Genre: Familie
Erscheinungsjahr: 2009 Verlag: Ravensburger
..i.. Autor: Leo Colovini Spieleranzahl: 2 bis 4 Alter: ab 10 Jahren Spieldauer: ca. 60 Min.
Einstiegslevel:
Glück
Taktik
leer
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Donna Leon: Gefährliches Spiel
Der Weg ist
das Ziel
Als
Commissario Brunetti begeben Sie sich mit ihren drei Assistenten
auf Mördersuche nach Venedig. Ein gutes Gedächtnis führt dabei
zum Erfolg!
In Venedig ist ein Mord geschehen. Wie in der
Romanvorlage, ermittelt Commissario Brunetti in der
Lagunenstadt. Ihm zur Hilfe stehen zwei weitere
Polizei-Angestellte: Ispettore Vianello und
Vice-Questore Patta. Außerdem hilft Brunettis
Ehefrau Paola bei den Ermittlungen. Zunächst müssen
das Mordopfer und die Informanten aufgespürt werden.
Letztere führen zu den Verdächtigen, die dann
dingfest gemacht werden müssen, bevor zum Schluss
der Mörder verhaftet wird.
Der Spielplan
zeigt die Lagunenstadt Venedig.
Am unteren
Spielfeldrand finden sich die Ermittlungs- und
Personenkartenstapel.
So funktioniert's:
Die 36 Personenchips (je 12 in den Farben gelb, blau und
grün) werden beliebig auf die Orte gleicher Farbe auf
dem Spielplan verteilt - natürlich sind sie verdeckt!
Brunetti (grün) und Paola (weiß) werden auf ein
Startfeld, Patta (gelb) und Vianello (blau) auf das
andere Startfeld gestellt. Die Spieler haben keine
eigene Spielfigur! Sie können stets zwischen allen 4
Figuren wählen!
Bewegung:
Die Figuren werden entlang des weiß markierten
Wegenetzes über den Spielplan gezogen. Wie weit sie pro
Spielzug laufen dürfen, bestimmen die Würfel. Jeder
Figur ist ein Farbwürfel zugeordnet. Der Spieler
entscheidet sich nach dem Wurf für eine Farbe und damit
für die Anzahl der Bewegungspunkte der entsprechenden
Spielfigur.
Jedes Feld, das mit einem Farbchip belegt
ist, zählt als 1 Bewegungspunkt. Farbchips dürfen vom
Spieler immer direkt (heimlich) angesehen werden. Liegt
im späteren Spielverlauf ein Tatortchip auf einem Feld,
zählt er ebenfalls als Bewegungspunkt, auch wenn er kein
Nutzen einbringt. Leere Felder hingegen können im
weiteren Spielverlauf übersprungen werden!
Jeder Spieler
bewegt eine beliebige Spielfigur entlang der
vorgegebenen Wege. Ein Feld mit einem Chip zählt dabei
als Bewegungspunkt.
Die
Bewegungspunkte werden durch die Würfel bestimmt.
Der Spieler muss sich in jedem Spielzug für eine
Würfelfarbe, und damit für eine Spielfigur, entscheiden.
Beispiel: Der Spieler entscheidet sich für die gelbe
"3". Nun kann er die gelbe Spielfigur entlang des
Wegenetzes 3 Felder weit ziehen. Auf jedem Feld (außer
den leeren Feldern) macht er einen Zwischenstopp (1
Bewegungspunkt) und sieht sich den jeweiligen Chip an.
Die aufgedruckte Person sollte er sich unbedingt merken!
Ermittlungskarten:
Um die Spielzüge zu optimieren, kann der Spieler,
während er an der Reihe ist, beliebig oft
Ermittlungskarten einsetzen. Zunächst besitzt er drei
dieser Vorteil- bringenden Karten. Für jeden ausgewählten
1-er-Würfel bei einem neuen Spielzug erhält er 2 Karten
hinzu; für jeden gewählten 2-er-Würfel immer noch eine
Karte. Wer einen 3-er-Würfel auswählt, geht in dieser
Runde leer aus.
Die verschiedenen
Ermittlungskarten bringen unterschiedliche Vorteile.
Dabei darf die Karte immer nur zum farblich passenden
Ermittler verwendet werden.
Vorteile auf den Ermittlungskarten sind
z.B. das Versetzen einer Spielfigur an andere Orte, das
kostenlose Aufdecken eines Chips oder die Benutzung
einer Schiffes, um schneller an einen gewünschten Ort zu
gelangen. Dabei muss die Farbe der Ermittlungskarte aber
wieder identisch sein mit der Spielfigur, für die die
Aktion eingesetzt wird.
Informanten:
Deckt ein Spieler einen Chip auf, der eine Person zeigt,
welche auch auf der "Piazza" (dem "Platz" - einem gesonderten Tableau)
als Informantenkarte ausliegt, kann er diese Person
"befragen". Seine Befragung ist immer dann erfolgreich,
wenn die Person die gleiche Farbe hat, wie die
Spielfigur, die sie aufgedeckt hat! (also: Gelber
Kommissar deckt gelben Informanten auf > erfolgreich!
Der Spieler erhält die Karte und den Chip).
Ist die
Person nicht als Informant ausgelegt oder hat sie eine
andere Farbe, muss der Chip wieder verdeckt zurück
gelegt werden. Einzig die weiße Spielfigur (Paola)
ist beim Befragen immer (!) erfolgreich. Dafür endet ihr
Spielzug auch vorzeitig, wenn sie einen Informanten
findet.
Gelber
Polizist trifft gelbe Person...
das bedeutet: Erfolgreiche
Ermittlung.
Die
Informanten findet man auf der "Piazza".
