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Spiel-Fakten:

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Genre: Karten, Strategie
Erscheinungsjahr:
2009
Verlag: Post Scriptum / Heidelberger Spieleverlag  ..i..
Autor: Pierluca Zizzi
Spieleranzahl:  2 bis 5
Alter: ab 14 Jahren
Spieldauer: ca. 60 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik  

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  Caligula
 
Verschwörungen im alten Rom
37 - 41 n. Chr.: Caligula ist römischer Kaiser. 2009 n. Chr.: Caligula ist Namensgeber eines Spiels, bei dem sich alles um Verschwörungen dreht.
 

     

So funktioniert's:

Nachdem alle Spieler ihre Farbe gewählt haben und den Gunstmarker und die SPQR-Marker (zunächst sechs Stück mit Wertigkeiten von -1 bis 4) ihrer Farbe an sich genommen haben, werden die fünf farbcodierten Civitas-Stapel gemischt und nebeneinander auf den Tisch gelegt. Jeweils zwei Karten von jedem Stapel bilden die Anfangskarten, wobei die Karten untereinander gelegt werden, um ihre Rangfolge anzuzeigen. Die Spielerreihenfolge wird ausgelost und dann durch die Ordo-Karten angezeigt.
 

Die fünf farblich getrennten "Civitas"-Stapel werden aufgereiht...
   
... und je 2 Anfangskarten aufgedeckt
.
   


Der Augustus-Stapel enthält die verschiedenen Imperatoren und wird darunter bereitgelegt. Amtierender Imperator zu Spielbeginn ist natürlich Caligula. Seine ersten beiden Rivalen werden vom Augustus-Stapel aufgedeckt und links und rechts vom Stapel, aber unterhalb von Caligula, platziert.

 

Die Kartenstapel „Pugio“ und „Coniura“ werden ausgelegt, ebenso wie die sechs Sequentia-Karten, die durch ihre Aneinanderreihung die Reihenfolge der Abarbeitung der Civitas-Karten und anderer Ereignisse vorgeben.

Die Runde beginnt mit dem abwechselnden Auslegen der SPQR-Marker auf die Civitas-Karten. Diese haben hierzu Legefelder, einige nur eins, einige mehrere, einige haben zusätzliche Legefelder, die nur bei vier oder fünf Spielern besetzt werden dürfen.

 

Dieser Rundenteil ist wie eine verdeckte Auktion: Keiner weiß, wie viel der andere setzt, jeder weiß aber, dass mindestens der auf der Civitas-Karte aufgedruckte Wert erreicht werden muss, um die Karte zu bekommen oder sich vor ihr zu schützen. Hinzu kommt, dass einige Karten nur dem Sieger der „Auktion“ nützen, einige allen, wieder andere schaden allen, die KEINEN Marker mit ausreichender Wertigkeit auf die entsprechende Karte gesetzt haben.

 

Die Civitas-Karten haben ganz unterschiedliche Funktionen: Sie gewähren einem Spieler Pugio- oder Coniura-Karten oder beides, sie bescheren einem Spieler zusätzliche SPQR-Marker (mit Wertigkeiten bis zu 6), sie erlauben den Einsatz bereits verbrauchter Marker oder den Austausch oder das Entfernen von SPQR-Markern (auch gegnerischen!).

 

Mit Civitas-Karten lassen sich auch andere Civitas-Karten verbannen und die Reihenfolge der Sequentia oder die Spielerreihenfolge ändern. Civitas-Karten können auch Siegpunkteverlust bewirken oder dazu führen, dass man Karten abwerfen muss.

 

Der "Augustus"-Stapel enthält die Imperatoren - Caligula (oben) amtiert zu Spielbeginn.
   
Die Sequentia-Karten bestimmen die Reihenfolge der Ereignisse.
   



Wenn alle Marker gelegt sind, bestimmt die Sequentia, in welcher Reihenfolge der Spielzug abgearbeitet wird (meist durch Festlegung der Reihenfolge der Civitas-Karten).

 

Die farbige Civitas-Karte, die der aktuellen Farbe der Sequentia-Anzeige entspricht und den ersten Rang hat (sprich: die erste aufgedeckte ist), wird abgearbeitet, indem alle auf ihr liegenden SPQR-Marker aufgedeckt werden. Die Karte darf derjenige nutzen, der die meisten Punkte in Markern auf die Karte gelegt hat, aber nur, wenn diese Punktzahl mindestens dem auf der Karte aufgedruckten Wert entspricht.

 

Haben mehrere Spieler die gleiche Punktzahl, entscheidet die Ordo-Karte: Wer höher in der Zugreihenfolge ist (also die kleinere römische Zahl auf der Ordo-Karte hat), erhält den Effekt der Civitas-Karte oder darf diesen ignorieren, falls es sich um eine negative Karte handelt. Es gibt auch Karten, die für alle gelten, die Marker mit der mindestens erforderlichen Wertigkeit auf ihnen platzieren.

