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Spiel-Fakten:

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Genre: Wissen, Raten
Erscheinungsjahr:
2008
Verlag: Days of Wonder ..i..
Autor: basiert auf "Wits &
Wagers" von Dominic Crapuchettes
Spieleranzahl: 3 bis 7 (21)
Alter: ab 7 Jahren (wir empfehlen: ab 12 Jahren)
Spieldauer: ca. 20 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Wissen 

leer
     
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  Gambit 7
 
... aber nicht überbieten!  
Der kultige 90er-Jahre Spruch aus der Gameshow "Der Preis ist heiß" ist bei diesem Zocker-Ratespiel von entscheidender Bedeutung!
 
     

So funktioniert's:

Jeder Spieler (bzw. bei mehr als 7 Spielern jedes Team) wählt eine Spielfarbe aus und erhält eine farblich passende Antwortkarte sowie einen abwaschbaren Filzstift.

 


Fragen aus 7 Kategorien finden sich auf jeder Fragekarte; z.B. "Wie viele Städte gibt es in Deutschland?"
   
Zunächst werden die Antwortkarten an der Wetttafel angeordnet...
 
   

 

Der Spielleiter liest die erste Schätzfrage (Frage 1 auf der ersten Karte) vor. Die Spieler notieren ihre mutmaßliche Antwort auf ihrer Antwortkarte. Nach 30 Sekunden werden die Karten vom Spielleiter eingesammelt und aufsteigend neben der Wetttafel um die Mitte herum platziert; d.h. bei einer ungeraden Anzahl von verschiedenen Antworten bildet das blaue Feld die Mitte; bei einer geraden Anzahl an verschiedenen Antworten wird das blaue Feld frei gelassen und die beiden nachfolgenden grünen Felder (einmal aufsteigend, einmal absteigend) bilden die Mitte.

 

Nun können die Spieler Wettchips platzieren. Dabei müssen sie nicht auf ihre eigene Antwort setzen; sie können auch die Antwort eines vermeintlichen Experten in der Spielrunde bevorzugen. 2 Chips stehen zur Verfügung; es können auch beide Chips auf eine Antwort bzw. beide Chips auf zwei verschiedene Antworten in einer Runde eingesetzt werden.

 


... dann werden Chips auf einzelne Antworten platziert.
   
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Ist sich ein Spieler seiner Sache absolut sicher, platziert er den "Gambit 7"-Chip neben der favorisierten Antwort. Der Einsatz dieses Chips lohnt sich allerdings erst, wenn der Spieler bereits Punkte angesammelt hat.

 

Glaubt ein Spieler, dass alle gegebenen Antworten zu hoch sein, kann er Chips auf das Feld "Alle zu hoch" platzieren.

 

Nun folgt die Auflösung: Gewonnen hat die Antwort, die sich der richtigen Lösung von unten am meisten nähert. Jede Antwort, die über (!) der gesuchten Lösung liegt, hat automatisch verloren.

 

Bei jedem Antwortfeld ist eine farbige Punktezahl und eine höhere, weiß unterlegte, Punktezahl aufgedruckt. Für die beste Antwort (am nächsten an der Lösung) erhält der entsprechende Spieler die niedrigere der beiden Punktezahlen gutgeschrieben. Für jeden korrekt platzierten Chips gibt es ebenfalls Punkte - hat ein Spieler allein auf die richtige Antwort getippt, erhält er die höhere Punktezahl. Haben hingegen mehrere Spieler auf den richtigen Bereich getippt, erhalten sie jeweils die niedrigeren Punkte.

 

Wurde ein "Gambit 7"-Chip richtig positioniert, so wird der aktuelle Punktestand des Spielers mit 7 multipliziert.

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Die falsch platzierten Chips bringen keine Punkte; die Spieler erhalten sie aber wieder zurück. Wurde ein "Gambit 7"-Chip falsch platziert, wird er ebenfalls an den Spieler zurückgegeben; sein Punktestand wird jedoch zusätzlich auf 0 zurückgesetzt!

 

Die Punkte werden, ebenfalls mit einem abwaschbaren Filzstift, auf der Punkteleiste notiert.

