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Spiel-Fakten:

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Genre: Familie
Erscheinungsjahr:
2016
Verlag: Lookout Spiele  ..i..
Autor: Matthew Dunstan, Brett G. Gilbert
Grafik: Klemens Franz
Spieleranzahl: 2 bis 5
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: ca. 30 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
   

 

 
Costa Rica
...

Lieber den Tukan in der Hand, als...

Bei diesem Zockerspiel geht ihr auf Fotosafari in den Regenwald. Ihr wollt in den verschiedenen Landschaftsgebieten möglichst viele Tiere vor die Kamera bekommen, doch wer ZU viel, geht schnell auch mal leer aus, denn Gefahren lauern überall!
 

 
Die Landschaftsplättchen werden verdeckt gemischt und zu einem Sechseck ausgelegt. Übrig bleibende Plättchen kommen zurück in die Schachtel. Unter den Plättchen verstecken sich insgesamt 6 Tierarten - je 2 in jeder Landschaftsart (Wald, Wasser, Gebirge) - jeweils eine Tierart kommt in jedem Gebiet grundsätzlich häufiger vor als die andere. Zudem zeigen einige Plättchen auch gleich 2 Tiere statt nur einem. Und es gibt rot markierte Gefahrenplättchen - natürlich erkennt man diese nicht in der Auslage - schließlich liegen ja alle Plättchen mit der Rückseite nach oben aus. An jeder Ecke des großen Sechsecks platziert jeder Spieler eine Spielfigur. Die so gruppierten Figuren werden auf diese Weise zu 6 Expeditionsgruppen.



Wer am Zug ist, sucht sich eine Gruppe mit eigener Figur aus (am Anfang hat man also freie Aushwahl) und deckt das angrenzende Plättchen auf. Nun kann sich der Spieler entscheiden, das Tier / die Tiere für sich zu sichern oder das Plättchen seinen Mitspielern der Reihe nach anzubieten. Schlägt niemand zu, deckt der Spieler ein weiter angrenzendes Plättchen auf - wieder kann er als erster zugreifen, sonst werden wieder die anderen gefragt. Dazu muss man wissen, dass sich im Wald die wenigsten Tiere befinden, es aber auch nur wenige Gefahren gibt. Im Gewässer ist alles im Mittelmaß angesiedelt und im Gebirge gibt es die meisten Tiere, aber auch die meisten Gefahren.



Das Aufdecken geht solange weiter, bis ein Spieler alle aufgedeckten Plättchen nimmt ODER zweimal ein Gefahrenplättchen aufgedeckt wurde. Passiert letzteres, muss der aktive Spieler (!) die aufgedeckten Plättchen nehmen und die beiden Gefahrenplättchen abwerfen... So verliert er u.U. wichtige Tiere, die ihm in seiner Sammlung noch gefehlt haben. Es kann sich also durchaus lohnen, rechtzeitig auszusteigen. Im schlimmsten Fall trifft der aktive Spieler gleich zu Beginn einer neuen Expedition direkt auf zwei Gefahren - dann geht er in dieser Runde leer aus, muss aber, wie auch immer der, der Plättchen enthält, seinen Forscher aus der Gruppe entfernen. Die restliche Gruppe rückt dann auf das Feld des zuletzt aufgedeckten Plättchens. Von hier aus kann die Gruppe im späteren Verlauf weiterziehen. Der nächste Spieler im Uhrzeigersinn ist nun Expeditionsleiter.



