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- 2017 -

 

Spiel-Fakten:

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Genre: Denken
Erscheinungsjahr:
2016
Verlag: KOSMOS  ..i..
Autoren: Inka
und Markus Brand
Spieleranzahl: 1 bis 6
Alter: ab 12 Jahren
Spieldauer: 45 bis 90 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Initiative 

leer
     
   

 

 
EXIT: Das Spiel
Die verlassene Hütte
 
Raus, aber schnell!
Der Trend der Escape Rooms ist auch dem KOSMOS-Verlag nicht entgangen. Und so nahm man die von Inka und Markus Brand entwickelte EXIT-Reihe ins Programm. "Die verlassene Hütte" ist einer von den ersten drei Titeln.
 


     
Aufregung: Man öffnet die Spielschachtel von "Exit - Das Spiel" in sehnsüchtiger Erwartung an das, was sich wohl im Inneren befindet. Und der erste Satz der obenaufliegenden Regelanleitung, den man liest, ist: "Achtung: Schaut euch das Spielmaterial (…) NOCH NICHT genauer an! Lest zuerst gemeinsam die Spielanleitung LAUT VOR und führt alle Anweisungen genau aus." Verdammt!

 
Also, gesagt, getan: erst einen Termin mit den Mitspielern absprechen und dann werden die Regeln gemeinsam gelesen. Atmosphärische Musik darf im Hintergrund natürlich nicht fehlen. Und dann erfahren wir im Fall "Die verlassene Hütte", dass wir in einem Haus im Wald eingesperrt werden. Interessanterweise befindet sich das Zahlenschloss, welches zu irgendeinem Zeitpunkt - und von uns unbemerkt angebracht wurde - INNEN an der Tür. Wie geht denn das? Befindet sich der Bösewicht also noch in der Hütte?! Wir wissen es nicht. Andernfalls würde ich mich fragen, woher wir wissen, dass es sich um ein Zahlenschloss handelt und wie wir es öffnen sollten. Aber ok, SPOILER, wir erfahren diese Zusammenhänge nicht. Wir wollen einzig und allein alle gestellten Rätsel lösen.

 
"Exit - Das Spiel" besteht aus drei verschiedenen Kartenstapeln, welche anhand ihrer unterschiedlichen Rückseiten unbesehen voneinander getrennt werden. Die Hinweiskarten mit grüner Kartenrückseite werden außerdem in Stapel à drei Karten gleichen Symbols sortiert. Die übrigen zwei Kartenstapel mit den Lösungskarten und den Rätselkarten sind vorsortiert und werden ungemischt auf dem Tisch platziert. Außerdem liegt dem Spiel noch eine Lösungsscheibe bei. Diese besteht aus einem äußeren Rand mit Symbolen, entsprechend den Symbolen auf den Hinweiskarten, sowie drei unterschiedlichen, drehbaren Ringen mit Feldern aus Farb- und Zahlenkombinationen.



Um für ein Rätsel eine Lösung "einzugeben", wird unter dem Symbol des entsprechenden Rätsels eine Kombination aus Zahlen oder Farben eingestellt. In der Mitte der Scheibe wird dann eine Zahl sichtbar. Die sichtbare Nummer gibt an, welche Karte aus dem Lösungskartenstapel herausgesucht wird. Auf der Lösungskarte wiederum steht, ob der Code eventuell richtig oder falsch ist. Ist er eventuell richtig, muss anhand der Bilder auf den Rätselkarten und Vergleichsbildern auf der Lösungskarte festgelegt werden, auf welchem Gegenstand sich das zum Rätsel passende Symbol befindet. Es wird erneut eine Lösungskarte angegeben, welche aus dem Lösungskartenstapel herausgesucht wird. Diese letzte Karte gibt nun wirklich an, ob der eingegebene Code richtig oder falsch ist. Ist er falsch, wird die Lösungskarte wieder in den Stapel einsortiert. Ist er richtig, finden sich auf der Lösungskarte Informationen zu neuen Rätseln. Diese neuen Rätsel werden dann aus dem Rätselkartenstapel anhand der Kartenrückseiten herausgesucht und bearbeitet.
 
