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Spiel-Fakten:

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Genre: Familie, Strategie
Erscheinungsjahr:
2015
Verlag: Northstar Games / Schmidt Spiele
Autoren: Dominic Crapuchettes, Smitry Knorre, Sergey Machin
Spieleranzahl: 2 bis 6
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: ca. 60 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
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Evolution
 
Erlebbare Evolutionstheorie
Wie stelle ich mir einen intelligenten, kletternden Dinosaurier mit einem langen Hals vor? Die Spieler, die Spezies am besten an die Veränderungen ihrer Umwelt anpassen, werden gewinnen.
 

     

So funktioniert's:
Zunächst werden die Spielmaterialien bereitgelegt. Das meiste kommt in den gemeinsamen Vorrat: die Nahrungsmittel, eine Wasserstelle, ein gemischter Merkmal-Kartenstapel, zusätzliche Spezies-Spielfelder und Holzmarker. Jeder Spieler nimmt sich einen Futtersack, Spezies-Feld und zwei Holzmarker.  Der Startspielermarker wird ebenfalls ausgeteilt. Jeder Spieler markiert nun jeweils die Größe und die Population bei "1" und zieht drei Karten zum Start vom Stapel.

Das Spiel verläuft reihum in mehreren Runden, die jeweils aus vier Phasen bestehen. Dabei gibt es eine Anpassung bei zwei und sechs Spielern.

Die Phase 1 umfasst das Verteilen der Karten. Jeder Spieler erhält drei Karten, zuzüglich einer Karte jeder Spezies im Besitz des Spielers.

Phase 2  gilt als Nahrungssuche. Auf jeder Merkmalskarte befindet sich in der rechten unteren Ecke eine Zahl (- 2 bis 8), die den sogenannten Futterwert anzeigt. Nach dem Austeilen der Karten wählt jeder Spieler aus seinen Handkarten eine Karte aus, die er als "Futter" in die Mitte (Wasserstelle) legt. So kann er das Nahrungsangebot der Runde beeinflussen.

In der Phase 3 werden Karten von der Hand ausgespielt. Es gibt drei unterschiedliche Möglichkeiten, die Karten zu nutzen.

Der Spieler kann die Karte als Merkmal einsetzen. An jede Spezies können maximal drei Merkmale angelegt werden. Um ein neues Merkmal anzulegen, muss der Spieler eine Karte entfernen. Beim Auslegen bleiben die Karten zunächst verdeckt liegen und erst nach dem Ausspielen aller wird gemeinsam aufgedeckt. Es gibt insgesamt 17 unterschiedliche Merkmale, die eingesetzt werden können, z.B. "Hinterhalt" (umgeht den Warnruf), "Fruchtbarkeit" (erhöht die Population um 1) etc.

Der Spieler kann aber auch eine neue Spezies erschaffen. Eine Karte muss der Spieler ablegen, als Bezahlung sozusagen. Dafür erhält er eine weitere Spezieskarte und zwei Holzmarker, an die erneut drei Merkmale angelegt werden können. Die neue Spezies kann jeweils nur am Rand der eigenen Speziesreihe ausgelegt werden.

Als dritte Möglichkeit kann die Spieler eine Karte ablegen, um Größe oder Population um 1 zu erhöhen. Er darf so viele Karten nutzen, wie er möchte.

Die letzte Phase 4 ist die Fütterungsphase. Dazu werden die Karten aus der Wasserstelle aufgedeckt (und danach entsorgt) und deren Zahlenwert addiert. Die entsprechende Anzahl wird als "Pflanzenfutter-Marker" auf die Wasserstelle gelegt. Es kann dabei auch zu negativen Werten kommen. Eine eigene Spezies ist nur dann Fleischfresser, wenn eine der drei Merkmalskarten das entsprechende Symbol in der rechten oberen Ecke trägt. Ansonsten bleibt die Spezies ein Pflanzenfresser und wird nun ernährt. Reihum werden zuerst die Sondermerkmale ausgelöst, z.B. Langhälse erhalten zuerst aus dem Vorrat ein Futter usw.

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Waren alle Spieler an der Reihe, geht es zur Hauptfütterung, d.h. jeder Spieler nimmt sich genau einen Marker aus der Wasserstelle und platziert ihn auf einer beliebigen Spezieskarte. Eine Spezies darf nur so lange gefüttert werden, bis sie satt ist. Das ist sie, wenn die Anzahl der Marker der Anzahl der Population entspricht.

Wurden alle Tiere gefüttert, oder ist das Futter alle, endet die Pflanzenfresser-Fütterung und die Fleischfresser gehen auf Jagd. Sie können eigene und fremde Spezies angreifen, wenn das eigene Tier größer als das angegriffene Tier ist und das eigene Tier Merkmale besitzt, das die Schutzmechanismen des angegriffenen Tieres umgeht. Ist der Angriff geglückt, nimmt der Angreifer sich Fleischmarker in Höhe der Größe aus dem Vorrat und  füttert damit seinen Fleischfresser. Der Angegriffene senkt seine Population um 1.  Das Futter, das nun zu viel ist, geht als Gewinn in den Futtersack des Angreifers.

