Genre: Familie, Strategie
Erscheinungsjahr: 2009 Verlag: Kosmos Verlag
..i.. Autor: Michael Schacht Spieleranzahl: 3 bis 4 Alter: ab 10 Jahren Spieldauer: ca. 60 Min.
Einstiegslevel:
Glück
Taktik
leer
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Die
goldene Stadt
Oh, du schöne
Stadt am Meer... Das Innere der
mythischen
Stadt - das ist das Ziel, das die Händler durch geschicktes Positionieren ihrer Handelsposten für sich gewinnen möchten.
Seit Tagen
waren sie nun schon unterwegs, schwitzend, ächzend und
nunmehr mutlos. Die lange Seereise hatte ihre Opfer
gefordert, und die Mannschaft des Handelsschiffes Aurea
war vom Schicksal gebeutelt, von Krankheit ereilt und
auf ihren Kapitän alles andere als gut zu sprechen. Der
beißende Geruch von Meuterei lag in der nassfeuchten
Dschungelluft, durch die man sich gleichsam mit der
Machete jeden Schritt erkämpfen musste.
Der Spielplan
zeigt eine Insel mit verschiedenen Landschaftszonen - in
der Mitte befindet sich die goldene Stadt.
An den
Küstenorten landen die Expeditionen mit ihren Schiffen.
Die
einheimischen Führer waren eingeschüchtert und
flüsterten verstört von Flüchen und „goldenem Tod“. Noch
länger, un der würde ihnen zustimmen. Nur getragen von
der Hoffnung, hinter der nächsten Biegung im
verwachsenen Dschungelpfad einen Schimmer glorreichen
Goldes aufblitzen zu sehen, torkelte Kapitän Mencino
voran. Ein Aufschrei riss ihn aus seinen fiebernden
Gedanken. „Capitano, komm schnell, Diego hat etwas
gefunden! Mencino zwang sich dazu, das Tempo zu erhöhen
und erreichte zu seiner eigenen Überraschung rasch den
Fundort.
Was er sah, erschreckte ihn, ließ aber verloren
gefürchtete Hoffnung in ihm aufwallen. Es waren die
sterblichen Überreste eines Menschen. In seiner rechten
Hand hielt er einen kleinen leuchtenden Gegenstand fest
in knöchernem Griff. Mencino befreite das Objekt und
hielt es in die Sonne, dass jeder es sehen konnte. Es
war ein goldener Schlüssel. „Schnell“, sagte er, „holt
Holzbalken, Nägel und Lehm für ein Handelshaus. Wir sind
hier richtig.“
Die
Landschaftskarten werden "ersteigert" - als Marker dient
jedem Spieler eine "Biethand".
Das Innere
der goldenen Stadt: Wer die Stadtmauern durchbricht,
bekommt wertvolle Punkte.
So funktioniert's:
„Die goldene Stadt“ ist das Ziel der durch die Spieler
vertretenen Handelsexpeditionen, die auf der Karte
Handelsposten errichten und diese so geschickt stellen,
dass sie möglichst viele Handelsbriefe und -waren
erhalten. Dabei kommt es darauf an, sich seinen Weg zur
goldenen Stadt mit den Handelsposten möglichst
wertungsgünstig zu bahnen, um schließlich auch in der
mythischen Metropole Handelshäuser errichten zu können.
Jeder Spieler
erhält 3 Goldmünzen, eine Küstenkarte und eine weitere
zufällig gezogenen Landschaftskarte sowie – je nach
Spieleranzahl – 16 oder 18 Handelshäuser und eine
„Biethand“. Der Startspieler, der reihum wechselt, wird
ausgelost.
Auf dem
Spielbrett ist die Insel abgebildet, in deren Zentrum
die goldene Stadt ruht. Die Insel ist zweifach
unterteilt, und zwar einerseits in vier Inselsegmente,
die aus Wald, Wüste, Weidelang und Gebirge bestehen und
bis in die Stadt reichen. Andererseits ist die Karte
ebenfalls in vier Zonen unterteilt: außen die
Küstenorte, an denen die Spieler mit ihrer Expedition
landen können, dann die Vororte der goldenen Stadt,
schließlich die Außen- und Innenbezirke derselben. Auf
allen möglichen Bauorten für Handelsposten sind Symbole
aufgedruckt, die Belohnungen darstellen. Dies sind
Warenkarten, Landschaftskarten, Schlüsselkarten,
Wertungsvorteile und Goldmünzen, die der Spieler erhält,
wenn er dort ein Handelshaus errichtet.
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Eine
Spielrunde beginnt mit Aufdecken der ersten
Wertungskarte, die anzeigt, für welche Bereiche und
Waren die Spieler am Ende der Runde Handelsbriefe
erhalten. Sodann erfolgt das Auslegen der offenen,
paarweisen Auslage von sechs bzw. acht Landschaftskarten
vom verdeckten Nachziehstapel. Landschaftskarten bilden
Küste, Wüste, Wald, Weide oder Gebirge ab und werden
benötigt, um Handelshäuser zu errichten. Zwar wird für
ein Küstenhandelshaus nur eine Küstenkarte benötigt, für
alle anderen Bereiche benötigt der Spieler zwei Karten
der entsprechenden Landschaft. Zusätzlich kann der
Spieler – auch mehrfach – zwei gleiche Landschaftskarten
einsetzen, um eine Landschaftskarte einer beliebigen
anderen Landschaftsart darzustellen (Jokerfunktion).
