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Extra!
Wer die Wahl
hat...
Aus vier der fünf
Würfelaugen muss jeder Spieler 2 Paare bilden und auf seinem
Wertungsblatt markieren. Der fünfte Würfel ist die "Extra"-Zahl.

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So funktioniert's:
Jeder Spieler erhält ein Blatt des Wertungsblocks.
Die fünf Würfel werden in den Würfelturm (oder
alternativ ganz klassisch auf den Tisch) geworfen. Nun
entscheidet sich jeder Spieler für eine vorhandene
Augenzahl, die er als "Extra"-Zahl in eine der drei
entsprechenden Spalten seines Wertungsblattes einträgt
und das erste Kreuz hinzufügt.

Das jeweilige
Würfelergebnis gilt für
alle Spieler. Jeder markiert eine Extrazahl und bildet
aus den anderen 4 Würfeln zwei Paare. |
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Achtung, die
Kreuze, die ich bei einem erzielten Würfelpaar (hier
Summe: 7) mache, bringen erst nach der vertikalen
Trennlinie keine Minuspunkte mehr! |
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Aus den verbliebenen vier Würfeln bildet jeder Spieler 2
Würfelpaare, deren Summen er jeweils mit einem Kreuz in
der entsprechenden Reihe seines Wertungsblattes
markiert. Diese Reihen haben unterschiedliche Längen und
bringen somit unterschiedlich viele Punkte. Während es
statisch natürlich einfach ist, eine 6, 7 oder 8 zu
bilden (je 3 Möglichkeiten), bringt ein weitaus schwerer
zu erzielender Pasch (Summe 2 bzw. 12) im Gegenzug die
meisten Punkte.
Jede
Reihe beginnt in den Minuspunkten, führt nach einer
bestimmten Anzahl an Feldern zu einem neutralen Feld und
dann schließlich in die Gewinnzone. Man sollte sich also
gut überlegen, wie viele verschiedene Würfelreihen man
freiwillig eröffnet, um nicht am Ende in allen Reihe
vertreten zu sein, aber überall noch in den Minuspunkten
zu stehen.

Das Spielende bestimmt jeder Spieler für sich selbst:
Wer das letzte Kästchen einer "Extra"-Spalte füllt, ist
aus dem Rennen. |
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In
jedem weiteren Wurf werden zunächst noch weitere
Extrazahlen ergänzt - solange, bis jeder Spieler drei
Zahlen notiert hat. In späteren Würfen MUSS dann genau
ein Würfel, der einer Extrazahl eines Spielers
entspricht, von dem Spieler auch für diese
"Extra"-Spalte verwendet werden. Fallen gleich mehrere
"Extra"-Zahlen, kann sich der Spieler entscheiden, in
welcher Spalte er ein Kreuz macht. Ist in einem Wurf
keine "Extra"-Zahl dabei, hat dieser Spieler Glück
gehabt und lässt einen Würfel verfallen.
Vorsicht! Sobald ein Spieler das letzte Kästchen in
einer "Extra"-Spalte füllt, beendet er sein Spiel. Die
anderen Spieler spielen solange weiter, bis auch sie -
jeder für sich - eine "Extra"-Spalte gefüllt haben.
Das einseitige Füllen dieser Spalten sollte also
tunlichst vermieden werden, wenn man sein Gesamtergebnis
in die Höhe treiben will.

Jede Reihe ist einer
Würfelsumme zugeordnet. Je nachdem, bis zu welcher
Spalte man die Kreuze einer Reihe treibt, gibt es Minus-
oder mit einem Faktor X multiplizierte Pluspunkte.
Reihen, in denen sich gar kein Kreuz befindet, werden
nicht gewertet. |
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Jeder
bestimmt zum Schluss seine Gesamtpunktezahl, indem er
die Punktezahl, die es für eine bestimmte Reihe pauschal
gibt, mit der Zahl der Spalte multipliziert, in die er
das jeweils letzte Kreuz gesetzt hat. Im schlechtesten
Fall müssen jedoch Minuspunkte notiert werden. Nicht
begonnene Reihen hingegen gehen nicht in die Wertung
ein. Zum Schluss werden Plus- und Minuspunkte
gegeneinander aufgerechnet. Wer die meisten
Pluspunkte (bzw. wenigsten Minuspunkte) übrig behält,
gewinnt.
[ih] |
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Checkpoint |
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Checkpoint |
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PLUS:
PLUS:
guter
Spannungsbogen
gelungene Ausstattung
ENDE |
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MINUS:
MINUS:
solitäres Spielprinzip
kann sich mitunter in die Länge ziehen |
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PUNKTE-CHECK: |
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SPIELIDEE
Originalität, Regeln |
          |
AUSSTATTUNG
Material, Umfang |
          |
SPIELABLAUF
Mechanik, Einfluss |
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Ingo:
Auch wenn "Extra!" Teil der nagelneuen
"Roll & Play"-Serie aus dem Hause Schmidt Spiele
ist - so ganz taufrisch ist dieses Spiel nicht.
Kenner erinnern sich vielleicht an das Jahr
1989. Da nämlich erschien das Spiel erstmal und
hörte auf den Namen "Choice".

