Genre: Familie, Taktik, Logik
Erscheinungsjahr: 2011 Verlag: Ravensburger
..i.. Autor: Günter Burkhardt Spieleranzahl: 2 bis 4 Alter: ab 8 Jahren Spieldauer: ca. 30-45 Min.
Einstiegslevel:
Glück
Taktik
leer
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Casa
Grande
In luftigen
Höhen In diesem
Familienspiel versucht ihr euch als wagemutige Bauherren! Und
denkt dran: Je größer und höher ihr baut, umso mehr Geld
kassiert ihr!
So funktioniert's:
Jeder Spieler erhält die 25 Bausteine sowie 17
Plattformen seiner Farbe. Seinen Markierungsstein stellt
jeder auf Feld 5 der Bonusskala, seinen Spielstein auf
ein Eckfeld des Spielplans.
Der noch
unbebaute Spielplan - links die Bonusskala.
Der Würfel bestimmt, wie weit gelaufen wird.
Reihum absolviert jeder Spieler in seinem Spielzug immer
2 bis 3 Phasen. Die ersten beiden Phasen sind
verpflichtend: Der aktive Spieler würfelt und zieht
seinen Spielstein um die entsprechende Anzahl an Feldern
im Uhrzeigersinn weiter. Das Feld, auf dem der
Spielstein zum Stehen kommt, bestimmt, in welcher "Bahn"
(= die direkt angrenzende Zweier-Reihe mit insgesamt 16
grünen Bauplätzen)
nun ein eigener Baustein abgestellt werden muss. Ein
Baustein darf zunächst immer nur auf ein unbesetztes Feld
gestellt werden.
Der eigene Spielstein
(links) bestimmt, auf welcher "Bahn" gebaut werden muss.
Phase
3 kommt erst später zum Einsatz, nämlich dann, wenn
mindestens zwei eigene Bausteine in einer passenden
Anordnung auf dem Spielplan stehen. Dann
kann der aktive Spieler eine seiner Plattformen
aussuchen, und sie auf die platzierten Bausteine setzen.
Die Plattformen haben dabei unterschiedliche Formen.
Die Spieler
setzen ihre Bausteine auf die Bauplätze.
Wer eine
Plattform errichten kann, kassiert Geld.
Folgende Bauregeln gibt es beim Plattformbau zu beachten:
- Die weiß umrandeten, markierten Felder einer
Plattform, müssen (!) allesamt auf Bausteine der eigenen
(!) Farbe gesetzt werden!
- Die unmarkierten Felder einer Plattform dürfen nicht
(!) über eigenen Bausteinen platziert werden, d.h. unter
einer nicht markierten Fläche muss entweder eine Lücke
oder ein Gegnerstein zu finden sein.
- Eine neue Plattform muss immer auf Bausteinen (und nie auf
der Grundfläche oder direkt auf anderen Plattformen) errichtet
werden!
- Einmal errichtete Plattformen dürfen später nicht mehr
nachträglich unterbaut werden.
So ist es richtig: Die markierten Stellen der
orangefarbenen Plattform sind über orangefarbene
Bausteine gestülpt. Die nicht markierte Stelle ist
entweder von einem Gegnerstein besetzt (unten) oder sie
bleibt frei (oben). Der Spieler kassiert jeweils 3x die
Höhe der Ebene (hier: 3x1= 3 Lire).
So ist es
falsch: Hier ragt ein roter Gegnerstein in ein
markiertes Feld der orangefarbenen Plattform. Außerdem
befindet sich ein orangefarbener Stein unter einem nicht
markierten Feld der orangefarbenen Plattform. Beides ist
nicht erlaubt; dieser Spielzug wäre ungültig!
Später können die Spieler auch in die Höhe bauen. Eigene
Bausteine dürfen jederzeit auf bereits vorhandene
eigene Bausteine bzw. auf Plattformen gestellt werden. Handelt es
sich um eine eigene Plattform, so ist das Bauvorhaben
kostenlos. Handelt es sich um eine gegnerische
Plattform, so erhält deren Besitzer so viele Bonuspunkte
auf der Bonusskala, wie es der Ebene entspricht, auf der
sich die genutzte Plattform befindet.