Aasfresser erhalten, zusätzlich zu den Pflanzenmarkern, für jeden erfolgreichen Angriff eines Fleischfressers einen Fleischmarker in die Fütterungsfelder der Spezies. Ein Fleischfresser muss angreifen, wenn eine passende Spezies offen liegt, auch wenn er selbst dabei Schaden nimmt (z.B. Hörner). Wurde die Fütterungsrunde beendet, muss der Futterstand jeder Spezies kontrolliert werden. Nur Spezies, deren Futtermarker-Anzahl der Anzahl der Population entspricht, gelten als satt. Hungrige Tiere verlieren so lange Populationsfelder, bis die Anzahlen übereinstimmen.

Erreicht die Population die Anzahl "0", stirbt sie aus. Die Karten werden abgelegt, die Spezieskarte und die Marker kommen in den Vorrat zurück. Der Spieler zieht drei neue Karten vom Stapel auf die Hand. Sollte der Tod nach dem Angriff eines Fleischfressers eintreten, erhält dieser die Futtermarker der Kreatur.

Die Futtermarker satter Tiere werden n den eigenen Futtersack gelegt. Sie gelten als Siegpunkte. Spieler ohne Spezies erhalten kostenlos eine neue.

Muss der Ablagestapel das erste Mal gemischt werden, endet das Spiel. Die laufende Runde wird noch zu Ende gespielt. Dann wird gewertet. Jeder Futtermarker im Sack gilt als 1 Punkt. Jede Spezies gilt als so viele Punkte, wie deren Population zeigt. Jede Merkmalskarte noch lebender Spezies gilt als 1 Punkt. Es gewinnt der Spieler mit den meisten Punkten. [go]

Hinweis: Die Spielszenen-Fotos stammen aus ersten Testspielen mit der Originalversion (Northstar Games).  Seit 2015 erscheint "Evolution" in deutscher Version bei Schmidt Spiele; Abweichungen im Spielmaterial sind somit vorhanden. Spielszenenfotos von der deutschen Version folgen in Kürze.

 
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gut durchdachte Mechanismen
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MINUS:
Merkmale z.T. etwas unausgeglichen
Glücksfaktor vorhanden
er
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      Material, Umfang
 
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      Mechanik, Einfluss
 
 
     

Gabi: Interessante Themen im Spiel gibt es einige. Leider bewegt sich die derzeitige Spielszene fast nur unter Monstern und Zombies und Zivilisationen. Umso positiver fällt mir das vorliegende Spiel auf: Urzeit-Kreaturen und Evolution. Nein, nicht Dinosaurier und ihre Verniedlichung, echte Urzeittiere mit möglicherweise funktionierenden Merkmalen. So zeigt das Schachteldesign einen felltragenden, fleischfressenden Vierbeiner mit großer Schnauze und Rosetten-Tigerung. Optisch beeindruckend und durchaus gefährlich wirkend. Im Spiel werden derlei Kreaturen zusammengestellt, immer mit maximal drei Eigenschaften. Diese Eigenschaften können angreifen, sich selbst schützen, andere schützen usw.  Immer wieder entwickelt sich der Wunsch, mehr Eigenschaften anlegen zu können.

Der Haken: Die Anzahl ist gut gewählt, allerdings wirkt das Ziehen der Karten ein wenig glücksbehaftet. Die Zusammenstellung der Spezies ist abhängig von den gezogenen Karten. Mit jeder neuen eigenen Spezies darf der Spieler mehr Karten nachziehen. Das ist gut. Allerdings hat man dann wiederum die Überlegungen, verbessere ich bestehende Spezies, steigere ich Größe oder Population? Oder schaffe ich eine neue Art? Was machen die anderen?

In unserer ersten Spielrunde hatte ich - mehr zufällig - eine sehr witzige Kombination der Spezies erreicht. Einen Fleischfresser, einen Aasfresser und zwei Pflanzenfresser, von denen der eine sich selbst besser versorgt und sich spontan vermehrte. Letzteren konnte ich im Bedarfsfall zwanglos an meiner Fleischfresser verfüttern, bei dem der Aasfresser gleich auch noch seinen Teil bekam. Genau diese Überraschungen sind es, die das Spiel für mich so interessant erscheinen lassen. Allerdings sind es genau diese Zufälle, die Lieblingskombinationen entstehen lassen - wenn die Karten passen.

Wie stelle ich mir also einen langhalsigen, kletternden und Panzer tragenden Dino vor? Oder eine fette, in einer Höhle lebende, selbstbefruchtende Kreatur in der Größe eines Elefanten? Ja, die Fantasie spielt mit, und mit der richtigen Spielgruppe macht das Spiel erstaunlich viel Spaß. Die Aufteilung der thematisch integrierten Phasen lassen den Ablauf rund erscheinen, wobei die Spieleranzahl einen Einfluss auf die Futtervorräte hat. Zu sechst scheint immer ausreichend Futter vorhanden zu sein, während zu dritt echte Hungerphasen entstehen können. Übrigens verliert man als Spieler im Spiel zu sechst den Überblick über die Handlungen der anderen, dass fordert heraus, auch die eigene Ehrlichkeit.

Das Material selbst ist optisch schick und praktisch. Allerdings können die einzelnen Merkmale der Spezies unterschiedlich stark erscheinen. Trotzdem mag ich das Spiel, ebenso wie die Testspieler gerne zu einer weiteren Runde bereit waren.

Fazit: "Evolution" ist ein Spiel mit Charme und einem nicht unerheblichen Glücksfaktor, der aber durchaus thematisch passt. Schließlich hat die Evolution selbst auch nur die Möglichkeiten genutzt, die gerade aktuell waren. Evolution hat hier auch unter den Vielspielern Freunde gefunden und sollte zumindest in einer Proberunde getestet werden.
 

 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
 
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