Auf die
offenen Kartenpaare legen die Spieler reihum jeweils
ihre Biethand, um anzuzeigen, dass sie auf dieses oder
jenes Paar Anspruch erheben. Wenn zwei Spieler das
gleiche Paar erstehen möchten, so darf der zweite von
beiden die Biethand des anderen vertreiben, indem er ein
Gold zahlt. Will der andere dies nicht zulassen, kann er
zwei Gold hergeben, um seinerseits den Vertreiber zu
vertreiben usw. Dies kann so lange andauern, bis
entweder einer von beiden kein Gold mehr zur Verfügung
hat oder einer sich doch für ein anderes Kartenpaar
entschließt.
Anschließend beginnt der Startspieler
damit, bis zu zwei Handelshäuser auf der Insel zu
errichten. Hierfür gelten folgende Regeln: Jedes Feld
auf dem Spielplan darf nur von einem Handelshaus besetzt
sein und Handelshäuser dürfen nur in direkter
Straßenverbindung zu einem anderen Handelshaus des
Spielers ohne Unterbrechung errichtet werden. Ausnahmen
bilden selbstredend die Küsten, für die – anders als bei
den anderen Landschaftstypen – nur eine Landschaftskarte
benötigt wird.
Verschiedene
Errungenschaften: Schlüssel, Waren und zusätzliche
Endwertungskarten.
Die
Handelsbriefe sind der begehrte Lohn für das Errichten
der Handelshäuser.
Die Spieler sind reihum an der Reihe und
nehmen die verschiedenen Belohnungen, die das Errichten
der Häuser mit sich bringt, an sich. Es kann Gold geben,
die oberste Landschaftskarte vom Nachziehstapel, eine
Warenkarte (drei liegen offen, der Rest in einem
verdeckten Stapel; der betreffende Spieler darf sich
entweder eine der ausliegenden nehmen – sehr nützlich,
weil man ja aufgrund der aufgedeckten Wertungskarte
weiß, welche Ware am Ende der Runde gewertet wird – oder
zufällig die oberste Karte des Stapels), eine
Schlüsselkarte (ermöglicht dem Spieler, im Inneren der
goldenen Stadt zu bauen) oder eine der verschiedenen
Endwertungskarten, die zum Spielende für
unterschiedliche Errungenschaften zusätzliche
Handelsbriefe bringen.
Dann wird die
Wertung anhand der am Rundenanfang aufgedeckten
Wertungskarte vorgenommen. Hierbei gilt: Wer die
abgebildete Warensorte besitzt, erhält zwei
Handelsbriefe, besitzt der Spieler die Ware als
einziger, erhält er zwei zusätzliche Handelsbriefe. Wer
am abgebildeten Fluss Handelshäuser errichtet hat,
erhält zwei Handelsbriefe, hat der betreffende Spieler
die meisten Handelshäuser dort errichtet erhält er zwei
zusätzliche Handelsbriefe usw.
Die ersten
beiden Spieler, die die Außen- und Innenbezirke der
goldenen Stadt erreichen, erhalten weitere Belohnungen.
Das Spiel endet, wenn die letzte Wertungskarte abgelegt
wird oder einer der Spieler sein letztes Handelshaus
baut, in welchem Fall die Runde noch zu Ende gespielt
wird. Wer die meisten Handelsbriefe ergattert hat,
gewinnt.
[lj]
PLUS:
PLUS:
schönes Material
Versteigerungselement
als Ärgerfaktor
taktischer Ablauf
ENDE
MINUS:
MINUS:
keine wirkliche Innovation
Währung "Gold" wird
spielerisch zu wenig
ausgeschöpft
leer
PUNKTE-CHECK:
SPIELIDEE
Originalität, Regeln
AUSSTATTUNG
Material, Umfang
SPIELABLAUF
Mechanik, Einfluss
Lewis:
„Die goldene
Stadt“ erzeugt kurzweiligen Spielspaß, ohne dabei
große Neuerungen mitzubringen oder „DER Knüller“
zu sein. Positiv hervorzuheben ist in jedem Fall
das anschauliche Spielmaterial, das in seiner
Farbenpracht Lust darauf macht, die Insel zu
erkunden und die mythische Stadt zu erreichen.
Fiesfaktor, und damit ebenfalls ein Plus, ist
das Bieten um die Landschaftskarten – da gibt es
jede Menge Möglichkeiten, seine Mitspieler
ordentlich zu ärgern. Strategisch interessant
ist die Tatsache, dass man zu Beginn des
Spielzuges weiß, was am Ende der Runde gewertet
wird. Das bietet Möglichkeiten zu taktieren und
etwas vorauszuplanen sowie die Schritte der
Mitspieler bis zu einem gewissen Maß zu erahnen,
was einen vielleicht in die Lage versetzen kann,
Ihnen zuvorzukommen oder zumindest ihre Pläne zu
durchkreuzen.
Auch die relativ kurze Spieldauer
von etwa 60 Minuten prädestiniert „die goldene
Stadt“, durchaus auch zweimal am Abend gespielt
zu werden. Wenig günstig finde ich, dass man mit
dem erworbenen Gold nichts anders tun kann als
den Bietvorgang zu beeinflussen – da hätte man
noch Optionen einbauen können. Für mich persönlich
zwar kein
absolutes „Must Have“, dennoch ein solides
Spiel, auch für Familien.
KULT-FAKTOR
(Langzeit-)Spielreiz
Ende
Chris:Der
Spielreiz ist in erster Linie durch das schöne
Material bedingt. Rein spielerisch ist "die
Goldene Stadt" eher Durchschnitt. Der
Wiederspielreiz für Vielspieler dürfte eher
gering sein; als Familienspiel ist es aber
durchaus nett!
KULT-FAKTOR
Zweitmeinung
Ende
NO.1
Dieses Spiel wurde in der Datenbank Luding.org als
erstes von SPIELKULT.de getestet!