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Spiel-Fakten:

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Genre: Strategie, Fantasy
Erscheinungsjahr:
2002
Verlag: Games Workshop 
Autor: Jervis Johnson
Spieleranzahl: 2
Alter: ab 12 Jahren
Spieldauer: 90 bis 150 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
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Blood Bowl
 
"Nicht den Ball, triff den Spieler!"
"Einen schönen guten Tag, liebe Sportsfreunde, und herzlich willkommen zu Blood Bowl, dem legendären Sportevent!...
 
     

... Heute kommen Sie wieder in den Genuss eines Matches zwischen unserem starbesetzten Menschenteam und dem brutal­blutigen Orkteam. Halten Sie Ihre Wurfgeschosse bereit und machen Sie sich fertig, um in das Feld zu stürmen!"

Blood Bowl ist eine Mischung aus vielen Brettspiel- und ein wenig Table-Topelementen in einer Fantasywelt. Dieser Ort stellt eine Parallelwelt zu dem Warhammer­Universum dar, in der sich die Rassen nicht über Kriege, sondern in einer blutigeren Version von American Football sportlich messen.

Die hier vorgestellte Grundbox ist für sich allein betrachtet schon ein umfangreiches Spiel. Sie kann aber auch beliebig durch das hinzukaufen neuer Rassen erweitert werden. Daher gehe ich hier vor allem auf das Grundspiel mit den zwei Rassen Menschen und Orks ein und gebe am Ende einen Ausblick auf weitere Völker.



Es wird auf dem Spielbrett nicht nur geblockt, gepasst, gerannt und Touchdowns erzielt, sondern auch gefoult, verletzt oder gar getötet. Aufgebrachte, randalierende Fans beeinflussen direkt das Spiel, Schiedsrichter lassen sich bestechen, Spieler werden durch die Luft geworfen, Waffen auf das Spielfeld geschmuggelt, illegale Zaubereien ausgesprochen und der ein oder andere Goblin wurde auch schon mal gefressen. Auf übertriebende, satirische Art ist auf dem Rasen fast alles - außer dem Benutzen von Waffen - erlaubt. Obwohl dies alles sehr abstrakt auf dem Spielfeld (Figuren werden bei Verletzungen einfach umgedreht) dargestellt wird, ist das Spiel daher nichts für Kinder unter zwölf Jahren. Die gesamte Welt sollte jedoch mit einem Augenzwinkern nicht allzu ernst genommen werden, und nur die Bilder wirken materialistisch.



Zum Spiel gehören je zwölf Menschen­ und Orkminiaturen, ein großes Spielfeld, Starspielerkarten, eine Pass­, eine Abweichungs­ und eine Einwurfschablone, vier Bälle sowie diverse Marken. In der Grundbox ebenfalls enthalten ist eine Anleitung für den schnellen Spielstart auf vier Seiten sowie ein dickes Heft mit 24 Seiten für das Grundspiel und für Verfeinerungen des Spielprinzips und Erweiterungen noch mal 54 Seiten. Alles ist anschaulich und übersichtlich mit Beispielen dargestellt. Im Folgenden wird eine grobe Übersicht der Regeln gegeben.

So funktioniert's:
Zunächst wird mit einer Münze ausgelost, wer in der ersten und wer in der zweiten Hälfte Anstoß hat. Dann baut der Verteidiger zunächst neun Spieler auf, anschließend der Angreifer ebenfalls. Die verschiedenen Rassen haben unterschiedliche Spieler mit je vier Werten. Das sind Bewegung, Stärke, Geschicklichkeit und Rüstung. Der Bewegungswert gibt die Zahl der Felder an, die die jeweilige Figur ziehen darf an. Über den Stärkewert wird die Anzahl der Angriffswürfel im Verhältnis zur gegnerischen Stärke errechnet. Die Geschicklichkeit beeinflusst das Ballaufheben, Werfen, Fangen und Ausweichen. Die Rüstung zeigt die Widerstandsfähigkeit eines Feldspielers, wenn er getroffen wird.