Dies geht dann so weiter und weiter, bis man irgendwann hoffentlich das letzte Rätsel geknackt hat und aus der Hütte im Wald entkommen ist. [sw]

Auszeichnung: "Exit" wurde zum Kennerspiel des Jahres 2017 gekürt!
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    Checkpoint
Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
angenehme Spielzeit
knackige Rätsel
gutes Spielsystem
...
  MINUS:
MINUS:
nur einmal spielbar
linear und wenig kooperativ

eer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     
Sebastian: Ziemlich genau 90 Minuten. Das ist die Zeit, die wir in unserer Spielrunde für "Exit - Die verlassene Hütte" gebraucht haben. Mit den drei verwendeten Hilfekarten entspricht das einer Endpunktzahl von 5 von 10 möglichen Punkten. Das ist ja gar nicht mal so gut! Die Rätsel in der verlassenen Hütte haben uns stellenweise wirklich Kopfzerbrechen bereitet. Das mag zum einen an den Rätseln liegen, zum anderen jedoch auch daran, dass aufgrund der Uhrzeit nicht mehr alle der vier Mitspieler/innen taufrisch waren. Jedenfalls haben wir es somit gerade an der Grenze zu "schlecht" wieder aus der Hütte heraus geschafft. Hat es uns Spaß gemacht? JA! Warum? Dazu mehr im Folgenden.
 
Die Rätsel
In meinem Fazit zu"„Escape the Room – Sternwarte" von Thinkfun (> Testbericht) habe ich einen kleinen Exkurs eingeschoben, in welchem ich mich über die Struktur von Escape Rooms und den verwendeten Rätselketten ausgelassen habe. Auch "Exit - Die verlassene Hütte" folgt einer ausschließlich linearen, nahezu unverzweigten Rätselkette. Das Wort "Kette" passt hier auch im Sinne des Wortes, denn öffnet man ein Kettenglied, erschließt sich einem das nächste Kettenglied und so weiter. Und so arbeitet man sich in "Exit" Rätsel für Rätsel für Rätsel durch den Rätselkartenstapel, bis einem irgendwann auf einer Lösungskarte mitgeteilt wird, dass man entkommen ist – oder eben nicht. Manche Rätsel waren hierbei recht schnell zu lösen, manche hatten es allerdings wirklich in sich. Und so kam es dann auch, dass wir nach Dreiviertel des Rätselstapels für ein Rätsel zwei Hinweise und für ein weiteres Rätsel einen Hinweis brauchten.

Die Hinweise sind dabei immer ähnlich aufgebaut: Die erste Hinweiskarte sagt einem, welche Rätselkarten man für das Rätsel benötigt. Die zweite Hinweiskarte gibt einem quasi vor, was zu machen ist. Und die letzte Rätselkarte präsentiert einem des Rätsels Lösung. Ich bin, wie in oben benanntem Exkurs bereits herauskommt, eher ein Fan von vernetzten Rätselstrukturen. Allerdings zeigt sich in "Exit", das ein rein linearer Spielaufbau funktionieren kann, wenn die Rätsel so gestaltet sind, dass alle Mitspieler ausreichend zu tüfteln haben. Das war in "Exit - Die Verlassene Hütte" für unsere Vierspielergruppe genau richtig. Ich halte daher eine Altersvorgabe von 12 und älter durchaus für angemessen. Ich denke mit zwei Spielern ist es ebenfalls machbar, aber deutlich schwieriger. Mit mehr als vier Spielern wird es jedoch ebenfalls zunehmend undynamischer, da dann nicht alle Mitspieler gleichzeitig, aufgrund Platzmangels, Einsicht in die kleinen (beziehungsweise normal großen) Spielkarten bekommen können. Daher sehe ich das Optimum bei 3 bis 4 Spielern. Aufgrund der eben angesprochenen Linearität der Rätsel, ist es jedoch durchaus möglich, das komplette Spiel alleine durchzuspielen. Für mich persönlich fehlt zwar der Reiz an einer solchen Solopartie, jedoch ist es für kein Rätsel notwendig, mit mehreren Spielern zusammenzuarbeiten.
 
