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Spiel-Fakten:

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Genre: Strategie
(Wirtschaftssimulation)
Erscheinungsjahr:
2014
Verlag: Karma Games
Autor: Juma Al-JouJou
Spieleranzahl: 3 bis 5
Alter: ab 12 Jahren
Spieldauer: ca. 90 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
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Green Deal
 
Big Boss der Zukunft
Wir schreiben das Jahr 2050. Die Spieler schlüpfen in diesem Wirtschaftsspiel in die Rolle großer Konzernchefs, die - natürlich - Geld scheffeln wollen...
 

     

... Offizielle Rechte, inoffizielle Bestechungen, Nachhaltigkeitsberichte, Umwelt- Engagement, ein gutes PR-Management, ein paar kleine Steuerschwindeleien und ..und ...und. Wer sagt denn, dass es leicht ist, ein Boss zu sein?

Zunächst einmal muss der mittig aufgebaute Spielplan betrachtet werden. Auf dem sind einige wichtige Details zu finden, um das Spiel zu verstehen. Es findet sich eine Weltkarte, die eine Spieleranpassung mit sich bringt. Auf ihr werden die im Verlauf erworbenen Nachhaltigkeitsplättchen ausgelegt. Links daneben befindet sich dann auch die Nachhaltigkeitsskala für die unterschiedlichen Genre: Umwelt, Soziales, Jobs und Forschung. Außerdem werden im Spiel noch die Dividenden-Skala, das Einkommen und die Cashskala benötigt. Rundenleiste, Reihenfolgeleiste und Siegpunktleiste runden das ganze ab. Um es einfach zu beschreiben: Alles, was der Spieler mit seinen Ressourcen macht, können alle Spieler während der 10 Runden sofort auf dem Spielplan überblicken, da es mit Markern auf dem Spielplan angezeigt wird.

Jeder Spieler nimmt sich die Oktagons einer Farbe und die Auktionsscheibe. Der Einsatz der Oktagons auf dem Spielfeld zeigt die jeweiligen Start-Ressourcen an: Startgeld je nach Spieleranzahl, Siegpunkt "0", Stufe "0" in jeder der vier Aktionskategorien und auf der Nachhaltigkeitsskala usw. Außerdem wird ein zweireihiger, offener Vorrat an Nachhaltigkeits- und Aktionskarten ausgelegt, der im Verlauf erworben werden kann. Auch ein Darlehensstapel wird bereitgelegt. Wichtig für die Spielrunde ist zudem die Anpassung der Weltkarte an die jeweilige Spieleranzahl.

Es werden insgesamt 10 Runden gespielt, die je von vier Phasen durchzogen sind. Jede dieser Einzelphasen wird erst von allen Spielern durchgeführt, bevor die nächste Phase eingeleitet wird.

1. In der Auktionsphase stellen die Spieler verdeckt ihre Gebote ein. Auf ein Zeichen werden alle Gebote gleichzeitig aufgedeckt. Der Spieler mit dem höchsten Gebot stellt seinen Marker auf das erste Feld der Reihenfolgeleiste. Auf diese Wiese wird die Spielerreihenfolge ermittelt und markiert. Jede der 10 Runden beginnt auf diese Weise. Natürlich kann jeder max. soviel Geld einsetzen, wie sein Marker auf der Cashleiste zeigt. Bei einem Gleichstand gewinnt der Spieler, dessen Marker auf einem geringeren Cashwert steht.

2. Die zweite Phase wird als Buchhaltung bezeichnet. Das besagt einfach, dass jeder sein Gebot auf der Cashskala vom aktuellen Stand abzieht und den Marker entsprechend verschiebt. Außerdem wird nun das Einkommen vergeben. Jeder schaut auf der Einkommensskala und addiert diesen Wert zum Cash dazu; wieder wird der Marker verschoben.

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3. Jetzt werden die Investitionen getätigt. Jeder Spieler darf nun, innerhalb der Spielerreihenfolge, eine von fünf Aktionen auswählen. Er darf sich aus der unteren Reihe des Vorrats eine Nachhaltigkeitskarte kaufen oder eine Aktionskarte kaufen oder ein Darlehen aufnehmen oder eine Aktionskarte und ein Darlehen nehmen oder keine Karte nehmen. Dabei darf er zusätzlich eine weitere Option nutzen: einen PR-Chip kaufen oder die Dividende ausschütten oder Aktionskarten nutzen. Auf den jeweiligen Karten sind immer alle für das Spiel wichtigen Informationen sichtbar: Kategorie, Preis, Siegpunkte, Einkommen, Steuerklassen (Projektgröße). Letzteres wird jeweils als Punktzahl auf der entsprechenden Nachhaltigkeitsleiste gezogen.



