir die Beschreibung von hinten auf und nennen das Ziel gleich zu Beginn: Es gilt, durch "Kirchenspenden", Prestige zu erlangen. Für jede Kirchenspende gibt es verschiedene Punkte zu erzielen, die einen auf der Zählleiste möglichst weit nach vorn bringen sollen.


Der Spielplan im historischen Outfit könnte an manchen Stellen etwas übersichtlicher gestaltet sein.
   
Die Spielzüge werden bestimmt durch das Aktions-Rondell - bis zu 3 Schritte im Uhrzeigersinn sind kostenlos; jeder weitere Schritt kostet 1 Prestigepunkt.
   

Wann immer ein Spieler ein Kirchenspendenplättchen erhält, kann er es direkt zur Wertung führen oder evtl. lieber zunächst beiseite legen, und darauf hoffen, dass eine spätere Spielsituation zu mehr Punkten führen kann. Sobald 5 Spenden für eine der sechs Kirchen eingegangen sind, ist diese Kirche fertig gestellt. Der Erbauer bekommt Bonuspunkte. Sobald alle 6 Kirchen gebaut wurden, endet das Spiel.

Wie nun kann ich für eine Kirche spenden? Durch Baustoffe, Geld und schließlich Kirchenglocken. Die 1. Spende ist noch für einen geringen Einsatz durchzuführen; die letzte Spende (die zum Bau der Kirche führt) erfordert den umfangreichsten Einsatz. Sobald gespendet wird, erhält der Spieler ein Spendenplättchen der Kirche. Wie gesagt: Er kann es direkt werten oder aufheben; aber: Pro Spendenplättchenart (z.B. "Bürger", "Häuser") darf stets nur 1 Plättchen aufgehoben werden - alle anderen MÜSSEN gewertet werden!

Zusätzlich legt er eine seiner Spielscheiben auf das entsprechende Kirchenfeld des Spielplans. Diese Scheiben verleihen dem Spieler gleichzeitig Baurechte für verschiedene Gebäude. Voraussetzung: Das erste erstellte Gebäude eines Spielers muss an ein Kirchenfeld angrenzen, das mindestens eine Spende von ihm selbst aufweisen kann. Jedes weitere Gebäude kann zunächst ebenfalls nur an bereits eigene Bauplätze angeschlossen werden. Ein "freies" Bauen ist erst möglich, wenn der Spieler seine erste Kirche erstellen konnte. 

Wofür sind die Gebäude wichtig? Die Gebäude bringen verschiedene Vorteile; mehr Geld, mehr Produktion von Waren etc. Erstellt ein Spieler beispielsweise ein "Bierbrauer"-Haus, so produziert er ab sofort stets gleich 2 statt nur einer Einheit Bier. Allerdings verringert sich der Warenwert bei zusätzlichen Produktionsstätten für alle Spieler!


Je (z.B.) mehr Produktionsstätten errichtet werden,...
   
... umso mehr kann pro Spielzug produziert werden. Aber: Der Wert der Ware sinkt gleichzeitig!
   

Warum soll ich Waren produzieren? Um sie zu verkaufen und so an Geld zu gelangen. Verkaufen kann ich Waren auf dem Meeresweg. Jeder Spieler hat zunächst ein Schiff, mit dem er 3 Waren einer Sorte verkaufen kann. Im Spielverlauf kann jeder Spieler neue Schiffe bauen lassen, die dann die bisherigen Schiffe um ein Feld zurückdrängen werden (zunächst nur noch 2 Waren, dann nur noch 1 Ware als Maximalfracht; in einer dritten Stufe verschwinden die Schiffe durch Nachrücken neuer Schiffe dann ganz vom Spielplan).

Wie produziere ich Waren? Indem ich auf dem Aktionsrondell auf ein Feld mit der Aufschrift "Bier", "Tuch" oder "Zucker" ziehe. Die Produktion ist kostenlos! Ohne eine Produktionsstätte erhalte ich stets 1 Einheit der Ware; für jede gebaute Produktionsstätte 1 Einheit mehr.

Was bedeuten die anderen Felder auf dem Aktionsrondell?
Beim "Kontor" verkaufe ich - wie oben beschrieben - Waren. Entweder mit meinen Schiffen oder - mit niedrigerem Erlös- direkt an die Bank. Auf dem Feld "Kontor" kann ich aber auch gegen Geld Baustoffe (Ziegel, Hölzer oder eine Glocke) in beliebiger Anzahl einkaufen - je nachdem, wie viel Geld ich zur Verfügung habe bzw. wie es meine Spieltaktik erfordert.

Gelange ich im Rondell auf das Feld "Rathaus" kann ich - wie ebenfalls oben beschrieben - neue Häuser errichten, die wichtige Zusatzpunkte bzw. mehr Geld einbringen können. Um ein Haus zu errichten, muss ich stets 1 Holz und 1 Ziegel zahlen.

Bei der "Werft" setze ich ein neues Schiff in den Hafen 3. Ist dort kein Platz mehr, rücken Schiffe von Hafen 3 auf Hafen 2 etc.

