Genre: Familie, Deduktion
Erscheinungsjahr: 2008 Verlag: Winning Moves
..i.. Autor: Rüdiger Dorn Spieleranzahl: 2 bis 4 Alter: ab 10 Jahren Spieldauer: ca. 45 Min.
Einstiegslevel:
Glück
Taktik
leer
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Cartagena 3:
Die Goldinsel
Kapitäne auf
Schatzsuche
In der Rolle eines Kapitäns gilt
es, Piraten anzuheuern, Inselkarten zu sammeln und dann in See
zu stechen. Ziel: Die Goldinsel zu finden.
So funktioniert's:
Jeder Spieler erhält zunächst eine Kapitänsfigur und ein
Schiff in seiner Wunschfarbe (rot, gelb, blau, grün).
Diese stellt er auf dem Spielplan in den Hafen. Der
Hafen ist der Verknüpfungspunkt von "Piratennest" (Land)
und Inseln (Meer).
Der Spielplan
Jeder Spieler erhält einen Satz Piratenkarten.
Möchte man sich auf dem Land bewegen,
zieht man mit der Kapitänsfigur von Feld zu Feld (im
Kreis; Richtung ist egal). Möchte man auf hohe See
fahren, nimmt man das Schiff und zieht es von Insel zu
Insel (entlang der gestrichelten Routen). Die Weite
eines Zuges wird bestimmt durch das Auslegen einer der
vier Handkarten mit entsprechender Ziffer. Nach dem Zug
werden die Karten vom Nachziehstapel wieder auf 4
ergänzt.
Auf dem
Spielplan sind 12 Inseln verzeichnet, die alle mit einer
verdeckten Schatztruhe ausgestattet werden. Diese
Schätze können die Spieler mit "Buddelrechten" heben.
Vor dem Spiel wird eine der 12 Inselkarten verdeckt zur
Seite gelegt. Die dort angegebene Insel ist die
"Goldinsel" und bringt am Ende wertvolle Punkte.
Jeder
Spieler erhält nun eine weitere Inselkarte (verdeckt!).
Durch die weiteren Inselkarten können die Spieler im
Spielverlauf "falsche" Inseln ausschließen. Zudem erhält
jeder Spieler eines von 7 "Buddelrechten" (im Wert von 1
bis 7). Das höchste Buddelrecht (die 7) wird auf eine
"Vulkaninsel" gelegt und kann dort später gewonnen
werden; auf die zweite Vulkaninsel werden die vier
"Reliktkarten" gelegt. Wird so eine Karte gewonnen,
erhält der Spieler einen Vorteil im Spiel (z.B. mehr
Bewegung, fünf statt vier Handkarten etc.).
Eroberung der Insel: Das blaue Buddelrecht ist höher als
das rote - d.h. blau gewinnt den Inhalt der Schatztruhe
(eine 2er-Münze).
Tipp:
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Zum
eigentlichen Spiel: Zunächst gilt es, auf dem Land mit
dem Kapitän auf verschiedene Felder zu gelangen. So gibt
es Felder, auf denen er Buddelrechte erhält; es gibt
Felder, auf denen es Piraten in vier verschiedenen
Farben gibt und es gibt die Möglichkeit, Inselkarten zu
erhalten (verdeckt - zusätzlich muss der Spieler sich
die Informationen der Inselkarten gut merken, denn er
kann die Karten im Spielverlauf wieder verlieren).
Meint der
Käpt'n, gut genug ausgestattet zu sein, muss er zurück
in den Hafen und kann nun mit dem Schiff von Insel zu
Insel ziehen (ebenfalls durch das Ausspielen von
Handkarten). Gelangt er auf eine Vulkaninsel, muss er
einen Piraten seiner Wahl aus dem eigenen Vorrat ablegen
und gewinnt dafür das höchste Buddelrecht bzw. eine
Reliktkarte. Gelangt er auf eine der 12 Schatzinseln,
muss er einen Piraten der angegebenen Farbe sowie ein
Buddelrecht ablegen. Das Buddelrecht wird verdeckt
abgelegt.
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Mit der Zeit werden dem Kapitän Buddelrechte bzw.
Piraten ausgehen. So kann er mit dem Schiff zurück zum
Piratennest ziehen und auf dem Land für Nachschub
sorgen. Er kann aber auch nach dem Ausspielen der
Bewegungskarte eine weitere Handkarte ausspielen. Auf
jeder Handkarte befindet sich eine verschiedene Aktion,
die durch das Ausspielen ausgelöst wird (z.B. "Raub"-
einem Mitspieler wird eine Inselkarte gestohlen;
"Hellseher" - der Spieler darf unter einen verdeckten
Schatz schauen; "Pirat" - der Spieler nimmt sich einen
Piraten von der Insel, an der er gerade mit seinem
Schiff ankert usw.).
