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Spiel-Fakten:

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Genre: Familie
Erscheinungsjahr:
2016
Verlag: 2F-Spiele  ..i..
Autor: Friedemann Friese
Grafik: Harald Lieske
Spieleranzahl: 2 bis 5
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: ca. 25 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

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Fabelsaft
...

Der Wald, ein einziger Saftladen!

Ihr braut die leckersten Säfte, doch um an das Obst zu gelangen, benötigt ihr die Hilfe der Tiere im Wald! In eurer ersten Partie sind dies nur sechs, doch mit jeder weiteren Partie werden es mehr - und jedes Tier hat seine eigene Aufgabe.
 

 
Die 240 "Ortskarten" (mit 59 verschiedenen Tieren und damit verbundenen Aktionen) werden als großer, vorsortierter Stapel bereitgelegt. Vom Stapel werden in der ersten Partie die sechs obersten Tierarten (mit jeweils 4 Karten) als kleine Stapel ausgelegt. Die Fruchtkarten werden gemischt und jeder Spieler erhält 2 Früchte auf die Hand. Nun sucht sich jeder Spieler noch eine Spielfigur aus und schon geht's los!



Wer an der Reihe ist, setzt seine Figur auf einen der ausliegenden Orte. Das Tier auf der entsprechenden Ortskarte gibt vor, welche Aktion daran gekoppelt ist. Grundsätzlich geht es immer darum, auf eine bestimme Art und Weise, die der gewählte Ort vorschreibt, Fruchtkarten zu erhalten (zu ziehen, zu tauschen, zu stehlen etc.). Ein Handkartenlimit gibt es nicht. Orte mit einem Schild offerieren als Alternative zur Aktion auch eine Karte vom Stapel.



In jedem seiner Züge muss der aktive Spieler zunächst auf einen anderen Ort springen, er kann also nicht auf einem bevorzugten Ort verweilen. Springt er auf einen Ort, auf dem bereits Gegner stehen, so muss er jedem Gegner, der sich gerade dort aufhält, eine seiner Handkarte abgeben - sofern er welche besitzt.



Statt eine Aktion zu nutzen, kann der Spieler an einem Ort auch die vorgegebenen Früchte abwerfen, um sich die Ortskarte nehmen zu dürfen. Der Spieler dreht sie auf die Rückseite, auf der sich eine Flasche "Fabelsaft" befindet. Nun wird eine neue Ortskarte vom Stapel in die Auslage gelegt. Eine neue Tierart eröffnet so einen neuen, eigenen kleinen Stapel, weitere Tiere dieser Art werden dann auf vorhandene Karten der gleichen Art gelegt. Auf diese Weise kommen dann Schritt für Schritt immer neue Tiere (= Orte = Aktionen) ins Spiel, während sich andere durch die Kartenkäufe ebenso Schritt für Schritt verabschieden.



Wer eine bestimme Anzahl an Säften gebraut hat (5 bei 2 Spielern, 4 bei 3 Spielern und 3 bei 4 oder 5 Spielern), läutet das Spielende ein. Wer nun nach der letzten Runde die meisten Säfte gebraut hat bzw. bei einem Gleichstand noch die meisten Handkarten besitzt, gewinnt.



Achtung! Die gebrauten Säfte werden in der Schachtel gesondert aufgehoben. Bei der nächsten Partie (bevozugt in der gleichen Spielgruppe) wird dann mit der Auslage weitergespielt, mit der die letzte Partie beendet wurde. So ändert sich die Auslage ständig und entwickelt sich mit jeder Partie weiter. Erst wenn man beim 59. Ort angelangt ist und keine Karten mehr nachziehen kann, beginnt die Ortsauslage wieder mit dem Ort 1. Selbstverständlich kann das Spiel aber auch jederzeit zwischendurch "resettet" werden, z.B. wenn neue Spieler erstmals eine Partie spielen. [ih]
 
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  PLUS:
PPLUS:
hoher Suchtfaktor durch
   immer neue Tiere
sehr herzige Illustrationen
einfaches Spielprinzip - schnell
   erklärt, schnell gespielt
ENDE/font>
  MINUS:
MMI

bekannte Grundmechanik (aber
   deutlich aufgepeppt durch das
   "Fabelspiel"-Konzept!)
je nach Spielertyp kann bisweilen
   ein (kleiner) Frustfaktor entstehen

leer/font>
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     
Ingo: In unserem SPIELKULT-Team nennt man mich seit letztem Jahr "das Orakel". Das liegt daran, dass ich "Codenames" bereits kurz nach der Essener Messe 2015 mit einer Top-Wertung zum Titelthema gemacht und dem Spiel den "Spiel des Jahres 2016"-Titel vorausgesagt hatte. Was liegt nun näher, als das dieses Jahr zu wiederholen... ;)

Doch von vorn. "Fabelsaft" ist rein spielerisch eine Mischung aus Worker-Placement und Set-Collecting, heißt: Ich platziere meinen Arbeiter (hier: mein kleines Holztier), nutze eine Aktion und sammle Rohstoffe (hier: Fruchtkarten), um damit Aufträge (hier: Säfte) zu erfüllen. Das klingt jetzt zunächst einmal nicht besonders neu, nicht besonders innovativ - und das ist es auch nicht. Es ist schnell erklärt, schnell verstanden und eignet sich so aber auch bereits für Wenig- und Gelegenheitsspieler. Dies allein macht jedoch noch kein potentielles Spiel des Jahres aus. Doch das Spiel besitzt ja noch weitere Faktoren...

