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Spiel-Fakten:

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Genre: Strategie
Erscheinungsjahr:
2011
Verlag: Lookout Games  ..i..
Autor: Torsten Landsvogt
Spieleranzahl: 2 bis 4
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: ca. 60-90 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

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Die Gnome von Zavandor
 
Auf Edelsteinsuche
Als Gnome schürfen die Spieler in Zavandor nach Edelsteinen, um mit diesen möglichst gewinnbringend zu wirtschaften.
 

     

So funktioniert's:
Der Spielplan besteht aus fünf kreisförmig angeordneten Bereichen, den sogenannten Schürfgebieten. Auf eines dieser Gebiete wird zu Beginn der Wandergnom gestellt. Das sechste, zentrale Schürfgebiet wird auch "Diamantina" genannt.


Im zentralen Diamantina können wertvollere Plättchen geschürft werden.
   
Der Marktwert der Edelsteinsorten ändert sich
ständig.
   

Jedes Schürfgebiet hat zu Beginn vier verdeckte Plättchen, die auf ihrer Rückseite jeweils einen Edelstein zeigen.
Gespielt wird über mehrere Runden. In einer Runde führen die Spieler reihum jeweils eine Aktion aus, bis jeder Spieler drei Aktionen ausgeführt hat. Mögliche Aktionen sind:

-Edelsteine kaufen/verkaufen:
Die Spieler können jede der vier Edelsteinsorten zu ihrem jeweils aktuellen Preis ein- oder verkaufen. Die Preise werden nicht nur durch Angebot und Nachfrage, sondern auch durch eine Vielzahl anderer Faktoren beeinflusst, wodurch die Marktpreise sich selbst regulieren.


3 Schmuckstücke

- Schürfrecht kaufen:
Die Spieler dürfen in dem Gebiet mit dem Wandergnom (oder in Diamantina) ein Schürfrecht kaufen. Hierzu muss der Spieler die passenden Edelsteinkarten bezahlen und darf anschließend das Plättchen offen vor sich ablegen. Die Spieler dürfen sich auch jederzeit die ausliegenden Plättchen ansehen, was allerdings Gold kostet.

- Einen Gegenstand kaufen:
Es liegen jederzeit drei Schmuckstücke und drei Artefakte aus. Will ein Spieler einen Gegenstand kaufen, so muss er die entsprechenden Edelsteinkarten abgeben. Schmuckstücke sind mehr Siegpunkte wert als Artefakte, dafür bringen die Artefakte ihren Besitzern verschiedene Vorteile, wie beispielsweise ein stetiges Goldeinkommen oder eine Zusatzaktion pro Runde.


3 Artefakte

- Einen Gegenstand aufnehmen:
Der Spieler kann vom verdeckten Stapel der Schmuckstücke oder Artefakte zwei Karten ziehen und eine davon behalten. Um den Gegenstand zu besitzen, muss der Spieler ihn allerdings noch in einer späteren Aktion kaufen.

- Tauschhändler nehmen oder benutzen:
Der Spieler kann einen der Tauschhändler nehmen oder ihn benutzen, wenn er bereits einen besitzt. Der Tauschhändler ermöglicht es, die beiden abgebildeten Edelsteine 1:1 zu tauschen. Nimmt man sich einen neuen Tauschhändler, muss man den alten wieder abgeben.

- 4 Gold nehmen.


Mit diesen Händlern können Edelsteine getauscht werden.
   
Links die Startspielerfigur, rechts der kleine Wandergnom.
   

Ist eine Runde vorbei, so erhält jeder Spieler die Edelsteine, die auf seinen Schürfrechten abgebildet sind. Falls in dieser Runde ein Spieler ein Schürfrecht gekauft hat, wird der Wandergnom in das im Uhrzeigersinn nächste Gebiet gezogen. Gespielt wird bis zu einer gewissen Siegpunktzahl, die je nach Spieleranzahl variiert. Der Spieler, der als erster die Anzahl erreicht, gewinnt das Spiel. [cg]

 
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Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
gelungenes Wirtschaftsspiel
gut funktionierende Mechanismen
flüssiger Ablauf
ENDE
  MINUS:
MINUS:
aufgesetztes Thema ohne Atmosphäre
spielt sich eher trocken
leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     

Chris:  Nach dem "Zepter", den "Drachenbändigern" und den "Minen" sind "Die Gnome von Zavandor" das mittlerweile vierte Spiel dieser Lookout-Reihe. Wie bei den Vorgängern handelt es sich hierbei jedoch wieder um ein völlig neues und eigenständiges Spiel. Von der Komplexität her lässt es sich in etwa mit "Die Minen von Zavandor" vergleichen.

Das Material ist von guter Qualität und auch beim Design hat Klemens Franz mal wieder einen sehr guten Job gemacht. Nur die Pappe, die man in die unglaublich große und ebenso überflüssige Startspielerfigur gesteckt hat, hätte man lieber einmal für Übersichtskarten verwenden sollen. Gerade in der ersten Partie wäre man für eine Übersicht doch sehr dankbar, da man schließlich neun verschiedene Aktionsmöglichkeiten hat. Auch ein Rundenanzeiger wäre hilfreich gewesen um die ständig häufig wiederkehrende Frage "War das jetzt schon der dritte Durchgang oder erst der zweite?" zu vermeiden.

Das Spielprinzip lässt sich mit wenigen Worten zusammenfassen: Man kauft Edelsteine, um sie wieder zu verkaufen, um sich wieder welche zu kaufen, um sich schließlich anderes Zeugs damit zu kaufen. Klingt trocken, ist es leider auch, womit wir auch schon bei meinem Hauptkritikpunkt wären. "Die Gnome von Zavandor" ist ein lupenreines Wirtschaftspiel, bei dem das Fantasy-Thema diesmal nahezu komplett auf der Strecke geblieben ist.

Zwar stand bei den "Zavandor"-Spielen noch nie die Thematik im Vordergrund, doch sowohl beim Zepter als auch bei den Minen hat das Thema immer sehr gut zum Spiel gepasst, was durchaus eine gewisse Atmosphäre aufkommen lies. So hart es klingen mag, aber bei den Gnomen gibt es keine Atmosphäre. Eine Börsen-Thematik hätte hier womöglich noch besser gepasst. Jetzt muss das Spiel deswegen natürlich nicht schlecht sein und ein gutes Börsenspiel hat ja auch durchaus seine Fans, nur dürfte die Schnittmenge mit jenen Leuten, die sich auf das neue "Zavandor"-Spiel gefreut haben, eher gering sein.

Das Spiel verläuft recht flüssig und die Mechanismen funktionieren alle gut, nur im Großen und Ganzen waren mir die Partien einfach zu trocken, was mit Sicherheit auch daran liegt, dass ich etwas ganz anderes erwartet habe. Freunde von reinen Wirtschaftsspielen können somit zugreifen. Von einem Blindkauf auf Grund der Tatsache, dass man auch die Vorgänger mochte, muss ich allerdings abraten.

 

 
   KULT-FAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
 
Ende
 

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