Genre: Optimierung
Erscheinungsjahr: 2006 Verlag: Zoch Verlag
..i.. Autoren: Gordon Lamont, Fraser Lamont Spieleranzahl: 2 bis 4 Alter: ab 10 Jahren Spieldauer: ca. 30-45 Min.
Einstiegslevel:
Glück
Taktik
leer
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Haste Bock?
Määäääh!
Durch geschicktes Auslegen von
Aktionskarten müssen die Spieler ihre beiden Schafe auf den
jeweils besten Weideplatz lotsen.
So funktioniert's:
Die 8 farblich gekennzeichneten Schafe (je zwei in einer
Farbe) werden um das schwarze Schaf herum auf die
Spielplanmitte platziert - dabei gibt es eine fest
vorgegebene Ausgangsposition. Die gleichfarbigen Schafe
befinden sich jeweils auf einem Rösselsprung-Abstand.
Der Spielplan
in Ausgangsposition
Die Aktionskärtchen
Jeder Spieler
übernimmt nun eine Spielfarbe; bei weniger als 4
Spielern werden die nicht benutzten Schafe zu "neutralen
Schafen", die sich zwar bewegen, aber keine Aktionen
ausführen können.
Zunächst ist
fröhliches "Rammen" angesagt: Jeder Spieler würfelt
nacheinander mit dem Farbwürfel und rammt mit einem der
beiden Schafe der erwürfelten Farbe eine Reihe anderer
Schafe (bzw. auch nur einmal 1 Schaf) zur Seite (ein
Feld waagrecht, senkrecht oder diagonal). Dieses
"Rammen" wiederholt sich immer dann, wenn ein Spieler
mit dem "Zeitstein", der nach jedem Spielzug auf der um
den Spielplan herumführenden Außenbahn um 1 bis 3 Felder
weitergezogen wird, auf einem "Panikfeld" landet.
Ein Spielzug
besteht immer aus Ablegen eines Aktionskärtchens und dem
Ausführen der dort angegebenen Positionsveränderung. So
darf beim "Bocksprung" ein eigenes Schaf über ein
Gegnerschaf springen; beim "Schafschritt" darf Schaf auf
ein freies Feld ziehen, bei der Schafskarawane" darf
eine ganze Reihe von Schafen um einen Schritt verschoben
werden usw. Insgesamt stehen sieben verschiedene
Aktionen zur Auswahl auf 12 Karten - manche Aktionen
können also zwei mal ausgeführt werden. Nachdem
die Aktion durchgeführt wurde, wird nun der Zeitstein am
Spielfeldrand um die Anzahl an Feldern vorgerückt, die
auf der ausgespielten Aktionskarte angegeben ist.
Wie süüüüüüß! Das Spielmaterial, die wunderschön
gestalteten Schafe, lässt keine Wünsche
offen.
Blau ist am Zug: Mit der Aktionskarte "Bocksprung" kann
das gelbe Schaf von links übersprungen werden.
Der Zeitstein
durchwandert dabei 4 Spielphasen. Jede Phase beinhaltet
eine eigene Aufgabenstellung - in jedem Abschnitt müssen
die Spieler ihre Schafe also auf ein bestimmtes
Spielziel hin in die besten Positionen bringen. In Phase
1 und 3 wird dann nach JEDEM Spielzug sofort eine
Punktewertung durchgeführt; in Phase 2 und 4 immer dann,
wenn der Zeitstein eine gezeichnete Steinmauer-Grenze
überschreitet. Die Punkte, die so vergeben werden,
werden durch die farblich den Schafen entsprechenden
Spielfiguren, angezeigt. Die Spielfiguren werden
ebenfalls auf der Außenbahn gezogen.
Phase 1: Die
Spieler müssen versuchen, ihre beiden Schafe möglichst
nah aneinander zu bringen. Stehen die beiden Schafe nach
einem Spielzug waagrecht oder senkrecht auf
Nachbarfeldern, gibt es für den Spieler 2 Punkte; 1
Punkt erhält er, wenn die Schafe auf diagonal
angrenzenden Feldern stehen. Sind sie weiter entfernt,
gibt es für den Spielzug 0 Punkte.