 

Mit einem Taschentuch wischt nun jeder Spieler seine Antwortkarte ab und schon kann die nächste Raterunde beginnen; diesmal mit der 2. Frage der zweiten Karte. Dies geschieht so lang, bis die 7. Frage der siebten Karte gestellt wurde.

 

Wer nach den insgesamt 7 Fragen die meisten Punkte ansammeln konnte, ist der Sieger. [ih]

 
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neuer Spielmechanismus

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Ingo:  Schätzspiele sind nicht wirklich neu auf dem Markt der Wissensspiele; "Gambit 7" folgt von der Fragenqualität Spielen wie "Nah dran" oder "Pi mal Daumen".

Das Besondere an "Gambit 7" ist die Möglichkeit, auf Antworten zu wetten. Der schnelle Spielablauf und die kurze Gesamtspielzeit laden auch Wenigspieler ein, eine Runde zu riskieren. Das Einschätzen von Jahres- oder Maßzahlen, von Fakten und Rekorden, von Sachlichem und Skurrilem ist durchaus gelungen.

Das, was das Spiel ausmacht, nämlich der Antwortpoker, enthält die fiese Spielregel, dass nur Antworten zählen, die UNTER der gesuchten Lösung liegen. Viele werden diesen Mechanismus noch aus der Fernsehshow "Der Preis ist heiß" kennen. Wie oft sagte Harry Wijnvoord in den 90er-Jahren "Aber bitte nicht überbieten!".

Was schon in der Show seine Tücken hatte, zeichnet sich auch bei "Gambit 7" ab. Als unbefriedrigende
Konsequenz kann man so erleben, dass eine Antwort, die sehr nah an der richtigen Lösung liegt, verliert , während eine andere Antwort, die um Meilen entfernt von der richtigen Lösung liegt, trotzdem gewinnt. Beispiel: Die Lösung lautet: 799. Getippt wurde auf 25, 65, 89, 92 und 800. Obwohl die 800 nur um einen Zähler von der richtigen Antwort entfernt liegt, ist sie zu hoch und schon gewinnt die Antwort "92"! 

Die Fragen sind zum Teil nicht zeitlos; sie beziehen sich auf die Jahre bis 2008; gerade bei Rekorden kann es so (bei späterem Einsatz des Spieles) schon einmal zu falschen Angaben kommen.

Dennoch kann ich "Gambit 7" als nettes Schätzspiel deklarieren. Für Ratefans zu empfehlen; alle anderen Spieler sollten zuvor eine Probepartie wagen. Wichtig dabei: 3 Spieler sind das Minimum; deutlich mehr Spaß kommt erst ab mindestens 5 Spielern auf!

 

 
   KULT-FAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
 
Ende
 
 
     

Chris:  Mit „Gambit 7“ wagt sich „Days of Wonder“ in den Bereich der Quiz- und Wissenspiele. Das Spielprinzip ist in meinen Augen erfrischend anders. Interessante Quizfragen wurden mit einem originellen Konzept gepaart.

Besonders gut gefällt mir, dass man nicht nur Punkte machen kann, wenn man anfangs selber gut schätzt, sondern auch, wenn man auf die gegnerischen Antworten tippen kann, so wie wir es schon aus „Nobody is perfect“ kennen.

Der Gambit 7-Chip ist in meinen Augen jedoch keine Bereicherung für den Spielablauf. Sobald ein Spieler diesen nämlich erfolgreich einsetzten konnte, sind alle anderen Spieler gezwungen, ihren Gambit 7-Chip ebenfalls einzusetzen, da man sonst keine Chance mehr auf den Sieg hat. Bei 7 Fragen kann man sich hierbei nicht viel Zeit lassen, was zur Folge hat, dass ein solch erzwungenes Einsetzen häufig in die Hose geht, der Spieler alle seine Punkte verliert und nun auch die letzte Chance auf den Sieg verspielt hat. In meinen Augen würde es auch reichen, die Punkte zu verdoppeln, anstatt zu versiebenfachen.

Insgesamt sehe ich „Gambit 7“ als ein gelungenes Schätzspiel, welches durch seine Mängel jedoch ein wenig an Spielspaß einbüßen muss.

 

 
   KULT-FAKTOR
      Zweitmeinung
 
Ende
 
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