Nach und nach wird auch in höheren Ebenen gebaut.
Die
Bonusskala hilft, das Würfelglück zu verringern.
Die
Bonusskala ist wichtig zum Beeinflussen des
Würfelergebnisses. Da der Würfel die "Bahn" bestimmt, in
der gebaut werden darf, kann es mitunter hilfreich sein,
einen oder mehrere Bonuspunkte einzusetzen, um
zusätzliche Schritte machen zu dürfen (pro Schritt 1
Bonuspunkt). Um neue Bonuspunkte zu bekommen, muss man
entweder auf einen Gegner hoffen, der einem die eigene
Plattform bebaut - oder aber man muss auf ein Eckfeld
des Spielplans gelangen, um 3 neue Bonuspunkte zu
erhalten. Im letzteren Fall würde der Rest des
Spielzuges in dieser Runde dann jedoch verfallen.
Die Gebäude
der Spieler verwachsen immer mehr zu einem großen Haus.
Wer am
Spielende die meisten Casa Grande-Lire vorweisen kann,
gewinnt.
Gelangt ein Spieler auf das Feld "9+" der Bonusskala,
erhält er einen 9-Casa Grande-Lire-Schein in seinen
Vorrat, muss dann allerdings die Skala wieder von unten
an neu erklimmen.
Überhaupt ist das Eintreiben von Geld das
wichtigste in diesem Spiel. Geld gibt es für jede neue
gebaute Plattform, und zwar immer so viel, wie die
Plattform Felder aufweist (eine 5-er-Form bringt also 5
Punkte). Dieser Wert wird dann mit der Ebene
multipliziert, auf der sich diese Plattform befindet.
Eine 5-er-Plattform in der 4. Etage bringt also 5 x 4 = 20
Lire.
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Spielende:
Gespielt wird solange, bis ein Spieler auch seinen
letzten Baustein ins Spiel bringt. Die laufende Runde
wird noch zu Ende gespielt, dann zählt jeder sein Geld.
Wer die meisten Lire in seinem Besitz hat, ist der
Sieger.[ih]
Vielen Dank an Ravensburger für ein Rezensionsexemplar!
ERKLÄRVIDEO
leer
Dieses Erklärvideo gibt es auch in einer vergrößerten
>
XL-Ansicht
PLUS:
PLUS:
taktisches 3D-Bauspiel
mit simplen Regeln
schneller Einstieg
generationsübergreifend
ENDE
MINUS:
MINUS:
Material-Mankos
fehlende Anpassung an die
Spielerzahl führt zu unterschiedlichem
Spielverhalten
leer
PUNKTE-CHECK:
SPIELIDEE
Originalität, Regeln
AUSSTATTUNG
Material, Umfang
*
SPIELABLAUF
Mechanik, Einfluss
Ingo: Das
Errichten von Gebäuden in luftiger Höhe übt
anscheinend immer wieder eine Faszination auf
Spieleautoren auf. "Torres", "Skyscrapers",
"Alcazar" - überall wird nach oben getürmt. Auch
"Casa Grande" eifert diesem Prinzip nach.
So richtig weiß man auf den ersten Blick nicht,
in welche Kategorie man dieses
Spiel einsortieren soll.
Ein Taktikspiel,
ein abstraktes Legespiel - oder doch ganz
einfach ein Familienspiel, folgt man der
Altersangabe "ab 8 Jahren"? Alles
trifft zu; der
Spielablauf ist schnell verstanden. Würfeln,
Baustein einsetzen, optional eine Plattform
errichten, der Nächste bitte. Klingt einfach,
ist es rein "technisch" auch, im Detail dann
aber nicht. Um überhaupt Punkte (respektive
Geld) sammeln zu können, müssen eben immer
wieder neue Plattformen ins Spiel gebracht
werden, und hier ist dann eine kleine Portion
räumliches Denkvermögen gefragt; auch das
Blockieren der Gegner sollte nie aus den Augen
verloren werden.
