Genre: Denken, Kombinieren
Erscheinungsjahr: 2009 Verlag: Ravensburger
..i.. Autor: Reiner Knizia Spieleranzahl: 1 bis 4 Alter: ab 8 Jahren Spieldauer: ca. 30 Min.
Einstiegslevel:
Glück
Taktik
leer
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FITS
Mut zur Lücke
Wer kennt es nicht, das kultige
Videospiel "Tetris". Reiner Knizia hat sich diesem
angenommen und mit "FITS" eine Brettspielversion entwickelt.
Als "Tetris" in den 80er-Jahren erschien, ahnte noch
niemand, welchen Boom dieses einfache, aber geniale
Videospiel auslösen sollte. Die Regeln sind einfach:
Spielsteine (aus mehreren kleinen Quadraten
bestehend; zu unterschiedlichen Formen verbunden)
fallen "vom Himmel" herab und müssen möglichst ohne Lücken die
vorgegebenen Reihen von unten nach oben füllen.
Jeder Spieler
erhält eine Spielrampe, die mit einer farbigen Tafel belegt wird.
Die Startkarte gibt jedem Spieler an, welcher Stein
vorab platziert werden muss.
Die Baukarten in
pink geben jeweils an, welcher Stein als nächster auf
der Spielrampe eingesetzt werden muss.
"FITS"
baut auf diesem Konzept auf und überträgt es auf ein
Brettspiel - das Wort "Brett" ist dabei nicht
wörtlich zu nehmen. Jeder Spieler besitzt
stattdessen eine
sogenannte Spielrampe.
So funktioniert's:
Jeder Spieler wählt die Spielrampe seiner
Lieblingsfarbe und nimmt sich die 16 farblich passenden
Spielsteine, deren verschiedenen Formen für alle
Spieler dieselben sind. Gespielt wird in vier "Levels".
Diese werden durch farbige Tafeln symbolisiert, die
auf die Rampe gelegt werden. Jeder Spieler verwendet
pro Runde die exakt gleiche Spieltafel. Auf die
gewählte Tafel wird eine
transparente Plastikabdeckung gesetzt, die die einzelnen Spalten
der Spielfläche abgrenzt. Die Spielfläche besteht
aus einem Raster von 12 Reihen a 6 Spalten. Jedes
Feld ist mit einem farbigen Kreis gekennzeichnet.
Lücken
gewünscht! Anders als beim Computerspiel gibt es bei "FITS"
einige Bonusfelder, die dringend frei bleiben sollten.
Bleiben leere Felder frei, gibt es 1 Punkt Abzug. Jede
gefüllte waagrechte Reihe hingegen bringt einen Punkt.
Die 4
verschiedenen Spieltafel-Level: 1 soll komplett gefüllt
werden, bei 2 bringen frei gelassene Bonusfelder
Extrapunkte. 3 beinhaltet ebenfalls Bonus- aber auch
negative Felder. Level 4 zeigt Zusatzsymbole.
Los geht's! Aus den vier verschiedenen Startkarten
sucht sich jeder Spieler eine Karte verdeckt aus und
setzt anschließend die angegebene Spielsteinform auf
seine Rampe. Danach werden nach und nach die zuvor
gemischten 16 Baukarten aufgedeckt, die sämtliche
Spielsteinformen zeigen.
Der geforderte Spielstein
darf dabei jeweils beliebig gedreht werden (es
entstehen bis zu 8 Möglichkeiten pro Stein), muss
dann jedoch oben auf der Rampe aufgesetzt und dann
langsam nach unten geschoben werden. Ein
nachträgliches Korrigieren der Spalte bzw. der
Ausrichtung ist - anders als im Videospiel - nicht mehr erlaubt! Jeder eingesetzte
Stein rutscht soweit nach unten, wie es möglich ist.
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Taktische Lücken dürfen nicht künstlich
herbeigeführt werden, sie müssen sich durch die Form
der Spielsteine ergeben. Entstehen durch
ungeschicktes Platzieren der Steine zu große Lücken,
die nicht mehr von oben erreicht werden können,
dürfen diese später nicht mehr durch Steine
aufgefüllt werden - immer gilt die Regel: Neue
Steine "fallen" von oben auf die vorhandenen!
Bei jeder neuen Baukarte hat der Spieler immer die
Möglichkeit zu passen; er legt den entsprechenden
Spielstein dann zur Seite. Dabei sollte er jedoch
beachten, dass dieser Stein bzw. bei wiederholtem
Passen diese Steine in dieser Runde nicht mehr
verwendet werden können und Lücken hinterlassen.
Sind alle 16 Baukarten aufgedeckt, endet die aktuelle
Runde. Jeder Spieler wertet nun seine Rampe aus:
Jede waagrecht komplett belegte Reihe bringt einen
Punkt. Jedes freie Feld hingegen kostet einen Punkt.
