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Spiel-Fakten:

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Genre: Karten
Erscheinungsjahr:
2016
Verlag: alea  ..i..
Autoren: Andreas Pelikan, Alexander Pfister
Spieleranzahl: 3 bis 6
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: 15 bis 30 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
   
   

 

 
Broom Service
Das Kartenspiel

 
Eine Tüte gemischte Hexen
Das Kennerspiel des Jahres 2015 hat eine Kartenspiel-Variante bekommen. Reduziert auf den Mechanismus des feigen und mutigen Ausspielens treten nun die Spieler gegeneinander an, um mit Lieferhexen die meisten Tränke zu sammeln.
 

     
Scheinbar muss auch in der Servicewelt der Magiebegabten ordentlich gespart und reduziert werden. Sammeln von Zutaten, Wetterhexerei oder Tränke verkaufen wurde vermutlich outgesourct (Businessdeutsch für ausgelagert). In diesem Spiel gibt es nur noch Hexen und ein paar Aufträge. Wahrscheinlich kommen die Aufträge bei den Hexen direkt durch eine App an.



Zunächst kriegt jeder Spieler eine Spielübersichtskarte. Dann werden die Aufträge, die zur Spieleranzahl gehören, rausgesucht, gemischt und drei offen ausgelegt. Aus den Hexenkarten werden alle Hexen rausgesucht, die für die Spieleranzahl nicht gebraucht werden. Die Hexen werden alle gemischt und alle Spieler erhalten Handkarten. Die Anzahl der Handkarten hängt von der Spieleranzahl ab, liegt aber bei um die 13 Karten. Am Anfang des Spiels werden so viele Hexen, wie Spieler teilnehmen, offen ausgelegt und beginnend mit dem Startspieler darf sich jeder Spieler eine Karte nehmen. Und nun geht es auch schon los.



Die Spieler versuchen Tränke zu sammeln und die drei Aufträge zu erfüllen, denn dies gibt Siegpunkte. Gespielt wird über 4 Runden. In jeder Runde wählt jeder Spieler drei unterschiedliche Hexen von seiner Hand. Insgesamt gibt es 9 verschiedene Hexen, die alle verschiedenen oft vorhanden sind. Diese drei Hexen nimmt der Spieler mit in diese Runde. Der Startspieler wählt eine seiner drei Hexen und legt diese vor sich aus. Die Karten haben oben und unten eine mutige und eine feige Seite. Der Spieler wählt eine Seite und sagt dabei deutlich, ob er sich für die mutige oder feige Hexe entschieden hat. Reihum muss nun jeder Spieler, der die gleiche Hexe besitzt, diese auch Spielen. Dabei muss beim Ausspielen angesagt werden, ob die Hexe mutig oder feige ist. Wer die verlangte Hexe nicht hat, der passt.



War jeder Spieler einmal dran, so erhalten die Spieler ihre Belohnungen. Jede feige Hexe wandert in die Auslage des Spielers und liefert dem Spieler einen Trank ihrer Farbe. Jede Hexenart hat ihre eigene Trankfarbe. Bei den mutigen Hexen darf nur die zuletzt gespielte mutige Hexe behalten werden. Alle Spieler, die vor der letzten mutigen Hexe eine mutige Hexe gespielt haben, müssen diese zurück zu ihren Handkarten legen, die sie am Anfang der Runde beiseitegelegt haben. Diese Hexe kann also in einer zukünftigen Runde nochmal gespielt werden. Eine mutige Hexe in der eigenen Auslage bringt gleich 2 Tränke der eigenen Farbe  und einen Mut-Trank.



In dieser Runde spielt nun der Spieler, welche die letzte mutige Hexe gespielt hat, eine neue Hexenkarte aus. Wieder müssen alle diese Hexe spielen, wenn sie in deren Hand ist. So wird gespielt, bis alle Hexenkarten der Spieler gespielt wurden. Dann ist die Runde zu Ende. Jetzt wird kontrolliert, ob jemand in seiner Auslage genug Tränke hat, um eine oder mehrere Aufgabenkarten zu erfüllen. Ist dies der Fall, so bekommt der Spieler die Aufgabenkarte und legt diese mit der Rückseite nach oben vor sich ab. Sollten zwei Spieler in der gleichen Runde eine Aufgabenkarte erfüllen, bekommt einer von ihnen einfach eine unbenutzte Aufgabenkarte als Ersatz. In folgenden Runden kann dieser Auftrag nicht mehr erfüllt werden. Jeder Spieler bekommt jetzt noch drei neue Karten. Dann beginnt auch schon die nächste Runde.



Wurden alle 4 Runden gespielt, so kommt die Auswertung. Jeder Spieler bekommt für jeden seiner erfüllten Aufträge 5 Punkte. Weiterhin wird für jede Trankart gezählt, wie viele Tränke ein Spieler davon besitzt. Es gibt die entsprechenden Siegpunkte, die auf der Übersichtskarte vermerkt sind. Dabei zählt der Mut-Trank als eigene Trankart und bringt dementsprechend auch Punkte. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt. [ls]
 
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Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
Mitnehmspiel
schnell erklärt
mit bis zu 6 Spielern spielbar schöne Hexenillustrationen
ENDE
  MINUS:
MINUS:
wenig Strategie
nicht mit zwei Spielern spielbar
Strategiewechsel schwierig
leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     
Lutz: Nachdem also aleas "Die Burgen von Burgund - Das Kartenspiel" dieses Jahr schon den Weg in die Spieleregale fand, liegt vor uns nun auch "Broom Service - Das Kartenspiel". Wie immer stellt sich als erstes die Frage, ob hier nur ein erfolgreicher Name verwendet wurde, damit die Fans des großen Spiels zugreifen oder ob hier ein eigenes Spiel, welches auch klar die Verwandtschaft zum Vorgänger zeigt, verlegt wurde.

