Genre: Karten
Erscheinungsjahr: 2010 Verlag: Kosmos Verlag
..i.. Autor: Rüdiger Dorn Spieleranzahl: 2 Alter: ab 8 Jahren Spieldauer: ca. 15 Min.
Einstiegslevel:
Glück
Taktik
leer
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Drachenherz
Sagenumwobene
Heldenkämpfe Mit dem Vollbringen von
Heldentaten, erzielt durch das Auslösen von Aktionen, führen bei
diesem flotten Kartenspiel Ruhm und Ehre zum Sieg.
Der
Drachenherz - ein blutroter Edelstein, der von alten
Zeit erzählt. Eine märchenhafte Sage, in der
Prinzessinnen gegen Trolle kämpfen, in der Drachen
Schätze begehren, in der Schiffe vor Anker liegen und
darauf warten, in die weite Welt zu entfliehen.
So funktioniert's:
Zuerst wird das Spielbrett in die Tischmitte gelegt und
die rote Drachenfigur neben das Feld des versteinerten
Drachen gestellt. Jeder Spieler erhält einen identischen
Spielkartensatz (in rot oder grün) und mischt diesen
ordentlich durch.
Der Spielplan
bietet Ablageflächen für die Spielkarten.
Jeder der
beiden Spieler besitzt einen eigenen Nachziehstapel.
Beide
Spieler ziehen von ihrem verdeckten Kartenstapel 5
Handkarten. Der beginnende Spieler darf auf ein
Kartenfeld des Spielbrettes ein oder mehrere Karten des
gleichen Typs ausspielen. Zeigt das Kartenfeld nur einen
Rahmen, so können hier beliebig viele Karten als Stapel
abgelegt werden. Hat das Kartenfeld zwei oder mehrere
Rahmen, so darf nur bis zu der maximalen Anzahl abgelegt
werden.
Ist
die abzulegende Anzahl eines Kartentyps erreicht, so
wird eine Aktion ausgelöst. Die mögliche Aktion wird
durch Pfeile angezeigt, die auf ein benachbartes
Kartenfeld verweisen. Liegen dort bereits Karten, so
dürfen diese eingesammelt und auf einem separaten Stapel
gelegt werden. Hier werden die zum Sieg führenden
Ruhmespunkte angehäuft. Wie viel Ruhm eine Tat
einbringt, ist auf den erspielten Karten jeweils als
Zahlabgebildet.
Beispiel:
Wird zum Beispiel eine oder mehrere Prinzessinnen in den
dafür vorgesehenen Rahmen gelegt, so weisen Pfeile auf
die benachbarten Kartenstapel mit der Schatztruhe und
den versteinerten Drachen. Der Spieler kann sich nun
entscheiden, ob er die ausliegenden Schatztruhen oder
die versteinerten Drachenkarten einsammeln möchte.
Bei den
Spielfeldern, die mehrere Kartenrahmen aufweisen, wird
erst beim Ablegen der letzten Karte, entsprechend der
Rahmenanzahl, eine Aktion ausgelöst.
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Beispiel:
Liegt auf dem Spielfeld des Helden bereits eine Karte,
werden erst durch das Hinzufügen eines zweiten Helden
beide Rahmen abgedeckt und eine Aktion ausgelöst (in
diesem Falle rettet dieser nun die Prinzessin oder
besiegt die Trolle).
So können
alle abgelegten Karten durch das Auslösen von Aktionen
eingesammelt werden. Ausnahmen bilden hier die
Drachenjägerinnen, die Helden und die Zwerge. Ist die
benötige Kartenanzahl der Drachenjägerinnen oder des
Helden erreicht, werden die Karten auf einem dafür
vorgesehenen Feld platziert und können nur durch Ablegen
der Schiffe eingesammelt werden. Wird auf dem Spielplan
der vierte Zwerg abgelegt, so dürfen alle Zwerge direkt
aufgenommen und auf den Ruhmesstapel abgelegt werden.
Wurde eine
bestimmte Anzahl eines Kartentyps abgelegt, folgt eine
Aktion.