Komme ich auf das Feld "Kirche" kann ich eine Kirchenspende machen (s.o.) oder bereits erhaltene Kirchenspendenplättchen werten (z.B. über Anzahl der Schiffe, Anzahl der Häuser etc.) - für jeden so erlangten Prestigepunkt wird die eigene Wertungsstein um ein Feld auf der, um den Spielplan herum führenden, Zählleiste nach vorn gerückt.


Unterschiedliche Gebäude bringen unterschiedliche Vorteile.
   
Wer die besten Kirchenspendenplättchen sammelt und zur rechten Zeit wertet, rückt am weitesten nach vorn.
   

Welche Grundausstattung erhält jeder Spieler vor dem Spiel? Je eine Ware (Tuch, Bier und Zucker) sowie je 1 Holz und 1 Ziegel als Baustoff; dazu Geld in unterschiedlicher Höhe und Prestigepunkte - ebenfalls gestaffelt! Aus dieser Grundvoraussetzung gilt es nun, seine eigene Strategie zu entwickeln, um an die meisten Prestigepunkte zu gelangen.

Wie führe ich einen Spielzug durch? Auf dem Aktionsrondell hat jeder Spieler einen Aktionsstein in seiner Spielfarbe stehen. Dieser kann pro Spielzug um 1, 2 oder3 Felder im Uhrzeigersinn weiter gezogen werden. Sollte die Anzahl der Felder für einen geplanten Spielzug nicht ausreichen, so kostet jedes weitere Feld einen Prestigepunkt Abzug!

Wer nach dem Bau der sechsten Kirche und der letzten Wertung sämtlicher Spendenplättchen, Baustoffe und Waren mit den meisten Prestigepunkten auf der Zählleiste aufweisen kann, ist Sieger.

Zusammengefasst: Mit Baustoffen Häuser bauen, um Produktion zu steigern bzw. Vorteile zu erlangen. Durch Produktion Geld verdienen (und evtl. neue Baustoffe einkaufen). Mit Geld und Baustoffen den Kirchenbau finanzieren, und so Prestigepunkte zu erlangen. [ih]
 
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    Checkpoint
Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
kein unnötiger Glückfaktor
Aktionsrondell
schönes Material
ENDE
  MINUS:
MINUS:
kein interaktiver Handel
   unter den Spielern
 
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     

Ingo:  Gleich das wichtigste vorweg: "Hamburgum" ist ein inhaltlich und spielerisch (fast) perfektes Strategiespiel! Ok, die grafische Gestaltung ist Geschmackssache.

Auch wenn die Farbgebung und Typographie des Spielplans gut zum historischen Thema passen, wirkt das Spielfeld zunächst überladen und dadurch etwas unübersichtlich. Weiß man jedoch nach einigen Runden, was sich an welcher Stelle befindet, hat man sämtliche wichtigen Informationen auf einen Blick. Das Spielmaterial ist ansonsten sehr edel (gebrannte Ziegelsteine, kleine Glöckchen etc.) und trägt wesentlich zur Atmosphäre bei.

Zum Spielablauf: Dieser ist erfreulich "rund" - d.h. der Spieleinstieg ist einfach; Wartezeiten gibt es auch nur im kleinen Maße; Kommunikation zwischen den Spielen - und das ist der einzige kleine Kritikpunkt - im ähnlich geringen Maße, da das Spiel keinen interaktiven Handel zwischen den Spielern erlaubt, was aber den eigentlichen Spielverlauf trotzdem nicht langweilig werden lässt.

Das Aktionsrondell, welches man bereits von anderen Spielen des Autors kennt, trägt dazu bei, dass jeder Spieler jederzeit über seine Spielzüge selbst bestimmen kann - der Glücksfaktor (z.B. - wie in anderen Spielen üblich - mit Würfeln oder Handkarten) wurde hier - und das wird alle Strategiefans freuen - gänzlich ausgeschaltet!

Das Spiel macht in sämtlichen Spieleranzahl-Konstellationen Spaß, wobei man bei 5 Spielern häufiger in Bedrängnis kommt, wichtige Bauplätze zu erhaschen. Als "ideale" Spieleranzahl empfanden wir eine Runde mit 3 Spielern, wobei klar gesagt werden muss, dass Spieler, die "Hamburgum" zum ersten mal spielen, zunächst noch etwas "blind" vor sich hinspielen werden, bevor sie wichtige Strategien erlernen und anwenden können.

Hat man das Spiel in seiner Gesamtheit aber einmal verstanden, so ergibt sich daraus ein absolut empfehlenswertes Produkt für alle Strategiefans!

 

 
   KULT-FAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
 
Ende
 
 
     

Chris:   Die Idee ist zwar nicht revolutionär, die Umsetzung dafür aber wirklich gelungen. Wer in einem komplexen Spiel nicht allzu viel Interaktion in Form von Konflikten benötigt, kann sich "Hamburgum" bedenkenlos zulegen.
 

 
   KULT-FAKTOR
      Zweitmeinung
 
Ende
 

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