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Spiel-Fakten:

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Genre: Familie, Legespiel
Erscheinungsjahr:
1989
Verlag: Mattel  ..i..
heute: Amigo Spiele
Autor: Rudi Hoffmann
Spieleranzahl: 2 bis 4
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: ca. 30 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
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Café International
 
Multikulti für Anfänger
Buntes Treiben herrscht im beliebten Café International. Im "Spiel des Jahres 1989" sind die Spieler verantwortlich für die klar vorgeschriebene Tischordnung. 
 

     

In diesem Spiel geht es darum, die Tische eines Cafés mit Gästen zu besetzen. Dazu wurden auf dem Spielplan jeweils zwei Tische für eine der 12 Nationen reserviert. In der Mitte des Spielplans befindet sich zudem die "Bar".


Noch sind alle Tische auf dem Spielplan leer...
   
Die Gäste befinden sich im Stoffbeutel.
   

Die Spieler ziehen zunächst jeweils 5 "Gäste" (aus 100 Plättchen mit je 4 Männern und 4 Frauen aus allen Nationen sowie 2 männliche und 2 weibliche Joker) aus dem Stoffbeutel und legen sie offen vor sich aus. Wer am Zug ist, legt dann 1 oder 2 Gästeplättchen auf freie Stühle ODER 1 Plättchen in die Bar ODER 1 Plättchen auf einen Stuhl, der bisher von einem Joker besetzt war (so wandert der Joker zum Spieler).

Wird ein Plättchen in die Bar gelegt, erhält der Spieler so viele Plus- bzw. Minuspunkte wie das belegte Feld zeigt. Dabei wird von links nach rechts und von oben nach unten "aufgefüllt".


An jedem Tisch muss immer Mann und Frau sitzen - dies können auch Paare unterschiedlicher Nationen sein.
   
Bei drei Gästen an einem Tisch ist ein Mann/Frau-Ungleichgewicht erlaubt, bei vier Gästen müssen es wieder 2 Paare sein.
   

Werden Plättchen auf die Stühle gelegt, so gibt es dabei folgende Regeln:
- Die Nationalität des Gastes muss mit der Tischvorgabe übereinstimmen (d.h. ein Italiener muss beispielsweise immer Kontakt zu einem italienischen Tisch haben).
- Es darf nie ein einzelner Gast an einem Tisch sitzen, mindestens muss es immer ein Paar sein, wobei ein Paar immer aus Mann/Frau bestehen muss! Kommt ein dritter Gast hinzu, ist ein Ungleichgewicht erlaubt, beim vierten Gast an einem Tisch müssen es dann jedoch wieder 2 Pärchen (Mann/Frau) sein.
- Einige Stühle sind zwei Tischen zugeordnet. Hier kann beliebig entschieden werden, welche der beiden Nationen hier platziert wird (wieder nach den üblichen Mann/Frau-Regeln).
- Ein Joker kann für jede beliebige Nationalität verwendet werden, muss aber auch wieder die Mann-/Frau-Regel beachten. Ein Joker kann später gegen ein anderes passendes Plättchen ausgetauscht werden.


Die Karikaturen der Gäste bedienen sich einiger Klischees.

Sobald ein Plättchen platziert wurde, wird direkt jeder (an diesem neu hinzugefügten Plättchen) beteiligte Tisch gewertet. Ein Paar bringt 2 Punkte, drei Leute an einem Tisch bringen 3, vier Leute 4 Punkte und vier Leute derselben Nation an einem Tisch bringen gleich 8 Punkte ("Nationentisch"). Wird noch ein zweites Plättchen platziert, wird es genauso gewertet. Bei Plättchen, die eine Verbindung zwischen zwei Tischen schaffen, werden auch beide Tische berechnet! Die Punkte werden in Form von Kunststoff-Chips ausbezahlt. 

Nach seinem Zug füllt der aktive Spieler seine Plättchenauslage wieder auf 5 auf. Wurde ein Nationentisch gebildet, zieht dieser Spieler 1 Plättchen weniger nach.  Dann folgt der nächste Spieler.