Haben alle Spieler ihre Karten gewählt, wird der Rest der unteren Reihe des offenen Vorrats abgelegt und die obere Reihe nach unten gezogen. Die obere Reihe wird neu aufgefüllt. Planungsmöglichkeiten werden neu sichtbar. Sobald ein Spieler eine Nachhaltigkeitskarte erworben hat, darf er die beteiligten Marker sofort auf dem Spielplan neu ausreichten. Gekaufte Aktionskarten werden immer vor den jeweiligen Besitzern platziert. Sie bringen deutliche Vorteile im Spiel:
- Bestechung gilt immer. Der Spieler gewinnt jeden Gleichstand.
- Ausdehnung bringt am Ende der 10. Runde Extra-Siegpunkte aus der längsten diagonalen Verbindung eigener Nachhaltigkeitsplättchen auf der Weltkarte.
- Buchhaltertricks verbessern das Einkommen direkt nach der 10. Runde.
- Steuermoral zahlt 6 Geld und erhält dafür 13 Siegpunkte.

Insgesamt 29 unterschiedliche Aktionskarten können im Verlauf erworben und genutzt werden. Manche dieser Karten können an beliebiger Stelle der Investitionsphase gespielt werden. Einige haben Dauereffekte, die bis zum Ende des Spieles anhalten. Dabei gibt es Aktionen, die jeder Spieler wählen kann: Steuererstattungen, Darlehen, PR und Dividenden. Steuererstattungen bringen PR oder Cash gratis. PR bringt Siegpunkte. Ein Darlehen bringt Geld. Und eine Dividende auszuschütten bringt Siegpunkte.

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4. Expansion ist der logische Schluss des wachsenden Unternehmens. Jede Nachhaltigkeitskategorie besitzt eigene Nachhaltigkeitsplättchen. Wurde eine Nachhaltigkeitskarte erworben, erhält des Spieler ein entsprechendes Plättchen und darf es nun auf der Weltkarte platzieren und mit einem eigenen Marker kennzeichnen. Dabei ist der Ort des ersten Plättchen von der Spieleranzahl abhängig und fest angegeben. Alle nun folgenden Plättchen müssen angrenzend (auch diagonal möglich) angelegt werden. Hier gilt noch zu beachten, dass einander angrenzende (nur waagerecht und senkrecht) Kärtchen gegnerischer Spieler in Interaktion treten. Entweder beide Spieler kooperieren oder sie treten in gegenseitigen Wettbewerb.

Kooperieren können nur zwei Plättchen gleicher Kategorie. Dabei steigen die Einkommensmarker beider Spieler um den Durchschnitt beider beteiligter Projektgrößen. Auch beim Wettbewerb betrifft es nur gleichkategorische Plättchen. Allerdings geht es nun um die Projektgrößendifferenz. Der Spieler mit der höheren Zahl darf sich die Differenz im Einkommen gutschreiben, während der andere Spieler die Differenz vom eigenen Einkommen abzieht. Die Platzierung der Nachhaltigkeitsplättchen spielt also u. U. eine große Rolle beim Einkommen.

Nach Abschluss der vier Phasen wird das Spiel wieder für die nächste Runde vorbereitet (Karten-Vorrat wird erneuert und Zwischenwertungen).

Die PR-Wertung erfolgt nach der 4., 7. und 10. Runde. Jeder Spieler nimmt dazu alle bisher erworbenen PR-Punkte und setzt sie auf die PR-Tafel. Platz "1" ist dabei ein Lager-Ort, bei dem genau ein Chip für spätere Wertungen aufgehoben werden kann. Die Platzierung der Chips erfolgt zunächst verdeckt. Da Image einen starken Zusammenhang zur PR besitzt, gibt es dafür bare Siegpunkte, die je nach Rang erteilt werden.

Die Nachhaltigkeitswertung findet in der 6. und 10. Runde statt. Sie stellt die kontrollierende staatlichen Inspekteure und ihre Berichte dar.

Die Unternehmenswertung wird nur nach der 10. Runde durchgeführt. Hier geht es um die Investoren. Je besser das eigene Einkommen gegenüber den anderen Spielern steht, desto mehr Siegpunkte erhält man.

Diese Wertungen sollte man bei seinen Planungen immer im Auge behalten.

