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Spiel-Fakten:

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Genre: Party
Erscheinungsjahr:
2016
Verlag: CGE / im Vertrieb v. Heidelberger Spieleverlag ..i..
Autor: Vlaada Chvátil
Spieleranzahl: 2 bis 8+
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: ca. 20 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Initiative 

leer
     
   

 

 
Codenames Pictures
...

Leichter und doch schwerer!

Während im Spiel des Jahres 2016 noch Assoziationsketten zu Wörtern gebildet werden mussten, stehen diesmal Zeichnungen im Mittelpunkt. 
 
 
Die Grundregeln folgen dem bekannten "Codenames" (> Testbericht), d.h. es werden zwei Teams (rot und blau) gebildet, wovon genau 1 Mitglied jeder Mannschaft die Rolle des Hinweisgebers übernimmt, die restlichen Teammitglieder werden zu Ermittlern. Von den 140 doppelseitig bedrucken Bildkarten ("Agenten") werden 20 zufällig gezogen und in einer 5x4-Anordnung ausgelegt.



Die beiden Hinweisgeber sitzen nebeneinander und erhalten nun eine der 60 Codekarten, die wiederum in einer von 2 möglichen Richtungen in den kleinen Standfuß gestellt wird. Die Ermittler dürfen nur die neutrale Rückseite der Karte sehen. Die Hinweisgeber hingegen erfahren auf der Vorderseite der Karte nun, welche der 20 ausliegenden Zeichnungen zu ihrem Team und zum Gegnerteam gehören (das 5x4-Raster ist entsprechend farblich gekennzeichnet). Dazu gesellen sich neutrale Zeichnungen in beige  sowie 1 "Attentäter" in schwarz. Die Randmarkierung der Karte gibt an, welches Team beginnt. Das Beginnerteam muss 8 Zeichnungen identifizieren, das Gegnerteam nur 7. Die Hinweisgeber gleichen das Coderaster nun mit den Bildkarten ab.



Wer an der Reihe ist, nennt nun genau 1 (!) Hinweiswort und die Anzahl der Zeichnungen, die seiner Meinung nach dadurch identifiziert werden können (von 1 bis zur Maximalanzahl). Dabei sollte man den Hinweis so wählen, dass er NUR zum eigenen Team passt. Die Mitspieler des Teams können nach jedem geratenen Begriff vorzeitig aufhören zu raten oder sogar noch einen Begriff mehr nennen, als die Anzahl vom Hinweisgeber vorgibt, was allerdings erst in späteren Runden Sinn macht.



Folgendes kann passieren:
- Eine Zeichnung des eigenen Teams wurde anhand des Hinweises identifiziert. Dann wird der Begriff mit einem Agentenkärtchen der eigenen Farbe abgedeckt und das Team darf, muss aber nicht, weiterraten (bis zur vorgegebenen Anzahl +1).
- Eine Zeichnung des Gegnerteams wurde fälschlicherweise identifiziert. Dann wird der Begriff mit einem Gegnerkärtchen abgedeckt. Das Gegnerteam ist nun an der Reihe.
- Eine neutrale Zeichnung wurde identifiziert. Dann wird der Begriff mit einem neutralen Kärtchen abgedeckt. Das Gegnerteam ist an der Reihe.
- Der Attentäter wurde fälschlicherweise anhand eines Hinweises identifiziert. Das Team verliert sofort die gesamte Partie.



Gespielt wird ansonsten so lange, bis ein Team alle seine Agentenkärtchen loswerden konnte, sei es aus eigener Initiatve oder durch die unfreiwillige Mithilfe des Gegnerteams. Das Team, das somit alle seine Zeichnungen identifiziert hat, gewinnt.

