Genre: Karten
Erscheinungsjahr: 2009 (Original: 2006) Verlag: dlp games
..i.. Autor: Reiner Stockhausen Spieleranzahl: 2 bis 8 Alter: ab 8 Jahren Spieldauer: ca. 15 Min.
Einstiegslevel:
Glück
Initiative
leer
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Crazy Kick
(zuvor:
Fußball-Ligretto)
Tooor, Tooor,
Tooor! Anpfiff, Rot gegen Weiß,
2 Mannschaften mit einem Ziel: Möglichst viele Tore schießen!
Aber nicht mit Bällen, sondern mit Karten!
So
funktioniert's:
Zuerst werden die Mannschaften eingeteilt. Alle
Spielerzahlen zwischen 2 und 8 sind möglich. Die rote
Mannschaft erhält dementsprechend die roten Karten, die
weiße Mannschaft die weißen Karten. Jedes Team mischt
seine gesamten Karten (75) gut durch und teilt sie
gleichmäßig untereinander auf. Besteht eine Mannschaft
nur aus einem Spieler, erhält dieser den gesamten
Stapel. Jeder nimmt seinen Kartenstapel verdeckt in eine
Hand.
Die
Spielerkarten geben vor, welches Mannschaftsmitglied den
Ball übernehmen darf.
Ziel des
Spiels: Tore schießen.
Alle spielen
gleichzeitig. Jeder Spieler legt seine Karten der Reihe
nach vor sich in drei offenen Stapeln ab. (Hier gibt es
veränderte Regeln bei ungeraden Spielerzahlen). Der
erste Spieler, der eine der Torwart-Karten "Tim" oder
"Patrick" aufdeckt, legt diese schnell in die
Tischmitte. Damit beginnt das Spiel.
Auf jeder
Karte gibt es Informationen, die für den Spielablauf
notwendig sind. In der Mitte der Karte steht der Name
des Spielers , der gerade im Ballbesitz ist. In den 4
Ecken sind die Namen der Spieler zu finden, die den Ball
übernehmen können. 1-2 rot gekennzeichnete Namen der
roten Mannschaft und gegenüber 1-2 Namen der weißen
Mannschaft.
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Sobald eine
der beiden Karten "Tim" oder "Patrick" in der Tischmitte
liegt, können alle Spieler passende Namen-Karten (Name
in der Mitte) auf die offen liegende Karte ausspielen,
anschließend wieder passend darauf usw. Dabei ist es
hilfreich, wenn sich die Spieler die gerade gesuchten
Namen gegenseitig zurufen. Erstens findet man dadurch
die Karten schneller, zweitens bringt man damit die
gegnerische Mannschaft durcheinander.
Hat man eine
Tor-Karte mit dem passenden Namen in die Tischmitte
legen können, hat man ein Tor geschossen. Die Tor-Karte
wird gut sichtbar beiseite gelegt (gegebenenfalls zu den
schon vorhandenen). Sie markiert so den Spielstand. Das
Spiel beginnt von Neuem mit den beiden Torwart-Karten.
Kann keine
Karte mehr gespielt werden, und beide Teams sind sich
einige, werden alle Karten beider Mannschaften neu
gemischt bis auf die zuletzt ausgespielte Karte, die in
der Tischmitte verbleibt. Alle Karten werden wieder
verteilt und das Spiel geht weiter. Ist der Kartenstapel
eines einzelnen Spielers aufgebraucht, nimmt er alle
Karten wieder auf, mischt sie und spielt weiter. Sieger
ist das Team, das zuerst 5 Tore erzielt hat.
[go]
Vielen Dank
an dlp-games für ein Rezensionsexemplar!
Hinweis:
Das Spiel erschien erstmals im Jahr 2006 unter dem Namen
"Fußball Ligretto" bei Schmidt Spiele. Nachdem der
Verlag das Spiel aus dem Programm nahm, entschied sich
der Autor für eine Neuauflage im Eigenverlag.
PLUS:
PLUS:
rasanter Ablauf
witzige Soundkulisse bei
großer Spieleranzahl
ENDE
MINUS:
MINUS:
Hektikspiele sind nicht
jedermanns Sache
Spielanleitung unübersichtlich
leer
PUNKTE-CHECK:
SPIELIDEE
Originalität, Regeln
AUSSTATTUNG
Material, Umfang
SPIELABLAUF
Mechanik, Einfluss
Gabi: Wie der Name
schon sagt, ist "Crazy Kick" ein wenig verrückt.
Verrückt?! Ja, denn wer die spielenden
Mannschaften beobachtet, wird sich in ein
Stadion mit echten Spielern versetzt fühlen,
und zwar direkt neben dem Radiokommentator.
Werfen wir zunächst einen Blick aufs Material:
Die Spielkarten sind glanzbeschichtet und
besitzen ein übersichtliches, zweckmäßiges
Design. Die Spielanleitung ist das einzige,
allerdings bezwingbare Problem: Ausreichend gut
und detailliert beschrieben, aber leider
unübersichtlich angeordnet. Hier besteht für
mich bei einer eventuellen Neuauflage ein
Verbesserungsbedarf.
Das Spielprinzip ist ebenso einfach, wie durch
die Geschwindigkeit bestechend. Das Ausspielen
der Karten geht um so besser, je interaktiver
das gesamte Team zusammenarbeitet. Nur wenn die
gesuchten Karten laut aufgerufen werden, werden
sie auch schnell gefunden.
Der Anpfiff
erfolgt. "Jonas hat den Ball Alle Spieler rufen
und suchen gleichzeitig Bernd, René und Dieter.
Dieter übernimmt den Ball, er will ihn an Jonas
abgeben, aber nein, ein gegnerischer Spieler
stört den Angriff..."
Selbst in der Erinnerung
kochen da noch einmal die Emotionen hoch, und
das sogar bei eigentlich ganz ruhigen Typen. In
unserer Spielgruppe war die Begeisterung für
dieses Spiel enorm hoch. Der Wiederholungsreiz
wird nur durch völlige Verausgabung gemindert.
Oder durch Heiserkeit.
KULT-FAKTOR
(Langzeit-)Spielreiz
Ende
Ingo:
Man muss Hektikspiele mögen, um an "Ligretto"
oder "Fußball-Ligretto" (bzw. nun "Crazy Kick")
Spaß haben zu können. Wer lieber strategisch und
ruhiger spielt, ist hier falsch.
"Crazy Kick"
punktet, neben dem schnellen Spielablauf, vor
allem durch das Zurufen der Namen, was in einer
größeren Spielgruppe regelrecht zu einer
Stadion-typischen Soundkulisse führt. Leider
entfällt diese Option bei nur 2 Spielern
(Wertung: 6 Punkte), 4 Spieler sollten daher das
absolute Minimum sein (Wertung: 7 Punkte), am
besten sind die Partien mit der vollen
Spieleranzahl von 8 Teilnehmern (Wertung: 8
Punkte). Erst dann zeigt dieses kleine
Reaktionsspiel, eine mitziehende Spielgruppe
vorausgesetzt, sein volles Potential!