Genre: Wissen, Schätzen
Erscheinungsjahr: 2005 Verlag: Huch & Friends
..i.. Autoren: Uwe Rapp,
Bernhard Lach Spieleranzahl: 2 bis 6 Alter: ab 10 Jahren Spieldauer: ca. 20 Min.
Einstiegslevel:
Glück
Wissen
leer
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Ausgerechnet Buxtehude
Ja, wo liegt
denn eigentlich Buxtehude? Bei diesem
Spiel können die Spieler mit ihren Geographiekenntnissen
auftrumpfen - welche
Stadt liegt wo in Deutschland?
So funktioniert's:
Jeder
Spieler erhält zu Beginn 4 Holzchips. Von den 200
Ortskarten (180 deutsche Städte und 20
Sehenswürdigkeiten) wird ein Stapel aus 45 Karten
gebildet. Nach den ersten 15 Karten wird eine
Intermezzo-Karte in den Stapel geschoben, ebenso nach
weiteren 15 Karten. Somit besteht ein Spiel aus 3 Runden
mit jeweils 15 Ortskarten.
Nürnberg ist
der Ausgangsort dieser Spielpartie.
Welche Stadt
liegt weiter östlich - Konstanz oder Flensburg?
Vor jeder Runde wird eine der
restlichen Ortskarten auf die große Richtungskarte
gelegt. Diese Karte ist der Ausgangsort der ersten
Runde.
Nun
nimmt der erste Spieler die oberste Ortskarte vom Stapel
und legt sie an den Ausgangsort an. Zu Beginn gibt es
hier 4 Möglichkeiten: über, unter, links oder rechts von
dem Ausgangsort. Somit zeigt der Spieler, dass er
glaubt, dass der neue Ort nördlich bzw. südlich, östlich
oder westlich des Ausgangsortes liegt. Der im
Uhrzeigersinn folgende Spieler nimmt die nächste Karte
vom Stapel und legt sie ebenfalls oben, unten, links
oder rechts an. Er kann die Karte auch zwischen die
beiden Karten legen, wenn er denkt, dass sich die neue
Stadt zwischen den beiden ersten Städten befindet.
Während dem Spielverlauf bildet sich somit eine Art
Kreuz, das den Ausgangsort als Zentrum hat. Das Kreuz
bildet sich somit aus einer Nord/Süd-und einer
West/Ost-Achse. Die Spieler dürfen eine neue Ortskarte
immer nur in eine der beiden Achsen einordnen. Somit ist
immer nur die Lage zweier Ortschaften in Bezug auf eine
Himmelsrichtung entscheidend.
Die
Kartenrückseiten lösen auf: Flensburg liegt weiter im Osten als Konstanz.
Bei einer "Intermezzo"-Karte
steht eine Zwischenwertung an.
Natürlich werden die Orte nicht immer richtig
einsortiert - deshalb hat jeder Spieler nach jeder neu
gelegten Ortskarte die Möglichkeit, die neu angelegte
Karte anzuzweifeln. Dazu deckt er die Rückseite der
neuen Karte und einer Nachbarkarte auf. Jede Karte hat
auf ihrer Rückseite zwei Koordinaten (geographische
Länge und Breite). Wurden zwei Karten in der
Nord/Süd-Achse angezweifelt, so ist nur die obere
Koordinate (N) von Bedeutung.
Wurden hingegen zwei
Karten in der West/Ost-Achse angezweifelt, so
interessiert nur die untere Koordinate (O). Mithilfe der
Koordinaten kann man feststellen, ob die beiden Städte
richtig zueinander liegen oder nicht (die
Koordinatenzahl muss in Pfeilrichtung größer werden).
Liegen die beiden angezweifelten Städte tatsächlich
falsch zueinander, so wird die eben gelegte Karte aus
dem Spiel genommen und der Spieler, der diese Karte
gelegt hat, muss dem Spieler, der angezweifelt hat,
einen Holzchip abgeben. Liegen die beiden Städte jedoch
richtig zueinander, muss der Zweifler einen Chip an den
Spieler, der die Karte gelegt hat, abgeben. Anschließend
werden die offenen Karten wieder umgedreht.
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Sobald
eine Intermezzo-Karte im Stapel erscheint, ist die Runde
beendet und jeder Spieler hat nun die Gelegenheit
auf Bonuschips. Hierzu schreibt jeder Spieler verdeckt
die Anzahl der Ortskarten auf, von denen er denkt, dass
sie im Kreuz an der falschen Stelle liegen. Nachdem
jeder Spieler eine Zahl aufgeschrieben hat, zeigen die
Spieler ihre Tipps und decken alle Ortskarten auf. In
alle 4 Himmelsrichtungen werden die Ortskarten von dem
Ausgangsort aus aufgedeckt und überprüft.
Liegt eine
Karte an der falschen Stelle, wird sie sofort aus dem
Spiel genommen. Hat ein Spieler die richtige Anzahl
falscher Ortskarten getippt, bekommt er zwei Bonuschips
aus dem Vorrat. Hat kein Spieler die korrekte Anzahl
getippt, so erhält der Spieler, dessen Tipp am nächsten
an der Lösung liegt, einen Bonuschip. Sollten mehrere
Spieler die gleichen Tipps aufgeschrieben haben, so
erhalten sie ggf. alle zusammen Bonuschips.
Danach
werden alle ausgelegten Karten aus dem Spiel genommen,
ein neuer Ausgangsort wird ausgelegt und die zweite
Runde beginnt mit 15 neuen Ortskarten. Danach folgt
wieder eine Intermezzo-, eine dritte und schließlich
noch eine letzte Intermezzo-Runde.
Wer
bei Spielende die meisten Chips besitzt, hat diese
Partie gewonnen.
[cg]
Hinweis:
Unter dem Namen "Ausgerechnet Uppsala"
ist im Jahr 2006 beispielsweise auch eine Europa-Version des Spiels
erschienen. Weitere Editionen sind im Handel erhältlich.
PLUS:
PLUS:
nette
Spielidee
für Erdkunde-Fans
ENDE
MINUS:
MINUS:
eingeengte Sortierung
PUNKTE-CHECK:
SPIELIDEE
Originalität, Regeln
AUSSTATTUNG
Material, Umfang
SPIELABLAUF
Mechanik, Einfluss
Chris: "Ausgerechnet
Buxtehude" wird in erster Linie
Geographieexperten Spaß machen; doch auch für
Spieler, die in diesem Gebiet weniger bewandert
sind, ist das Spiel auf jeden Fall informativ.
Die Regel, dass man einen Ort immer nur in eine
Achse (Nord/Süd oder West/Ost) einsortieren
kann, schränkt die Anordnungen ein klein wenig
ein- hier ist das neuere Kosmos-Spiel
"Deutschland - finden Sie Minden" flexibler (>
Test).
Das
Schilderdesign passt gut zur Spielidee und die
Intermezzo-Runden lockern den Spielablauf ein
wenig auf. Für Freunde von deutscher Geographie
allemal empfehlenswert; für alle anderen bleibt
"Ausgerechnet Buxtehude" wohl eher ein
durchschnittliches Rate- bzw. Schätzspiel "für
zwischendurch".