Im Spiel zu zweit spielt man kooperativ "gegen das Spiel", d.h. man spielt als "ein Team" nach o.g. Regeln, während das imaginäre Gegnerteam immer, wenn es an der Reihe wäre, einfach eine Agentenkarte auf einen seiner Begriffe legt, was der Hinweisgeber übernimmt. [ih]
 
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  PLUS:
PLUS:
neuer Twist für Codenames
visuelle Darstellung der Begriffe
   erleichtert Assoziationen
jetzt auch für Kinder zugänglich

ENDE
  MINUS:
MINUS:
es sind immer noch Wartezeiten da
man erkennt nicht immer alle
   Bilddetails der stets
   mehrdeutigen Zeichnungen

leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     

Ingo: Als ich im Herbst 2015 das erste Mal "Codenames" spielte, stand mein persönliches Spiel des Jahres 2016 direkt fest. Die Fachjury sah das dann genauso, gut gemacht! ;) Das einfache, aber geniale Spielprinzip bleibt auch im Nachfolger "Codenames Pictures" erhalten. Einfach? Nur von den Spielregeln aus betrachtet! Leicht war "Codenames" nie - zumindest nicht für die Hinweisgeber. Eine gehörige Downtime war da keine Seltenheit. Statt konkreten Begriffen finden wir in der neuen Version nun Zeichnungen. Zunächst einmal stellt man fest, dass man als Erklärer nun doch deutlich schneller Assoziationen bilden kann. Das liegt an der visuellen Darstellung. So steht nicht mehr nur der pure Begriff, sondern auch das Gezeigte im Vordergrund. Konkretes Beispiel: Nie hätte man rein von den Wörtern ohne Weiteres einen Basketball, einen VW Käfer und Hieroglyphen in Verbindung bringen können. Wenn nun diese drei Zeichnungen im neuen "Codenames Pictures" aber alle u.a. runde Elemente zeigen, wäre "rund" nun plötzlich ein sinnvolles Hinweiswort.

Doch die Zeichnungen sind Segen und Fluch zugleich. Nein, einfach nur einen Teller Spaghetti als Zeichnung vorzulegen, widersprach offenbar dem trickreichen Grundgedanken des Spiels. Und so hat jede Zeichnung immer mindestens zwei Deutungsmöglichkeiten. Schaut man genauer hin, so befindet sich gar kein Haufen Spaghetti auf dem Teller, sondern ein Wollknäuel samt Stricknadeln statt Gabeln... Jede Zeichnung lässt also Freiraum beim Zuordnen zu. Und allzu schnell gibt man einen Hinweis, der dann plötzlich doch noch auf eine andere Zeichnung zutrifft, weil man eventuell mal nicht ganz so genau hingesehen hat. Generell kann man aber sagen, dass nun auch Kinder mitspielen können und das Spiel etwas schneller zum Schluss kommt, da sich die Anzahl der zu erratenen Karten verringert hat, aber tricky bleibt "Codenames Pictures" auf jeden Fall.

Warum ich zwei Punkte weniger vergebe als beim Original? Nun, zum einen ist die Spielidee natürlich jetzt bereits bekannt, der "Wow-Effekt" ist also nicht mehr da, aber toll ist die Idee natürlich trotzdem noch. Weitaus mehr schlägt die Tatsache zu Buche, dass die Auslage der Zeichnungen nicht für jeden Spieler gleich gut erkennbar ist. So werden - gerade in größerer Runde - immer einige Spieler die Bildkarten "auf dem Kopf" sehen, was manchmal zu Fehldeutungen führt. Zudem ist es oftmals wirklich schwierig, alle Datails einer Zeichnung zu erfassen. Um zu erkennen, dass die Mona Lisa plötzlich ein Haustier auf dem Schoß hat, muss man entweder nah an der Karte sitzen oder alle Karten vorsichtshalber vorab in die Hand nehmen, um nichts zu übersehen. Da waren die konkreten Begriffe im normalen "Codenames" dann doch eindeutiger. Wer gern mit Sprache spielt, dem empfehle ich nachwievor das Original. Das war irgendwie straighter, eleganter. Wer sich da schwer tat und etwas leichter ins Spiel kommen möchte, dem empfehle ich "Codenames Pictures", wenngleich das Spiel dann etwas schwammiger verläuft, was jetzt aber auch nicht negativ aufzufassen ist, sondern einfach als Fakt erwähnt werden sollte. Fans des Originals werden zudem in der bebilderten neuen Fassung neue Herausforderungen finden. Insgesamt 8 Punkte, sehr gut!
...

 
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