www.spielkult.de  

Kontakt    Impressum

Suche

 
   START | SPIELETESTS | VIDEOS | EXTRAS | LINKS | SHOP
    Themen          A bis Z          Neuheiten          Verlage          History  
 
 
Zurück zur Übersicht

Spiel-Fakten:

FamilieStrategie & AufbauWissen & RatenParty & KommunikationLogik & Kombination
Kinder
KartenWürfel & GlückAktion & GeschicklichkeitLernen

Genre: Karten
Erscheinungsjahr:
2017
Verlag: 2F Spiele  ..i..
Autor: Friedemann Friese
Spieleranzahl: 2 bis 5
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer:
ca. 15 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
 
Anzeige  
 
 
 
 
 

 

 
Fast Forward
Furcht
...
Erklärbärpause
Die Geister bitten zum Tanz, und wir sind mitten drin. Bei diesem Spiel aus der neuen "Fast Forward"-Reihe muss niemand vorher die Regeln lesen, diese werden euch vom Spiel in mundgerechten Happen serviert.
 
 
Der Aufbau des Spiels ist denkbar einfach. Öffnet die Schachtel und entfernt die Folie von den Karten. Schaut, welche Karte oben liegen soll und legt den Stapel entsprechend bereit. Folgt den Anweisungen, die auf der ersten Karte stehen. Das war es. Easy Job hier.



Also, es wird ja ständig rumgemosert, dass man partout nichts vom Spielerlebnis verderben soll (spoilern). Aber gut, da ich vor meinem geistigen Auge schon eure Enttäuschung über den kurzen Regelteil sehen kann, folgen noch ein paar Regeln, aber damit das klar ist: Dies könnte von zart besaiteten schon als Spoiler gewertet werden...


Bei "Furcht" müsst ihr in eurem Zug entweder eine Karte vom Stapel ziehen oder eine Karte in die Mitte spielen.  Wegen eines Handlimits von drei Karten, seid ihr irgendwann gezwungen, eine Karte zu spielen. Jede Karte zeigt einen Zahlenwert. Diese bewegen sich zwischen "minus 2" und "10". Am Ende eures  Zuges müsst ihr die Summe der Karten in der Mitte ansagen. Bei mehr als 15 verliert der aktive Spieler das Spiel. Es gewinnt von den anderen der Spieler, dessen Karten in der Hand die höchste Summe haben. Die Karten des Verlierers kommen in die Schachtel. Die anderen Handkarten und Karten in der Mitte werden gemischt und auf den vorsortierten Stapel gelegt. Somit ziehen die Spieler immer wieder neue Karten vom vorsortierten Kartenstapel.



Hierbei tauchen immer wieder neue Regeln auf. Es gibt auch Sonderregeln, welche das Spiel solange verändern, bis eine neue Sonderregel auftaucht. So kann es sein, dass plötzlich bestimmte Karten nicht mehr gespielt werden dürfen oder Karten aus der Mitte abgelegt werden können. Weiterhin tauchen auch Karten auf, die besonderen Effekte haben, wie z.B. "eine Karte aus der Mitte auf die Hand nehmen" etc. Das soll aber wirklich reichen, schließlich sollt ihr ja noch etwas selber entdecken... [ls]
 
Links
 Folgen Sie SPIELKULT.de:
   Facebook   Twitter
     
    Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
simple, aber schöne Karten
schnelles Zocken
kein Regellesen vor dem Spiel
ENDE
  MINUS:
MINUS:
geringe Spieltiefe
eer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     
Lutz: Friedemann Friese ist ein besonderer Autor. Er schickt uns in Finstere Flure, auf die Flucht zur Festung mit der Katze Filou und am Ende gibt es fiese Freunde, fette Feten. Die Affinität zum Buchstaben F ist nicht einmal sein hervorstechendes Merkmal, das ist die Farbe Grün. Seine Haare sind grün! Und wer sich bei Spielen von kleineren Verlagen auskennt, weiß, dass Herr Friese vor Experimenten nicht zurückscheut. Diesmal hat er sein aus "Fabelsaft" (> Testbericht) bekanntes Fabel-Prinzip soweit weiterentwickelt, dass seine Spiele sofort ohne Regellesen gespielt werden können. Somit hat derjenige von euch, der immer immer die Regeln erklären muss, auch mal Pause. Friedemann Friese hat 2017 drei Spiele in der neuen "Fast Forward"-Reihe veröffentlicht: "Furcht", "Flucht" und "Festung". Dann wollen wir uns jetzt mal "Furcht" genauer anschauen...