In jedem Zug darf jedes Teammitglied eine der folgender Aktionen durchführen: Bewegen, Blocken, Passen oder Blitzen. Danach wird die Figur in die entgegengesetzte Richtung gestellt, so dass man weiß, dass diese bereits am Zug war. Pro Halbzeit gibt es acht Runden.

Bewegung: Je nachdem, was für eine Figur man setzt, darf man diese entsprechend ihres Bewegungswertes weit ziehen. Es ist erlaubt, diagonal gezogen zu werden.

Blocken: Hierbei versucht man den gegnerischen Spieler auf den Boden zu werfen. Die Chance ist für den Angreifer ist bei gleicher Stärke etwas höher. Es kann aber z.B. auch sein, dass eine Figur nur zurückgedrängt wird, ohne hinzufallen.

Passen: Je nach Geschicklichkeit können die Spielfiguren unterschiedlich weit werfen.

Blitz: Ein Blitz darf pro Team nur einmal pro Runde benutzt werden. Hierbei kann eine Miniatur sowohl zunächst laufen als auch am Ende blocken.



Während all dieser Aktion müssen Angriffszonen, Spezialfähigkeiten und Unterstützungen beachtet werden. Sollte eine Aktion scheitern, ist sofort der Gegner an der Reihe.

Ziel ist es, den Spielball mit einem Spieler in die gegnerische Endzone zu bekommen und so einen Touchdown zu erzielen. Wer am Ende des Spiels die meisten Touchdowns erzielt hat, gewinnt.

Weitere Rassen und Living Rulebook

Das 1986 erschienene Blood Bowl hat sich mehrmals offiziell weiterentwickelt. 1988, 1994 und 2002 kamen Verbesserungen und Ergänzungen heraus. Von erfahrenen Spielern wurden diese Regeln mittlerweile im sechsten "Living Rule­Book" aktualisiert. Dies beinhaltet 21 Völker sowie drei experimentelle, nicht kaufbare Rassen. In der aktuellen deutschen Blood Bowl- Brettspielversion finden sich die Regeln der 2002­Version. Diese ist zum großen Teil sehr ähnlich zum aktuellsten "Living­Rule­Book", welches im Internet heruntergeladen werden kann. Das Praktische ist, dass bereits die Regeln für 12 Rassen in der 2002er Version enthalten sind. Neben den Menschen und Orks gehören auch Chaoszwerge, Dunkelelfen, Zwerge, Hochelfen, Skaven, Untote und Waldelfen sowie die zwei schlechteren Spaßteams Goblins und Halblinge dazu. Während die einen Rassen mehr auf das schnelle Rennen und/oder gutes Passen und Fangen spezialisiert sind, können andere besonders gut ausweichen, kämpfen oder es handelt sich um ein Mischteam.



Die weiteren Rassen und neuen Fertigkeiten der Spieler bringen noch mal eine riesige Tiefe in das Spiel. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass die Völker auf Turniere ausgelegt sind. Einige sind besonders zu Beginn sehr stark, andere in der Mitte, weitere sind durchgehend gut, aber nie überragend, und wiederum andere blühen erst am Ende einer Meisterschaft richtig auf. Alle Spieler erhalten nämlich nach einem Match, je nachdem wie gut sie gespielt haben, Erfahrungspunkte, die sie in neue Fähigkeiten investieren können. Spannend wird es noch dadurch, dass einige Rassen sehr gut countern können, die gecounterten Rassen aber wiederum besser gegen die Wiedersacher ihrer eigenen Counter geeignet sind. So kann es in einem Spiel darum gehen, dieses mit so wenigen Verlusten wie möglich zu überstehen, um dann wieder richtig Punkte sammeln zu können, während der Gegner diesmal auf ein Unentschieden hofft. Im Großen und Ganzen sind alle Völker jedoch sehr ausgewogen. [tb]

Wichtiger Hinweis: Die hier gezeigten Figuren wurden im Nachhinein handbemalt, einige von ihnen stammen aus dem "Living Rulebook".

