Genre: Wissen, Schätzen
Erscheinungsjahr: 2008 Verlag: Noris Spiele
..i.. Autoren: Arno Steinwender, Christoph Puhl Spieleranzahl: 2 bis 4 Alter: ab 10 Jahren Spieldauer: ca. 30 Min.
Einstiegslevel:
Glück
Wissen
leer
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Europa-Wissen
Ein Kontinent
im Fadenkreuz Eine Kirche, die 60.000
Personen fasst? In Italien? Der Petersdom? In Rom? So weit, so
gut. Aber wo genau liegt denn eigentlich Rom?
So funktioniert's:
Jeder der 2 bis 4 Spieler wählt eine Spielfarbe
(blau, rot, gelb, grün) und setzt seinen Punktestein auf
das Startfeld der Zählleiste am rechten Rand des großen
Spielbretts. Der rote Schnürsenkel wird von unten durch
die beiden Löcher des Plans gezogen.
Der
Spielplan: Drei Koordinatenleisten und eine
Spielstandsanzeige umgeben die Europakarte.
Beispiel für
eine Fragekarte: Wo liegt das abgebildete Bauwerk?
Einige Hinweise sind im Kartentext enthalten
Die erste
Fragekarte wird nun in die Tischmitte gelegt. Die Karten
zeigen jeweils ein Foto und einen kleinen Fragetext. Die
Antwort ist ein Ort, den es auf der Europakarte zu
finden gilt. Der Reihe nach legt nun jeder Spieler einen
seiner drei Ringe auf den Plan (Die Ringe müssen vor dem
ersten Spiel aus dem gestanzten Papierbogen gelöst
werden. Dabei sollte man möglich vorsichtig sein, denn
die Pappe ist nicht wirklich stabil. Gebraucht werden
übrigens nur die drei dünnen Ringe; die zwei dickeren
können beiseite gelegt werden). Die gesucht Antwort muss
später vom Ring eingefasst sein. Genaues Platzieren ist
also notwendig.
Die Spieler
sind sich einig: Es handelt sich um den Petersdom in
Rom. Aber wo liegt eigentlich Rom genau?
Die Kontrolle zeigt: Der blaue, gelbe und rote Ring
liegen im Fadenkreuz. Der kleinste Ring bringt die
meisten Punkte.
Sobald jeder
Spieler seinen Ring abgelegt hat, wird aufgelöst. Auf
der Rückseite der Fragekarte finden sich neben der
Antwort stets zwei Buchstaben (Koordinaten). Mit dem
Schnürsenkel bildet man nun ein Kreuz. Dabei geben die
Buchstabenfarben stets die entsprechend zu verwendende
Koordinatenleiste an.
Mit der oberen Hälfte des Fadens
wird die erste Koordinate festgelegt; mit der unteren
Hälfte die zweite. Jeder Spieler, der mit seinem
platzierten Ring das Koordinatenkreuz umschließt, erhält
nun Punkte. Die Höhe der Punktzahl wird bestimmt durch
den vom Spieler verwendeten Ring. Der größte Ring
umfasst eine größere Region von Orten, bringt aber
weniger Punkte als der mittlere oder der kleine. Der
kleinste Ring ist also am wertvollsten, aber auch am
schwersten zu platzieren. Welchen Ring man benutzt, ist
dem Spieler jeweils selbst überlassen.
Ein
Spezialwürfel bestimmt vor jeder neuen Karte nun noch,
ob es sich um eine "normale" (wie oben beschriebene)
Runde handelt, oder ob es eine Sonderrunde wird. Wird
"x2" gewürfelt, zählen alle Punkte doppelt. Wird "Speed"
gewürfelt, müssen die Spieler in dieser Runde ihre Ringe
gleichzeitig und nicht nacheinander platzieren.
Der Spieler,
der zuerst 30 Punkte auf der Zählleiste markieren
konnte, ist Sieger. [ih]
Vielen Dank
an "Noris Spiele" für ein Rezensionsexemplar!