Sobald eine Sequentia-Karte vollständig befolgt wurde, haben alle Spieler, beginnend mit dem Startspieler, die Möglichkeit, eine Verschwörung anzuzetteln. Wer das will, braucht Coniura-Karten oder Pugio-Karten mit dem „Verschwörung“- Symbol. Reihum verkünden die Spieler, ob sie sich verschwören wollen oder nicht. Will dies niemand, geht es mit der nächsten Sequentia-Karte weiter. Ansonsten legen die Spieler Verschwörungskarten aus.

 

Der Spieler mit den meisten Verschwörungskarten ist der Anführer, es sei denn, andere Spieler möchten um die Anführerposition mitstreiten. Dann werden so lange Verschwörungskarten ausgelegt, bis alle "passen" oder keine Karten mehr haben. Der Spieler mit den meisten ausliegenden Verschwörungskarten ist der Anführer der Verschwörung.

 

Alle, die nicht um die Anführerposition mitgeboten haben, legen eine Verschwörungskarte aus, um zu signalisieren, dass sie sich an der Verschwörung beteiligen, oder tun nichts, wenn sie sich heraushalten wollen oder dem Imperator treu sind. Dann legt der Anführer seinen Gunstmarker auf einen der links und rechts des Augustus-Stapels ausliegenden Rivalen.

 

Alle anderen Verschwörer legen ihre Gunstmarker auf diesen Rivalen, sofern dort noch besetzbare Felder vorhanden sind. Kaisertreue Spieler legen ihre Gunstmarker auf den amtierenden Imperator.

 

Mit den "Coniura"- und "Pugio"-Karten werden Verschwörungen angezettelt.
   
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Anschließend legt der Anführer Dolchkarten aus, um den Imperator zu meucheln, die anderen Verschwörer können dies ebenfalls tun; die Kaisertreuen versuchen, den Herrscher mit ihren Dolchen zu verteidigen, aber jeder höchstens mit einem. Verschwörer- und Verteidigerdolche werden verrechnet. Überwiegt in der Differenz die Verschwörerseite, wird die Zahl der übriggebliebenen Dolche vom Wert des amtierenden Imperators abgezogen.

 

Erreicht dieser den Wert Null (oder weniger), stirbt er und der begünstigte Rivale besteigt den Thron. In diesem Fall erhält der Anführer einen Verschwörungspunkt (=Siegpunkt), alle anderen Verschwörer einen Siegpunkt, wenn sie mindestens eine Dolchkarte ausgelegt haben. Überlebt der Imperator, bekommt niemand Punkte.

Die Spielrunde wird anhand der Sequentia-Karten zu Ende geführt. Am Ende der Runde bekommen die Spieler mit Gunstmarkern auf dem amtierenden Imperator die aufgedruckten Siegpunkte. Pro Spielrunde ist nur eine Verschwörung erlaubt.

Können die Civitas-Stapel nicht mehr so aufgedeckt werden, dass zehn Civitas-Karten offen ausliegen, kommt es zum Untergang des Imperiums mit einer sofort eigeleiteten Verschwörung.

Sieger ist der Spieler mit den meisten Siegpunkten. Es gibt zahlreiche Bedingungen für einen Sieg bei Gleichstand. [lj]

Vielen Dank an den Heidelberger Spieleverlag für ein Rezensionsexemplar!
 
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    Checkpoint
Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
nettes "Ärgerspiel"
taktisch geprägt
ENDE
  MINUS:
MINUS:
volles Potential erst ab 4 Spielern
z.T. komplizierte Spielanleitung
leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
   
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     

Lewis: „Caligula“ ist ein solides Taktik- und — in geringerem Maße — Menschenkenntnisspiel. Zu viert macht es durchaus viel Spaß, seine Mitverschwörer ins offene Messer laufen zu lassen, wenn es einem nützt, oder dafür zu sorgen, dass alle leer ausgehen, um den eigenen Vorsprung zu halten.

Die strategischen Möglichkeiten der Markerplatzierung machen das Spiel perfekt für die Sorte Spieler, die gerne zehn Züge vorausplant, und die Ärgereffekte freuen diejenigen Spieler, die mit Vorliebe die Pläne solcher Vorausplaner durchkreuzen.

Das Spiel ist ausweislich des Aufdrucks ab zwei Spielern spielbar. Davon rate ich aber dringend ab. Vier Teilnehmer braucht man mindestens, damit das Spiel sein Potenzial entfaltet. Positiv hervorzuheben ist das gut handhabbare Material und die Tatsache, dass man nicht viel „Zeug“ braucht, um spielen zu können.

Die Anleitung ist etwas komplex formuliert, dafür läuft das Spiel aber sehr flüssig, wenn man sie dann einmal entschlüsselt hat.

Ein schönes, wenn auch nicht Abend füllendes, Bluff- und Ärgerspiel, das sich wegen des blutrünstigen Themas nicht unbedingt für kuschelige Familienabende mit den Kindern eignet.

 

 
   KULT-FAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
 
Ende
 
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