Nach dem Einstiegslevel folgt nun Level 2: Hier sind
einige Bonusfelder auf der Tafel gekennzeichnet, die
möglichst frei bleiben sollten! Jedes freie
Bonusfeld bringt am Ende der Runde die aufgedruckte
Punktezahl.
In Level 3 gibt es neben den Bonusfeldern, die
genauso behandelt werden sollten wie in Runde 2,
noch negative Felder. Bleibt ein solches Feld frei,
werden die aufgedruckten Punkte am Ende abgezogen!
Level 4 zeigt schließlich kleine Symbole, von denen
es jeweils ein Pärchen gibt. Schafft es der Spieler,
ein zusammen passendes Paar frei zu lassen, erhält
er Bonuspunkte. Wird ein Pärchen komplett zugedeckt,
gibt es keine Sonderpunkte. Wird hingegen nur ein
Teil des Pärchens mit einem Spielstein belegt, dann
kostet der zweite, freie Teil bei Runden-Ende
Punktabzug!
Wer nach allen vier Spielrunden die meisten Punkte
sammeln konnte, ist Sieger.
PLUS:
PLUS:
gelungene Umsetzung
des Klassikers "Tetris"
ENDE
MINUS:
MINUS:
etwas
dröge Präsentation
auf Dauer wenig Abwechslung
PUNKTE-CHECK:
SPIELIDEE
Originalität, Regeln
AUSSTATTUNG
Material, Umfang
SPIELABLAUF
Mechanik, Einfluss
Ingo:Wer "Tetris" kennt, braucht bei diesem Spiel
keine langen Einleitungen. Und selbst die
Spieler, die das legendäre Legespiel noch nie
auf ihrem Computer gesehen haben, bekommen
schnellen Zugang.
Schnell zeigte sich in unseren
Testrunden, dass vor allem Wenig- und
Gelegenheitsspieler angesprochen wurden. Karte aufdecken, Spielstein
aus dem Vorrat nehmen, auf die Rampe setzen und
nach unten schieben. Das war's. Und das passiert
pro Runde 17 mal und pro Spielpartie insgesamt 4
Runden lang.
Damit es nicht langweilig wird, hat
"Spiel des Jahres 2008"-Autor Reiner Knizia mit
den vier verschiedenen Schwierigkeitsstufen den
nötigen Pepp ins Spiel gebracht. Die Bonus- und
Symbolfelder fordern zusätzliches Nachdenken
beim geschickten Platzieren der Steine.
Die
unterschiedlichen Startkarten verhindern, dass
ein Spieler beim Gegner "abguckt"; die zufällig
aufgedeckten Karten kombinieren die zu setzenden
Spielsteine bei jeder Runde aufs Neue, so dass man zwar bestimmte
Spieltaktiken entwickeln, aber keine
Spielsituation auswendig lernen können wird.
Leise Kritik müssen wir am Spielmaterial üben:
Während die Spielsteine sehr robust sind, wurden
die Spielrampen aus dünnem Plastik hergestellt,
wie man es sonst von der Innenaufteilung einer
Spielschachtel kennt. Die durchsichtigen
Plastikabdeckungen verhindern leider auch nicht
das unzulässige nachträgliche Rutschen von
Spielsteinen über eine Spalte hinaus.
In
unseren Testspielen kam "FITS" dennoch
sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern gut
an. Selbst ein Solitärspiel ist möglich, birgt
aber leider nicht das gleiche Suchtpotential wie
die Videospielvorlage in sich.
KULT-FAKTOR
(Langzeit-)Spielreiz
Ende
Gabi:"FITS" - ein zweidimensionales Legespiel nach
der Vorlage des Computerspieles Tetris. Wenige
Regeln beim Legen und eine auseichend
illustrierte Spielanleitung ermöglichen einen
schnellen Einstieg ins Spiel.
Die verschiedenen
Schwierigkeitsstufen erhöhen den Reiz und regen
zum Knobeln an. Die gut verarbeiteten Legeteile
lassen sich leicht in den Rampen verschieben.
Die farblosen Rampeneinsätze und die Baukarten
könnten etwas stabiler sein, erfüllen aber den
ihnen zugedachten Zweck.
Der Spielablauf ist
einfach und lebt durch das Austüfteln der besten
Anlegestrategie. "FITS" ist ein Spiel, bei
dem jeder für sich spielt. Die Solo-Variante
eignet sich auch für Kinder unter den
angegebenen 8 Jahren, da hier ohne
Siegpunkte-Druck "gearbeitet" werden kann und
das Ausprobieren im Vordergrund steht.
KULT-FAKTOR
Zweitmeinung
Ende
NO.1
Dieses Spiel wurde in der Datenbank Luding.org als
erstes von SPIELKULT.de getestet!