Genre: Party, Kommunikation
Erscheinungsjahr: 2009 Verlag: Heidelberger Spieleverlag
..i.. Autor: Christian Lemay Spieleranzahl: ab 4 Spieler Alter: ab 12 Jahren Spieldauer: beliebig
Einstiegslevel:
Glück
Initiative
leer
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Erwischt!
Auf frischer
Tat... Er kratzt sich schon
wieder am Kopf! Juckt es ihm oder ist das seine Aufgabe? "Joa
mei...", sagt sie im besten Bayrisch. Jetzt aber: "Erwischt!"
So funktioniert's:
Gespielt wird „Erwischt“ am besten während Partys,
auf Geburtstagsfeiern oder beim Dinner. Das Spiel
läuft eher im Hintergrund ab; der
Zusammenkunfts-Anlass bleibt im Vordergrund! Alle Gäste
erhalten bei Ihrer Ankunft eine Karte aus dem
Kartenstapel, der Rest der Karten wird in die
Schachtel zurück gelegt (sie werden nicht gelesen!).
Verschiedene
Aufgabenkarten
Die Aufgaben
reichen vom Diskussions- über Sprach- bis zum
Schauspielertalent.
Jeder darf nur seine eigene Karte ansehen. Die
Erfüllung der Aufgaben ist freiwillig. Nun wird die
Spieldauer festgelegt. Beim ersten Spiel sind 60
Minuten empfohlen, bei weiteren Runden kann die Zeit
entsprechend verlängert werden.
Das direkte
Spielziel lautet: „Wer
sammelt die meisten Punkte?“ - Doch der eigentliche
Reiz liegt darin, ungewöhnliche Dinge vor den Augen
anderer zu tun, ohne dass sie es merken.
Aufgabe lösen:
Jede der 3 Aufgaben der Karte muss möglichst
diskret, aber vor Zeugen abgearbeitet werden. ie
Reihenfolge dabei ist unwichtig. Ist die Aufgabe erfüllt,
wartet der Spieler etwa 30 Sekunden und
legt dann seinen Mitspielern die Aufgabe dar, ohne
seine anderen Aufgaben zu zeigen. Dann erhält der
Spieler Punkte in der Anzahl, wie sie neben der
Aufgabe auf der Karte steht.
Andere „Erwischen“:
Ist ein
Spieler der Meinung, ein anderer Spieler ist gerade
dabei, eine Aufgabe zu lösen oder hat sie gerade
beendet (vor
der Offenlegung),
kann er diesen Spieler „Erwischen“. Der Spieler sagt
laut: „
Erwischt, deine Aufgabe ist es ... (z.B.)
über Psychoanalyse zu sprechen.“ Nun erhält der
erwischte Spieler keine Punkte für die Aufgabe. Der
Spieler, der „erwischt“ hat, bekommt jedoch auch
keine zusätzliche Belohnung, außer einer gewissen
Portion Schadenfreude, den anderen um seine Punkte
gebracht zu haben.
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Anmerkungen:
- Bei erneutem Spielen in derselben Gruppe ist es
angebracht, benutzte Karten gesondert aufzubewahren,
um eine Wiedererkennung der Aufgaben zu vermeiden.
- Nicht lösbare Aufgaben (z.B. keine Milch zum
Trinken vorhanden) dürfen getauscht werden.
- Bei wenigen Spielern oder einem sehr schnellen
Spieler darf eine zweite Karte ausgegeben werden.
Varianten:
- "Voll
erwischt!"
Jetzt geht es um Punkte. Alle Spieler erhalten 5
Punkte Startkapital. „Erwischt“ man einen Spieler,
erhält man einen Punkt von ihm. Wird man „erwischt“,
muss man einen Punkt an den entsprechenden Spieler
abgeben. Sind sich mehrere Spieler nicht einig,
bestimmt man durch einen Münzwurf den Spieler, der
den Punkt erhält. Hat man eine Aufgabe erfüllt,
erhält man seine Punkte in die Hand. Besitzt man
keine Punkte mehr, darf man zunächst nicht mehr
“erwischen“. Erst wenn man eine weitere Aufgabe
löst, darf man auch wieder andere beim Erfüllen
einer Aktion ertappen.
- "Draußen
erwischt!"
Mit den 5 Spezialkarten wird das Spiel nach draußen
verlagert. Hier muss aber deutlich mehr Spielzeit
angesetzt werden.
Es gewinnt der
Spieler mit den meisten Punkten.[go]
Vielen Dank an den Heidelberger Spieleverlag für ein
Rezensionsexemplar!
PLUS:
PLUS:
kurzweiliger Partyspaß
preisgünstig
ENDE
MINUS:
MINUS:
Spielidee ist nicht mehr neu
Aufgabenkarten wiederholen
sich bei vielen Spielern schnell
Bei bekannten Aufgaben geht der
Spielreiz verloren
leer
PUNKTE-CHECK:
SPIELIDEE
Originalität, Regeln
AUSSTATTUNG
Material, Umfang
SPIELABLAUF
Mechanik, Einfluss
Gabi:Die
Spielidee von "Erwischt" ist einfach, aber
spaßig und gleicht der des Spieles
"Dinner-Mission"(>
Test):
Verhalte dich seltsam, aber lass dich nicht
erwischen! Ganz nach dem Motto „Ist der Ruf erst
ruiniert, lebt es sich gänzlich ungeniert“ ist
es im Spiel deutlich leichter, nicht
aufzufallen, wenn man sich während der ganzen
Spielzeit auffällig benimmt - so kann man
anderen das „Erwischen“ erheblich erschweren.
Der Reiz des Spieles liegt bei der Grundversion
vor allem im Spaß am Spiel. Die Punkte für jede
erfüllte Aufgabe liegen nur wenig auseinander,
so dass ein Wettkampf eher nebensächlich wird.
Anders gestaltet sich hier die „Voll
erwischt“-Version.
In unserer Spielgruppe gab es
dann mehrere Spieler, die eine zweite Karte
benötigten. Bei dieser Variante wird das
Spielelement des "Erwischens" nun richtig
spannend. Die defensive Einstellung mancher
Spieler gelangt damit zunehmend in den
Hintergrund.
Sieg und Niederlage werden in diesem Spiel von
einem großem Maß an schauspielerischem Talent
bestimmt. Das Regelwerk und die Aufgabenkarten
sind optisch ansprechend gestaltet. Die
Altersgrenze ab 12 ist adäquat, setzt jedoch ein
gewisses Maß an Disziplin voraus. Als
Gruppenspiel ist "Erwischt" hauptsächlich für
Jugendliche und für jung gebliebene Erwachse zu
empfehlen.
Mutter.
KULT-FAKTOR
(Langzeit-)Spielreiz
Ende
Ingo:Wer
"Dinner Mission" mochte, erhält mit "Erwischt"
nun endlich neues Aufgabenmaterial. Während sich
beim Dinner-Spiel vieles rund ums Essen drehte,
sind die Aktionen bei "Erwischt" nun deutlich
vielfältiger. Für mich immer noch ein prima
Partygag; allerdings ist der Überraschungseffekt
durch die bereits bekannte Spielidee etwas
verblasst. Außerdem leidet auch "Erwischt"
darunter, seinen Reiz zu verlieren, wenn die
Aufgaben erst einmal alle bereits bekannt sind.
Dem kann man nur mit neuen Spielgruppen entgegen
wirken. Aber eigentlich geht es ja bei diesem
Spielkonzept auch mehr um den Spaß am "zum Affen
machen", als um ernstes Punktesammeln.