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Das Spiel endet direkt nach der 10. Runde. Die letzten Aktionskarten werden gewertet, ebenso werden noch einmal alle drei Wertungen vollzogen. Es gewinnt der Spieler mit den meisten Siegpunkten. Bei Gleichstand entscheidet das Einkommen. [go]

 
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Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
eigentlich trockenes Spielthema
   plastisch und bunt unterlegt

ENDE
  MINUS:
MINUS:
kein Spiel für nebenbei...
technischer Ablauf
...
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     

Gabi: Kein Familienspiel! Ein Wirtschaftsspiel! Und zwar eines, welches die vielen entscheidenden Nuancen im Wettbewerb zu anderen Firmen darstellen und verinnerlichen möchte - eine Wirtschaftssimulation also! Dabei ist das Spiel durch und durch logisch aufgebaut bis hin zur Spielerzahlanpassung.

Das für ein so komplexes Spiel eher wenige Material beschränkt sich auf Karten, wenige Plättchen und einige Holzmarker, mit denen alles generiert werden kann. Virtuelles Geld auf der super funktionierenden Cash-Leiste ersetzt auf einfache Weise die Münzen und bringt einen gefühlsmäßigen Zusammenhang zum Bankgeschehen. Zudem bietet das Spiel mit den unterschiedlichen Leisten eine guten Überblick über alles, was die anderen Spieler bisher erreicht haben. Das gilt es, immer gut zu beobachten und vielleicht die eigenen Entscheidungen damit zu beeinflussen.

Interessant bleibt die Tatsache, dass das eigentliche Regelwerk im Gegensatz zur Spieltiefe fast schon einfach erscheint. Hat man die einzelnen Mechanismen erkannt und verinnerlicht, bleibt es nur noch, die richtige Balance fürs Gewinnen zu finden. Es werden 10 Runden gespielt, wobei jede Runde einem klaren Ablauf von vier Schritten folgt. Wie gesagt, das Spiel dreht sich um seine eigenen Möglichkeiten, die auf geschickte Weise auf Karten und Spielplan gebannt wurden. Allein die 29 unterschiedlichen Aktionskarten beinhalten nicht nur interessante Aspekte, sondern auch Möglichkeiten, in die Wirtschaft einzugreifen. Dabei muss jeder Zug gut durchdacht werden. Selbst das verdeckt abgegebene Gebot zur Spielerreihenfolge scheint logisch und verursacht ein wenig Spannung im Spiel.

Insgesamt wurde durch ein optisch eher buntes Design, klare Farben und authentische Karten-Titel (passend zu Situation und Thema, z.B. Steuerflucht) versucht, dem trockenen Thema ein wenig spielerische Atmosphäre zu vermitteln, was meines Erachtens nach auch bis zu einem gewissen Grad gelungen ist. Trotzdem liegt das direkte Ausbalancieren per Marker als Spielzug nicht jedermann. Außerdem können Grübler trotz der einfachen und kurz gehaltenen Einzelphasen unbeliebte Wartephasen verursachen. Lediglich die etwas lockeren Zeiger der Bietscheibe können gelegentlich für etwas Unmut sorgen. Eine Bemerkung in einer unserer Spielgruppen möchte ich direkt zum Besten geben: "Das sind die unbedeutendsten Spielerfarben, die ich je gesehen habe!" Auch wenn sie einen guten Kontrast zum sonst so bunten Spielplan geben, muss ich dem insgesamt beipflichten, zumal weiß und beige im schlechten Licht schwer auseinander zu halten sind.

Green Deal will und muss durchgeplant werden. Welche Karte kaufe ich? Welche Aktion nutze ich? Wie setze ich das Plättchen besonders gut ein, damit s mir im Spielverlauf noch echte Punkte bringt? Wie setze ich meine Ressourcen ein? Was machen meine Gegner? Was könnte ihre Taktik in dieser Runde sein? Jede Entscheidung zieht weitere Entscheidungen nach sich. Nicht zu unterschätzen bleiben dabei auch die Wertungen zwischen den Runden und am Ende. PR ist wichtig, Nachhaltigkeit, Umweltschutz... Spielerisch setzt man sich mit den modernen Themen der Wirtschaftspolitik auseinandert. Eine Herausforderung, der sich in unserer Gruppe  vor allem die Studenten nur allzu gern stellen - immer wieder. Wirtschaftsspiel-Freunde kommen auf jeden Fall voll auf ihre Kosten.

Fazit: Green Deal ist ein wirklich gut durchdachtes Wirtschaftsspiel, das vor allem durch einen einfachen Spielablauf mit beachtlicher Spieltiefe punktet.
...

 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
 
Ende
 

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