Nachdem ein
Spieler sein sechstes Buddelrecht abgegeben hat, kommen
alle weiteren Spieler noch einmal zum Zug. Dann endet
das Spiel. Es kommt zur Wertung: Liegt auf einer
Insel nur ein einziges Buddelrecht, so erhält der
entsprechende Spieler die Schatztruhe. Bei mehreren
Buddelrechten siegt der höchste Wert (bei Gleichstand
gewinnt derjenige, der sein Buddelrecht als Erster
platziert hat. Die weiteren Spieler erhalten der
Reihenfolge nach jeweils eine um 1 reduzierte Goldmünze
- ausgehend vom Gewinnwert in der Schatztruhe).
Wichtigste Regel: Zum Schluss wird die Goldinsel
offenbart (die zur Seite gelegte Inselkarte wird
umgedreht). Nur wer auf der Goldinsel ein Buddelrecht
platziert hat, bleibt im Spiel! Alle anderen Spieler
verlieren ihr gesamtes Gold und scheiden aus! Der
Spieler, der auf der Goldinsel das höchste Buddelrecht
abgelegt hat, gewinnt zudem den Bonus von 3 Goldmünzen.
Nun werden sämtliche Goldmünzen sowie Bonuspunkte (von
den Reliktkarten) addiert. Der Spieler mit den meisten
Goldmünzen gewinnt. [ih]
Vielen Dank
an Winning Moves für ein Rezensionsexemplar!
MINUS:
MINUS:
solitärer Ablauf
Zufallsprinzip überwiegt
bei der Deduktion
leer
PUNKTE-CHECK:
SPIELIDEE
Originalität, Regeln
AUSSTATTUNG
Material, Umfang
SPIELABLAUF
Mechanik, Einfluss
Ingo:Ein durchschnittlich unterhaltsames
Deduktionsspiel, welches leider unter einem
etwas monotonen Spielablauf leidet. Das
Einsammeln von Piraten, Inselkarten und
Buddelrechten erfolgt fast ohne Interaktion
zwischen den Spielern; d.h. jeder Spieler wuselt
während des gesamten Spiels vor sich hin; legt
unmotiviert Piraten und Buddelrechte ab (ohne
dabei wirkliche Strategien anwenden zu können)
und zieht mit dem Schiff bzw. Kapitän von Feld
zu Feld.
Einziger Kontakt zwischen den Spielern
sind eventuell ausgespielte Aktionskarten, bei
denen z.B. Inselkarten vom Spielgegner geklaut
werden können. Herausforderung ist es, möglichst
alle 11 Inselkarten einsehen und sich merken zu
können, um ein Buddelrecht auf der Goldinsel
(12. Inselkarte) zu platzieren - natürlich kann
man es auch dem Zufall überlassen, geht dann
aber die Gefahr ein, am Ende auszuscheiden!
Dieses unlöbliche Ende kann einem aber auch
widerfahren, wenn man ganz einfach nicht an alle
11 Karten herankommt. Spannend wird das Spiel
also erst zum Schluss - bei der Wertung: Da das
Spiel fast ausschließlich auf dem Zufallsprinzip
beruht, ist keine wirkliche Taktik möglich. Zum
Spielende werden auf jeder Insel die
Buddelrechte verglichen und derjenige, der mit
Glück den höchsten Wert ausgelegt hat, erhält
eine Schatztruhe (ebenfalls mit
Zufallsinhalt...).
Wirklich ärgerlich wird es,
wenn man kein Buddelrecht mehr für die Goldinsel
übrig hatte bzw. sie nicht entdecken konnte:
Sämtliche Mühen waren umsonst - der Spieler
scheidet aus!
In unseren zwei Testgruppen
(einmal mit Kindern, einmal nur unter
Erwachsenen) hinterließen sowohl der etwas zähe
Spielablauf als auch das unschöne Spielende
einen faden Beigeschmack. Wer Deduktionsspiele
mag, kann einen Spielversuch wagen; wer ein
familienorientiertes Spiel mit Glücks- und
leichtem Taktikfaktor im Piratenthema sucht, dem
würden wir lieber die ebenfalls gerade erst
erschienene Neuheit "Jamaica" (>
Test)
empfehlen, wenngleich diese in der Anschaffung
erheblich teurer ist.