Die "Tetris"-ähnlichen Formen werden mitunter
zu einer echten Herausforderung, denn um bauen zu
können, muss alles passen. Je mehr Spieler
mitmachen, umso unkontrollierter verlaufen die
Spielzüge, denn was ich in einer Runde
vorbereite, kann, bis ich wieder am Zug bin,
schon völlig anders aussehen. Im Spiel zu zweit
lässt sich da besser planen, zumal die
Spielfläche dann auch übersichtlicher bleibt,
wenngleich es auch dann im fortgeschrittenen
Spielverlauf leicht passieren kann, dass man -
mangels Überblick - versehentlich in einer
falschen Bahn baut oder die Etagen falsch
abzählt. Also aufpassen!
Mitunter kann es einem passieren, dass das Würfelglück
ein wenig Spiel entscheidend zu sein scheint, nämlich
dann, wenn man dringend einen Baustein in einer
bestimmten Bahn benötigt und ausgerechnet jetzt
nicht auf das entsprechend Feld gelangt -
"Monopoly" lässt grüßen. Günter Burkhardt hat
für diesen Glücksfaktor ein kleines Auffangnetz
in Form der Bonusskala eingebaut, welche
gut funktioniert und besonders im 4-Personen-Spiel ihr
volles Potential
ausspielt. Im 2-er-Spiel werden seltener eigene
Flächen von Gegnern überbaut - dementsprechend
gibt es auch weniger häufig neue Bonuspunkte -
einen echten Mangel gibt es, dank der Eckfelder,
jedoch fast nie.
Die Mischung aus Taktik, Glück und Logik ist
stimmig, das Spielmaterial hingegen offenbart
die eine oder andere Schwäche. Dass das
Spieldesign abstrakt gehalten ist und nicht
unbedingt jedermanns Geschmacksnerv trifft, ist
dabei die eine Sache; viel schwerer wiegt die
Tatsache, dass die kleinen Plastik-Bausteine
definitiv nicht für grobmotorische Hände
geschaffen wurden. Ja, selbst Feinmotoriker
haben so ihre Probleme beim Einsetzen der
rutschigen
Bauklötze, besonders, wenn die Spielfläche schon etwas gefüllt ist.
Einen neuen Stein auf ein noch freies
Erdgeschoss-Feld zu setzen, das rundherum mit
dreistöckigen Bauwerken umschlossen ist, gleicht
einem ziemlich aussichtlosen Unterfangen. Auch
das Einsetzen neuer Plattformen wird zunehmend
zum Glücksspiel, was die Stabilität des Bauwerks
angeht. Vielleicht
hätte man die Bausteine - in alter LEGO-Manier - mit
einem Steckmechanismus, der bereits auf der
Grundfläche beginnt, ausstatten können?
Zumindest wären Vertiefungen auf dem Spielplan
ganz nett gewesen.
Dazu kommt noch eine optische Einschränkung bei
der Spielerfarbe "beige", deren Plattformen -
einmal verbaut - den orangefarbenen ähneln, und
deren weißen Markierungen man bei ungünstigem
Licht nicht wirklich gut erkennen kann. Die
Farbe "Blau" hätte da dann beispielsweise doch
zu einer eindeutigeren Unterscheidung geführt.
Lasse ich die beschriebenen Mankos am Material
einmal außen vor, so halte ich "Casa Grande"
insgesamt aber dennoch für ein gelungenes
dreidimensionales Legespiel, das, aufgrund
seiner simplen Regeln absolut familiengeeignet,
und dazu immer wieder herausfordernd ist, da jede Partie anders
verläuft und so auch Denkspielfreunde und
Taktiker anspricht.
Hinweis zur Ausstattung / Kultfaktor: Insgesamt gut, mit
kleinen Mankos = 6 Punkte; abweichende Wertung
in gelb für Grobmotoriker: Kritisch; dann nur 3
Punkte aufgrund der teilweise friemeligen Handhabung!
KULT-FAKTOR
(Langzeit-)Spielreiz
Ende
NO.1
Dieses Spiel wurde in der Datenbank Luding.org als
erstes von SPIELKULT.de getestet!
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