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Spiel-Fakten:

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Genre: Würfel
Erscheinungsjahr:
2016
Verlag: WiZK!DS
Autor: Jonathan Leistiko
Spieleranzahl: 2 bis 4
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: ca. 20 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
 
   

 

 
Blank White Dice
...

Schmutzige weiße Würfel

Auf Deckbuilding (Talonaufbau) folgte Dicebuilding (Würfelaufbau), aber dieses Jahr kamen Cardcrafting (Kartenfertigung) und Dicecrafting (Würfelfertigung) gleichzeitig hinzu. Die Würfel holen auf. Jetzt malen wir uns einfach auf unsere Würfelseiten, was wir wollen..
 
 
Bisher (Dezember 2016) liegt das Spiel nur in englischer Sprache vor, weswegen manches in diesem Testbericht nach Denglisch klingen mag. Ich bitte um Verzeihung. Jeder Spieler erhält zwei weiße Würfel und einen abwaschbaren Marker. Außerdem bekommt jeder eine Scheibe in seiner Spielerfarbe und eine Scheibe auf der Siegpunktleiste. Die 5 Core-(dt.: Kern-)Karten werden in die Mitte gelegt. Dann werden je nach Erfahrungsniveau der Spieler vorgeschlagene Kartensets zu den Corekarten gelegt oder von den Spielern ausgewählt. Für letztere Version bekommen alle Spieler ein paar Karten und wählen verdeckt eine Karte, die mitspielen wird. Nachdem die Karten für diese Partie festgelegt wurden, sollten die Spieler sich die Karten ansehen und sichergehen, dass alle Spieler die Auswirkungen der verschiedenen Karten verstanden haben.
 
 
Dann dürfen alle Spieler ihre eigenen Würfel viermal taggen, also sich eine Karte aussuchen und deren Icon (Symbol) auf eine leere Seite eines Würfels zeichnen. Dann wird von den Spielern reihum der allgemeine Würfel getagged, bis er ganz voll ist. Der Würfel kommt erst mal auf die Window-(Fenster-)Karte, welche eine der Corekarten ist. Ein Startspieler wird bestimmt; er bekommt die schwarze Scheibe und los geht es.
 
 
Am Anfang jeder Runde würfeln alle Spieler ihre Würfel. Die Symbole oben auf dem Würfel sind aktiv. Haben irgendwelche Würfel eine Eigenschaft mit dem Stichwort "First" (zuerst), so werden diese zuerst abgehandelt.

Dann beginnt für alle Spieler die Hauptphase. Der Startspieler beginnt seine Würfel abzuhandeln. Er muss alle Würfel abhandeln, aber die Reihenfolge bestimmt er selber. Die verschiedenen Zeichen auf den Würfeln erlauben ihm Aktionen, wie Punkte bekommen oder verlieren, neue Icons auf andere Würfelseiten malen, Icons von Würfelseiten entfernen, Würfel neu zu würfeln, Würfel umdrehen etc. Eine leere Würfelseite als aktive Seite muss mit einem Icon versehen werden. Icons, die beim Aktivieren keinen Einfluss aufs Spiel nehmen, werden entfernt. Wurden alle Würfel des Startspielers verbraucht, so folgt der nächste Spieler im Uhrzeigersinn und verbraucht auch alle seine Würfel. Haben alle Spieler ihre Würfel verbraucht, werden noch Würfel mit dem Hinweis "Last" (zuletzt) aktiviert. Dann wandert der Startspieler einmal nach links und alle würfeln wieder.
 
 
Hat am Ende einer Runde ein Mitspieler mehr als 13 Punkte und als einziger die meisten Punkte, so hat dieser gewonnen. Dann geht es ans Würfelputzen. [ls]
 
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  PLUS:
PLUS:
originelle Idee
gute Icon-Effekte

ENDE
  MINUS:
MINUS:
Stifte schmieren und brauchen
  lange zum trockenen
wegwischen nur mit feuchtem Tuch
zu geringe Spielgeschwindigkeit
mehr Destruktion als Konstruktion
Regeln zu frickelig
Stichworte müssen nachgeschlagen werden
leerm
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     
Lutz: "Weiße leere Würfel" klingen jetzt ja erst mal wenig spannend, aber was für tolle Ideen da einem einfallen können, zeigt "Blank White Dice". Mit einem abwaschbaren Stift werden Zeichen auf die verschiedenen Würfelseiten gemalt, die die unterschiedlichsten Effekte haben können. Da heutzutage jeder kleine Mechanismus einen Namen haben muss, wird dies analog zum Spiel "Mystic Vale", welches das Card-Crafting (Kartenfertigung) einführte, vermutlich dann "Dice-Crafting" (Würfelfertigung) sein.
 
Wie wurden die sich ewig verändernden Würfel denn umgesetzt? Mit einem abwaschbaren Stift. Die Icons werden drauf gemalt und wenn das Spiel es verlangt, wieder abgewischt. In der Praxis sieht das bei den mitgelieferten Stiften so aus: Ein Zeichen wird drauf gemalt und dann trocken gepustet. Die Würfel werden nur an den Kanten berührt und so gewürfelt. Zum abwischen wird erst ein feuchtes Tuch und dann ein trockenes verwendet. Nach dem Spiel werden alle Würfel gewaschen. Klingt mühselig? Ja, das ist es auch. Der Spielfluss wird dabei empfindlich gebremst. Es handelt sich um ein kleines Glücksspiel. Das kann keine langen Wartezeiten ertragen, denn die Spieler haben wenig, über das sie nachgrübeln, während sie warten. Die Ursache des Ganzen sind die abwaschbaren Stifte. Es wurden "Wet-Erase-Marker" verwendet, zu deutsch ungefähr "Nass-lösch-Stifte", keine Ahnung was das deutsche Fachwort dafür ist. Falls es wer weiß, bitte schreibt es mir bei Facebook oder Twitter. Die Tinte basiert auf Wasser. Sie trocknet also so schnell, wie Wasser auf Plastik eben trocknet.
 