"Broom Service - Das Kartenspiel" nutzt den gleichen Mechanismus wie "Broom Service" (> Testbericht) und dem zugrundliegenden "Wie verhext" (> Testbericht) [oder z.B. auch "Die Glasstraße" (> Testbericht)]. Jetzt war ja "Wie verhext", auf dem "Broom Service" basierte, auch schon ein Kartenspiel, warum also nun noch "Broom Service - Das Kartenspiel"? Bei allen drei Spielen geht es darum, ob ich beim Ausspielen einer Karte das Risiko eingehe, dass ein anderer Spieler auch diese Karte spielen wird. Bei "Wie verhext" konnte ich so Zutaten sammeln, um Tränke zu brauen. Bei "Broom Service" wurden Tränke gesammelt und auf einem Spielbrett verteilt. "Broom Service - Das Kartenspiel" wurde nun sehr eingedampft. Es geht nur darum, die Karten auszuspielen. Dies wird gemacht, um… Karten auszuspielen. Durch Auftragskarten und viele gesammelte Tränke gibt es Punkte am Ende des Spiels. Dieses Kartenspiel ist also deutlich simpler als "Broom Service" als Brettspiel oder auch "Wie verhext", aber es ist klar erkennbar, dass alle drei Spiele gemeinsame Wurzeln haben.

Ist das jetzt was Gutes? Na ja, das hängt davon ab, was einem gefällt. "Broom Service - Das Kartenspiel" ist ein tolles Mitbringspiel. Das Spiel nimmt nicht viel Platz weg, es ist schnell erklärt und kann mit 3 bis 6 Spielern gespielt werden. Tatsächlich funktioniert es am besten, je mehr Spieler teilnehmen.

Geschickt gemacht sind Auftragskarten, die dafür sorgen, dass es bei den Spielern unterschiedliche Strategien geben kann. Die Spieler wollen ja einerseits viele Tränke, andererseits die Aufträge erfüllen; sammelt ein Spieler aber gerade Tränke, die nicht für die Aufträge gebraucht werden, so kann dieser viele Mut-Tränke und viele andere Tränke sammeln. Diese Strategien können aber leider nicht ganz frei gewählt werden. Oft verwehren einem die Hexen auf der Hand in der ersten Runde schon bestimme Aufträge. Brauche ich vier Sonnentränke und ich habe keine einzige Sonnenhexe auf der Hand, so sollte ich diesen Auftrag schon mal abschreiben. Bei selteneren Hexen kann ich außerdem damit rechnen, deren Tränke ungestört zu sammeln. Es müssen also bei der Auswahl der Hexen einige Entscheidungen getroffen werden.

Dann kommt der spannende Teil des Spiels. Tatsächlich macht es Spaß abzuwägen und zu riskieren, dass ein anderer Spieler die gleiche Hexe spielen will. Habe ich vorherige Berichte über die Entwicklung des Kartenspiels richtig verstanden, so war das Ziel, diese spannenden Momente zu bewahren, obwohl der Mechanismus stark reduziert werden sollte, und das ist auch für die erste Hälfte des Spiels gut gelungen.

In der zweiten Hälfte einer Partie "Broom Service - Das Kartenspiel" ist es normalerweise deutlich, welcher Spieler welche Hexen sammelt und wollen die Spieler Punkte holen, dann müssen sie ihre Aufträge auch durchziehen oder konsequent die gleichen Hexen sammeln. Trotzdem habe ich Spieler mit wenigen und vielen Aufträgen gewinnen sehen.

Das Spielmaterial ist sehr schön und auch funktionell. Die Hexen sind alle toll gestaltet und viele liebvolle Details sind eingeflossen. Kenner des Brettspiels werden bei der Nebelhexe ein schönes Detail finden. Praktisch ist auch, dass die Karten so bedruckt sind, dass beim Ausspielen der Karte schon klar ist, ob der Spieler diese mutig oder feige spielt. Nicht ganz intuitiv sind die Mut-Tränke. Diese haben alle Farben, um zu zeigen, dass jede Hexenart diese bringen kann, aber gleichzeitig wirken diese somit wie Joker. Dies führt bei ersten Partien manchmal zu Verwirrung.

Insgesamt ist der Spielverlauf durch das Reduzieren auf den Kernmechanismus und der Reduktion der Möglichkeiten flüssiger geworden, aber auch beschränkter. Am Ende kommt hier kein neuer Aspekt ins Spiel, wie zum Beispiel bei der Kartenspielvariante von "Puerto Rico", welches als "San Juan" bekannt ist, sondern das Spiel wurde wirklich auf das Grundlegende reduziert.

In der Schachtel von "Broom Service - Das Kartenspiel" findet sich auch eine Erweiterung zu "Broom Service". Hierbei handelt es sich um eine Reihe von Karten, die als Alternative zur feigen Aktion eines Charakters fungieren können. Wie gesagt ist dies nur wichtig für Leute, die das Brettspiel schon besitzen. Ich finde nicht, dass diese Erweiterung viel zu "Broom Service", dem Brettspiel, beiträgt, da es ja auch schon normale Ereigniskarten mit ähnlicher Funktion gibt.

Fazit: Das Kartenspiel von "Broom Service" ist ein hübsches Mitbringspiel, welches nicht die Möglichkeiten des Brettspiels bietet, aber die Spannung und das Zockerelement  vom zentralen Kartenmechanismus gut ins Kleine übertragen hat. Fans des Brettspiels mögen sich unterfordert fühlen oder sie freuen sich über die Mitbringvariante. Dies hängt wohl von der persönlichen Vorliebe ab.
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   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
 
Ende
 
 

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