Verdächtige:
Wird auf dem Piazza-Tableau eine Informantenreihe (obere
Reihe besteht aus 2 Informanten, untere Reihe aus 3
Informanten) komplett geleert, kommt der erste
"Verdächtige" ins Spiel. Er wird auf den ersten freien
Raum der Polizeiwache gelegt (auf die gleiche Höhe wie
die leere Informantenreihe). Die Informantenreihe wird
mit neuen Karten aufgefüllt.
Nun können ab sofort Informanten UND Verdächtige auf dem
Spielplan aufgedeckt werden. Auch bei den Verdächtigen
gilt die Farbregel (Polizist und Verdächtiger müssen die
gleiche Farbe haben, damit der Verdächtige verhaftet
werden kann und damit die Spielkarte und der Punktechip,
der auf dem Verdächtigen platziert war, an den
betreffenden Spieler wandert).
Allerdings kann die weiße
Paola diesmal keine Joker-Funktion übernehmen, im
Gegenteil: Sie kann
gar keine Verdächtigen verhaften! Für jeden Verdächtigen
wird ein "Tatort"-Chip auf die entsprechende Stelle des
Spielplans gelegt.
Wird die
obere oder die untere Informantenreihe weggespielt,
gelangt ein "Verdächtiger" in die Wache (links).
Sind die
Räume in der oberen oder unteren Reihe der Wache
komplett belegt, wird als letzte Person der Mörder in
der Zelle platziert.
Opfer: Wird das Opfer unter den Farbchips gefunden, erhält
der Spieler zur Belohnung 3 Ermittlungskarten.
Mörder: Wurde eine Verdächtigenreihe (obere Reihe 4
Verdächtige für jeweils 6 Siegpunkte; unter Reihe 3
Verdächtige für jeweils 7 Siegpunkte) komplett gefüllt
(mit ausliegenden Verdächtigenkarten bzw. bereits
markierten gefundenen Verdächtigen) und erneut wird eine
Informantenreihe auf gleicher Höhe komplett geleert,
wird der nun folgende Verdächtige zum Mörder. Er wird
vom Personenkartenstapel in die
separate Zelle gelegt und ist 8 Siegpunkte wert. Ab
diesem Zeitpunkt werden keine Informantenreihen mehr
aufgefüllt, ebenso werden keine Verdächtigen in der
verbliebenen Reihe nachgelegt!
Spielende: Sobald ein Spieler mit dem farblich passenden
Ermittler den Mörderchip aufdeckt, endet das Spiel.
Jeder Spieler zählt seine Punkte. Dabei erhält er
für jeden Informanten 3 Punkte. Für jeden
Verdächtigen bzw. den Mörder gibt es die Punkte, die
auf dem zugehörigen Chip aufgedruckt sind. Wer die
meisten Punkte sammeln konnte, ist der Sieger.
[ih]
Vielen
Dank an Ravensburger für ein Rezensionsexemplar!
leer
ERKLÄRVIDEO
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eer Dieses Erklärvideo gibt es auch in einer vergrößerten
>
XL-Ansicht
PLUS:
PLUS:
sehr
atmosphärisches
Material
Gedächtnisspiel mit
neuen taktischen Impulsen
ENDE
MINUS:
MINUS:
kein
wirkliches "Detektiv"-Spiel,
Grundidee basiert auf einer
Memoryspiel-Variante
zieht sich mitunter in die Länge
PUNKTE-CHECK:
SPIELIDEE
Originalität, Regeln
AUSSTATTUNG
Material, Umfang
SPIELABLAUF
Mechanik, Einfluss
Ingo: Die Lagunenstadt
Venedig übt immer wieder einen besonderen Reiz
auf Roman und Filmvorlagen aus. Mit seinem
(fast) durchweg edlen Material schafft das
vorliegende Spiel eine wirklich gelungene
Atmosphäre.
Wer "Donna Leon" und die Geschichten rund um "Commissario
Brunetti" kennt, wird, angesichts des eng an der
Literaturvorlage gestalteten Spielecovers und
des Untertitels "Eine venezianische Mörderjagd",
ein Deduktionsspiel - also ein "echtes"
Detektivspiel, erwarten: Ermitteln, Kombinieren,
Mörder enttarnen. Mit diesen Begriffen wird im
vorliegenden Spiel in der Tat hantiert. Das
Spielprinzip entpuppt sich jedoch als ein
taktisch aufgemotztes Memoryspiel.
Der
Glücksfaktor ist, trotz Würfeleinsatz und der
anfänglichen "blinden" Suche nach den richtigen
Personenchips, größtenteils nicht spielentscheidend. Die
Ermittlungskarten und das damit verbundene
Würfelprinzip sowie die Möglichkeit, stets alle
Spielfiguren zu bewegen, bringen die nötige
Taktik ins Spiel.
Einen "echten" Spannungsbogen gibt es jedoch nicht
- der Weg ist das Ziel. Gerade
die Suche nach den Informanten gestaltet sich
dabei mitunter als etwas mühselig und langwierig -
zumindest dann, wenn Spieler teilnehmen, die -
wie ich - öfters mal in den Keller marschieren
und dann, wenn sie dort angekommen sind, schon
nicht mehr wissen, was sie dort eigentlich
wollten... Für Gedächtnisschwache also kann das
Spiel dann, bei zusätzlich fehlendem Glück,
schon einmal zu kleinen Frustattacken führen.
Wer hingegen einem atmosphärisches
Familien-Gedächtnisspiel nicht abgeneigt ist,
dem sei "Donna Leon: Gefährliches Spiel" aber
auf jeden Fall von mir empfohlen! (>
Video)
KULT-FAKTOR
(Langzeit-)Spielreiz
Ende
NO.1
Dieses Spiel wurde in der Datenbank Luding.org als
erstes von SPIELKULT.de getestet!