Phase 2: "Roger", ein Schafsbock mit Rose in den Klauen,
wartet am Spielfeldrand auf die Schafe. Die Spieler
müssen nun versuchen, ihre Schafe möglichst nah an Roger
heranzubringen. 4 Punkte bekommen die Spieler, die
mindestens ein Schaf bei einer Wertung in der vordersten
Reihe stehen haben; alle weiteren Reihen werden
abgestuft gewertet (3, 2, 1 und schließlich 0 Punkte,
wenn ein Schaf zu weit weg von Roger steht).
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Phase 3: Die Spieler müssen versuchen, eines ihrer oder
beide Schafe in die Nähe des schwarzen Schafes zu
führen. Es gelten dabei die Abstands- und Punktregeln
von Phase 1.
Phase 4: Jaques, das Frisörschaf, möchte die Schafe
scheren. Jeder Spieler muss seine Schafe vor Jaques
beschützen, in dem er sie möglichst weit von ihm
entfernt positioniert. Phase 4 ist somit eine Umkehrung
von Phase 2; 4 Punkte gibt es diesmal für die am
weitesten entfernt stehenden Schafe in eine Reihe; die
nächst-nähere Reihe erhält noch 3, dann 2, dann 1 Punkt.
Alle Schafe, die noch näher an Jaques heranreichen,
gehen leer aus.
In Phase 4 gilt es, vor dem Frisörschaf zu flüchten!
Tipp:
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Eine neue
Phase wird immer dann begonnen, wenn der Zeitstein in
den entsprechenden Abschnitt gezogen wird. Sieger ist,
wer nach allen 4 Phasen die meisten Punkte erzielen
konnte (also dessen Figur am weitesten auf der Außenbahn
nach vorn gelangen konnte). [ih]
MINUS:
MINUS:
geringe Planbarkeit
Spielablauf etwas nüchtern
leer
PUNKTE-CHECK:
SPIELIDEE
Originalität, Regeln
AUSSTATTUNG
Material, Umfang
SPIELABLAUF
Mechanik, Einfluss
Ingo:
"Haste
Bock" ist ein taktisches Optimierungsspiel,
welches vor allem durch sein absolut
herausragendes Spielmaterial brilliert. Die
Schafe sind die wohl schönsten und kultigsten Spielfiguren, die ein Brettspiel je
gesehen hat. Allein durch diese optische
Beeinflussung wird das ansonsten eher
durchschnittliche Spielprinzip (mit
Aktionskarten Figuren in die optimale Position
bringen) erheblich aufgewertet.
Der Spielablauf ansich ist - vor allem durch kleine "Ramm"-Zwischeneinlagen
- durchaus unterhaltsam und durch die
verschiedenen Spielphasen abwechslungsreich,
aber eben nicht wirklich innovativ; für jüngere
Spieler in unserer Testgruppe durch die Vielzahl
an Aktionsmöglichkeiten sogar zunächst etwas zu
kompliziert. Das Spiel als reines "Taktikspiel"
zu bezeichnen, wäre dabei etwas übertrieben, da
die Beeinflussung der Aktionen zu stark von den
Gegnern und vom Zufall abhängt.
Ein kleiner
"Erstspielernachteil" führt häufig dazu, dass
gerade durchgeführte Aktionen vom nächsten
Spieler wieder rückgängig gemacht werden können.
Ernsthaft auf lange Sicht planen lassen sich die
Spielzüge somit nicht. Vielmehr handelt es sich
also um ein Optimierungsspiel, das die Spieler
auffordert, aus der immer gerade aktuellen
Spielsituation die besten Positionen zu
erlangen.
Ein Wort noch zur Spielregel: Diese
bemüht sich, alle Situationen möglichst genau zu
beschreiben und lässt das Spiel dadurch zunächst
komplizierter wirken, als es letztlich ist.
Lobenswert ist dabei die zusätzliche
Kurzspielregel sowie die
Aktionsübersichts-Karten, die jedem Spieler zur
Verfügung stehen.
Insgesamt erlangt das Spiel (nicht zuletzt durch
die Thematik und das Material) bei uns eine gute
Wertung von 7
Punkten.