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Genre: Karten
Erscheinungsjahr:
2016
Verlag: Kosmos Verlag  ..i..
Autor: Marc-Uwe Kling
Spieleranzahl: 3-5
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: ca. 20 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Initiative 

leer
     
   
   

 

 
Halt mal kurz
 
Das Känguru spielt Schnick-Schnack-Schnuck
Wer Marc-Uwe Klings Geschichten rund ums Känguru noch nicht kennt, sollte diese Wissenslücke zunächst am besten schließen, um den eigentlichen Spielwitz dieses Kartenspiels überhaupt zu verstehen.
 

     

60 Karten gehören zum einfachen Spiel. 60 Karten, die jede für sich wiederum einfache Aufgaben beinhaltet. Alle Karten werden gemischt, und je nach Spieleranzahl erhalten die Spieler 5, 6 oder 7 verdeckte Karten auf die Hand. Jeder Spieler spielt reihum immer genau eine Karte auf den in der Mitte entstehenden Ablagestapel. Dabei muss der Spieler auf die jeweils zuletzt gespielte und somit obenauf liegende Karte reagieren. Dazu müssen genau zwei Dinge beachtet werden: Die Kategorie und das Symbol.

Es gibt genau zwei Kategorien: witzig (orange) und nicht witzig (blau). Und es gibt genau drei Symbole: Känguru, Pinguin und Kleinkünstler. Passt eine Handkarte zu beiden Merkmalen, darf sie ausgespielt werden und sofort die entsprechende Aktion ausgeführt werden.

Dabei gibt es unterschiedliche Aktionen für beide Kategorien:


- Die Vollversammmlung, die der die Mehrheit entscheidet, wer eine Karte erhält
- Schnick, Schnack, Schnuck, bei der durch das gleichnamige Handzeichenspiel gegen einen beliebigen Spieler die Verteilung der Karten bestimmt wird.
-    Gruppen-Schnick, Schnack Schnuck, bei der jeder gegen jeden gleichzeitig Schnick-Schnack-Schnuck spielt.
-   
"Halt mal kurz", bei der der auslegende Spieler die Hälfte seiner Karten einem beliebigen Spieler "schenkt".



- 
"Ach, mein, dein…" tauscht alle eigenen Handkarten gegen die eines beliebigen Spielers.
-
Die "Not-to-Do-Liste“, die alle gegen den Spieler gerichteten Aktionen abblockt.
-
Der "Kommunismus", bei dem alle Handkarten aller Mitspieler eingesammelt, verdeckt gemischt und gleichmäßig an jeden verteilt werden. 
-
Der "Nazi", auf den drauf gehauen wird. 
-
Der "Polizist", auf den nicht drauf gehauen werden darf. 
- Der "Kapitalismus", bei dem der Spieler mit den meisten Karten noch zwei Karten ziehen muss.

Und zum Schluss gibt's noch die Karte "Ratzupaltuff", die nie auf den Ablagestapel ausgespielt werden darf, mit der aber auch keiner gewinnen kann und die nur über Aktionen die Spielerhand wechselt. Kann ein Spieler nicht reagieren, muss er eine Karte nachziehen. Macht ein Spieler einen Aktionsfehler (Polizei hauen), muss er eine Karte ziehen u.s.w.

Es gewinnt der Spieler, der zuerst seine letzte Handkarte ausspielen konnte. [go]

 
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witziges, politisch angehauchtes
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MINUS:
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leer
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      Originalität, Regeln
   
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Gabi: Hmmm, was hat das Spiel, was andere nicht haben? Ganz klar, den besonderen thematischen Hintergrund. Das erste, was ich zu dem Spiel sah, war die kleine Video-Anleitung www.halt-mal-kurz.de. Und dazu gab es nur eine Reaktion: "Will haben!" Bis dahin kannte ich Marc-Uwe Kling tatsächlich nicht, mittlerweile lese ich sogar seine Känguru-Bücher, die ganz im Stile der Anleitung und in denen die Charaktere des Videos ebenfalls präsent sind.  Und das Spiel? Die Anleitung zeigt ebenfalls die Dialoge des Videos und erklärt das simple Spiel. Simpel und einfach, das sind die ersten Attribute, die mir zunächst einfallen. Ein schlichtes Kartenablegespiel, bei dem der Nachfolger mit seiner Karte auf die vorher ausgespielte Karte reagiert. Hat er mehrere passende Karten, kann er auswählen. Passt nur eine, ist das auch okay. Passt keine, muss er nachziehen. Es wird gespielt, bis der erste seine letzte Karte ausgespielt hat. Er gewinnt allerdings nur, wenn er die dortige Aktion komplett ausgeführt und dabei keine Karte bekommen hat.

Als innovativ kann eigentlich nur die Schnick-Schnack-Schnuck-Regel gelten, die das bekannte Hand-Reaktionsspiel in das Kartenspiel integriert. Das eigentlich Besondere des Spieles ist also ohne Frage das Thema. Wer M.-U. Kling und seine politisch-pseudo-wissenschaftlichen Texte rund um und mit dem Känguru kennt und mag, findet  mit dem Spiel eine witzige und passende Alternative zur Pausengestaltung gegenüber dem Lesen der Bücher. Zumindest, wenn man den Denkanspruch komplett außen vor lässt und einfach nur  Spaß haben will. Und Spaß macht's in der richtigen Gruppe allemal. Politisch "fast" korrekt mit Kommunismus und Kapitalismus - mit zu verhauenden Nazis und besser nicht zu verhauenden Polizisten und allerlei anderer verbaler Seitenhiebe, die natürlich nach dem vorherigen Betrachten der Video-Anleitung noch mehr Spaß machen. Unsere Testgruppen sind sich einig: Spielerisch bleibt es auf geringem Niveau, aber der Spielspaß kann wirklich groß sein, wenn die Gruppe stimmt. So setzt sich die Wertung auch aus zwei Zahlen zusammen. Wer allerdings aus Überzeugung den Autor und seine Werke ablehnt, der sollte tatsächlich die Finger davon lassen.

Fazit: "Halt mal kurz" ist ein kurzweiliges, aber sehr einfaches Kartenablegespiel mit schnellen und langsameren Reaktionen, das allerdings thematisch dann doch besser nur unter Erwachsenen gespielt und mit der nötigen Reife betrachtet werden sollte.
...

 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
   
Ende
 
 
                       

Tobias: "Halt mal kurz" hat den Witz und die Ironie der Känguru-Hörspiele hervorragend integriert. Wenn einem Marc-Uwe Klings Werke bekannt sind, erleben die Spieler gerade in den ersten ein bis zwei Spielen Pointen und Spaß en masse. Aber auch der Nicht-Kenner mag über Sprüche wie "Wer hat, dem wird gegeben: Kapitalismus" schmunzeln. Das reicht jedoch leider nicht langfristig, um über das mittelmäßige Spieldesign hinwegzutäuschen. Das Spielprinzip hat man schon in X anderen Kartenspielen gesehen und es kann bestenfalls mit "nett" und "massentauglich" beschrieben werden. Vor allem hört es sich in der äußerst gelungenen und sehr empfehlenswerten Erklärung wesentlich besser an, als es dann wirklich in der Praxis ist. Ich spiele immer mal gerne eine Party "Halt mal kurz", aber an Genrefavoriten wie etwa "Love Letter" kommt das Spiel jedoch bei Weitem nicht ran. 
 

 
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