"Fabelsaft" sieht fantastisch aus. Das Material ist top. Seinen überaus herzigen Charme erhält das Spiel dann aber vor allem durch Harald Lieskes absolut niedlich-witzige Kartenillustrationen. Jedes Tier ist ein kleiner Hingucker. Die Karten besitzen eine schöne Größe. Und schon die Spielschachtel fordert mit ihrem lustigen Frontcover direkt zum Spielen auf, und das setzt sich im Spiel fort.

Und da sind wir auch schon beim Hauptgrund, warum "Fabelsaft" so ein unglaubliches Suchtpotential in sich birgt. Das, was der Autor Friedemann Friese ein "Fabel-Konzept" nennt, ist im Grunde ein Legacy light-Prinzip. Legacy? Das ist dieser neue Trend, bei dem sich Spiele mit jeder Partie weiterentwickeln. Man kann das mit Computer-Abenteuerspielen vergleichen, die man Level für Level durchspielt bzw. bei denen man zwischendurch die Spielstände speichert und dann von dort weiterspielt. Änderungen am Spiel wurden in Experten-Brettspieltiteln dann so gelöst, als dass der Spieler beispielsweise Teile des Spielplans überklebt, Karten zerreissen muss u.s.w. So ist ein Legacy-Spiel also endlich - irgendwann ist es durchgespielt und dann ist das Spielvergnügen vorbei. Genau das jedoch ist bei "Fabelsaft" NICHT der Fall!

"Fabelsaft" entwickelt sich auch mit jeder Partie weiter. Das liegt daran, dass gekaufte Orte zunächst einmal aus dem Spiel wandern und auch vorläufig nicht wiederkehren. Stattdessen werden die Orte fortlaufend durch immer neue Orte ersetzt. 59 verschiedene Orte liegen dem Spiel bei, sodass wirklich etliche Partien vergehen, bis man alles einmal gesehen hat. Jeder Ort hat seine eigene Funktion. Zwar dreht sich immer alles "nur" ums profane Kartensammeln, das jedoch stets auf die unterschiedlichste Art und Weise. Vom einfachen Kartenziehen über Tauschaktionen bis hin zum Diebstahl oder einem kleinen Zockerspiel ist alles vertreten, was wirklich viel Abwechslung ins Spiel bringt. Klar, ein Glücksfaktor ist immer vorhanden und so kann es auch schon mal zu kleinen Frustmomenten kommen, wenn ein Spieler mit seinem fehlenden Glück hadert. Auch kommen nicht alle Spieler gleich gut damit klar, wenn man ihnen etwas wegnimmt... Doch das wird glücklicherweise nur zur Randerscheinung.

Vielmehr freut man sich, wenn das Spiel stets nach vorne treibt, wenn immer wieder neue Aktionskonstellationen entstehen. Und da man das Spiel auch jederzeit resetten kann, stehen wir hier nicht vor dem Problem "einmal durchgespielt, dann ist es vorbei". Nein, "Fabelsaft" wird, selbst wenn man alle Orte einmal kennengelernt hat, nicht langweilig, da die Kartenauslage fortlaufend dynamisch bleibt und so immer neue Kombinationen entstehen.

All das führt dazu, dass man über das manchmal zu schnelle Spielende, über den eigentlich aus vielen anderen Spielen bekannten und eher profanen Grundmechanismus und über die für ein Familienspiel öfters aufkommenden Mini-Frustmomente gerne hinwegsieht. Aufgrund der kurzen Spielzeit wird es nämlich meistens nie bei einer Partie bleiben, ja, Suchtfaktor eben! Ich jedenfalls und ein großer Teil meiner Mitspieler lieben dieses Spiel bereits innig und so vergebe ich feierlich nahezu perfekte 9 Kultpunkte (mit einer persönlichen Tendenz zur 10, was den Langzeitspielreiz betrifft) für dieses wirklich schöne, knuffige Familienspiel, das auch bei Vielspielern überraschend gut ankommt, und dem ich, wie eingangs bereits erwähnt, den Titel "Spiel des Jahres 2017" schon jetzt absolut gönnen würde! (> Video)

 
   KULTFAKTOR
   
(Langzeit-)Spielreiz
 
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