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Spiel-Fakten:

FamilieStrategie & AufbauWissen & RatenParty & KommunikationLogik & Kombination
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Genre: Familie, Taktik
Erscheinungsjahr:
2010
Verlag: Queen Games  ..i..
Autoren: Günter Cornett,
Peer Sylvester
Spieleranzahl: 2 bis 5
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: ca. 30-45 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
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  Discover India
 
Von Mumbai bis Kalkutta
Als interessierte Touristengruppe bereisen die Spieler Indien, lernen die Sehenswürdigkeiten kennen und sammeln farbige Andenken für ihr Kolam.
 


     

So funktioniert's:
Jeder Spieler erhält eine Ablagetafel, auf der er mit den farbigen Symbolplättchen, die er während des Spiels sammelt, ein farbiges Muster (Kolam) bildet. Seine Spielfigur stellt er auf das Startfeld des Spielplans, welcher eine Karte von Indien zeigt. Die Sehenswürdigkeiten und Städte des Landes sind über ein festes Wegenetz miteinander verbunden.


Der Spielplan zeigt Indien mit diversen Sehenswürdigkeiten, die durch Wege miteinander verbunden sind.
   
Die Spieler ziehen als Reisegruppe von Feld zu Feld. Dabei folgt der aktive Spieler immer dem Vorgänger.
   

Die farbigen Stadtplättchen (mit verschiedenen Symbolen; zum Teil einfarbig, zum Teil zweifarbig) werden in beliebiger Anordnung auf die Orte des Spielplans gelegt. Während jedes "normale" Feld genau ein Plättchen erhält, wird auf den 4 Flughafen-Städten jeweils ein kleiner Stapel aus 5 zweifarbigen Plättchen gebildet. Die restlichen Plättchen kommen in den Stoffbeutel. Auf 5 zufällige Orte werden zudem noch die Festivalsteine verteilt - in jede Region Indiens (farbig unterlegt) jedoch immer nur 1 Stein! 

Los geht's. Der Startspieler reist in eine der vier Städte mit Flughafen und nimmt sich das dort ausliegende oberste Stadtplättchen. Dieses legt er zunächst auf das Tauschfeld seines Kolams.


Über einen Flughafen können gleich größere Strecken überwunden werden.
   
Wer in eine "Festival"-Stadt reist, erhält eine Städtekarte.
   

Ab sofort sind alle Spieler immer reihum am Zug. Der jeweils aktive Spieler versetzt seine Figur vom bisherigen Standort auf einen Ort, der über eine Wegesstrecke mit dem Ort verbunden ist, welcher vom Spieler direkt zuvor besucht wurde. Flughäfen gelten dabei auch als Nachbarn, dürfen jedoch nicht 2 mal direkt hintereinander genutzt werden!

Am jeweiligen Ort nimmt der Spieler das ausliegende Stadtplättchen an sich und legt es zu Beginn des Spiels zunächst ebenfalls auf das Tauschfeld seines Kolams. Während auf den Flughäfen noch weitere Plättchen im Stapel bereit liegen, werden alle anderen Ortsfelder immer wieder sofort mit einem neuen Plättchen aus dem Beutel "aufgefüllt".


Wer ein Symbolplättchen erhält, legt es auf sein Kolam.

   


Nebeneinander liegende Plättchen mit gleichen Symbolen bringen Punkte.

   

Hat jeder Spieler sein erstes Plättchen auf das Tauschfeld seines Kolams gelegt, gelten ab sofort veränderte Legeregeln. Wieder bewegen sich die Spieler von einem Ort zum anderen und folgen dabei jeweils ihrem Vorgänger. Ein neu erworbenes Plättchen kann jedoch nun...
- mit dem Plättchen vom eigenen Tauschfeld getauscht werden. Das bisherige Tauschplättchen darf dann auf ein beliebiges freies Feld des eigenen Kolams gelegt werden.
- direkt auf das eigene Kolam gelegt werden, sofern dort bereits ein anderes Plättchen ausliegt (das Tauschfeld zählt nicht mit!). Ein neues Plättchen muss immer eine Weges-Verbindung zu einem anderen Plättchen auf der Ablagetafel besitzen!
- einem Mitspieler verkauft werden, indem es auf dessen Tauschfeld gelegt wird und der Spieler dafür das bisherige Plättchen vom Tauschfeld des Gegners erhält. Dafür muss der aktive Spieler einen Siegpunkt abgeben, während der Tauschpartner einen Siegpunkt zusätzlich erhält.

Bei der Belegung des Kolams ist es wichtig, dass Plättchen mit gleichen Symbolen Verbindungen besitzen. Die so entstehenden Gruppen aus Plättchen mit gleichem Symbol bringen am Spielende Punkte!


Die Städtekarten liefern - neben dem Gewinn von Punkten - Informationen zum Land.

Eine Besonderheit sind die Festivalsteine. Gelangt ein Spieler auf einen Ort mit einem solchen Stein, erhält er die oberste Städtekarte vom Stapel. Diese ist am Spielende einen Punkt wert. Der Stein wird in eine andere freie Stadt der Region gestellt.