Ein Joker schafft ihr die Verbindung zwischen zwei Tischen.
   
In der Bar gibt es zunächst Plus-, dann jedoch Minuspunkte.
   

Spielende: Das Spiel endet, wenn alle 20 Barfelder ODER alle Stuhlfelder belegt wurden ODER sich nur noch 4 Gäste-Plättchen im Beutel befinden ODER ein Spieler keine Plättchen mehr aufnehmen darf, da er einen fünften Nationentisch errichtet hat. Wer nun die meisten Punkte (Chips) gesammelt hat, gewinnt.

Varianten: Beim "Stammtisch" oder "Kaffeekränzchen" sind auch Tische mit Gästen gleichen Geschlechts erlaubt, beim "Geburtstagstisch" werden die Punkte einer bestimmten Nation verdoppelt. [ih]

 
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  PLUS:
PLUS:
familiengerechtes Legespiel
taktische Möglichkeiten
witzige Illustration
ENDE
  MINUS:
MINUS:
nicht wirklich "politisch korrekt"
Glücksfaktor kann mitunter
   das Spiel entscheiden
leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     

Ingo:  Als "Café International" im Jahr 1989 zum "Spiel des Jahres" gewählt wurde, steckte die große politische Diskussionswelle zum Thema "Multikulturalismus" (kurz: Multikulti) in Deutschland noch in den Kinderschuhen. Insofern kann man dieses Spiel fast schon als Vorreiter ansehen.

Nun gut, im Jahr 2012 ist man da weiter und ordnet so manche Dinge anders ein. Heute fragen sich dann manche: Muss ein Spiel unbedingt mit den Klischees von Nationalitäten spielen? Sind alle Deutsche Bayern und alle Italiener Mafiosi? Egal, das sollte man entspannt sehen, die Zeichnungen sind witzig, und dem Spielzweck dienen sie auch.


In dem Kunden-Bewertungsportal eines großen deutschen Onlineshops liest man zudem u.a., das Spiel sei "homophob". Objektiv betrachtet könnte man da sagen: "Richtig", denn in der Anleitung steht explizit, dass sich immer Mann und Frau an einem Tisch befinden müssen! Ein Männer- oder ein Frauenpaar sind nicht erlaubt! Ein reiner Männertisch wird dann in der Variante zum unverfänglichen Stammtisch, ein Frauentisch zum Kaffeekränzchen. Mögen wir es Rudi Hoffmann verzeihen, dass er uns Schwule und Lesben einfach "vergessen" hat ;) Spieltechnisch würde es mit solchen Gedanken dann irgendwann auch schwierig, denn würde man absolute "political correctness" fordern, dann wäre es auch kritisch, dass sich die Chinesen - folgt man dem Spielplan - beispielsweise nie mit den Russen unterhalten dürfen.

Solche Überlegungen sollte man also einfach ausblenden. Dann nämlich ist "Café International" ein gut durchdachtes Legespiel, das auch heute noch prima in Familienrunden ankommt, generationsübergreifend funktioniert und eine gelungene Mischung aus Taktik und Glück beinhaltet. Und auch WENN das Glück dann manchmal über den Spielsieg entscheiden kann, mag  ich dieses Spiel auch heute noch, 23 Jahre nach seinem Ersterscheinen, wirklich sehr gern. Daher insgesamt 8 Punkte!

Und an alle homosexuellen Mitstreiter: Ja, es lohnt sich immer, für Toleranz zu werben und für Gleichberechtigung zu kämpfen. Das tue ich auch. Müssen wir also notfalls einfach die Regeln ändern und es dann zur Normalität machen, dass nur Mann und Mann bzw. Frau und Frau als Paar gelten sollen? Hey, damit diskriminieren wir dann letztlich genauso  - und wäre "alles erlaubt", würde der Spielmechanismus nicht mehr greifen. Also, allein des Spieles wegen: Einfach locker bleiben...! ;))
 

 
   KULT-FAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
 
Ende
 

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