Genre: Würfel, Glück
Erscheinungsjahr: 2007
(Original: 1980) Verlag: Ravensburger
..i.. Autor: Sid Sackson Spieleranzahl: 2 bis 4 Alter: ab 8 Jahren Spieldauer: ca. 20 Min.
Einstiegslevel:
Glück
Taktik
leer
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Can't stop!
Zocken auf
dem Stoppschild Der
Untertitel verspricht: "Das Würfelspiel mit Suchtpotential". Ob
dies auch wirklich zutreffend ist, haben wir getestet.
So funktioniert's:
Das
Spielfeld im Stoppschild-Design hat elf Spalten für die
Zahlen von 2 bis 12. Die mittlere Reihe mit der Nummer 7
ist mit 13 Feldern die längste. Nach außen werden die
Reihen immer kürzer, die Reihen 2 und 12 haben jeweils
nur drei Felder.
Das noch
leere Kunststoff-Spielfeld mit den elf Spielreihen.
Die vier
Würfel bestimmen jeweils das Schicksal der Spieler.
Die
Spieler müssen versuchen in ihrem Zug mit den drei
Läufern die Reihen hinaufzuklettern. Wer auf dem
obersten Feld einer Reihe ankommt, kann diese Reihe
besetzten.
Reihum
würfeln die Spieler mit vier Würfeln, aus denen sie
jeweils zwei Würfelpaare bilden. Die Augen eines Paares
werden addiert, so dass jeder Spieler zwei Zahlen von 2
bis 12 erhält. Bei dem ersten Wurf nimmt sich der
Spieler zwei der drei Läufer und setzt sie auf das
unterste Feld der beiden Reihen, die seine Würfelpaare
angeben.
Anschließend würfelt er erneut und bildet
wieder zwei Würfelpaare. Ergibt mindestens ein Augenpaar
eine Zahl, die der Spieler in seinem ersten Wurf noch
nicht gewürfelt hat, so setzt der Spieler nun den
dritten Läufer auf der unterste Feld der entsprechenden
Reihe. Nun stehen die drei Reihen fest, in denen der
Spieler diese Runde spielen wird.
Fortgeschrittener Spielverlauf: Die weißen Läufer werden
in jeder Runde neu eingesetzt; die bunten Hütchen
sichern die Spielstände der Spieler.
Der grüne
Spieler hat sich die Reihen 4 und 5, der gelbe Spieler
die Reihe 8 gesichert - die Hütchen sind an der obersten
Position angekommen.
Der Spieler muss mit
seinen weiteren Würfen nun immer so Würfelpaare bilden,
dass mindestens ein Paar dem Wert einer der drei Reihen,
in denen er die Läufer sitzen hat, entspricht. Hat ein
Spieler beispielsweise seine drei Läufer in den Reihen
3, 5 und 9 platziert, so muss er die vier Würfel so
zusammenstellen, dass mindestens ein Paar den Wert 3, 5
oder 9 besitzt. Ist dies der Fall, so wird der Läufer in
der entsprechenden Reihe ein Feld nach oben gerückt.
Der
Spieler darf so lange weiterwürfeln, bis er aus den vier
Würfeln keine der drei erforderlichen Werte bilden kann.
Wenn dieser Fall eintritt, nimmt der Spieler die drei
Läufer vom Spielfeld und der nächste Spieler ist an der
Reihe.
Der
Spieler hat aber auch die Möglichkeit, seinen Zug
vorzeitlich zu beenden und somit die Position seiner
Läufer abzusichern. Dazu nimmt er die drei Läufer von
dem Spielplan und setzt drei seiner eigenen Figuren auf
die Felder, auf welchen die Läufer zuvor standen.
Diese
Figuren dienen quasi als Checkpoint: Wenn ein Spieler in
einem seiner späteren Züge den Läufer wieder in die
selbe Reihe platzieren möchte, so muss der Läufer nicht
auf dem untersten Feld starten, sondern auf dem ersten
Feld über der eigenen Figur.
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In einer Reihe dürfen sich
mehrere Spielfiguren befinden ggf. auf dem selben Feld,
hierzu werden die Spielfiguren einfach übereinander
gestapelt. Ein Spieler darf die Läufer in jede Reihe
platzieren, sofern diese noch nicht besetzt ist (eine
Spielfigur steht auf dem obersten Feld der Reihe).
Sobald ein Spieler mit dem Läufer auf dem obersten Feld
einer Reihe ankommt, kann er diese Reihe besetzten indem
er seinen Zug beendet. Dazu setzt er seine Spielfigur
auf das oberste Feld der Reihe. Nun müssen alle
gegnerischen Spielfiguren in dieser Reihe von dem
Spielplan genommen werden. Auf dieser Reihe darf nun
nicht mehr gespielt werden.
Sobald
ein Spieler drei Reihen besetzt hat, hat er gewonnen.
Chris:Man
pokert immer höher und sollte irgendwann die
Punkte absichern, denn mit einem Fehltritt ist
alles verloren. Es gibt sehr viele Spiele, die
nach diesem Prinzip funktionieren, ebenso "Can't
stop!".
Leider hat das Spiel meine Erwartungen
nicht ganz erfüllt, denn trotz dieses
Zocker-Prinzips kommt für mich keine richtige
Spannung auf. Das kann einmal an dem zu
einfachen Spielprinzip liegen, aber auch daran,
dass das Risiko in diesem Spiel nicht groß genug
ist. Zwar kommt es öfters vor, dass man alle
Punkte der Runde verliert, doch ebenso kam es
bei unseren Testspielen schon mehrmals vor, dass
man eine Reihe in einem Zug besetzten kann
(auch die 7er-Reihe mit 13 Feldern).
Das Spiel
eignet sich wohl eher für Kinder - Auch wenn in
meiner Testrunde niemand so recht das
versprochene Suchtpotential gespürt hat, ist "Can't
stop!" für mich immer noch ein durchschnittliches
Würfelspiel.
KULT-FAKTOR
(Langzeit-)Spielreiz
Ende
Ingo:Ich kenne "Can't stop!" noch aus meinen
Kindheitstagen in der Mitte der 80er-Jahre.
Damals, als 8-jähriger, habe ich dieses Spiel
geliebt. Deswegen habe ich die alte Ausgabe noch
einmal hervorgekramt und eine erneute Partie
gewagt...
Ja, es stimmt: Im Grunde handelt es
sich um eine der üblichen "Würfeln, Absichern
oder Verlieren"-Spiele.
Keine Taktik, nur das Würfelglück entscheidet
und die Schadenfreude bestimmt den Spielspaß.
Trotzdem hat das Spiel für mich einen gewissen
Kultstatus und bekommt deshalb von mir noch
einen Punkt zur Durchschnittsnote
hinzu.
Wer seichte Glücksspiele dieser Art mag,
kann bei "Can't stop!" bedenkenlos zugreifen;
Kinder spielen es auf jeden Fall auch heute noch
gern.