 
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    Checkpoint
Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
das Regelwerk greift
  ineinander und ist ausbalanciert
Regeln schnell
  und intuitiv verständlich
vielfältige taktische Möglichkeiten
sorgsam erarbeitete
  Geschichte fürs "Drumherum"
unterschiedliche Völker
Bemalung der Miniaturen
   möglich
stabiles, Plastikmaterial
ganz großer Langzeitspaß
erweiterbar um viele Rassen
Living Rulebook entwickelt
  sich auch heute noch
...
ENDE
  MINUS:
MINUS:
komplexes Regelwerk
nur zu zweit spielbar
der Glücksfaktor kann
  wichtige Aktionen verhindern
  oder fördern, was für Frust
   sorgen kann
nicht für Wenigspieler geeignet
Tod von Lieblingsspieler sehr ärgerlich
leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     

Tobias: Die "Blood­Bowl"­Community hat bereits viel erlebt. Blood Bowl ist 1986 in Frankreich erschienen und hat bis heute anhaltend die ganze westliche Welt auch in anderen Bereichen erobert. Ein Computerspiel erschien 1994 und eins 2009. Zu letzterem sind gar zwei Erweiterungen herausgebracht worden und eine Fortsetzung wird gerade produziert. Sogar ein hervorragendes Kartenspiel (> Testbericht), mittlerweile mit Erweiterung, wurde 2011 herausgebracht. Eine aktive Community verbessert die Regeln noch heute immer weiter.

Bei so einer großen und weitreichenden Umsetzung muss dieses Spiel doch richtig gut sein, oder? Ich kann dem legendären Status dieses Spiels nur ganz und gar zustimmen. Zwar ist die Hoch-Zeit der 80er und 90er Jahre längst vorbei, aber an seinem Reiz hat dieser Klassiker nichts verloren. Diese Art von Rasenschach mit Glücksfaktor und toller Atmosphäre hat es mir sehr angetan. Kann man sich auf die makabere Welt einlassen, erwartet einen eine schöne ausgearbeitete Sportsimulation um Fantasykreaturen. Die gesamten Regeln lesen sich in einem Fluss und lassen sich schnell merken.

Blood Bowl wird seit Jahrzehnten kontinuierlich verbessert und wirkt sehr ausgereift. Die taktischen Möglichkeiten sind schon in dieser Grundbox sehr hoch. Die Qualität des Spielmaterials ist ausgezeichnet und detailverliebt. Die Figuren lassen sich problemlos bemalen, wenn man die Zeit und Lust dazu hat. Nur der Pappkarton der Box an sich ist etwas dünn, weshalb hier die Ausstattung nur 9 Punkte erhält. Gefällt einem das Spiel, kann man es um viele Teams erweitern.

Es gibt jedoch auch ein paar ­ wenn auch wenige ­ Kritikpunkte. Die Spielregeln sind nicht schwer zu verstehen, jedoch muss man sich erst mal durch die 25 Seiten arbeiten. Zudem ist Blood Bowl nur zu zweit spielbar. Mit Mehreren lassen sich ausschließlich Turniere an verschiedenen Tischen spielen. Statistiken des Computerspiels haben zwar ergeben, dass die Würfel bei beiden Teams ausgeglichen fallen, ärgerlich wird es jedoch, wenn man Pech bei den wichtigen Aktionen hat. Es kann sehr frustrierend sein, wenn man alles sehr gut durchgeplant hat und der Ballträger auf dem letzten Feld eine 1 würfelt, ausrutscht und sich vielleicht sogar verletzt. Das gehört bei Blood Bowl dazu und ist zum Glück nur sehr selten spielentscheidend. Ärgerlich aber wird es, wenn ein mit vielen Fertigkeiten weiterentwickelter Spieler stirbt und auch der Sanitäter nicht mehr weiterhelfen kann. Wenn ihr damit umgehen könnt, Zweierspiele mögt und euch mit dem ungewöhnlichen Setting anfreunden könnt, sei euch Blood Bowl wärmstens empfohlen.

Volle zehn Punkte erhält Blood Bowl, wenn man weitere Rassen des Living Rule­Books nutzen kann.
...

 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
   
Ende
 

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