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Genre: Würfel
Erscheinungsjahr:
2012
Verlag: Ravensburger  ..i..
Autor: Dieter Nüßle
Spieleranzahl: 2 bis 5
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: ca. 15 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

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Der große Wurf
 
Die Würfelarena
Durch geschicktes Werfen der Würfel versuchen die Spieler möglichst viele gleiche Augenzahlen zu erzielen - oder am besten direkt die ganze Arena leerzuräumen!
 

     

So funktioniert's:
Die Spielschachtel fungiert mit ihrem goldenen Plastikeinsatz als Würfelarena, welche mit einer lilafarbenen Würfelmatte ausgelegt wird. Ein Würfel (mit den Zahlen von 2 bis 6 sowie einem "X" als Niete) wird in die Mitte der Arena gelegt.


Am Anfang liegt nur ein Würfel in der Arena. Pro Spielzug wirft der aktive Spieler immer einen Würfel hinzu.
   
Sobald mindestens 2 Würfel die gleiche Zahl zeigen, werden sie aus der Arena entfernt und der nächste Spieler ist dran.
   

Jeder Spieler erhält  - je nach Spieleranzahl - zwischen 6 und 9 Würfel in seinen persönlichen Vorrat. Ist ein Spieler am Zug, wirft er genau einen (!) seiner Würfel in die Arena. Nun wird vergleichen: Zeigen Würfel gleiche Augenzahlen, werden alle diese Würfel aus der Arena entfernt und dem Vorrat des Spielers zugeführt. Der Nächste ist dann dran.

Zeigt die komplette Auslage keine Dopplung an Augenzahlen, so muss der Spieler entscheiden, ob er einen weiteren Würfel hinzu wirft und auf Erfolg hofft. Das kann er beliebig oft machen, wenn es keine Übereinstimmungen gibt. Allerdings sollte man bedenken, dass man ausscheidet, wenn man keine Würfel mehr in seinem Vorrat besitzt. Von daher kann es oft sinnvoller sein, in so einem Fall einfach freiwillig an den nächsten Spieler weiterzugeben und in dieser Runde einen Würfelverlust zu akzeptieren. Nicht (!) zur Bildung von Augenzahl-Gruppen dürfen die "X"-Würfel verwendet werden. Jeder geworfene X-Würfel wird direkt aus der Arena entfernt und kommt dauerhaft aus dem Spiel!


Gelingt es einem Spieler, alle Arenawürfel auf einmal zu entfernen...
   
... muss der nächste Spieler anschließend seinen gesamten Würfelvorrat werfen.
   

Beim Werfen der Würfel ist es erlaubt, die bereits in der Arena liegenden Würfel umzugruppieren (ohne die Augenzahl zu verändern), damit sie beim Einwerfen eines neuen Würfels mit etwas Geschick so getroffen werden können, dass sie im Nachhinein auf eine andere Augenzahl springen - natürlich immer mit dem Risiko, dass das neue Ergebnis nicht besser ist als das alte. Gelingt es einem Spieler jedoch, in einem (!) Zug sämtliche Würfel aus der Arena zu holen, muss der nächste Spieler dann seinen gesamten Vorrat in die Schale werfen - und hoffen, dass er zumindest einige Würfel durch gleiche Augenzahlen wieder zurück bekommt. Verliert ein Spieler seinen letzten Würfel, scheidet er aus dem Spiel aus.

Spielende: Der Sieger steht fest, sobald alle Spieler (bis auf einen - den Gewinner nämlich) keine Würfel mehr besitzen, um sie in die Arena zu werfen. [ih]

Vielen Dank an Ravensburger für ein Rezensionsexemplar!

 
 ERKLÄRVIDEO

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Checkpoint
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PLUS:
simples Prinzip
schneller Ablauf
Suchtpotential
ENDE
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MINUS:
sehr geringe Spieltiefe
fast kein eigener Einfluss vorhanden,
   das Glück entscheidet
leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     

Ingo:  "Echter" eigener Einfluss auf das Spielgeschehen wird heutzutage einfach überbewertet - zumindest sollte man diesem Motto folgen, wenn man das Ravensburger-Würfelspiel "Der große Wurf" auf den Tisch bringt.

Würfel werfen, Zahlen vergleichen, Kreuze (=Nieten) entfernen. Gleiche Zahlen vorhanden? Prima, herausnehmen und sich erst einmal zurücklehnen. Keine gleichen Zahlen vorhanden? Entscheiden, ob man trotzdem noch einen Würfel in die güldene Plastik-Arena (deren Haltbarkeit trotz einiger harter Würfe erstaunlich hoch zu sein scheint) wirft oder nicht... Das ist dann aber auch die einzige wirkliche Entscheidung in diesem Spiel. Hinzu kommt noch ein kleiner Geschicklichkeitsfaktor, wenn es darum geht, gezielt Würfel zu treffen, die dann, wieder mit der notwendigen Portion Glück, vielleicht im Nachhinein auf die "richtige" Seite springen.

Allein das Gefühl, die Würfel in die Spielschale zu werfen, löst bei mir die kindliche Freude auf, dies immer wieder tun zu wollen ;) Und Schadenfreude kommt dann auf, wenn es einem gelingt, gleich ALLE Würfel aus der Arena zu holen - der Nächste hat dann, je nach noch vorhandenem eigenen Würfelvorrat, oftmals die - ich sage es jetzt ganz direkt -  A****karte auf seiner Seite ;) Ja, bei diesem Spiel geht's ums nackte Überleben. Wer es schafft, alle Gegner auszuschalten, gewinnt. Doch darüber entscheidet - neben der kleinen Risikoabwägung - eben der Zufall.

Das klingt (nett gemeint) trashig? Ja, für Vielspieler ist das ist in der Tat wohl trashig. Und genau darin liegt für mich der Reiz dieses kleinen Spiels! "Der große Wurf" kennt keine Spielzugplanung, keine wirkliche Taktik, stattdessen weckt das Spiel das Zocker-Gen der Spieler und ist prima geeignet für Wenigspieler und für Familien, aber es ist auch in feuchtfröhlichen Erwachsenenrunden als Partyvergnügen einsetzbar. Nachdenken muss bei diesem Spiel niemand - und so wird einfach drauflos geworfen. Wieder.. und wieder... :-)

* Hinweis zum Kultfaktor: Warnung!! Wer nur strategische (Würfel-)Spiele mag, ist hier falsch und wird mit diesem Spiel nicht glücklich! Für alle ernsten "Sieg"-Spieler daher eine abweichende Wertung in gelb. "Der große Wurf" ist ein reines Glücksspiel, das - schaltet man sein Verlangen nach eigenem Einfluss einmal komplett aus - tatsächlich ein Suchtpotential in sich birgt! Trotz der geringen Spieltiefe daher gute 7 Punkte für Spaßrunden!
 

 
   KULT-FAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
  *
Ende
 

 NO.1   Dieses Spiel wurde in der Datenbank Luding.org als erstes von SPIELKULT.de getestet!

 

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