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Spiel-Fakten:

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Genre: Raten, Kommunikation
Erscheinungsjahr:
2007
Verlag: Lupu  ..i..
Autor: Dr. Ralf Höcker
Spieleranzahl: 2 bis 6
Alter: ab 12 Jahren
Spieldauer: ca. 45 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Wissen 

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  Einspruch!
 
Das Spiel rund um Rechtirrtümer
Wussten Sie eigentlich, dass es den Tatbestand der Beamtenbeleidigung
gar nicht gibt? Ralf Höcker klärt auf - im Spiel zu den Erfolgsbüchern.

 

     

So funktioniert's:
Abwechselnd ziehen die Spieler eine Spielkarte, lesen eine Aussage zu einem Rechtsthema vor und halten dann ein kurzes Plädoyer dazu (dies ist keine Pflicht, macht das Spiel aber interessanter).


Das Paragraphen-Zeichen dient als Spielplan. Wer am schnellsten zum Ziel gelangt, gewinnt.
   
Jede Fragekarte enthält auf einer Seite
2 Rechts-Themen - je eine Aussage ist
falsch (rot), eine ist wahr (schwarz).
   

Auf jeder Kartenseite befinden sich 2 Themen mit jeweils 2 Aussagen - einer wahren und einer unwahren. Dem Spieler ist es selbst überlassen, für welche der Aussagen er sich entscheidet. (Beispiel, wie man es aus den Büchern "Lexikon der Rechtsirrtümer" kennt: "Es gibt den Tatbestand der Beamtenbeleidigung" / "Es gibt keinen Tatbestand der Beamtenbeleidigung". Da es sich um "Rechtsirrtümer" handelt, ist selbstverständlich die zweite Aussage wahr.)

Die anderen Spieler setzen anschließend einen ihrer Punktechips auf die Felder "Wahr" (das Plädoyer entspricht der Rechts-Wahrheit) oder "Unwahr" (beim Plädoyer handelt es sich um einen Rechtsirrtum). Die Ziffer auf dem Punktechip gibt die Zugweite an, die der Spieler bei einer richtigen Einschätzung machen darf.


Die Spieler setzen auf "wahr" oder "unwahr".
   
Tipp:  Zu vielen Spielen präsentiert SPIELKULT.de kostenlose Erklärvideos!
   

Sollte der Halter des Plädoyers Spieler aufs Glatteis geführt haben, so erhält er die Punkte der Spieler, die mit ihrem Tipp falsch lagen. Nachdem alle Spieler ihre Punkte auf dem Spielplan gesetzt haben, hält der nachfolgende Spieler im Uhrzeigersinn das nächste Plädoyer.

Der Spielplan zeigt das Paragraphenzeichen. In der Standard-Variante durchlaufen die Spieler einmalig die Schleife in der Mitte - in der kürzeren Variante biegen sie direkt Richtung Ziel ab. Wer dort als Erster ankommt, gewinnt. [ih]

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Ingo:  Die Grundidee von "Einspruch" ist eigentlich gar nicht einmal schlecht. Hobby-Juristen hätten ihre Freude daran, die Plädoyers der Spieler einzuschätzen - wobei echte Plädoyers nur bei einer kommunikativen Spielgruppe zustande kommen. Ansonsten beschränkt sich das Spiel auf Vorlesen der Aussagen. Da die Rechtsfälle größtenteils recht interessant sind, wäre auch dies sogar noch recht unterhaltsam.

Und jetzt kommt bereits das große ABER: Wer die Bücher von Ralf Höcker gelesen hat, braucht dieses Spiel nicht zu spielen - es sei denn, jemand möchte seinen Vorteil nutzen, alle Antworten bereits zu kennen. Schließlich hat man einfach die Buchthemen auf die Fragekarten gedruckt.

Aber selbst, wenn man die Bücher noch nicht kennt, hat dieses Spiel ein riesiges Manko: Es betitelt sich selbst als "Spiel der Rechtsirrtümer" - jetzt wäre es nett gewesen, wenn man zur Abwechslung auch einige Aussagen eingestreut hätte, die im Volksglauben wahr zu sein scheinen und es auch tatsächlich sind - aber nein! Dieses Spiel handelt NUR von Rechtsirrtümern; d.h. die im Spiel vorkommenden gängigen Meinungen sind grundsätzlich falsch und werden von Herrn Höcker widerlegt.

Dies ist in Höckers Büchern sehr interessant und unterhaltsam zu lesen - im Spiel ist es jedoch unbrauchbar. Letztlich muss man stets nur die absurden Aussagen für wahr, und die plausiblen Aussagen für unwahr einschätzen - und schon liegt man zu 99% richtig. Da helfen auch noch so gut formulierte Plädoyers der Spieler nicht.

Fazit: Nette Idee, schlecht umgesetzt! Einzig allein der "Aha"-Faktor (bei allen Spielern, die die Bücher nicht kennen) rettet das Spiel noch auf 3 Punkte in der Gesamtwertung.

 

 
   KULT-FAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
 
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