"Furcht" gilt als das einfachste der drei Spiele. Es ist auch tatsächlich, nachdem alle Regeln vollständig entdeckt wurden, immer noch recht gradlinig. Die Schachtelangabe von 8 Jahren halte ich schon für angemessen, da die Spieler lesen können und Addition und Subtraktion im Zahlenraum bis 25 beherrschen sollten. Oder um es mit den Worten dieser Altersklasse zu sagen: Man sollte plus und minus bis zur 25 beherrschen. Aber wirklich das Schönste ist, dass keiner sich vorher hinsetzen muss und lange Regeln lesen muss. Die erste Karte wird aufgedeckt und darauf stehen ein paar Regeln, die eben vorgelesen werden. Dann werden ein paar Züge gespielt und die nächsten Regeln kommen. Dann wieder ein paar Züge und dann ein paar Partien… und langsam entfaltet sich das Spiel. Aber keine Bange, es wird nicht auf einmal furchtbar schwierig. Die Regeln bleiben immer überschaubar. Aber ihr merkt schon, "keine Regeln lesen" ist eigentlich nicht korrekt. Ihr müsst vor dem Spiel keine Regeln lesen und den anderen erklären, sondern in kleinen Happen lernt ihr die Regeln gemeinsam während des Spiels. Dies erinnert etwas an die Anleitung von "Die Legenden von Andor".

Das Entdecken aller Regeln soll in 10 bis 15 Partien geschehen. Ich muss gestehen, dass ich völlig vergessen habe mitzuzählen, da jede Partie bei uns ca. 5 Minuten dauerte, vielleicht mal 10, wenn neue Regeln dazukamen. Das Spiel hat eine angenehme Geschwindigkeit, und tatsächlich waren wir nach knapp 2 Stunden mit dem Stapel durch. Natürlich ist das Entdecken der Regeln ein Teil des Spiels und trägt sicherlich zum Erlebnis des Spiels bei, aber nachdem das Spiel durchgespielt wurde, könnt ihr dann immer weiterspielen, nur eben mit den kompletten Regeln. Das Schöne an "Furcht" ist auch, dass andere Spieler durchaus nach ein paar Partien noch einsteigen können, denn die Regeln sind in weniger als 5 Minuten erklärt. Das finde ich im Vergleich zu Legacy-Spielen, welche in der Regel über lange Zeit mit der selben Gruppe gespielt werden sollten, vorteilhaft.  Und bei uns funktionierte das Spiel mit 2 bis 5 Spielern immer gleich gut, wobei bei 5 Spielern die Spieler eher zu gewagten Zügen bereit sind.

"Furcht" wird durch das Sammeln hoher Karten gewonnen,  aber durch das Spielen nur einer einzigen hohen Karte kann es schnell verloren werden. Behalte ich die 8 und die 7 in meiner Hand und hoffe, dass die dritte Karte klein genug ist, dass ich die 15 nicht überschreiten muss? Geht der Kelch diesmal an mir vorüber? Sollte ein anderer Spieler verlieren, während ihr die 7 und 8 sowie vielleicht noch eine 4 auf der Hand habt, so stehen eure Chancen auf den Sieg gut. Wehe aber, ihr kommt wieder an die Reihe. Es handelt sich also um klassisches Glücksspiel, bei dem ihr euer Glück herausfordert (Push your luck), allerdings erlauben euch im späteren Verlauf noch Karteneffekte, euer Ende weiter hinauszuzögern.  Und so ist "Furcht" tatsächlich ein Spiel mit der Angst. Habt ihr den "Arsch in der Hose", die 8 auf der Hand zu behalten...?

