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Spiel-Fakten:

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Genre: Karten, Taktik
Erscheinungsjahr:
2010
Verlag: 2F Spiele  ..i..
Autor: Friedemann Friese
Spieleranzahl: 2
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: ca. 30 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
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  Famiglia
 
Die Macht der Mafia
Zwei Spieler übernehmen die Kontrolle über jeweils eine Mafia-Bande und versuchen, weitere Mitglieder aus vier anderen Familien zu werben.
 

     

So funktioniert's:
Jeder Spieler nimmt jeweils einen Satz (mit markierten Startkarten) auf die Hand. Die restlichen 52 Karten werden gemischt und als Nachziehsstapel in der Tischmitte platziert. Der Startspieler beginnt und deckt die obersten sechs Karten vom Stapel auf. Diese legt er gut sichtbar neben den Stapel, welche "die Straße" darstellen.


In der "Straße" liegen sechs Karten zur Auswahl. Jede Karte zeigt das Familienmitglied einer der vier Mafiabanden.

Nun kann das Spiel auch schon losgehen. Die beiden Kontrahenten fangen beide mit einem Satz von jeweils vier Karten mit dem Wert "0" an. Nun hat der Spieler, welcher am Zug ist, folgende Möglichkeiten:

1. Zu Beginn darf er eine ausliegende Karte abwerfen, sollte keine "0" in der Straße ausliegen. Die darauf abgebildete Zahl gibt an, wie viele Karten neu ausgelegt werden dürfen. Sollte immer noch keine "0" erschienen sein, wird dieser Vorgang einfach wiederholt.

2. Er spielt einen seiner Buchhalter mit einem entsprechenden Rang "1" bis "4" aus und legt die Karte in seine Auslage. Nun darf der Spieler 1-4 seiner Handkarten (entsprechend des Rangs) mit seiner eigenen Auslage tauschen.


Ein "Brutaler" kann einen anderen Mafioso niederstrecken.
   
Auch die anderen Familien besitzen bestimmte Eigenschaften.
   

3. Der Spieler schickt einen seiner "Brutalen" auf die Straße und knüppelt einen ausliegenden Mafioso nieder. Dazu spielt er eine Karte mit entsprechendem Rang aus und verringert den Rang seines Opfers.

4. Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder nimmt sich der Spieler eine ausliegende "0" (bzw. einen niedergeschlagenen Mafioso) auf die Hand oder er spielt zwei identische Karten derselben Familie mit dem nächst niedrigeren Rang aus, um eine Karte aus der Straße mit dem Wert 1-4 zu bekommen (d.h. für eine Karte mit dem Wert "3" müssen zwei identische Karten derselben Familie mit dem Wert "2" ausgespielt werden). Eine der beiden ausgespielten Karten wird zusammen mit der Neuen auf der Hand behalten, die andere wandert in die eigene Ablage.


Zwei Karten derselben Familie mit identischem Rang können gegen eine Karte der gleichen Familie mit dem nächst höheren Rang getauscht werden.

Jeder Spieler sollte sich über die Sondereigenschaften der Familien im Klaren sein. Neben den schon beschriebenen Eigenschaften der Buchhalter und der Brutalen gibt es noch die Söldner. Sie sind eine Art Joker und können zusammen mit jeder anderen Karte desselben Wertes ausgespielt werden, um einen nächst höheren Mafioso anzuheuern.

Ferner stellt "La Famiglia" in sofern eine wichtige Rolle dar, als dass deren Karten am Ende mehr Siegpunkte bringen!

Das Spiel endet, sobald die letzte Karte des Nachziehstapels in die Straße gelegt wurde. Die laufende Runde wird jedoch noch zu Ende gespielt. Dann zählen alle Spieler ihre Siegpunkte auf der Hand und auf dem eigenen Ablagestapel zusammen. Der Spieler, der am meisten Siegpunkte sammeln konnte, gewinnt. [sb]

Vielen Dank an 2F-Spiele für ein Rezensionsexemplar!

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    Checkpoint
Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
stilvolle illustrierte Karten
preisgünstig
ENDE
  MINUS:
MINUS:
spielt sich sehr mechanisch
sehr glücksabhängig
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     

Sebo:  Wie lehrte uns nicht einst der Pate: "Mr. Corleone besteht darauf, schlechte Nachrichten unverzüglich zu erfahren." Daher möchte ich schnell auf den Punkt kommen.

Das Spiel präsentiert sich absolut schön und stilecht in einer nachempfundenen Zigarrenbox. Als großer Freund von Gangsterfilmen schlug mein Herz bei diesem Anblick deutlich höher.

Leider trübte sich dieser Eindruck ein wenig, nachdem ich den Deckel öffnete. So große Karten in dieser kleinen Verpackung? Ein vernünftiges Verschließen der Box scheint unmöglich zu sein. Über diese Kleinigkeit sehe ich allerdings gerne hinweg, denn die Karten selbst sind allesamt witzig und ansprechend gestaltet. Unverwechselbare Charaktere aus "Der Pate", "Goodfellas" und der Serie "Sopranos" finden sich in "Famiglia" wieder.

Doch dies sind leider nur die erfreulichen Umstände der Oberfläche dieses Kartenspiels. Der Einstieg fällt nicht unbedingt leicht, was wohl an dem Spielmechanismus an sich liegt. Er ist wenig intuitiv und muss erst einmal erlernt werden. Daher wirkt auch das schöne Thema schnell sehr aufgesetzt.

Echte Spielfreude kam bei meinen bisherigen Mitspielern eher verhalten auf. "Famiglia" fehlt ein gewisser Spannungsbogen, denn im Grunde geschieht stets das Gleiche. Zudem trübt der starke Glücksfaktor beim Ziehen der Karten das Bild - zumindest für Strategiefans. Fairerweise muss ich jedoch hinzufügen, dass man durch das taktische Wegschnappen von benötigten Karten des Partners dann doch ein paar Freiheiten besitzt.

Insgesamt betrachtet freue ich mich, dass mit diesem Spiel wieder einmal ein "echtes" 2-Personen-Spiel erschienen ist. Schlecht ist "Famiglia" in meinen Augen auch nicht, von daher reicht es gerade noch zu 6 Punkten. Als Mafia-Freund bevorzuge ich jedoch das ebenfalls neu erschienene Spiel "Der Pate" von Kosmos (Link siehe unten!).

 

 
   KULT-FAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
 
Ende
 

 NO.1   Dieses Spiel wurde in der Datenbank Luding.org als erstes von SPIELKULT.de getestet!

 

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> Der Pate   > Gangster
> Bonnie & Clyde   > Der Name der Rose
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