Haben sämtliche Spieler ihre Kolams komplett mit Plättchen belegt, endet das Spiel. Neben den Punkten für gesammelte Städtekarten gibt es nun Punkte für zusammenhängende Gruppen gleicher Symbole auf dem eigenen Kolam. Eine Gruppe muss aus mindestens 3 gleichen, verbundenen Symbolen bestehen (2 Punkte); je mehr Symbole zu einer Gruppe beitragen, umso höher fällt die Punktezahl aus. 8 gleiche Symbole oder mehr bringen dem Spieler zum Beispiel gleich 13 Punkte auf einmal.


Am Ende des Spiels werden die gesammelten Plättchen auf dem Kolam nach der Spielplantabelle gewertet.
   
Wer zum Schluss die meisten Punkte auf der Siegpunkteleiste markieren konnte, gewinnt das Spiel.
   

Wer die meisten Siegpunkte kassieren konnte, ist der Gewinner.

Expertenspiel "Challenge": In dieser Variante sind die Städtekarten exakt den Regionen auf dem Spielplan zugeordnet. Bereist ein Spieler einen Ort mit Festivalstein, erhält er die entsprechende Karte und hat nun die Wahl, sie entweder, wie gewohnt, in seinen Vorrat zu legen und so am Spielende 1 Siegpunkt einzuheimsen ODER sie auf die Rückseite zu drehen und das in diesem Spielzug gewonnene Symbolplättchen ebenfalls mit der Rückseite nach oben auf sein Kolam zu legen. So ausgelegte Plättchen dienen als Joker. Sie verbinden Plättchen, die ohne den Joker nicht mit gleichen Symbolen verbunden wären. Zudem zeigt die umgedrehte Städtekarte ein zusätzliches Symbol, das am Spielende mit in die Gruppenwertung gleicher Symbole eingerechnet wird.  [ih]

 
 ERKLÄRVIDEO

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    Checkpoint
Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
gelungene Mischung aus
   Taktik und Glück
einfacher Zugang
schöne Gestaltung
ENDE
  MINUS:
MINUS:
Thema ist aufgesetzt
Sinn der Städtekarten erschließt
   sich im Grundspiel nicht wirklich
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     

Ingo:  "Discover India" ist ein nettes Familienspiel, das sich aus glücksabhängigen und taktischen Elementen zusammensetzt. Der Ablauf ist aufgrund der wenigen Regeln recht flott, der Zugmechanismus erfrischend anders. Eigene Reiseplanungen sind aufgrund der Gruppen-Abhängigkeit im Voraus nur bedingt möglich - im Spiel zu zweit noch eher als in voller Besetzung, denn mit 4 oder 5 Spielern kann dann kann meist nur spontan optimierend gehandelt werden.

Letztlich geht es vielmehr darum, die zufällig verteilten, gleichartigen Symbole zu sammeln und diese geschickt auf die eigene Ablagetafel zu legen. Dies geschieht solitär; direkte Interaktion zwischen den Spielern ist nur im kleinen Maße vorhanden. Da jedoch, ähnlich wie beim Denkspiel-Hit "Kamisado", der Spielzug eines Spielers vom Vorgänger bestimmt bzw. hier zumindest in bestimmte Richtungen gelenkt wird, besteht immerhin die Möglichkeit, aktiv in das Sammelverhalten des im Uhrzeigersinn nächsten Gegners einzugreifen. 

Das Sortieren der Symbolplättchen auf dem Kolam ist das Spielelement, das über die meisten Siegpunkte entscheidet. Somit ist "Discover India" eigentlich ein abstraktes Legespiel, dem ein Thema "übergestülpt" wurde. Natürlich hätte das Prinzip auch mit jedem anderen Reiseziel oder sogar mit einer ganz anderem Story funktioniert.

Der Spielplan und die Städtekarten bringen dann einige Informationen zum Land Indien. Letztere fungieren in der Standardversion nur als Punktekarten und auch in der Expertenvariante haben die Namen und Positionen der Sehenswürdigkeiten (bis auf ein aufgedrucktes Symbol und der Zuordnung zu einer Region) keine wirkliche spielerische Bedeutung; sie sind mehr optisches Beiwerk. Ebenso hätte man neutrale Symbolkarten beilegen können und das Spiel hätte genauso funktioniert - allerdings wäre dann der Titel des Spiels wohl nicht mehr zu rechtfertigen gewesen...

Und trotzdem vermittelt dieses Spiel eine gelungene Atmosphäre; der Spielrhythmus ist entspannter und selektiver als in vergleichbaren Spielen der neueren Zeit, welche nur so mit Aktionsmöglichkeiten um sich werfen. Wer sich viele spielerische Freiheiten und tiefgreifende Planungen wünscht, ist hier falsch. "Discover India" ist kein großes Strategiespiel - es ist ein durchaus sympathisches familienorientiertes Spiel, zu dem man einen schnellen Zugang bekommt, und welches man immer wieder einmal generationsübergreifend auf den Spieltisch bringen kann.
(> Video)

 

 
   KULT-FAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
 
Ende
 

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