Wer den
roten Drachen besitzt, bekommt eine zusätzliche
Handkarte.
Der Spieler,
der die versteinerten Drachen erspielt, darf sich die
rote Drachenfigur nehmen und ist nun bemächtigt, sechs
Handkarten aufzunehmen. Kann ein anderer Spieler wieder
einen Drachen erbeuten, muss die Drachenfigur an ihn
abgegeben und die Handkartenanzahl wieder auf 5 Karten
reduziert werden.
Das Spiel
endet, sobald der Zugstapel leer und die letzte
Handkarte ausgespielt ist, oder sobald drei Mal ein
Schiffskartenset ausgespielt wurde. Sieger ist der
Spieler, der die meisten Ruhmespunkte eingesammelt hat.
[sw]
PLUS:
PLUS:
wenige Regeln
selbsterklärend
schönes Fantasy-Design
ENDE
MINUS:
MINUS:
glückabhängig
PUNKTE-CHECK:
SPIELIDEE
Originalität, Regeln
AUSSTATTUNG
Material, Umfang
SPIELABLAUF
Mechanik, Einfluss
Sonja:"Drachenherz"
liegt die Spielidee eines Fantasy-Abenteuers zu
Grunde, in dem Drachen von Schützen erlegt
werden und Helden sich entscheiden müssen, ob
Trolle zu bekämpfen oder Prinzessinnen zu retten
sind, je nachdem was ihnen mehr Ruhm einbringt.
Auch wenn das Fantasy-Genre die letzten Jahre
sehr gefragt war, wirkt das Thema bei diesem
Spiel nicht aufgesetzt.
Das Spiel glänzt komplett mit einem sehr schönen
und passenden Design, das sich von der
Verpackung bis über die Karten- und
Spielfeldgestaltung hinweg streckt.
Die Kombination aus Kartenspiel und Spielbrett
ist bei diesem einfachen Spiel nicht störend,
sondern erleichtert sogar das schnelle Erlernen
der eindeutigen und gut durchdachten Regeln. Es
ist nicht notwendig, die Aktionsmöglichkeiten
der einzelnen Karten zu kennen, da der
Spielablauf durch die Ablagefelder und
Aktionspfeile auf dem Spielplan auf einen Blick
zu erfassen ist.
Das Spiel ist besonders für Kinder und
Jugendliche geeignet und besticht unter anderem
auch durch die flotte Abfolge von Ablegen und
Ruhmeskarten einsammeln. Die Spieldauer von ca.
10 – 15 Min. ist an das Alter gut angepasst und
lädt immer wieder zu einer Revanche ein.
Durch taktisches Ablegen der Karten werden
ruhmreiche Spielzüge vorbereitet. So kann
natürlich auch auf Risiko gespielt werden und
das Einsammeln der Ruhmeskarten hinausgezögert
werden, um möglichst noch mehr Punkte
einzuheimsen. Die Schadenfreude des Gegners wird
in diesen Fällen umso größer, wenn er ebenfalls
die passende Karte auf der Hand hält und die
angehäuften Ruhmespunkte vor der Nase
wegschnappt.
Erwachsene Spieler fanden das einfache, aber
auch innovative Spielkonzept ebenfalls spannend
und lustig, haderten allerdings ein wenig mit
dem Kartenziehglück, ohne dies leider kaum ein
Gewinnen möglich ist. Diese Spieler wünschten
sich einen größeren Einfluss des taktischen
Ablegens und eine geringere Einbettung in das
Glücksprinzip. Dennoch kam "Drachenherz" auch
hier sehr gut an und wurde von allen Spielern
wiederholt mit Spaß gespielt.
Für unser Jugendhaus ist dieses Spiel eine
Bereicherung, kaum ein Abend ohne ein paar
Partien "Drachenherz" ist in den letzten Wochen
vergangen. Und gerade in dem mageren Bereich der
Zwei-Personen-Spiele handelt es sich um ein
kleines Glanzstück zu einem fairen Preis.