Genre: Strategie
Erscheinungsjahr: 2010 Verlag: 2F-Spiele
..i.. Autor: Friedemann Friese Spieleranzahl: 2 bis 5 Alter: ab 12 Jahren Spieldauer: ca. 60 Min.
Einstiegslevel:
Glück
Taktik
leer
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Fürstenfeld
Über
Geländemangel und Gerstensaft Als Jungfürsten
bewirtschaften die Spieler ihr kleines Stück Land, um die
Brauereien zu beliefern und letztendlich einen eigenen Palast zu
bauen.
So funktioniert's:
Auf dem Spielplan wird mit so vielen Brauereien
gespielt, wie Spieler teilnehmen. Vor Beginn
wird vor jede Brauerei eine zufällige
Bedarfskarte ausgelegt, die anzeigt, wie groß
der Bedarf der Brauerei an den drei verfügbaren
Rohstoffen ist.
Im oberen Teil des
Spielplans befinden sich die Preisleisten der
Brauereien, darunter die Bedarfsplättchen. Am unteren
Rand werden die Rohstoffe und das Geld gelagert.
Jeder Spieler erhält ein "Fürstenfeld"- eine
Tafel, welche in sechs Bereiche unterteilt ist.
Drei der sechs Bereiche produzieren von Anfang
an jeweils einen der drei Rohstoffe Wasser,
Gerste und Hopfen. Des Weiteren erhält jeder
Spieler einen Satz mit 28 Baukarten und 2 Münzen
als Startkapital. Jeder mischt seine Baukarten
und zieht die obersten drei Karten auf die Hand.
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Das Spiel läuft über mehrere Runden. Zu Beginn
jeder Runde ziehen alle Spieler drei Karten von
ihrem Baukartenstapel und produzieren
entsprechend der Produktionsfelder in ihrem
Fürstenfeld Rohstoffe. Den Rest der Runde führen
die Spieler nacheinander aus, wobei die
Reihenfolge immer durch das Einkommen in der
vorherigen Runde bestimmt wird. Es beginnt immer
der Spieler mit dem geringsten Einkommen.
Die Spieler verkaufen Rohstoffe an die Brauereien - zum
Teil auch "über Bedarf" (wie hier der blaue Rohstoff).
Auf der
Einkommensskala legen die Spieler gleichzeitig die
Spielerreihenfolge für die nächste Runde fest.
Ist ein Spieler an der Reihe, so kann er
zunächst seine zuvor geernteten Rohstoffe an eine einzige
Brauerei verkaufen. Hierzu legt er die
Rohstoffe, die er verkaufen möchte, auf die
Bedarfsfelder der Brauerei und erhält sofort für
jeden Rohstoff den aktuellen Preis. Ist bei
einer Sorte kein Bedarfsfeld mehr frei, so
erhält der Spieler für die überschüssigen
Rohstoffe trotzdem den normalen Preis,
allerdings muss er anschließend für jeden dieser
Rohstoffe den Preis der Sorte bei dieser
Brauerei um ein Feld senken.
Der Spieler markiert sein Einkommen auf der
Skala (welche die Reihenfolge für die nächste
Runde angibt) und erhält entsprechend viele
Münzen.
Auf seinem Fürstenfeld betreibt jeder Spieler
Landwirtschaft und errichtet Gebäude.
Ein neues
Gebäude kann ein bereits belegtes Feld auf der
eigenen Tafel ersetzen.
Anschließend kann er bis zu zwei Baukarten von
der Hand zum jeweils angegebenen Preis auf sein
Fürstenfeld ausspielen. Alle Baukarten, sowie
die vorgedruckten Produktionsfelder, dürfen
jederzeit überbaut werden.
Die Gebäude bringen dem Spieler verschiedene
Vorteile, so produziert man mit ihnen zum
Beispiel mehr Geld oder Rohstoffe, darf mehr
Karten zu Rundenbeginn ziehen oder mehr Karten
bei Rundenende behalten. Zuletzt muss der
Spieler noch alle Handkarten, bis auf eine,
unter seinen Baukartenstapel schieben.
Die
Preisskala bestimmt, wie viel eine Brauerei für einen
Rohstoff an den Verkäufer bezahlt.
Die Preise
für den Bau von Palastteilen auf dem eigenen
Fürstenfeld steigen im Laufe des Spiels.
Haben alle Spieler diese Aktionen ausgeführt,
werden nun noch die Preise der Brauereien
angepasst. Für jedes freie Bedarfsfeld steigt
der Preis der entsprechenden Brauerei in dieser
Rohstoffsorte um ein Feld.
Jeder Spieler hat in seinem Baukartenstapel
sechs Palastkarten, welche nicht mehr überbaut
werden dürfen, sobald sie einmal - gegen immer
weiter ansteigende Bezahlung entsprechend der
ausliegenden Plättchen - ausgelegt wurden.
Dieser Spieler hat alle
Felder seines Fürstenfelds mit Palastteilen überbaut. Er
gewinnt.