Das Gesamtkonzept Exit – Die verlassene Hütte als Escape-Spiel / Das Spielmaterial
Drei Kartenstapel (Rätselkarten, Lösungskarten, Hilfekarten), ein Lösungsrad, eine Anleitung und drei mysteriöse bunte "Teile". Die Menge des Spielmaterials erscheint zunächst einmal sehr übersichtlich und sogar ein wenig dürftig. Das ändert sich jedoch, sobald man in das Spiel eingestiegen ist. Sämtliches Spielmaterial ist genau ausreichend, optisch ansprechend und sinnvoll gestaltet und zweckdienlich. Die drei Kartenstapel lassen sich anhand ihrer Rückseiten schnell und unkompliziert voneinander trennen und Karten gegebenenfalls einsortieren und heraussuchen. Das Lösungsrad, welches auch in ähnlicher Form bereits in "Escape the Room" von Thinkfun verwendet wurde, erfüllt  voll und ganz seinen Zweck. Allerdings ist dadurch natürlich ebenfalls klar, dass sämtliche Codes entweder vierstellige Zahlen- oder Farbcodes sind.
 
Nur einmal spielbar
"Exit - Die verlassene Hütte" ist streng genommen nur einmal spielbar. Denn einige Spielkarten sollen für bestimmte Rätsel zerschnitten und/oder bemalt werden. Es funktioniert zwar auch – wie in meinem Exemplar – dass es ohne diese Zerstörung zu Ende gespielt werden kann, das kostet jedoch wertvolle Minuten für den Endpunktestand. Ich persönlich fand es daher sehr schade, dass das Spiel nur einmal zu spielen ist. Dabei prädestiniert die gute Sortierbarkeit der Spielkarten "Exit" eigentlich für eine schnelle und einfache "Reset" - Mechanik.
 
Zugute halten muss ich "Exit" jedoch, dass es im Handel zwischen 10 bis 12 Euro kostet. Mir vier Spielern haben wir 90 Minuten Spaß damit erhalten. Das entspricht also ca. 3 Euro pro Spieler für ungefähr die gleiche Zeit wie ein durchschnittlicher Kinofilm: Das empfinde ich als absolut im normalen finanziellen Rahmen.
 
Fazit
In Summe hat mich "Exit - Die verlassene Hütte" überzeugt. Ich kann diesen Exit-Fall guten Gewissens weiterempfehlen. Die Rätsel waren mittelschwer bis anspruchsvoll und das System mit Hinweisen und Rätsel- / Lösungskarten funktioniert sehr gut. Aufgrund der Geradlinigkeit der Rätselstruktur und der wenigen kooperativen Elemente sehe ich jedoch keinerlei Anreiz mit mehr als maximal vier Spielern zu spielen. Das einmalige Spielerlebnis hält mich außerdem von einer uneingeschränkten Empfehlung ab – beziehungsweise – sollten sich potentielle Interessenten dessen vorher bewusst sein. Denn: um "Exit" weiterzuspielen, muss man sich einen der anderen zwei verfügbaren Fälle kaufen. Zu diesen Fällen kann ich jedoch noch nichts sagen, da ich sie bislang nicht gespielt habe. So ist es durchaus möglich, das "Exit - Die verlassene Hütte" das beste Spielerlebnis der drei bisherigen Fälle liefert. Insgesamt sehe ich "Exit" von meinem Spielempfinden und der fehlenden Resetbarkeit (und somit auch der fehlenden Möglichkeit, das Spiel nach Lösung weiterzugeben) etwas unterhalb des bereits von mir rezensierten "Escape Room - Das Brettspiel" von Noris Spiele (> Testbericht), jedoch bezogen auf die Rätselqualität und Quantität deutlich oberhalb des ebenfalls rezensierten "Escape the Room" von Thinkfun (> Testbericht). Einfach mal ausprobieren.
...
 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
 
Ende
 

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