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Spiel-Fakten:

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Genre: Familie (Legespiel)
Erscheinungsjahr:
2017
Verlag:
Clevergreen Board Games
Autor: Balázs Nagy
Grafik:
Keve Kepes
Spieleranzahl:
2 bis 4
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer:
ca. 25 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
 
 
 
 

 

 
Christmas Tree
...

With a hey and a hee and a hoo hoo!
Was gibt es schöneres, als den Weihnachtsbaum zu schmücken? Genau das machen wir in diesem Spiel - allerdings hat da jeder so seine eigenen Vorstellungen, was gerade schön ist und den eigenen Baum zum "happiest Christmas tree" macht.
 
 
Jeder Spieler erhält ein leeres Baumtableau, im Standardspiel 3 "Linzer Augen"-Karten sowie 4 Aufträge. Die Baumschmuckkarten werden gemischt und jeder Spieler erhält 8 auf die Hand.



Nun wählt jeder Spieler einen seiner Aufträge aus und legt ihn offen auf den Tisch. Alle so gewählten Aufträge gelten nun auch für ALLE Spieler - allerdings nur in der laufenden Runde. 3 Runden werden insgesamt gespielt.



Jede Runde beginnt damit, dass sich jeder Spieler eine Karte von seiner Hand aussucht, sie verdeckt vor sich ablegt, und, sobald alle dies getan haben, aufdeckt und auf ein beliebiges freies Feld seines Baumes legt. Die Karte kann um 180 Grad gedreht werden, wenn gewünscht. Die Lämpchen, die an vielen Karten am Rand zu finden sind, müssen dabei nicht zwingend aneinanderpassen, allerdings gibt es nur für komplette einfarbige Lämpchen Punkte...



Hat jeder Spieler eine Karte gelegt, gibt er die übrigen Karten an seinen linken Nachbarn weiter und erhält dafür die Karten seines rechten Nachbarn. Wieder wird eine Karte gewählt, gelegt und die Karten weitergegeben, bis jeder Spieler 7 Karten auf seinem Baum platziert hat. Die jeweils übrig gebliebene der 8 Handkarten kommt aus dem Spiel. Dann wird gewertet - und zwar die ausgelegten Aufträge der Spieler. Da gibt es z.B. Punkte für bestimmte Formationen, für bestimmte Farben des Baumschmucks, für Formen, für Lämpchen oder Lebenkuchenmänner etc.



In Runde 2 und Runde 3 wählt jeder Spieler zunächst einen neuen Auftrag, der für diese Runde für alle Spieler gelten soll. Auch erhält jeder Spieler wieder 8 neue Handkarten, die dann nach und nach herumgegeben und gelegt werden.



Jederzeit kann ein Spieler eines seiner "Linzer Augen" einsetzen, um eine bereits gelegte Karte nachträglich zu drehen oder zwei liegende Karten im Nachhinein zu vertauschen (ggf. auch dabei zu drehen), und sie so an die neuen Aufgaben anpassen zu können.



Nach Runde 3 hat jeder Spieler seinen Weihnachtsbaum komplett geschmückt. Wurden die letzten Aufträge gewertet, gibt es nun noch eine Endwertung. Jeder Christbaumschmuck bringt Punkte entsprechend der aufgedruckten Schneeflocken. Die roten "Salonzucker-Pralinen" bringen Punkte entsprechend ihrer aufgedruckten Zahl. Ein Lebkuchenmann bringt 2 Punkte. Allerdings kann sein Wert erhöht werden, werden passende Karten neben seinen beiden Armen und Beinen platziert wurden, die der Lebkuckenmann vorgibt. Bis zu 18 Punkte sind da möglich, wenn alles passend gelegt wurde. Und schließlich bringt jedes komplette, einfarbige Lämpchen noch einmal 2 Punkte. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt.



Variante für Einsteiger: Nur die leichteren Aufgaben werden verwendet (1 Glocke als Symbol). In jeder Runde werden 3 Aufgaben zufällig gezogen und aufgedeckt. Die Linzer Augen werden nicht verwendet.

Variante für Fortgeschrittene: Aufgabenkarten werden nun ebenfalls gedraftet (herumgereicht). Jeder Spieler erhält 4 Linzer Augen. Die Karten werden mal im, mal gegen den Uhrzeigersinn weitergegeben. Und das Wichtigste: Karten müssen nun immer aneinander angrenzend auf den Baum gelegt werden!



Variante für 2 Spieler: Wird nur zu zweit gespielt, gibt es Sonderregeln, bei denen ein imaginärer dritter, neutraler Spieler mitspielt. [ih]
 