Ist auch der letzte Forscher von der Spielfläche verschwunden, zählt jeder Spieler seine gesammelten Tiere. Je mehr Tiere jeder Tierart ein Spieler besitzt, umso mehr Punkte gibt es. Zusätzlich gibt es 20 Punkte für jedes Set aus den 6 unterschiedlichen Tierarten. Wer insgesamt die meisten Punkte machen konnte, gewinnt. [ih]
 
 ERKLÄRVIDEO

leer
Dieses Erklärvideo gibt es auch in einer vergrößerten > XL-Ansicht
 
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  PLUS:
PLUS:
schnelles Push-your-luck-
   Spiel mit einfachen Regeln
netter Ärgerfaktor
ideal für Wenig- und
   Gelegenheitsspieler
schöne Illustrationen
ENDE
  MINUS:
MI

wenig Entscheidungsfreiraum
sehr glücksabhängig
nicht mit allen Spielerzahlen
   gleich gut

leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     
Ingo: Wer hier den potentiellen Nachfolger von "Isle of Skye", dem Kennerspiel des Jahres 2016, erwartet, hat sich vermutlich vom ähnlichen Schachteldesign des ebenfalls bei Lookout erschienenen Spiels täuschen lassen. Nein, "Costa Rica" ist definitiv kein Kennerspiel, im Gegenteil. "Costa Rica" vereint sogenanntes "Set collecting" (also das Sammeln bestimmter Dinge für Punkte - hier Tiere) mit einem "Push-your-luck"-Prinzip (heißt: Reize dein Glück so weit wie du willst aus; quasi ein "Cant't Stop" ohne Würfel). Letzteres sagt bereits, dass bei "Costa Rica" das Glück regiert. Die taktischen Entscheidungen sind minimiert auf eine simple Wahrscheinlichkeitsrechnung (besser Wald aufdecken als Gebirge, wenn es eng wird) bzw. die Überlegung, rechtzeitig aus einer Runde auszusteigen (lieber mal Schisser, als als Held leer ausgehen). So richtig leer geht man aber eigentlich nie aus - selbst, wenn man 2 Gefahren aufdeckt, verliert man nur diese beiden Plättchen. Klar, das KANN auch direkt zu Beginn eines Zuges passieren - das ist dann natürlich ärgerlich. Aber irgendwie bekommt man immer etwas - Familienspiel also.

Da es richtig stark ist, als Letzter einer Expeditionsgruppe Plättchen nach eigenem Gusto abzuräumen, spielt sich "Costa Rica" nicht mit allen Spielerzahlen gleich gut. Ich finde das Spiel in Vollbesetzung am besten, zu viert bzw. zu zweit (dann mit je 2 Farben) ist auch noch genug los im Regenwald. Zu dritt fällt das Spiel etwas ab, da man hier mit einem zu frühen Aussteigen, was ja manchmal durchaus taktisch sinnvoll sein kann, zu oft dem Letzten Tür und Tor öffnet, ganze Plättchenbündel abzuräumen.

"Costa Rica" sieht toll aus, das Material ist hochwertig. Mit seinen Tieren, die man hier sammelt, richtet sich das Spiel wohl auch rein thematisch schon besonders an Familien. Kinder können das Spiel wirklich bestens mitspielen, einzig bei der etwas friemeligen Schlusswertung (es gibt keine Punkteleiste) sollte entweder ein älterer Mitspieler mitrechnen oder man schreibt sich die einzelnen Punkte auf einen Zettel; beim Kopfrechnen kommt man nämlich schon mal schnell durcheinander, wenn man 7 Einzelwertungen pro Spieler durchführen und sich alles merken muss.

Nochmal: Vielspieler werden sich bei "Costa Rica" erstmal gnadenlos unterfordert fühlen. Betrachten sie das Spiel dann jedoch als das, was es ist, ein glücksbasiertes Zockerspiel nämlich, funktioniert es auch in solchen Runden als Einstiegs- oder Absackerspiel. Bei Wenig- und Gelegenheitsspielern kam "Costa Rica" in unseren Spielrunden auf Anhieb gut an, sofern die Spieler auch mit dem aus dem Glücksfaktor resultierenden Ärgerfaktor (auch "Frustfaktor" genannt) klarkamen. Das kann nämlich nicht jeder. Man sollte das Ganze wirklich als Spaßspiel ansehen, dann macht es auch Spaß - mir zumindest so viel, dass ich gute 7 Punkte Kultfaktor verteile, wiederholend mit dem Hinweis, es dann auch möglichst mit 4 oder 5 Spielern zu spielen.

 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
 
Ende
 

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