Spielerisch erinnert das taktische Bilden der
Würfelaugenpaare an den Klassiker "Can't Stop";
das risikobehaftete Bilden von Reihen, die aus
anfänglichen Minus- in spätere Pluspunkte
überführt werden, war dann auch in vielen
neueren Spielen (z.B. "Keltis", Spiel des Jahres
2008) enthalten. Dieses Spielelement sorgt für
die nötige Spannung. Beginne ich kurz vor
Schluss wirklich noch eine neue Reihe oder
opfere ich Punkte? Setze ich mit 2x2 und 2x6
lieber zweimal auf die statistisch besser
erfüllbare "8" oder zocke ich und bilde daraus
eine 4 und eine 12. Dafür gibt's am Ende mehr
Punkte, aber nur, wenn ich diese Kombinationen
noch häufiger erziele.

Knackpunkt des Spiels sind die drei Blockaden,
die "Extra"-Zahlen, deren Reihen möglichst
gleichmäßig auffüllen sollte, um das Spiel nicht
allzu früh beenden zu müssen. Dies geht
allerdings nur in Maßen, denn das Würfelglück
muss einem natürlich - wie könnte es bei einem
Würfelspiel anders sein? - auch hier hold sein.
Oftmals kommt es vor, dass der Würfelwurf einem
keine Alternativen bietet. Das ist etwas schade.
Andererseits können es auch gerade diese
"Extra"-Zahlen sein, die das Spiel manchmal in
die Länge ziehen, werden sie zum Schluss hin
eben NICHT geworfen...

Würfel zurücklegen und neu werfen gibt es bei
"Extra!" nicht. Und so spielt sich das Spiel im
eigentlichen Ablauf eigentlich recht flott -
zumindest, wenn alle Spieler die geworfenen 5
Würfel gleichzeitig (!) für sich auswerten. Dies
setzt dann das nötige Vertrauen in jeden
Spieler, die Ergebnisse auf dem eigenen
Wertungsblatt auch korrekt einzutragen. Wer hier
misstrauisch ist, kann natürlich auch
nacheinander werten.

Die Spielausstattung bietet ein gutes
Preis-/Leistungsverhältnis. Der Wertungsblock
wird direkt mit einem Satz Bleistiften
geliefert. Die Verpackung (eine Kunststoffbox)
eignet sich gut zum Mitnehmen. Der Würfelturm
ist, wie bei allen "Roll & Play"-Spielen, ein
nettes Gimmick, das faires Würfeln ermöglicht,
leider aber ein derart lautes Unterfangen ist,
das man entweder die Innenseite des Turms mit
Filz u.ä. auskleiden sollte oder aber auf das
herkömmliche freie Würfeln wird.

Wer ein unkompliziertes Würfelspiel sucht, bei
dem jeder Spieler Würfelergebnisse, wie beim "Kniffel",
für sich selber auswertet, ist mit "Extra!"
durchaus gut bedient. Das Spiel richtet sich
eher an die Wenig- und Gelegenheitsspieler, kann
aber auch bei Vielspielern als Absacker bzw. für
eine schnelle Runde "zwischendurch" genutzt
werden.

Interaktion ist jedoch nicht vorhanden, man
könnte und kann auch einfach alleine auf
Highscore-Jagd gehen - ja, eigentlich tut man
dies selbst dann, wenn man in voller Besetzung
spielt. So etwas muss man mögen. Ich persönlich
empfinde in diesem Spielgenre "Kniffel" als
spannender (bei nicht allzu vielen Mitspielern
und damit eher kurzen Wartezeiten!), sehe
"Extra!" aber als eine durchaus nette
Alternative an.
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KULT-FAKTOR
(Langzeit-)Spielreiz |
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Ende |
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