Hat ein Spieler am Ende einer Runde alle sechs
Palastteile gebaut, so hat er gewonnen. Schaffen
dies mehrere Spieler in der selben Runde,
gewinnt der Spieler mit mehr Restgeld.
Spielt
man das Expertenspiel, so kann jeder Spieler zu
Beginn der Spiels die untersten zehn Baukarten
seines Stapels sortieren. Des Weiteren kommen
zwei neue Baukarten hinzu und jedes Palastteil
darf jetzt nur noch auf einem vorgegebenen Feld
gebaut werden.
[cg]
Vielen Dank an 2F-Spiele
für ein Rezensionsexemplar!
eer
ERKLÄRVIDEO
leer
Dieses Erklärvideo gibt es auch in einer vergrößerten
>
XL-Ansicht
PLUS:
PLUS:
gelungenes "Rohstoff"-Spiel
mit "Break-even-point"-
Überlegung
ENDE
MINUS:
MINUS:
kein
"echter" Spannungsbogen
Expertenmodus schränkt zu sehr ein
PUNKTE-CHECK:
SPIELIDEE
Originalität, Regeln
AUSSTATTUNG
Material, Umfang
SPIELABLAUF
Mechanik, Einfluss
Chris: Den ambitionierten
Vielspieler dürfte die Thematik von
"Fürstenfeld" erst einmal nicht vom
Hocker hauen, zumal sie im Spiel sowieso
nicht ganz klar wird: Man ist ein junger
Fürst mit einem kleinen Feld, auf dem
man jedoch einen möglichst großen Palast
bauen will und nebenbei wird noch Bier
gebraut. Nun ja, im Wesentlichen
produziert man Rohstoffe, verkauft diese
und baut mit dem Geld Gebäude. Klingt
nach einem alten Hut, aber bei diesem
Spiel ist dann doch alles etwas anders.
Bei "Fürstenfeld" gewinnt nämlich nicht
der Spieler mit der besten und größten
Produktionskette, schon alleine weil
Größe hier gar nicht möglich ist. Der
Platz auf dem eigenen Feld ist nämlich
mit sechs Feldern so beschränkt, dass
langfristige Planungen fast unmöglich
sind. Nur wenige Gebäude bleiben
wirklich lange im Spiel, die meisten
werden bei der erstbesten Gelegenheit
wieder überbaut.
Der Verkaufsmechanismus funktioniert gut
und lässt auch etwas Taktik zu. Zwar
werden hier in erster Linie die armen
Spieler bevorteilt und die reichen
gebremst - wie wir es ja auch von
"Funkenschlag" schon kennen -, aber je
nachdem wo ich wie viel verkaufe, kann
ich Spielerreihenfolge und
Preisentwicklung maßgeblich
beeinflussen.
Die Gretchenfrage des Spiels ist jedoch
"Wann baue ich meinen Palast?", wie
Friedemann Friese es schon selbst im
Vorwort der Regel erläutert. Baut man
die Teile zu früh, so schränkt man sich
zu schnell ein; wartet man jedoch zu
lange, so werden die Teile immer teurer
und andere kommen einem vielleicht
zuvor. Der besondere Reiz besteht also
darin, genau diesen "Break-even-point"
zu erkennen.
Am Material gibt es nicht viel
auszusetzen. Die Rohstoffsteine gefallen
mir besonders gut, dagegen ist das
Design von Spielplan und Schachtel
leider etwas dröge. Und das war leider
nicht der einzige Kritikpunkt: Insgesamt
habe ich bei "Fürstenfeld" etwas die
spielerischen Höhepunkte vermisst. Jeder
Spieler spielt mehr oder weniger
solitär, und wenn man Pech hat,
entscheidet das Nachziehglück über Sieg
und Niederlage.
Des Weiteren gehört "Fürstenfeld" zu der
äußerst kleinen Gruppe von Spielen, die
ich lieber im Grund- als im
Expertenspiel spiele. Das liegt in
erster Linie daran, dass die Bauplätze
der Palastteile in der Profi-Variante
vorgegeben sind. Ist dann irgendwann der
Punkt erreicht, an dem ich weiß, dass
ich nun mit dem Palastbau beginnen
sollte, ist es einfach nur ärgerlich,
wenn ich dann gerade die Gebäude
überbauen muss, die mir den größten
Vorteil gebracht haben. Jetzt könnte man
vielleicht durch das anfängliche
Sortieren und das Nachziehen den
Kartenstapel so analysieren, dass ich
ungefähr weiß, wann ich welches Teil
ziehe, aber wir will sich denn bitte so
viel Arbeit machen?
"Fürstenfeld" macht also nichts wirklich
neu, dafür jedoch das, was es macht,
sehr gut. Von mir gibt es gute 7 Punkte
für ein ordentliches Spiel, dem leider
etwas der Spannungsbogen fehlt. (>
Video)
KULT-FAKTOR
(Langzeit-)Spielreiz
Ende
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