Mir machte "Furcht" besonders viel Spaß, als es noch etwas zu entdecken und noch welche der vorsortierten Karten gab. Was wohl am Ende des Stapels sein wird? Na, ich kann euch sagen, was dort ist: Die Möglichkeit, "Furcht" immer wieder zu spielen. Dafür müsst ihr den Stapel nicht wieder sortieren. "Furcht" bleibt aber, wie vorher erwähnt, ein Spiel, welches schnell gespielt ist und immer noch wenige Regeln hat, selbst nachdem der Stapel durch ist. Ohne den Entdecker-Aspekt bleibt "Furcht" weiterhin ein gutes Spiel.

Die Gestaltung des Spiels ist genau so, wie ihr es auf der Schachtel seht. Die Karten zeigen Gruppen von Gespenstern mit leicht unterschiedlichen Gesichtern. Ich finde die Grafik durchaus ansprechend, wenn auch nicht wirklich aufregend. Der Druck ist gut, aber die Karten erscheinen mir dünner als bei ähnlichen Spielen. Dafür haben die Karten nicht nur erklärende Texte, sondern auch Symbole, die helfen, den Spielfluss auf hoher Geschwindigkeit zu halten.

Fazit: Einen entspannten Einstieg, da keine Spielregel vor dem Spiel gelesen und erklärt werden muss, bietet dieses schnelle und spaßige Zockerspiel. Auch wenn der Kartenstapel durchgespielt ist und der Entdecker-Aspekt verfliegt, so macht es immer noch Spaß. In Punkten fällt "Furcht" von 8, nachdem der Kartenstapel durch ist, auf 7 Punkte. Ich kann mir "Furcht" super als Geschenk zu Nikolaus oder Weihnachten vorstellen. Schließlich kann dann ohne Regellektüre direkt unterm Baum gespielt werden, und das mit Oma und Enkel.
..
 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
Ende
 
...

Eine Bitte in eigener Sache

Seit 2007 berichtet SPIELKULT.de nun schon aus der Welt der Brettspiele.
Was viele von euch nicht wissen:
Bei SPIELKULT.de handelt es sich nachwievor um ein Projekt, an dem alle Rezensenten ehrenamtlich, ohne Bezahlung, arbeiten!
Natürlich verursacht ein solches Projekt trotzdem Kosten, welche wir
mithilfe von Werbeanzeigen versuchen, ein wenig aufzufangen.
 
Um euch jedoch weiterhin dauerhaft ein tägliches Angebot bieten zu können,
sind wir künftig auf weitere Unterstützungen angewiesen.
 
Da wir SPIELKULT.de für unsere Leser auch in der Zukunft komplett kostenfrei anbieten werden, könnt ihr uns - wenn euch unsere Seite gefällt - gern einen freiwilligen Support zukommen lassen.  Wir würden uns freuen, wenn ihr unsere Arbeit dann einfach mit einem beliebigen Geldbetrag über eine PayPal-Spende honorieren würdet - jeder Euro zählt. So kann jeder selbst entscheiden,
ob und was ihm unser Onlinemagazin wert ist.
 
Natürlich handelt es sich bei jeder Spende um eine einmalige Zahlung
ohne jegliche weitere Verpflichtungen!
 
Schon jetzt danken wir euch herzlich im Voraus!
Eure SPIELKULTisten

 
 

   > So testen wir
       
    Alle Spiele
von A bis Z:

 
Auswahl
# A B C
D E F G
H I J K
L M N O
P Q R S
T U V W
X Y Z #
 

 

 

 

 

 
Anzeige
...

Amazon
 
 

 

         
     
(C) SPIELKULT.de ^^^