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  PLUS:
PLUS:
herausforderndes Legespiel
anpassbarer Schwierigkeitsgrad
vermittelt Weihnachtsfeeling
sehr gut übersetzte Anleitung
ENDE
  MINUS:
MINUS:
reines Saisonspiel
mit Grüblern längere Wartezeiten
Wertung ist mitunter etwas friemelig
eer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     
Ingo: Alle Jahre wieder veranstalten wir SPIELKULTisten unsere interne Weihnachtsfeier. Da wird gegessen und getrunken, auf den Tischen getanzt, es wird gewichtelt und am Ende erhält Dän ein neues Puzzle... Kurzum: Ein Riesenspaß ;) Und natürlich spielen wir da auch gern mal winterliche Spiele. Diese sind erstaunlich rar. Carcassonne gibt es in einer Winter-Edition. Snow Tails, das Schlittenhunderennen im Schnee, kommt auch nur zur kalten Jahreszeit zum Einsatz. Echte Weihnachtsspiele gab es bislang jedoch noch nicht, zumindest nicht abseits des Kinderspiel-Sektors. Dieses Jahr machte mich Torben vom "Anspieler"-Spieleladen in Ennepetal auf eine Neuheit aufmerksam, die mir in Essen auf der SPIEL 2017 durch die Finger gerutscht ist: "Christmas Tree". Der kleine ungarische Verlag Clevergreen hat dieses Spiel zur Messe veröffentlicht. Ein mutiges Unterfangen. Nur wenige Spiele werden wohl im Februar oder gar im Juli verkauft werden... Man wird auf das Weihnachtsgeschäft setzen müssen. Und, so zeigt sich schnell: "Christmas Tree" ist KEIN Kinderspiel, auch wenn Kinder natürlich gern mitspielen können.

Zunächst einmal fällt die schöne Ausstattung ins Auge. Die Schachtel sieht elegant-weihnachtlich aus, die großen Tannenbaum-Spieltafeln sind von guter Qualität und die Anleitung wurde perfekt ins deutsche übersetzt und hinterlässt keine Fragen. Die Symbole auf den Schmuck- und Aufgabenkarten sollte man jedoch gemeinsam besprechen, damit es keine Missverständnisse gibt, was Sterne, Schneeflocken und die verschiedenen Farben angeht. Die Karten selbst haben eine ungewöhnliche Rautenform, die, so gesteht man sich bereits in der Anleitung ein, schwer gemischt werden können, aber das lässt sich auch notfalls durch "Kindermischen" auf dem Tisch bewerkstelligen. Die Karten hätten etwas dicker sein können nach meinen Geschmack, aber das ist angesichts des Kleinverlages schon Jammern auf gutem Niveau. Es macht schon Spaß, zu sehen, wie der eigene Baum sich vom kahlen Grün in einen bunt und festlich geschmückten Christbaum verwandelt.

Das eigentliche Spielprinzip basiert dabei auf zwei bekannten Mechanismen: Legen von Karten, die anhand bestimmter Aufgaben gewertet werden, und Draften eben dieser Karten, so wie man es z.B. von 7 Wonders gewohnt ist. Stets muss ich also entscheiden, was ich an meinen Nachbarn weitergebe. Alles zu beachten, ist dabei nicht gerade wenig herausfordernd, im Gegenteil. Ich muss die aktuellen Wertungen im Kopf haben, eventuell schon auf künftige Wertungen spielen, von denen mir ja zumindest die eigenen Aufgabenkarten, die ich dazusteuere, schon bekannt sind. Und ich muss gleichzeitig noch dran denken, dass ich bei einer Schlusswertung auch noch einmal ordentlich punkten kann, wenn ich Lebkuchenmänner geschickt im Baum platziere und für weitere Dinge Punkte bekomme. Dass die Wertungen also auch einen gewissen Zeitrahmen einnehmen, ist dabei nicht zu verhindern, aber gerade diese immer wieder neu entstehende Varianz in den Aufgaben-Kombinationen machen das Spiel auch langfristig reizvoll.

Etwas seltsam mag es aussehen, wenn die bunten Birnchen nicht aneinander passen. Das wirkt etwas "falsch", ist aber von den Spielregeln erlaubt, und oft auch gar nicht anders machbar. Den perfekten Baum, an dem ALLES aneinander passt, wird man wahrscheinlich nie erspielen. Man kann es aber versuchen. Das kann bei grüblerisch veranlagten Spielern dann schon mal zu kleinen Wartezeiten führen, sowohl bei der Auswahl der Karten als auch beim Einsatz der "Linzer Augen" (klingt unappetitlich? Nein, ist es aber nicht. Es ist ein Gebäck, das als Joker dient). Auch passiert es immer wieder mal, dass sich plötzlich irgendwo Karten aufstauen; das übliche Draft-Problem, wenn sich nicht alle Spieler an den klar definierten Ablauf halten und somit für ein kleines Durcheinander sorgen, wenn sie Karten frühzeitig weitergeben, während andere Spieler noch mit ihrem Spielzug zugange sind. Aber dafür kann das Spiel nichts, da muss man seine Mitspieler einfach immer wieder entsprechend zurückpfeifen.

Fazit: "Christmas Tree" ist ein schönes Legespiel, das, anders als man vielleicht vermuten mag, kein lockeres Baumschmücken für Kinder darstellt, sondern ein ernstzunehmendes Taktikspiel, bei dem man auf weihnachtliche Weise sein Gehirnschmalz einsetzen muss, um ein Optimum an Punkten zu ergattern. Es verwendet dabei zwar bekannte Mechanismen, aber fügt sie zu einem kniffligen Konzept zusammen. Wer solche Spiele mag und schon etwas spielerprobt ist, wird sicher Gefallen am "Zusammenbau" des schönsten Weihnachtsbaumes finden und das Spiel - zumindest in der Advents- und Weihnachtszeit - immer wieder gern auf den Tisch holen. Dafür gibt's von mir gute 7 Punkte! In diesem Sinne: Ho, ho, ho! Nach dem Weihnachtsfest ist vor dem Weihnachtsfest! :)
...
 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
Ende
...
 
   KULTFAKTOR: TEAM-TREND  
...
   Verena
   Ingo
   Nicole
Ende
 

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