Hinweis:
Das Spiel wurde auf der Spielwarenmesse sowie im
Noris-Katalog unter dem Titel "Im Fadenkreuz Europa"
angekündigt und später in "Europa-Wissen" umgetauft.
leer
ERKLÄRVIDEO
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eer Dieses Erklärvideo gibt es auch in einer vergrößerten
>
XL-Ansicht
PLUS:
PLUS:
innovativer Lösungs-
mechanismus
Kombination aus Wissen
und Geographie-Kenntnis
ENDE
MINUS:
MINUS:
Spielmaterial z.T. nicht
sehr hochwertig
Fragen z.T. nicht mit
Wissen zu beantworten
PUNKTE-CHECK:
SPIELIDEE
Originalität, Regeln
AUSSTATTUNG
Material, Umfang
SPIELABLAUF
Mechanik, Einfluss
Ingo:Geographie-Spiele
scheinen zurzeit im Trend zu liegen. Nach
"Ausgerechnet Buxtehude", "Deutschland - Finden
Sie Minden" und "Globalissimo" folgt nun
das nächste Erdkundespiel. "Europa-Wissen" hebt
sich dabei aber angenehm von den anderen
Produkten ab.
Die Kombination aus Wissensfragen
und Einschätzung der Lage von Orten, deren
Benennung sich erst einmal aus der Antwort der
Fragen ergibt, ist neu und herausfordernd. Etwas
ähnliches hätten wir uns auch beim gut ein Jahr
alten "Finden Sie Minden" gewünscht, das mit
seinen puren Ortskarten etwas dröge daherkam.
"Europa-Wissen" macht in dieser Hinsicht alles
richtig; die Eingrenzung der Ortspositionen mit
Ringen und die Kontrolle durch zwei Fäden (ein
Schnürsenkel) ist ebenfalls von der Idee her
sehr gelungen. Trotzdem müssen wir Kritik üben: Durch das offene Platzieren von Ringen
haben Startspieler meist einen kleinen Nachteil,
denn sind sie als Geographie-Crack bekannt,
brauchen sich die anderen Spieler nur an der
Position des "Vorlegers" orientieren.
Die "Speed"-Runde
ist zudem überflüssig und bringt keine wirkliche
Abwechslung, außer das die Pappringe noch
schneller verknicken, als sie es eh schon tun.
Die schöne Grundidee
wurde, unserer Meinung nach, ein klein wenig zu
kostensparend umgesetzt. Die Ringe hätten ruhig
aus Kunststoff sein dürfen, denn die
vorliegenden Pappexemplare verknittern schon
beim erstmaligen Lösen aus dem vorgestanzten
Papierbogen. Zudem verrutschen sie viel zu
leicht, wenn die Fäden zum Koordinatenkreuz
werden. Ein zusätzlicher Packen an
Fragekarten hätte dem Spiel auch ganz gut getan.
220 Fragen sind auf lange Sicht etwas zu wenig.
Die Qualität der Fragen schwankt leider
ebenfalls sehr. Einige Fragen sind reine "Tipps
ins Blaue", denn die Antwort wird keiner
ernsthaft wissen können. (>
Video)
KULT-FAKTOR
(Langzeit-)Spielreiz
Ende
Chris:"Europa-Wissen" ist für mich ein Erdkundespiel,
das mit einem originellen Prinzip daherkommt,
durch seine Aufmachung jedoch etwas an Spielspaß
einbüßt. Das Hauptmanko sind die Ringe, die auf
dem Spielplan wirklich sehr schnell verrutschen
- gerade bei einer Speed-Runde (welche übrigens
wirklich total überflüssig ist).
Dann wären da
die Fragekarten. Ja, es sind wirklich eher
wenige, aber warum? Gerade bei diesem Spiel wäre
es ein leichtes gewesen, mehr und noch dazu
bessere Fragen anzubieten. Man wählt einen Ort,
beschreibt ihn durch eine Sehenswürdigkeit oder
ein besonderes Ereignis und fertig wäre die
Frage.
Stattdessen kommen Fragen wie "Welches
europäische Land hat den höchsten
Pro-Kopf-Verbrauch an Ketchup" oder "In welcher
Stadt wurde der kürzeste Radweg Europas
gebaut?". Diese haben hinterher zwar einen
Aha-Effekt, eigenen sich meiner Meinung nach
aber nicht für ein Geografie-Spiel, da man im
Endeffekt nur blind raten kann.
Dann sind da
noch die Länder-Fragen: Warum muss man bei jeder
dritten Frage nur das Land erraten, obwohl man
doch durch die wirklich gelungene Idee mit den
Schnüren einen exakten Punkt bestimmen könnte?
Das Niveau der Fragen ist insgesamt sehr
durchwachsen. Zusammengefasst für mich somit nur
Durchschnitt.