Die Alternativen sind "Dry-Erase-Marker" oder auch Whiteboardmarker. So ein Stift trocknet schnell und kann mit einem trockenen Tuch einfach weggewischt werden. Diese enthalten dafür aber Lösemittel. Der Nachteil ist, dass die Würfel nicht ganz rückstandsfrei sauber werden, sodass man nach ein paar Partien dreckige weiße Würfel hat. Außerdem kann es bei diesen auch passieren, dass ein Icon durch Reibung beim Würfeln verschwindet. Ich finde, dass die Whiteboardmarker die bessere Wahl sind, aber es sollte auch jeder einen Stift haben, damit das Spiel entsprechend schnell geht.
 
Wer befürchtet, dass seine Malkünste nicht ausreichen, um ein Icon auf einen Würfeln malen, der kann einfach die Initialen des Icons auf den Würfel schreiben. Also auch dafür ist gesorgt, wobei es ein paar Icons gibt, die sich gefährlich ähnlich sehen. Die Icons sind aber voller witziger Ideen. Das Junk Food sieht aus wie eine Tüte Pommes, der Triple Agent wie ein Männchen mit einer 3 als Kopf usw. Die Icons sind mit Liebe gemacht und auch ihre Fähigkeiten passen zum Namen. Die Icon-Karten, welche die Fähigkeiten der Icons erklären, sind qualitativ sehr gut. Sie bestehen aus dicker, laminierter Pappe.
 
Leider sind manche Icons recht komplex geraten oder zumindest komplex beschrieben. Also wird nach dem Aufbau etwas Zeit investiert, damit alle die Icons richtig verstehen. Ach, irgendwer musste ja das ganze Spiel erklären… Jetzt denkt ihr, wenn ihr den Erklärungsteil gelesen habt: Na, das ist ja nicht so viel. Leider ist das nicht so. Die Anleitung ist eng bedruckt und irgendwie frickelig. Alles, was ich mal eben schnell nachschauen wollte, konnte ich nicht finden. Manche Regeln sind nur im Abschnitt "Leicht zu vergessene Regeln" zu finden. Auch die vielen Stichwörter, die auf den Karten fett gedruckt sind, damit wir wissen "Aha, dies ist ein spezieller Begriff im Spiel", sind hinderlich für einen schnellen Spielfluss. Hier wäre es besser gewesen, einfach eine Erklärung auf die Karte zu drucken. Anstatt "Ward" auf die Karte zu drucken wäre "Ward: Dieses Icon wirkt, solange es oben auf dem Würfel zu sehen ist" die bessere Wahl gewesen. Ich bin nicht so glücklich mit der Anleitung geworden.
 
Das Malen neuer Icons, die die Würfel langsam verändern, ist ein cooler Mechanismus und es macht Spaß, seinen Würfel zur perfekten Punktemaschine zu verändern. Leider gönnen einem die anderen den Dreck unter den Nägeln nicht. Somit sind Erase oder andere Icons, die einem das Löschen anderer Icons erlauben oder schlechte Icons auf die Würfel anderer Spieler malen lassen, sehr beliebt. Es wird meist ordentlich destruktiv gespielt. Ähnlich wie bei "Dominion" oder anderen Talonaufbauspielen (Deck-Building) gibt es gute Kombinationen von Icons; wer diese zuerst sieht und es schafft, diese auf seinen Würfeln unterzubringen, der steht gut da. Im Gegensatz zu "Dominion" ist allerdings die Anzahl, wie oft ein Icon gemalt werden darf, nicht begrenzt, somit werden alle diese Kombination von Icons verwenden und die meisten anderen Icons werden ignoriert werden.
 
Am Ende muss sich jeder Spieler auch bewusst sein, dass es sich um ein Würfelspielt handelt und nur, weil ihr ein Icon gemalt habt, heißt es noch lange nicht, dass es irgendwann kommt. Vermutlich hat es dann irgendwer schon wieder von eurem Würfel entfernt.
 
Ich muss gestehen, dass es mir immer schwerer fiel, Mitspieler für "Blank White Dice" zu finden, obwohl jeder die Grundidee total gut fand. Wer sich allerdings für Würfelspiele dieser Art interessiert, dem empfehle ich eher "Quarriors" oder "Ciub", die ich beide rezensieren durfte (Links: siehe unten).
 
Fazit: Die Grundidee von "Blank White Dice" ist eigentlich super und viele interessante Ideen wurden eingearbeitet. Aufgrund technischer Schwierigkeiten dauert das Spiel aber länger, als es sollte. Es ist recht viel Regelaufwand für ein kleines Würfelspiel, dem ich in der vorliegenden Form nur einen Kultfaktor unter dem Durchschnitt zuweisen kann.
...
 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
 
Ende
 
 
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> Quarriors   > Ciub
Ende
 
 

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